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Thema: Kommunion
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16.03.2013, 08:59
Kommunion
Geändert von Blondine (16.03.2013 um 17:47 Uhr)
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16.03.2013, 11:58Inaktiver User
AW: Kommunion
Hallo Blondine,
vielleicht kannst Du die Termine nach Wichtigkeit sortieren und die nicht so wichtigen weg lassen? So viele Elternabende, das kann doch nicht wahr sein...
Eine Idee wäre noch, sich mit anderen Müttern zusammenzuschließen, daß reihum jede an einem Elternabend teilnimmt und die besprochenen Punkte schriftlich zusammenfaßt und verteilt.
Zieh Dir auch den Schuh nicht an, alles selbst erledigen zu müssen, sondern hol Dir Hilfe ins Haus.
Alles Gute
sonnenschein32
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16.03.2013, 14:19
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16.03.2013, 14:22Inaktiver User
AW: Kommunion
Ich bin nicht katholisch: Ist das normal, dass Eltern sich da so stark engagieren müssen? Ich musste damals vor der Konfirmation zwei Jahre lang regelmäßig zum Konfirmandenunterricht, da hatte meine Mutter aber nichts mit zu tun.
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16.03.2013, 14:50
AW: Kommunion
@nurgutes - in den meisten kath. Gemeinden wird es so gehandhabt, dass es innerhalb des schulischen Religionsunterrichtes in der 3.Klasse eine Vorbereitung auf die Kommunion gibt. Ergänzend gibt es die "Tischmütter", das ist ein freiwilliger Dienst, der zumeist von einigen Müttern der Kommunionkinder übernommen wird. Diese leiten eine Gruppe von 6-8 Kindern, meist trifft man sich bei der Tischmutter zu Hause, es gibt ein Thema zu dem etwas gebastelt, gesungen, gespielt, vorgelesen wird. Die Themen bekommt man zumeist vom Pfarrer und es ist üblich diese bei einem/oder mehreren Treffen vorzubesprechen. Bei uns waren es seinerzeit 8 Treffen bei der Tischmutter, die Themen wurden an einem Abend durchgesprochen, die Mütter haben aber auch Abends Mal mit einander telefoniert und Ideen ausgetauscht. Weitere Termine waren nur noch der Probegottesdienst, die Kommunion selbst und der Ausflug, der das Ganze abgeschlossen hat. Bei der Firmung gibt es das in ähnlicher Form wieder.
Was es einfacher macht, wenn du alles, was du festlegen kannst - Termine deiner Gruppe - die nicht mit anderen koordiniert werden müssen, ohne große Ersatztermine festlegen. Man schafft es so gut wie nie alle unter einen Hut zu bekommen. Bei terminlichen Entscheidungen ist es hilfreich, wenn einer bestimmt, zumeist können es die, die am lautesten schreien "Da gehts nicht!" nämlich doch möglich machen.
35 Termine sind extrem, ich hoffe du hast schon viele geschafft, es sind ja nur noch 3 Wochen.
Zu welchen Thema konkret bräuchtest du denn noch Anregungen?
Ansonsten, schau, dass du an dem Tag nicht nur Tischmutter und perfekte Gastgeberin bist. Es ist schade, wenn man viele Verpflichtungen hat und sich selbst kaum mehr darauf einstimmen kann und quasi nur aus den Augenwinkeln sieht, wie das eigene Kind vorne steht.
Ich habe mir damals als Kind sehr viele Gedanken gemacht, zum Beispiel die erste Beichte war ein Erlebnis über das ich im nachhinein sprechen musste, dafür muss neben den 35 Terminen Platz bleiben.Geändert von EvenMadderAuntMaud (16.03.2013 um 15:07 Uhr)
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16.03.2013, 15:48Inaktiver User
AW: Kommunion
Danke für die Info. Klingt tatsächlich nach ziemlich viel Arbeit...
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16.03.2013, 16:13Inaktiver User
AW: Kommunion
Ich finde es sehr wichtig, was EMAM hier anspricht: Neben dem ganzen äußeren Trubel viel wichtiger ist aus meiner Sicht, wie sich für Deine Tochter der Eintritt in die religiöse Gemeinschaft gestaltet.
Ich gebe offen zu, ein sehr kritisches Verhältnis zur katholischen Kirche zu haben. Gerade für Frauen ist diese Religion keine einfache. Und ich finde es furchtbar, dass achtjährige Kinder dazu veranlasst werden, ihre 'Sünden' zu beichten. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mir damals Sünden ausgedacht habe, damit ich etwas zu beichten hatte.
Ich habe wirklich ein tolles Verhältnis zu meiner Mutter, aber diese Kommunionskiste ist etwas, bei der ich mich im Nachhinein nicht ausreichend begleitet gefühlt habe. Da war von Seiten des Pfarrers (den wir auch im Religionsunterricht hatten) viel emotionale Erpressung dabei, der ich als achtjähriges Kind nicht gewachsen war. Dabei spreche ich hier - objektiv gesehen - von 'Kinkerlitzchen', nicht von Missbrauch o.ä. Dennoch wurde ich in ein Korsett gezwängt, das nicht gepasst hat und das hat meine Mutter damals, so denke ich, nicht realisiert.
Euer Pfarrer übt ja anscheinend bereits auf die Eltern ordentlichen Druck aus - ich hoffe nur, er handelt gegenüber den Kindern anders. Da Du diesen Kommunionsunterricht gestaltet hast, bist Du hoffentlich mit mit Deiner Tochter in besserem Gespräch als ich es damals mit meiner Mutter war.
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16.03.2013, 17:00
AW: Kommunion
Geändert von Blondine (16.03.2013 um 17:48 Uhr)
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16.03.2013, 17:04Inaktiver User
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16.03.2013, 17:16Inaktiver User
AW: Kommunion
Gegebenenfalls macht der Ton die Musik?
Ob sich angesichts dessen wohl ein Kind traut zu sagen: "Ich komme am Sonntag nicht, weil ich diese Woche keine Lust habe" bzw. "Weil mich mein Freund besuchen kommt, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe" bzw. "Weil ich Sonntag ein Turnier habe", etc. pp.?
Ist es angemessen, wenn Kinder auf diese Weise lernen, dass Religion Zwang ist? Oder sollten sie nicht lieber Freude an der Gemeinschaft empfinden?
Leider läuft in der katholischen Kirche sehr viel über die Masche, den Schäfchen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ist jedenfalls meine Meinung, ich hoffe, ich trete damit niemandem auf die Füße.


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