Hallo,
meine Tochter wird im Mai 6 Jahre alt und weigert sich vehement ohne mich zu einer Freundin zu gehen oder alleine auf einem Kindergeburtstag zu bleiben oder alleine im Kinderturnen zu bleiben. Einzige Ausnahme sind die Nachbarskinder (zu denen geht sie alleine) oder auch ein WE bei z.B. meinen Eltern ist garkein Problem. Aufgrund einiger anderer Fragen war ich hier bei der Erziehungsberatungsstelle dort wurde mir gesagt das dieses Verhalten nicht mehr altersgerecht sei und ich bloß den Druck raus nehmen solle weil sie wohl wirklich Angst hat. Nun meine Frage an euch: Ist das wirklich nicht mehr altersgerecht? Sollte ich sie einem Psychologen vorstellen (Rat vom Kia)? Oder würdet ihr einfach abwarten? Interessanterweise ist meine Tochter ansonsten weder schüchtern noch auf den Mund gefallen-eher im Gegenteil. Fremde Menschen mochte sie aber noch nie so gerne und alleine bei Freunden bleiben war auch schon als sie klein war ein Problem (wobei ich es da "normal" fand).
Was denkt ihr? Ich bin einfach immer wieder unsicher-vor allem da sie von ihren Freundinnen langsam ausgelacht wird.
Danke für eure Meinungen dazu!
LG willauch
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19.01.2012, 19:45
Nicht ohne meine Mama *seufz*
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19.01.2012, 20:24
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
Wie war das denn im Kindergarten ? Ab wann wird sie in die Schule gehen ?
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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19.01.2012, 21:01Inaktiver User
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
Willauch, hier das gleiche. Mein Großer (der ja im August 6 wird) bleibt außer bei den Nachbarskindern auch nirgendwo alleine. Das hat mir auch sehr lange zu denken gegeben, aber inzwischen habe ich verstanden, was in ihm vorgeht. Er hat einfach zu fremden Erwachsenen (und die Eltern von Freunden zählen für ihn dazu) nicht genug Vertrauen, um sich ihnen für ein paar Stunden "auszuliefern". Bei den Nachbarskindern weiß er, er kann ja nach Hause gehen, wenn er will. Er sagte, andere Kinder will er erst alleine bei denen zu Hause besuchen, wenn er den Weg per Fahrrad, Bus oder Straßenbahn alleine bewältigen kann.
Wie soll ich das formulieren - er ist ein Kind mit einem sehr intensiven Gefühlsleben, das er aber oft schlecht ausdrücken kann. Gerade nach einem Kindergartentag (er geht von ca. 9-15 Uhr in den Kindergarten) kann ihn nachmittags irgendwas, was ihm quer kommt, komplett aus der Bahn werfen. Nachdem ich neulich bei einem Besuch bei seiner besten Freundin so eine "Kleinigkeit" erlebt habe, habe ich endlich verstanden, wieso er kein Vertrauen in fremde Erwachsene hat. (Als "nicht fremd" gelten für ihn außer den Eltern die Großeltern, die Tanten und Onkel, seine frühere Kinderfrau und die Erzieherinnen im Kindergarten - bei all denen bleibt er auch alleine.)
Es war ein ganz banaler Vorfall. Die Mutter hatte auf Wunsch ihrer Töchter eine "Kinderdisco" organisiert, d.h. noch 4 Freunde/innen eingeladen und ein bisschen Party gemacht. Bei einem Luftballontanzspiel, bei dem die Kinder einen an den Fuß gebundenen Ballon bei den anderen zertreten sollten, gelang ihm das dann einfach nicht - und zwar nur, weil er zu leicht war - er konnte auf dem Ballon stehen, er ist einfach nicht geplatzt. Generell war eh schon ein ziemlich unerträglicher Trubelpegel. Da fing er dann ganz bitterlich an zu weinen und war fix und fertig - die Mutter der Freundin reagierte nur mit einem aufmunternd-fröhlichen "das ist doch nicht schlimm, das ist nur ein Spiel, das klappt halt nicht immer" und tanzte weiter.
