Hallo an Alle hier,
ich habe einen netten Mann kennengelernt, der 2 Söhne hat und auch in Scheidung lebt wie ich. Ich habe einen Sohn und eine Tochter, die man als "pflegeleicht" bezeichnen kann. Die beiden Söhne meines Partners sind zwar nicht ganz so "pflegeleich", aber doch sehr liebenswerte Jungs. Nun mein Problem: Der Ältere der beiden -9- ist oftmals grundlos bockig, will nicht zur Schule, macht grundsätzlich ungern bis garnicht Hausaufgaben und ist auch sonst schwierig. Nun macht er nachts ins Bett - das kam sonst nie vor. Wie soll ich mich verhalten? Ich finde das ins Bett machen ziemlich schlimm, habe da wohl ein Kindheitstrauma.
Was kann ich tun, um ihm den Spaß an der Schule wiederzugeben, ihn zu motivieren, Hausaufgaben zu erledigen. Ich möchte natürlich nicht nur meckern, sondern ihm helfen.
Achja - die drei wohnen seit ca. einem Monat bei mir, noch etwas provisorisch, aber beide Kinder haben ein Zimmer, was sie sich jeweils mit einem meiner Kinder teilen.
Vielen Dank schonmal für die Hilfe.
Gruß
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Thema: Patchwork Familie - Problem
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29.08.2006, 12:41
Patchwork Familie - Problem
Flo
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29.08.2006, 15:21
AW: Patchwork Familie - Problem
Hallo Flojule,
der Junge ist ja schon recht groß. Ich würde ihm erst mal nur zeigen, wie man ein Bett macht. Und dafür sorgen, dass in seinem Zimmer Bettwäsche zum Wechseln ist.
Er schämt sich ja wohl selber. Und ich denke, für ihn wär es eine Hilfe, wenn das erst mal gar kein Thema in der Familie wär. Wahrscheinlich / vielleicht erledigt sich das Problem dann von selbst?
Viele Grüße
Paula
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29.08.2006, 15:26Inaktiver User
AW: Patchwork Familie - Problem
Also wenn der Größere plötzlich wieder einnässt und auch die Bockigkeit könnten ein Zeichen sein, dass er die Trennung seiner Eltern nur schwer verkraftet. Wäre es da nicht sinnvoll sich professionelle Hilfe zu suchen, evtl.bei einer EB?
ischi
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29.08.2006, 16:45
AW: Patchwork Familie - Problem
Ja, ich denke auch, daß er jetzt erst richtig realisiert, daß die Eltern nicht wieder zusammenkommen werden. -Ich bin ja jetzt die neue Frau an Papas Seite-
Die beiden wollten vor ca. einem Jahr bei ihrem Vater bleiben (da ist die Mutter ausgezogen). Sie weigerten sich allerdings auch an den Besuchs-WE's zu ihr zu gehen. Das hat sich mittlerweile relativiert - sie gehen gern hin.
Für Florian(der Große) denke ich, wäre eine Förderschule günstiger, er hat echte Konzentrationsschwierigkeiten und wenig Antrieb zu lernen. Es fällt ihm auch schwerer als anderen, er wurde nach der ersten Klasse zurückgestuft und hat jetzt wieder im Zeugnis stehen gehabt, daß er ohne Integrationshilfe nicht versetzt werden würde. Bei mir in der Nähe gibt es eine Förderschule, mit denen habe ich mich in Verbindung gesetzt. Mal schauen, ob das eine Möglichkeit ist.Flo
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30.08.2006, 20:13
AW: Patchwork Familie - Problem
Hallo Flojule,
was sagt denn dein Freund dazu?
Dein Erzählen vermittelt den Eindruck, als hättest du die Verantwortung?
Liebe Grüße
Kaffeesahne
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02.09.2006, 15:06
AW: Patchwork Familie - Problem
Der Zusammenzug ist für die Kinder ja schon mal eine große Umstellung. Ich denke, dass muss er seelisch erst einmal verkraften. Seelische Nöte äußern sich bei Kindern oft durch Einnässen oder Albträume.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Junge nicht so recht weiß, was sein Platz in der Familie ist, welche Rolle er für seinen Vater, Bruder und auch für dich in dem großen Familienverband spielt, d. h., ob sich nun für ihn bezogen auf die Liebe in der Familie etwas geändert hat. Warum haben die Geschwister eigentlich mit den "anderen" Geschwistern" gemeinsame Zimmer? Wollten die das so haben, oder war das eure Idee?
Hinsichtlich der Probleme in der Schule würde ich die Lehrerin informieren, dass es eine neue Familienkonstellation gibt und sie regelmäßig kontaktieren, damit ihr immer auf dem Laufenden seid, was seine Lernfortschritte angeht. Vielleicht wird es mit der Bockigkeit besser, wenn er sich völlig angenommen fühlt und in der neuen Familie sicherer wird.
KleineBlume
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02.09.2006, 15:19
AW: Patchwork Familie - Problem
es gibt im grunde zwei möglichkeiten und es kann auch ein gemisch aus beiden sein. wenn ein kind plötzlich nicht mehr zur schule gehen will, deutet dies auf probleme eben in der schule hin. diese können vielfälltig sein, probleme mit lehrern, mit mitschülern, mit dem lernstoff ect. hier kommt aber noch die umstellung im engen familienleben hinzu, welche auch immer zu inneren konflikten und problemen führen kann. was ist zb mit der mutter der kinder? gibt es da kontakte? wo haben die kinder davor gelebt? wie ist das verhältnis der kinder untereinander?
ohne gespräche und klärung dieser tatbestände wird man wenig machen können


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