Dann solltest am besten Urologen abschaffen, die machen das ja nur aus Unsinn, gell? Lieber quälen wir das Kind Jahrelang um es dann doch zu verstümmeln?Zitat von Kiurush
Na prima![]()
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Thema: Vorhaut meines Sohnes
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20.08.2006, 09:11
AW: Vorhaut meines Sohnes
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20.08.2006, 10:33
AW: Vorhaut meines Sohnes
Als Kind hatte ich auch eine Vorhautverengung. Meine Eltern sagten mir, ich solle immer wieder probieren, die Vorhaut zurückzuziehen. Das tat ich mit Eifer und irgendwann (ich dürfte etwa 6 gewesen sein) ging es dann auch (blutete aber ein bißchen).
Die Scheu von Müttern ihre kleinen Söhne im "Intimbereich" zu berühren (ist es in dem Alter schon ein Intimbereich?) wundert mich schon.
Zitat von xanidae
Vaginalzäpfen habe ich meiner Tochter zwar nicht eingeführt, aber Pilzsalbe und ähnliche Therapien habe ich bei ihr genauso angewandt wie bei meinem Sohn. Wenn dann vor der Pubertät das Schamgefühl aufkommt ist das natürlich anders. Im Notfall musste ich aber sogar mal ran, als meine Tochter schon 13 war (sie hatte eine Zecke an der äußeren Schamlippe!).
Goldmund
So wie man es erzählen kann, so ist es nicht gewesen. (Christa Wolf)
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20.08.2006, 10:50
AW: Vorhaut meines Sohnes
Es geht hier nicht um Scheu.
Zitat von Goldmund
Dennoch ist es wichtig Kindern gerade auch schon im KiGa-Alter Körperbewußtsein beizubringen.
Beratungsstellen für Kinder (u.a. die Opfer sexueller Gewalt oder Übergriffen wurden) die Schulungen zum Thema anbieten: Wie schütze ich mein Kind..... zeigen nicht ohne Grund auf dass es nicht normal ist wenn sie ständig (oder überhaupt und "grundlos") an intimen Stellen berührt werden. Entsprechend werden dort die Kinder auch geschult.
Ich hätte keine Scheu - wenn mein Sohn das nicht selber könnte - ihn zu versorgen. Aber sobald sie das selbst können sollten sies auch selbst machen.
Narnia
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20.08.2006, 11:58Inaktiver User
AW: Vorhaut meines Sohnes
Aber hier handelt es sich doch um eine medizinische Maßnahme. Ich empfinde es als eher ungewöhnlich, daß man sich darum solche Gedanken macht.
Mein Sohn hatte mit 5 Jahren Hodenhochstand und wurde operiert. Das mußte ich danach auch immer wieder kontrollieren. Ehrlich gesagt bin ich damals gar nicht auf die Idee gekommen da irgendetwas zu hinterfragen. Auch jetzt würde ich das nicht als unnormal empfinden.
Ich denke man sollte schon zwischen "Natürlich" und "Unnatürlich" unterscheiden.
Ich glaube eher, daß hier die Mutter ein Problem mit der Maßnahme hat, nicht das Kind. Es wäre jedoch für das Kind sicherlich wünschenswert, wenn sie damit etwas natürlicher umgehen könnte. Wie oft müssen wir als Mütter bei Krankheiten unseren Kindern etwas näher kommen als sonst. Was ist mit Fieber messen, Zäpfchen einführen? Soll ich das ein 5 jähriges Kind auch selber machen lassen?
Gruß - Laska
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21.08.2006, 08:45Inaktiver User
AW: Vorhaut meines Sohnes
Ich denke, dass es sich hier in erster Linie um ein medizinisches Problem handelt - und dass man sich darum kümmern sollte, solange das Kind noch recht klein ist. So gesehen ist 5 Jahre schon ein gutes Alter.
Dass man die Intimsphäre des Kindes verletzt, sehe ich absolut nicht so, denn als Eltern muss man sich doch darum kümmern. Werden die Kinder älter, so schaffen sie diese Intimsphäre selber und entsprechend muss man als Eltern damit umgehen.
Mein Sohn hatte auch eine Phimose und wir waren damit beim Kinderarzt bzw. Kinderchirurgen. Wir haben mehrere Möglichkeiten aufgezeigt bekommen - es gibt ja nicht nur das Zurückschieben der Vorhaut bzw. eine total Beschneidung. Man muss sich einfach mal beim Kinderarzt beraten lassen.
Die OP damals war für meinen Sohn recht unangenehm, aber nach wenigen Tagen war es vergessen. Jetzt, mit 16, hat er keine Probleme damit.
Gruß - Marie
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21.08.2006, 09:21
AW: Vorhaut meines Sohnes
Die diesbezüglich formulierten Ängste finde ich auch ziemlich übertrieben.