Mein Sohn aber war in wirklichen Nöten, das habe ich gespürt und gesehen, er brauchte Trost, Bekuscheltwerden etc., der Lärm war ihm zu viel usw. (Als die Party in den Garten verlagert wurde, weil das Wetter besser war, als ursprünglich vorhergesagt, hatte ich plötzlich wieder ein ausgeglichenes Kind.)
Seit diesem Erlebnis denke ich, der hat kein Problem, das behoben werden muss. Natürlich verpasst er dadurch mal einen Geburtstag, aber irgendwann wird sich das geben. Er wird immer besser lernen, mit seinen Gefühlen umzugehen und sich dabei nicht auf Hilfe von Erwachsenen verlassen zu müssen. Er begibt sich nicht gerne alleine in Situationen, die ihn emotional überfordern könnten - das ist doch eigentlich ganz schlau, oder?
Natürlich muss er die nötige "Affektkontrolle" lernen, aber das wird er auch - ich beobachte, dass es immer besser wird, aber er ist eben doch erst 5 Jahre alt.
Wegen Schule mache ich mir übrigens keinen Kopf - Lehrer oder Lehrerin wird er wie die Erzieherinnen als fremde Bezugsperson akzeptieren, weil der ihn eben nicht nur alle 4 Wochen bei einem Besuch für ein paar Stunden sieht, sondern jeden Tag für ein paar Stunden.
Willauch, versetz Dich in die Lage Deiner Tochter. Versuch herauszufinden, was es insbesondere ist, was ihr daran Angst macht, woanders alleine zu sein.
Zur Erziehungsberatungsstelle habe ich noch eine Frage: einerseits sagen sie, es ist nicht altersgerecht, andererseits sollst Du den "Druck rausnehmen". Inwiefern? Ich finde das etwas widersprüchlich.
Alles Liebe, Tigerente
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19.01.2012, 22:41
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
Hallo,
sie wird ab September in die Schule gehen. Kindergarten ist garkein Problem-aber das ist auch jeden tag, so dass ich auch keine Angst davor habe wie es in der Schule wird (wie Tigerente schrieb).
Tigerente: hallo erstmal
-schön dich hier mal wieder zu treffen! Ist ja schon interessant für mich was du so schreibst. Meine Tochter ist deinem Sohn da wohl sehr ähnlich. Ich kann nicht nachvollziehen was in ihr vorgeht-aber sie kann es selbst auch nicht erklären. Wegen der Erziehungsberatungsstelle: Das habe ich vielleicht zu kurz erklärt-er meinte das ihr Verhalten nicht mehr altersgerecht wäre und das die Situation zwischen mir und ihr aber schon so verfahren ist (wir haben eine Zeitlang massiv Druck auf sie ausgeübt, dass sie alleine bei z.B. Geburtstagen bleiben soll), dass wir damit ihre Angst noch schlimmer gemacht haben und eben aufpassen sollen das sich keine "Phobie" daraus entwickelt, weil es wohl kein "Theater" ist sondern eine wirkliche Angst dahinter steckt. Meine Tochter ist prinzipiell ein ziemlich anstrengendes, forderndes Kind das uns immer wieder an unsere Grenzen bringt - deshalb bin ich bei der Erziehungsberatungsstelle gelandet.
LG und danke schonmal - ich freue mich über mehr Kommentare.
willauch
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19.01.2012, 23:13Inaktiver User
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
willauch, was das "Druck rausnehmen" angeht, hatte ich letzten Sommer bei einem Kindergeburtstag so ein "Aha"-Erlebnis. Es war der Geburtstag einer Kindergartenfreundin, zunächst sagte er, er wolle gar nicht hin (im Vorjahr war er da, ich bin aber mit ihm dort geblieben, da war er ja auch erst 4). Dieses Jahr war es so, dass ich an dem Nachmittag noch zum Bahnhof musste, um in meinen 250 km entfernten Heimatort zu fahren, da dort am nächsten Tag mein Patenkind eingeschult wurde. Die Verabredung war, ich bringe ihn hin, dann den kleinen Bruder zu Oma und Opa, und Papa holt ihn ab. Eigentlich sollte die Oma ihn abholen, aber dagegen hat er sich vehement gewehrt (vom Kindergarten darf sie ihn abholen). Mein Mann hat dann extra einen wichtigen Zahnarzttermin abgesagt, um ihn abholen zu können.
