Gestern kam mein 13-Jähriger nach Hause und berichtete, dass die Schule nun im Krankheitsfalle die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlange. Er hat in diesem Schulhalbjahr 108 Fehlstunden, ALLE entschuldigt.
Das gibt das Schulgesetz NRW vor:
Bei begründeten Zweifeln, ob Unterricht aus gesundheitlichen Gründen versäumt wird, kann die Schule von den Eltern ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein schulärztliches oder amtsärztliches Gutachten einholen.
Es geht hier nicht um Fehlzeiten vor oder nach Ferien. Im Dezember 2012 erhielt er zuletzt von der Kinderärztin auf meinen Wunsch ein ärztliches Attest (da hat er auch eine Arbeit nicht mitgeschrieben). Nun fehlte er im Januar eine Woche wegen Durchfall. Diese habe nur ich entschuldigt (warum schreibe ich eigentlich "nur"?).
Meine Kinderärztin sagt immer, dass die Entschuldigungen eine Angelegenheit der Eltern seien.
Die Schule hat vorher nicht über die Beabsichtigung dieser Auflage mit mir gesprochen. Wie gesagt, mein Sohn erzählte es mir gestern. Sicher werde ich beim Erhalt des Schreibens nachfragen, welche konkreten "begründeten Zweifel" denn meine Schule hat. Ich finde es einen echten Hammer. Ich bin alleinerziehend, berufstätig, sorge mich um mein Kind im Kranheitsfalle, gehe mit schlechtem Gewissen zur Arbeit. Und nun sowas.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 251
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05.02.2013, 02:32
Ärztliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
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05.02.2013, 07:29
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
108 Stunden Fehlzeit in einem Halbjahr, das sind aber auch viele ....
das sind vermutlich mehr als 2 Wochen regulärer Unterricht ...
raufgerechnet aus Schuljahr eine Fehlzeit von ca. einem ganzen Monat Unterricht ???
Und dann gleich eine Woche krank, wegen einer Durchfallerkrankung ... das müsste aber auch so heftig gewesen sein, daß man damit doch zum Arzt muß und dann doch ein ärztliches Attest vorlegen kann.
1 Woche entschuldigt durch die Mutter...
Sorry, aber irgendwo bereitest du Dein Kind ja aufs Leben vor ... heutzutage verlangen einige Arbeitgeber das ärztliche Attest ab dem 1. Tag ..
Spätestens nach dem 3. Krankheitstag sollte es immer vorliegen.
So würde ich es auch bei Teenagern in der Schule halten ...
es sei denn die haben so etwas völlig Offensichtliches.
Aber normalerweise begibt man sich mit solchen gesundheitliche Problemen dann doch wirklich zum Arzt und holt sich das Attest.
Dein Kind halten sie schlicht für einen Schulschwänzer ... wegen der vielen Fehlzeiten ...
und Dich für eine zu tolerante Mutter, die Fehlzeiten ignoriert und sein Verhalten deckt und jede Bagatelle entschuldigt.
Ich finde es ist kein Hammer ... die haben in der Schule zu viele Deiner Entschuldigungen gelesen.
Und ich schätze, da gibt es einen Automatismus, der alle Schüler trifft, die schon vor dem Halbjahreszeugnis 100 Fehlstunden haben (und nicht in der Klinik gelegen sind oder etwas ähnliche gravierendes wie eine O.P., eine chronische Erkrankung oder einen Unfall und eben eine dauerhaftere Behandlungsnotwendigkeit nachweisen können... )
Die Schulleitung hat grundsätzlich eine Grenze festgelegt, ab der sie es nicht mehr für seriös hält und immer berechtigte Zweifel hat... und die wurde wohl überschritten.
Denk einfach mal um ...ginge es um dich selbst und Deinen AG und Arbeitsplatz ..
Du hättest dich wohl anders verhalten und wärest viel weniger entrüstet, würde man Dich wegen diesem Verhalten im Krankheitsfalle kontaktieren und abmahnen.
Gruß, B.Geändert von Blondine (05.02.2013 um 08:26 Uhr)
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05.02.2013, 08:04
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
Für mich geht nicht eindeutig hervor, ob es nur deinen Sohn betrifft oder alle Schüler. Möglicherweise haben sie was geändert und er ist nun darüber informiert worden, dass die Entschuldigung nicht mehr reicht.
Ich finde es gut, dass die Schule so reagiert. 108 Fehlstunden sind kein Pappenstiel und die Schule hat das wahrgenommen.
Nehmen wir an, er würde Schule schwänzen und es wäre erst nach 108 Fehlstunden aufgefallen - da ist das Geschrei bei Eltern sehr groß: warum hat die Schule nicht früher reagiert?
Wenn ein Kinderarzt der Meinung ist, ein Kind sollte bei Durchfall eine Woche zu Hause bleiben, dann muss er auch eine Krankmeldung schreiben.
Frag in der Schule nach, warum sie das nun fordern.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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05.02.2013, 08:40
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
Simke, ja dann warte doch erst einmal tatsächlich das Schreiben ab. Vielleicht hat dein Sohn auch nur die Hälfte erzählt bzw. die Grobzusammenfassung "wir brauchen jetzt ein Attest".
Generell frage ich mich, was genau jetzt dein Problem ist?
Bei Krankheit, die länger dauert, für mich am 3.Tag, gehe ich bzw. mein Kind zum Arzt und bekomme dann eine Krankschreibung oder Attest.
Gruß
Schnurpsel
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05.02.2013, 08:44Inaktiver User
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
Also 108 Fehlstunden kommen ja nicht von einer Woche im Januar und dann nochmal einer Woche(?) im Dezember. Hast du mal nachgerechnet?
Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass dein Sohn Entschuldigungen von dir fälscht oder dir auch einfach nur etwas vorspielt.
108 Fehlstunden von denen nur einmal eine Fehlzeit mit ärztlichem Attest entschuldigt wurde sind ein Grund zu zweifeln.
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05.02.2013, 08:52Inaktiver User
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
Wenn die Schule sich bisher mit einer Entschuldigung der Mutter zufrieden gibt, auch wenn die Krankheit länger dauert, ist sie meines Erachtens sehr tolerant. Zu Schulzeiten meiner Kinder war ab dem dritten Tag ein Attest fällig.
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05.02.2013, 09:04Inaktiver User
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
ich würde abwarten was jetzt an schriftlichem von der schule kommt. mit dem klassenelternbeirat evtl besprechen oder dem schulelternbeirat. wenn es eine schul-weite-aktion ist- wissen die auch davon.
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05.02.2013, 12:42
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
Abwarten ist natürlich immer erst einmal zu raten. Aber grundsätzlich dürfte es die Entscheidung der/des Klassenleiters sein. Und bei diesen vielen Fehlstunden im ersten Halbjahr, die nicht auf eine Erkrankung (z. B. Krankenhausaufenthalt) zurückzuführen ist, dürfte die Maßnahme auch sicher angemessen sein. Denn das Kind ist noch schulpflichtig und es ist auch Aufgabe der Schule darauf zu achten, dass die Schulpflicht eingehalten wird.
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05.02.2013, 13:09
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05.02.2013, 13:40
AW: Ärtzliches Attest für Schule - "begründete Zweifel"
Mir kommt das auch komisch vor, es sei denn, es liegt etwas vor, was noch nicht erwähnt wurde, wie z.B. eine chronische Erkrankung oder längere Krankenhausaufenthalte.


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