Zitat von Cook3
Man kann davon ausgehen, dass ein Fünfjähriger, soweit unverklemmte Offenheit in der Familie existiert, bereits einiges über seinen Körper, über Intimität und Sexualität weiß.
Und so können Mutter oder Vater ganz einfach mit ihm darüber sprechen und ihm erklären, was das medizinisch bedeutet und was man dagegen unternehmen kann und in dem Zusammenhang auch formulieren, dass sie das mit dem Zurückschieben der Vorhaut nicht machen wollen, weil sie denken, dass er schon groß genug ist, das selbst zu tun und sie bzw. der Arzt können ihm erklären, wie er das machen soll (Falls das überhaupt die richtige Maßnahme sein sollte).
Unsere Aufgabe als Eltern ist es doch auch, das Kind Intimität zu lehren und es in die Lage zu versetzen, Grenzen zu erkennen und zu ziehen. Hier ist eine Situation, in der das wunderbar eingeübt werden kann.
Und dann kann man das in den Alltag einbauen: Hast du schon Zähne geputzt und beim Baden/Waschen auch nicht vergessen, die Vorhaut zurückzuschieben?
Das kann man ganz unbefangen gestalten.
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21.08.2006, 10:16
AW: Vorhaut meines Sohnes
Ich habe schlicht und ergreifend kein Problem damit, meinem 3jährigen Sohn die Vorhaut vorzuziehen! Es kommt immer darauf an! Denn ich habe den Grund der Körperhygiene, wenn mein Zwerg abdet! Da mache ich das ganz nebenbei beim Einseifen! Ich denke, das hat nix mit sexueller Belästigung zu tun! Also wirklich nicht! Mache das rein aus Sauberkeitsgründen! Mein Sohn macht es allerdings auch mittlerweile alleine, sodass ich es nur noch selten mache! Fragt mal Eure Männer, ob Sie beim Baden, Duschen oder Waschen nicht die Haut zurück ziehen! Das hat rein gar nix mit Sex zu tun! Und wie soll das Kind denn Hygiene beigebracht bekommen, wenn man diesen Bereich ausspart! Puuh, Leute, alles im grünen Bereich!
Viele Grüsse NinnyWer austeilt muss auch einstecken können!
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21.08.2006, 11:10
AW: Vorhaut meines Sohnes
Im Gegenteil: Wenn man es ausspart, hebt man sie ja erst drauf, dass das ein Bereich ist, der pfui, bäh und tabu ist. Kenne ich aus meiner Kindheit und das fand ich ganz schlimm.
Zitat von Ninny
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30.08.2006, 17:21
AW: Vorhaut meines Sohnes
Mein Bruder und ich hatten beide eine Vorhautverengung. Ob das heute noch operiert werden würde, weiss ich nicht, vermute aber schon. Mein Bruder war 9 und ich war 12 Jahre alt als wir deswegen schließlich eine Woche ins Krankenhaus mussten.
Es war eine peinliche, beängstigende und letztlich auch ziemlich schmerzhafte Erfahrung, ich glaube, 12 Jahre ist sowieso kein glückliches Alter für so etwas. Aber immerhin war danach endlich
Ruhe, keine genervten Kinderärzte mehr, die über Jahre hinweg auf Bitte unserer Mutter hin "doch noch mal probieren sollten, ob es denn jetzt nicht doch geht ...", was meistens mit Tränen und einige Male sogar mit Blut endete ... eigentlich katastrophal, aus heutiger Sicht. Auch nicht vergessen werde ich wahrscheinlich das ausgesprochen demütigende Gefühl, als unsere Eltern unseren Nachbarn von dem bevorstehenden Eingriff erzählten und deren Tochter uns dann fragte, ob wir denn nun kastriert werden würden, so wie ihr Kater.
Zusammenfassend: Ich würde meinen Sohn an dieser Stelle auf jeden Fall in Ruhe lassen und eventuell unumgängliche Manipulationen so weit das geht ihn alleine durchführen lassen, schon gar nicht dritte. Und falls doch operativ gehandelt werden muss, würde ich es möglichst ambulant machen lassen. Und keinesfalls würde ich in seinem beisein mit Dritten darüber sprechen.
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30.08.2006, 19:28
AW: Vorhaut meines Sohnes
Ja Alaska,
das habe ich auch gehört. Von bekannten wo man wartete und wartete und die Jungs "piesakte". Diese weigerten sich dann sich operieren zu lassen, dann schob man weiter hintenhinaus.....
Ich war froh nach eingehenden Erkundigungen an den Prof. für Urologie zu gelnagen, der normal nur Privatpatienten behandelt und da u.a. die Fehler die in der Kindheit gemacht wurden ausmerzte.
Der Eingriff wurde stationär vorgenommen, aber nur mit einer Übernachtung mit mir daneben. Heute weiß mein Sohn davon nichts mehr und bei all den Geschichten die ich immer wieder höre bin ich froh uns da viel weiteres unnötiges Theater erspart zu haben.
Narnia


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