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    geschockt Wie reagieren?

    Wir (Mein Mann, Kind 15 M und ein befreundetes Ehepaar) waren heute auf einem Dorffest. Dort gab es so ne Rutschburg, wo unsere Kleine natürlich unbedingt hinwollte. Ich bückte mich, um ihr die Schuhe auszuziehen und ... wurde ganz fest in den Hintern gezwickt. Ich dreh mich um, hinter mir steht ein ca. 4 Jähriger und schlägt jetzt auf meine Beine ein. Ich geh in die Knie, schau ihn an und sage ihm, dass mir das weh tut und er bitte aufhören soll. Keine Eltern in Sicht. Da er nicht reagiert und mich mittlerweile am Schal reisst und weiter schlägt, halte ich seine Hände fest und von mir weg (war mir sehr unangenehm, wollte ihm ja nicht wehtun, wusste mir aber nicht anders zu helfen) packe meine Kleine und gehe auf die Rückseite der Burg. Immer noch keine Eltern in Sicht.

    Meine Kleine rutscht, der Junge kommt uns hinterher, schubst meine Kleine, reisst ihr die Mütze vom Kopf, sie weiss gar nicht wie ihr geschieht, der Kleine hämmert wieder auf mich ein. Mitttlerweile ist meine Freundin uns nachgekommen, nimmt mein schreiendes Kind, ich pack ihre Schuhe und wir gehen.

    Im Nachhinein erzählt mir meine Freundin, dass die Eltern von dem Kleinen genau neben uns standen und alles genau gesehen haben. Aber weder was zum Kind gesagt noch eingegriffen haben.

    Irgendwie geht mir das jetzt nicht aus dem Kopf. Bin ich zu empfindlich? ICH würde mit meiner Kleinen ein ernstes Wörtchen reden und vor allem, wenn es um kleinere und schwächere Kinder ginge, sofort eingreifen.

    Andererseits widerstrebt es mir auch, fremde Kinder masszuregeln, für deren Erziehung sehe ich deren Eltern zuständig. Aber wenn ich bzw. mein Kind körperlich attakiert wird, ist es für mich genug.

    Wie handhabt ihr soetwas?

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    AW: Wie reagieren?

    naja, maßregeln... ich hätte was gesagt, weil er meine grenze massivst überschreitet! maßregeln in einem schlimmen sinne wäre das für mich nicht.

    und wenn ich merke, dass eines meiner kinder sich nicht zu helfen weiss und einfach nicht gegen ein anderes kind ankommt, dann schreite ich auch ein. nicht böse oder so, aber ja, ich reagiere.

    der junge ist ja wohl ohne worte. und die eltern auch.

    nein, ich finde nicht, dass du zu empfindlich bist. selbst wenn, jeder hat andere grenzen.

  3. Inaktiver User

    AW: Wie reagieren?

    Zitat Zitat von tamarisk Beitrag anzeigen

    Im Nachhinein erzählt mir meine Freundin, dass die Eltern von dem Kleinen genau neben uns standen und alles genau gesehen haben. Aber weder was zum Kind gesagt noch eingegriffen haben.
    Und wieso sagst Sie Dir das hinterher und nicht in dem Moment, damit Du die Eltern ansprechen kannst?
    Oder sagt selbst einen Ton zu den Eltern, wenn sie doch a) sieht, wie sich der Junge unmöglich aufführt und b) weiß, welche Eltern dazu gehören?
    Das muss ich jetzt aber auch nicht verstehen, oder?

    Dem Jungen selber hätte ich schon recht deutlich gesagt, dass er damit aufhören soll.
    Und nein, ich hätte ihn nicht gebeten... "hör bitte auf" hätte ich NICHT gesagt - eine Bitte kann man ablehnen.
    Hört er nicht auf, so wie bei Dir:
    Das ein Vierjähriger nicht allein da ist, denk ich mir.
    Also den Jungen fest an die Hand und fragen: Wo sind Deine Eltern? Und dann hätte ich den Kleinen postwendend mit entsprechender Ansage den Eltern zugestellt.

    Irgendwann ist ja auch mal gut. Man muss sich auch von Kindern nicht alles gefallen lassen.

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    AW: Wie reagieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wieso sagst Sie Dir das hinterher und nicht in dem Moment, damit Du die Eltern ansprechen kannst?
    Am Anfang stand sie nicht bei uns, sondern ein paar Meter weg und hat es nur aus der Entfernung gesehen. Sie kam uns hinterher, als wir um die Burg gingen.