Ich bin auf den Wunsch meines Sohnes noch ein bisschen geblieben, und wollte nach 30 min. dann mit dem kleinen Bruder los. Da hat mein Sohn sich hingesetzt, seine Schuhe und seine Jacke angezogen und gesagt "dann gehe ich mit".
Ich war sooo abgenervt, dachte, wir hätten das doch vorher vereinbart gehabt, waren ihm ja schon bis hin zur Absage des Zahnarzttermins entgegengekommen, ich bin total ausgetickert. Habe ihn in das Zimmer gezogen, wo die anderen sich gerade zum Kaffeetrinken hingesetzt hatten, und ihn hysterisch angeschrien, dann solle er jetzt seinen Freunden erklären, dass er nicht bleibt, weil er so ein kleines Baby ist, dass er ohne seine Mama nicht bleiben mag.
Es war mir hinterher sooo peinlich, gerade auch ihm gegenüber. Er ist ganz ruhig geblieben, hat nur gesagt "ich habe doch gleich gesagt, ich will nicht bleiben ohne einen von Euch", hat sich umgedreht und ist gegangen.
Also habe ich ihn fluchend mit dem kleinen Bruder zusammen zu Oma und Opa gebracht und bin dann zum Bahnhof. Auf der Zugfahrt hatte ich dann den Kopf frei, darüber nachzudenken, was da geschehen ist, und dann habe ich mir gedacht, was für ein Quatsch, dass ich mir solche Erwachsenengedanken mache, was er da verpasst oder so. Er weiß genau, was ihn auf einem Kindergeburtstag erwartet, und wenn er lieber zu Hause bleibt, dann ist das halt so. Es ist nicht meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass seine Freunde glücklich sind, dass er da ist. Er muss sich noch nicht an allen sozialen Standards von Erwachsenen wie Gegenseitigkeit von Einladungen orientieren, finde ich. Das hat bei mir den Druck rausgenommen.
Von da an habe ich einfach gefragt, ob ich auch bleiben darf, und ihm vorher gesagt, dass er dann halt nicht zu dem Geburtstag geht, wenn das nicht geht. Erstaunlicherweise haben in beiden Fällen die Mütter dann gesagt "meinem Kind ist es so wichtig, dass er kommt, Du kannst gerne auch bleiben - auch mit dem kleinen Bruder". Es kam dann nicht so weit, weil er bei beiden Geburtstagen (die kurz aufeinander folgten) ernsthaft krank war.
Weißt Du, wenn ich an unsere Kindheit denke - ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich vor Schulbeginn jemals bei anderen Kindern als den direkten Nachbarn oder meinem Freund, mit dem ich jeden Tag gemeinsam in den etwas entfernten Kindergarten ging, auf einem Geburtstag oder zum Spielen war. Das kam erst mit der Schulzeit. Damals war es nicht altersgerecht, Kinder mit 4 oder 5 Jahren zum Spielen zu verabreden - da haben die miteinander gespielt, deren Eltern befreundet waren oder die nah beieinander wohnten.
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20.01.2012, 08:17Inaktiver User
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
Ein Argument, was wirklich gut ist- denn die Zeiten haben sich tatsächlich geändert-- eine Generation zurück lief das wirklich noch anders.
Letztlich bleibt ja die Frage "warum ist es so?" und die Antwort liegt darin, daß sich das Kind unsicher fühlt.
Je jünger ein Kind desto mehr braucht es die Sicherheit, daß vertraute Personen da sind.
Wenn ein Kind diese Sicherheit nicht fühlt dann wird es sich nie gerne von Mutter oder vertrauten Personen entfernen wollen.
Wichtig ist ob sich das Kind in der Umgebung wohl fühlt.
Ein Kind, was sich unwohl fühlt würde ich nie alleine dort lassen- bei einem Kindergeburtstag aber wird es wohl so laufen, daß Kinder Spass udn Freude haben.
Man muss natürlich auf das Befinden des Kindes eingehen und lässt es natürlich auch nicht leiden.
