Moin liebe B-Freunde,
weiss nicht, inwieweit das Thema zu Erziehungsfragen gehört... muss aber das Thema mit anderen besprechen:)
Heute war mir unangenehm, als ich mein Kind in die Kita gebracht hatte und eine Einladung zum Geburtstag für ein anderes Kind gesehen habe, nicht für mein. Wobei war dieses Kind zum Geburtstag meines Kindes eingeladen.
Wie ich sehe, es bildet sich die Freundschaft meistens zwischen den Eltern (ich würde sagen zwischen den Muttern) und die ist entscheidend für alles anderes. In unserer Kita haben fast alle Mutter viel Freizeit und sind miteinander mehr oder weniger befreundet. Sie treffen sich regelmäßig, holen die Kinder für einander ab u.s.w. Ich bin leider nicht so locker in Kontakten mit anderen, dazu arbeite ich oft bis spätabends und bin überhaupt nicht sehr sozial aktiv. Ich habe versucht mit ein Paar Mamas auch die Kontakten außerhalb der Kita zu pflegen, hats aber nicht besonders gut geklappt - wir sind ganz anders und die Freundschaft für mich ist wie Liebe, entweder funzt es oder nicht:) Ich würde gerne trotzdem mehr Freunde haben:)
Dabei ergibt sich, dass darunter leidet mein Kind, weil er nicht oder weniger das Leben "außerhalb der Kita" erlebt wie die anderen und das vielleicht bewirkt auch seine Beziehungen mit diesen Kindern in der Kita? Bilde ich mir so was ein oder muss ich tatsächlich schuldig dafür fühlen und versuchen die Situation zu ändern? Wie ist es bei Euch?
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24.08.2012, 13:38
Kindergartenleben bei Erwachsenen
Geändert von briggs (26.08.2012 um 13:59 Uhr)
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24.08.2012, 16:04
AW: Kindergartenleben bei Erwachsenen
hi briggs,
erstmal: dicken drücker für euch
meine tochter ist 8, schon lange raus aus kita, jetz schule mit immer wieder neuen problemen........ich kann es gut nachvollziehen, das du dich ärgerst...kleiner trost: wenn dein sohn noch klein ist, schneidet er das thema mit der einladung nur für andere kinder noch nicht so mit.
ich war in der kiga-zeit voll berufstätig + hab mich ständig an den fronten aufgerieben, nebenbei seit eh + je AE.
wer holt deinen sohn, wenn du lange arbeitest? ich hatte damals ein lockeres netzwerk mit teilweise überhauptnicht lockeren kiga-müttern, die meine maus dann nachmittags öfter mitgenommen haben. meine tochter hat die anderen mütter sogar selbst gefragt, "ob sie sie mitnehmen". heute undenkbar, sie ist sehr schüchtern im umgang mit erwachsenen...für meine tochter war es aber genauso gang und gäbe, auch mal das "letzte kind" in der kita zu sein...das fiel mir oft schmerzhafter auf als ihr-glaub ich
mein freundeskreis besteht größtenteils aus AE müttern, nur langsam wird es schwieriger vom umgang, weil tochter da nicht gern mitwill, wenn die "nur"
einen jungen haben...
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24.08.2012, 20:58
AW: Kindergartenleben bei Erwachsenen
Hallo briggs,
ich lasse meine Tochter ganz alleine entscheiden wenn sie zu ihrem Geburtstag einladen will. Habe auch erst gedacht wir müssen Mädchen x einladen weil wir auch bei ihr waren. Aber nein, müssen wir nicht weil meine kleine wirklich gar nicht mehr mit ihr spielt, ihr Geburtstag ist 8 Monate her und es ändert sich eine Menge in der Zeit.
Ich kann aber bestätigen, das Eltern teilweise Kontakte mit Kindern bevorzugen die aus der Nachbarschaft kommen, mit deren Eltern man sich versteht usw. Habe auch schon die Erfahrung gemacht, meine Tochter wollte gerne ein Mädchen aus dem Kiga zum spielen einladen ich habe angerufen um einen Termin auszumachen und wurde nett "abgewimmelt". So ist es dann, Tage später habe ich durch Zufall erfahren das sie sich mit anderen verabredet haben. Ab die Sache dann abgehakt und Maus fragt auch nicht mehr nach ihr.
Wie alt ist dein Sohn? Wie lange geht er schon in den Kiga?
Ich merke das meine Tochter jetzt eine ganze Menge selbst regelt und ich nur noch unterstützen muss. Lass mal ein bisschen locker, lehn dich zurück und vertrau auf deinen Sohn das er sich Freunde sucht wenn er mag. Meine kleine kam vor ein paar Tagen zu mir und sagte freudestrahlend, dass sie eine neue Freundin hat. Diese Freundin wollte uns dann auch gleich einladen. Das ist der Punkt an dem ich als Mama gefragt bin. Ich habe mich mit der Freundin Mama in Verbindung gesetzt und eine Spielverabredung klar gemacht.