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder sagt selbst einen Ton zu den Eltern, wenn sie doch a) sieht, wie sich der Junge unmöglich aufführt und b) weiß, welche Eltern dazu gehören?
    Das muss ich jetzt aber auch nicht verstehen, oder?
    Sie hat selber keine Kinder und war sich einfach unsicher. Ich muss zugeben, ich wusste ja auch nicht, wie reagieren. Habe bisher wohl in einem Wolkenkuckusheim gelebt und sowas noch nicht erlebt. War deswegen einfach nur perplex.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dem Jungen selber hätte ich schon recht deutlich gesagt, dass er damit aufhören soll.
    Und nein, ich hätte ihn nicht gebeten... "hör bitte auf" hätte ich NICHT gesagt - eine Bitte kann man ablehnen.
    Hört er nicht auf, so wie bei Dir:
    Das bitte krieg ich nicht raus. Da ist die Erziehung meiner Eltern schuld. Ich würde wahrscheinlich sogar bei nem Überfall sagen, dass man mir BITTE nichts tun soll.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ein Vierjähriger nicht allein da ist, denk ich mir.
    Also den Jungen fest an die Hand und fragen: Wo sind Deine Eltern? Und dann hätte ich den Kleinen postwendend mit entsprechender Ansage den Eltern zugestellt.
    Das ist so ein anderes Thema. Hier auf dem Land sind die Leute ihren Kindern gegenüber recht offen, da stromert auch mal ein Kindergartenkind kilometerweit durch die Gegend oder bei ner Feier setzen sich die Eltern irgendwohinhin, die Kinder haben sich dann selbst zu beschäftigen und ein paar Stunden später wird wie bei nem Hund gepfiffen, dass es heim geht. Da muss ich mich erst dran gewöhnen. Bzw. nicht, ich muss mir nur das Kopfschütteln abgewöhnen.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie reagieren?

    Unabhängig ob die Eltern stumm daneben stehen oder gar nicht da sind- wo liegt das Problem bei einem fremden Kind Grenzen zu ziehen??

    Ich würde genau wie Du mit dem Kind erst mal reden- es auch festhalten und notfalls durchaus auch laut werden!
    Kinder werden nicht nur von den Eltern erzogen sondern auch von der Umwelt und das ist doch vollkommen ok!

    Würde mein Kind sich so aufführen und ich bekäme mit, daß Fremde dann lauter werden - und NUR das- dann würde ich dazu auch nix weiter sagen. Manchmal ist sowas für das Kind wesentlich wirkungsvoller als die salbungsvollen Worte der Eltern

    Wärst Du lauter geworden und die Eltern hätten dann was gesagt-- kann man mti denen auch gleich lauter werden
    Man darf durchaus Grenzen setzen und muss sich wahrhaftig nicht alles bieten lassen- auch von keinem 4-jährigen!

    kenzia

  6. User Info Menu

    AW: Wie reagieren?

    Das bitte krieg ich nicht raus. Da ist die Erziehung meiner Eltern schuld. Ich würde wahrscheinlich sogar bei nem Überfall sagen, dass man mir BITTE nichts tun soll.
    Ein guter Trick ist da, nicht zu sagen, was das Kind unterlassen soll, sondern sagen, was es machen soll bzw. (noch besser) was es machen wird (wenn es nach Dir geht ):

    "Du hörst jetzt auf, mich zu schlagen." "Du zeigst mir jetzt, wo Deine Eltern sind und dann gehen wir zusammen zu Deinen Eltern." oder "XX (eigenes Kind) geht jetzt in die Hüpfburg. Du wartest so lange hier."

    Meiner Erfahrung nach ist das für manche Kinder regelrecht erleichternd, wenn wenigstens einer ganz genau weiss, wo es lang geht...

    Spielplatz-Rüpel habe ich auch schon angeraunzt und kann da nix Übergriffes erkennen. Wenn mein Zweijähriger mal zu grob wird, habe ich auch nichts dagegen, wenn andere Mütter (oder Kinder) ihm das sagen.

  7. VIP

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    AW: Wie reagieren?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Ein guter Trick ist da, nicht zu sagen, was das Kind unterlassen soll, sondern sagen, was es machen soll bzw. (noch besser) was es machen wird (wenn es nach Dir geht ):

    "Du hörst jetzt auf, mich zu schlagen." "Du zeigst mir jetzt, wo Deine Eltern sind und dann gehen wir zusammen zu Deinen Eltern." oder "XX (eigenes Kind) geht jetzt in die Hüpfburg. Du wartest so lange hier."

    Meiner Erfahrung nach ist das für manche Kinder regelrecht erleichternd, wenn wenigstens einer ganz genau weiss, wo es lang geht...

    Spielplatz-Rüpel habe ich auch schon angeraunzt und kann da nix Übergriffes erkennen. Wenn mein Zweijähriger mal zu grob wird, habe ich auch nichts dagegen, wenn andere Mütter (oder Kinder) ihm das sagen.
    Genau.

    Spätestens wenn du den Bub unter den Arm geklemmt hättest, um ihn irgendwo 'abzugeben', da du ja dachtest er hat seine Eltern verloren, hätten diese sich gemeldet.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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