Insofern kann man wohl recht schlecht eine Altersbeschränkung geben
Allerdings- kann ein Kind mit 6 Jahren durchaus schon denken und verstehen und so würde ich ein Kind mit dem "Problem" ganz bewusst lernen lassen.
Mit dem Kind reden- ihm klarmachen, daß man zuerst nur eine Stunde mal weggeht und wiederkommt......und diese Zeiten dann ausdehnen.
Es ist doch auch sehr wichtig, daß das Kind solche Situationen lernt auszuhalten.....vor allem hilft doch da das Wissen und die Gewissheit, daß Mama ja wiederkommt-- denn es kann doch Situationen geben, die das Kind zwingen so Zeit zu verbringen und dann leidet es uU wirklich ganz schlimm.
Wichtig dabei- dem Kind mit der eigenen tiefsten Überzeugung rüberbringen, daß alles gut ist und das Kind das auch gut schaffen wird.
Letztlich- vorher besprechen und dann ohne viel Aufhebens mal weggehen......als wäre das ganz normal und genauso still wiederkommen......-- so das es wirklich ganz normal wird, daß Mama mal weg ist aber eben auch immer wiederkommt.
Ich glaube, daß so eine Zeit rumgeht.....irgendwann gehen sie ihrer Wege und wenn man als Mutter die Kraft hat dem Ganzen immer richtig zu entsprechen ist das auch eine Möglichkeit.
Aber das kann natürlich nerven und wiegesagt- ist das ja auch für das Kind eine anstrengende Sache.
kenzia
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20.01.2012, 08:24
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
ja, es ist wohl deshalb nicht mehr altersgerecht, weil die meisten in dem Alter alleine bleiben und dies teilweise auch einfordern.
Die Taktik von Tigerente finde ich gut, so lastet auch nicht allzu großer Druck auf dem Kind.
Wir haben das (von 3 - 5J) immer so gehandhabt, dass die Kinder entscheiden dürfen, ob sie dann mitgehen oder nicht. Wegen unserer Berufstätigkeit, ist es uns nicht möglich die Kinder unter der Woche zu einem Kindergeburtstag zu bringen. Da wir damit nicht alleine sind, ist es so, dass quasi alle Kinder gemeinsam aus dem Kindergarten für den Kindergeburtstag von den entsprechenden Eltern abgeholt werden.
Bisher hat sich keiner dagegen entschieden, auch wenn morgens die Lust nicht so groß war. Mit dem 5. Geburtstag hatte sich das gegeben.
Vielleicht wäre das mal eine Idee zum ausprobieren, dass sie mitgenommen wird - wenn sie will. Evtl. mit Notfallnummer, wenn es nicht funktioniert. Damit wärest du, willauch, aus dem Konflikt draußen und deine Tochter muss das mit sich ausmachen.
Wir hatten kürzlich Kindergeburtstag und ich hatte zwei Telefonnummern von Kindern (3 und 4), die erst nicht kommen wollten, dann aber blieben und dann nicht gehen wollten.
Bei meinen Kindern ist das Problem eher so, dass sie in keinen Sportverein oder ähnliches gehen wollen. Aber wenn wir sie zwingen (Schwimmkurs), dann haben sie doch Spaß. Dennoch wird 2 Tage vor dem Termin angefangen zu maulen und zu meckern und mit Verweigerungszenarien gedroht. Ich sage dann immer 'Wir fahren hin und ihr entscheidet dann, ob ihr mit macht'. Bisher haben sie sich immer für mitmachen entschieden. Dadurch, dass ich weiß, dass sie so sind (insbesondere wenn es gemeinsam zu einem Termin dieser Art geht. Zahnarzt ist nie ein Problem), bleibe ich stur.
Du weißt bestimmt, wie deine Tochter gestrickt ist, und kannst ihr hier den Weg ebnen.