Auf biegen und brechen geht sowas nicht. Und du würdest dich sicher nicht wohl fühlen wenn du gegen deine Natur plötzlich Kontakte knüpfst nur in der Hoffnung das Freundschaften und Einladungen für deinen Sohn rausspringen ;-)
alles liebe, Schoki
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25.08.2012, 16:50Inaktiver User
AW: Kindergartenleben bei Erwachsenen
briggs, bei uns ist es ganz anders. Da war es bisher so, dass ich (und mein Sohn) eher außen vor war, weil mein Sohn sich weigerte, alleine bei anderen Kindern zu bleiben. Auch nach einem ersten gemeinsamen Besuch - er blieb nicht alleine. Und die Mütter haben mir durch die Blume sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass sie eher davon genervt sind, wenn ich mitkomme (hat natürlich auch damit zu tun, dass es noch einen 3 Jahre jüngeren Bruder gibt, der dann eben auch mit muss). Bei unserem Kindergarten ist es eher so, dass die Mütter die Nachmittagsverabredungen der Kinder nutzen, um Betreuungslücken (lange arbeiten an dem Tag) abzufedern oder mal einen freien Nachmittag zu haben.
Bei uns kam es aus diesen Gründen nur sehr selten zu Einladungen. Natürlich habe ich auch mal Kinder zu uns eingeladen, aber auch dazu habe ich nicht ständig Lust (bin auch berufstätig, und komme nachmittags oft schon mit meinen beiden Kindern zu nichts - die Eifersuchtsdramen zwischen kleinem Sohn und großem Bruder mit eingeladenem Gast muss ich nicht zu oft haben). Vor allen Dingen, wenn Gegeneinladungen nicht möglich sind, weil mein Sohn da nicht alleine bleibt und ich da nicht mit kleinem Bruder rumhängen will.
Mein Sohn hat trotzdem Freunde in der Kita, und genießt es, nachmittags auch mit den anderen Nachbarskindern zu spielen, also auch mal andere Kinder zu sehen. Ich fand auch diese lange Verabrederei im Voraus gar nicht so kindgerecht - da kam es dann schon mal vor, dass man 2 Wochen vorher einen Termin ausmacht, und genau an dem Tag haben sich die betreffenden Kinder im Kindergarten gestritten und keine Lust, sich nachmittags zu sehen, oder einen stressigen Tag gehabt und würden lieber alleine spielen.
Was die Einladungen angeht - da habe ich mir gar keinen Kopf gemacht, außer dieses Jahr, wo mein Sohn aus unerklärlichen Gründen seine beste Kindergartenfreundin nicht einladen wollte. Es war ihm nicht auszureden, und es war klar, er würde ihr gegenüber nur rumzicken, wenn sie käme. Ich habe die Situation dann ihrer Mutter erklärt, und das war's. (Die Mutter ist sicher ohnehin froh, wenn der Kontakt zwischen den beiden einschläft, weil mein Sohn für ihr Gefühl viel zu viele Freiheiten hat, z. B. darf der doch tatsächlich alleine seine Freunde in der Nachbarschaft besuchen gehen, ohne dass ich ihn zur Haustür bringe - er kommt jetzt in die Schule. Diesen Einfluss auf ihre Tochter findet sie ohnehin nicht gut.) Seitdem ich mich was die Kinder angeht, von diesen "Erwachsenenkonventionen" (auf Einladung muss Gegeneinladung folgen) befreit habe, kann ich das ganz entspannt sehen. War aber auch ein längerer Prozess.
Was ich nicht so ganz verstehe - vermisst Du Kontakt zu den anderen Müttern, oder denkst Du, Du musst das nur Deinem Sohn zuliebe machen? Im letzteren Fall würde ich mir keinen Kopf machen.
Ich habe lange mit der "Besuchsverweigerung" (die sich auch auf Kindergeburtstage erstreckt) meines Sohnes gehandert, und irgendwann dann gedacht, dass es das alles in unserer Kindheit erst so ab Schulalter gab (sonst hat man halt mit den Nachbarn gespielt, in Häusern, die man von klein auf kannte) und unser Sozialverhalten darunter auch nicht gelitten hat.Geändert von Inaktiver User (25.08.2012 um 16:54 Uhr)
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26.08.2012, 14:17
AW: Kindergartenleben bei Erwachsenen
hallo fraueastwood:)
mein sohn ist gerade 4 geworden. ich weiß nicht, ob er tatsächich was mitkriegt von solchen geschichten oder bilde ich mir das nur ein. mein mann holt ihn nachmittags aus der kita. ich muss ja eben selbst locker werden, um die situation zu ändern. weiß aber nicht, ob es der richtige weg ist - sich immer den anderen anpassen. wahrscheinlich geht es in solchen fällen nicht anders...
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26.08.2012, 14:26
AW: Kindergartenleben bei Erwachsenen
hi Schoki,
danke für deine antwort:)
mein sohn ist vor kurzem 4 geworden. er regelt ja auch schon viel in seinem leben:) ich gebe dir recht, man muss nicht immer die kinder gegeneinladen. ich habe nur ein gefühl, er wird öfter eben "abgewimmelt", weil seine mutter aus verschiedenen gründen nicht an dem kigaleben teilnimmt. das stört mir irgendwie:(


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