Wenn es in der Schule Probleme gibt, dann kannst du dann dir noch mehr Beratung suchen. Doch bis dahin ist noch ein halbes Jahr und die Kinder machen große Entwicklungsschritte in diesem halben Jahr.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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20.01.2012, 08:31Inaktiver User
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20.01.2012, 08:57
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
naja, also so grundsätzlich würde ich davon ausgehen, daß der Hinweiß, das Kind zeigt ein nicht altergerechtes Verhalten, schon berechtigt ist ...
im Vorschulalter sollte ein Kind eben normalerweise in der Lage sein,
auch ohne Mama an der Turnstunde teilnehmen zu können oder zu einem Kindergeburtstag zu gehen ..
sollte den Mut haben, sich solchen Situationen zu stellen und soviel Selbstvertrauen und Sicherheit haben, sich das alleine zuzutrauen und sich den Dingen,die dasokommen stellen zu können.
Ja, der KA hat recht ... man sollte erwarten können, daß das Kind sich für eine begrenzte und klar definierte Zeit dann eben auch von Mama trennen
und mit den anderen Kindern mitmachen kann.
und die Frage , die ich mir pers. beantworten wollte wäre die: warum sich meine Tochter in diese Richung nicht in dem "normalen" Maße entwickelt hat
und jetzt lieber Szenen macht und auf soziale Kontakte und Feiern verzichtet,
da würde ich schon auch versuchen heraus zu finden, woher kommt diese Angst ?
Wieso glaubt mein Kind, daß es da überhaupt ein Problem geben könnte
und irgendwelche Situationen entstehensollten , wo man als Kind wirklich Angst haben müsste ??
Hat es denn mal negative Erlebnisse gehabt, wo es sich alleine fürchten musste ???
was macht meinem Kind solche Ängste ...
also ganz konkret wovor fürchtete es sichso sehr..
auf dem Kindergeburtstag oder beim Kinderturnen ???
wo genau sieht sie da Probleme auf sich zukommen ??
daß du evtl nicht zum Abholen kommst ???
Daß, sollte was sein, die Tochter sich z.B verletzt ...sie dich nicht erreicht ???
Sich andere Eltern nicht gut kümmern würden ???
Ich denke, manche dieser Sorgen bekäme man evtl mit einem Handy aus der Welt, wo das Kind einem im Notfall selbst ereichen könnte ...
ansonsten würde ich mir wohl noch die Frage stellen, ob ich selbst oder irgendwer in meinem Umfeld, dem Kind vermittelt, dies oder jenes ist schlecht und nix für ihn... Vielleicht liegt es an den Erwachsenen, die hauptsächlich beutreuen
daß die dem Kind diesen Eindruck vermitteln, bzw. diese Ängste eben auch setzen ...
Mach Dir also mal Gedanken darüber, ob er die Meinung, da und dort ginge es nicht so ideal zu und ein Kind gehöre am besten immer zu Mama nicht auch suggeriert bekommt und das eben unreflektiert übernommen hat ...
Keinen Ahnung,woher ... Mama selbst, Oma.. manchmal sind es aber wirklich die Erwachsenen, die soche Gedanken in ein Kind pflanzen ...
Kommt schließlich oft vor, daß Erwachsen die Freunde bzw. die Eltern von Freunden des Kindes nicht gut finden ...
Kinder mitbekommen, welche Mißstände angeblich anderswo auch herrschen..
in der Turnstunde verletzte sich jemand ernsthaft .. wird in der Umkleide gekaut .. man kann nicht jedem vertrauen
Erwachsene haben Sorgen und denken sich oft viel ... und Kinder bekommen so etwas gut mit ...
auch wenn man das grs nicht wirklich mit ihnen thematisiert.
und ja, vermutlich ist es wirklich hilfreich den Druck rauszunehmen..
Kind muß ja nun nicht wirklich in die Turnstunde oder aufs Kinderfest ..
ist zwar Schade und der Spaß entgeht einem, aber das ist alles kein Pflichtprogramm... man kann es auch lassen !!!
Und ein Geburtstagskind muß schon auch lernen, daß nicht jedes kind immer zu seiner Feier kommen kann .. aus vielerlei Gründen fallen Gäste eben auch mal aus.
Es ist nicht wirklich von derartiger Wichtigkeit, daß Sohn oder Tochter da auch hingeht !!!
... und deswegen würde ich da jetzt auch erstmal keine Therapie anstreben oder das Kind wer weiß wo vorstellen, sondern es ebenso akzeptieren , wie es ist.
Der Kindergarten funzt ... nach deiner Vermutung funzt die Schule dann demnächst auch .. und das ist doch eigentlich schon auch ein ausreichendes Angebot an sozialen Kontakten und Lernen und damit funtioniert doch der Alltag eines Kindes, es hat immerhin Freunde und im Verwandtenkreis kannst du es auch mal betreuen lassen ...
24 Stunden am Tag und 24 Stunden pro Woche nur Mama bei Euch ja nun nicht gerade angesagt, es ist doch gar nicht so,daß dein kind in jeder minute das Tages nur an Dir klebt und gar keine Zeit ohne dich verbringt und du z.b nun so gar keine kinderfreie Minute hättest...
Sorry, aber züchte Dir doch nicht irgendwie Dein privates "Luxusproblem", hoppla mein Kind ist aufällig und bedarf Diagnose und Therapie, sondern warte doch lieber in Ruhe ab, ob sich das demnächst auch von selbst gibt ...
Denn plötzlich entwickelt das Kind weitere eigene Interessen und möchte dann dies oder das von sich aus selbst tun, auch ohne Mama ...
und macht dann doch in diese Richung von selbst einen Entwicklungssprung.
Ich würde also schon eher in Ruhe abwarten ...
solange es nicht so extrem wird, das Kindergarten und Schule auch zum Problem werden, würde ich dem mit gelassenheit begegnen und das locker sehen.
Dann halt nicht... dann hal kein Kinderfasching, keine Musikstunde,keine Partys... da kann das Kind doch auch mit 8 Jahren noch hingehen ...
6jährige brauchen eben auch nicht alle immer das selbe volle Freizeitprogramm... und manche sind eben auch glücklicher ganz ohne all das.
Gruß, B.Geändert von Blondine (20.01.2012 um 12:36 Uhr)
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20.01.2012, 10:08
AW: Nicht ohne meine Mama *seufz*
Hallo Willauch,
noch ist Dein Kind ja 5. Ich hab die Erfahrung gemacht, das ein Quartal oder manchmal auch nur 1-2 Monate im Leben eines Kindes unheimlich viel ausmachen können.... Die Sommerferien vor Übertritt in die nächste Klasse finde ich z.B. ganz bezeichnend.
Es kann sich also noch viel tun. Und auch ich kann ebenfalls aufzeigen, ich hab auch so ein "Exemplar" zuhause.
Ich finde, Kinder haben heute einen erheblichen "Freizeitstress" und es gibt auch einige Kinder,
die genügen sich selbst.
Auch ich selbst habe meine sozialen Kontakte erst im Grundschulalter geknüpft. Davor gab es "nur" die Kinder auf der Straße. Wenn man wollte, konnte man nach Hause gehen.
Die meisten sind heut bis 14/15 Uhr im Kindergarten.
Das ist ein langer Tag ohne Rückzugsmöglichkeiten und vielen Reizen, die verarbeitet werden müssen. Langeweile kommt da nicht auf.
Ich erinnere noch gut, dass meine Kinder mit 5 Jahren teilweise nachmittags echt kaputt waren und wir gut gemeinte Termine wie Turnen, Schwimmen, Reiten usw. ausfallen lassen mussten, da Töchterlein lieber malen, puzzlen oder draußen spielen wollte.
Ich war hin -und hergerissen zwischen konsequent bleiben und meinen Stiefel durchziehen und
dem Kind nachgeben.
Bei "Fremden" bin ich gern dabei geblieben, irgendwann hörte das von allein auf.
Ich hab das vorher angesprochen und die meisten Mütter fanden das ok. Waren auch froh, noch jemanden da zu haben, der mit einspringen kann.
Die Kinder geben das Tempo vor, der erste Zahn, der erste Schritt, sauber werden, und sich abnabeln.
Das selbst auferlegte Freizeitprogramm hab ich auf das Nötigste runtergeschraubt ( mind. aber einmal die Woche zum Sport)- Entschleunigen war mein Zauberwort.
Meine Tochter hat wohl ihre Instinkte genutzt, um mir zu zeigen, "mir wird alles zuviel und ich brauche Ruhe in meiner vertrauten Umgebung"


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