So läuft das bei uns auch. Aber nicht nur die Lehrer machen Vorschläge, sondern die Eltern auch. So hat jeder die Möglichkeit zu gucken ob es in seinem finanziellen Rahmen überhaupt etwas gibt oder ob er noch 20 Euro mehr zahlen muss. Umgekehrt kann man dann auch selbst erkennen, dass es auch für weniger Geld schon gute Möglichkeiten gibt.
Dann mach doch mal den Vorschlag der hier genannten "Wandergruppe". Nicht jede Familie mag Ski- oder Snowboardfahren oder es ist ihnen auch zu teuer und sie sind vielleicht froh über einen Alternativvorschlag.
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Ergebnis 11 bis 20 von 124
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31.10.2011, 10:30Inaktiver User
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
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31.10.2011, 10:36
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Ich komme aus Norddeutschland und ja, hier werden Klassenfahrten - bevor überhaupt mit den Kindern darüber gesprochen wird - auf Elternabenden besprochen, da werden dann die Eltern um Abstimmung über das Ziel gebeten (meistens stehen 2 oder drei Ziele zur Auswahl), die Kinder entscheiden letztlich wohin sie fahren.
Wird aber auf einem Elternabend ein Ziel von den Eltern (aus Kostengründen z.B.) abgelehnt, wird es den Kindern gar nicht mehr angeboten.
Damit fahren wir gut.
Natürlich gibt es immer wieder Eltern, die das Geld auch für die günstigste Klassenfahrt nicht aufbringen können, da wurden dann entweder spezielle Lösungen gefunden oder das Kind fuhr nicht mit.
Meistens klappt das irgendwie, denn soviele Klassenfahrten gibt es bei uns nicht (auf dem Gymnasium während der ganzen Schulzeit 3 Stück - das in 8 Jahren, das ist mehr als ok)...........
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31.10.2011, 11:01
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Bei uns sind die Klassenfahrten einfach vorgeschrieben. Punkt aus. Kosten sind immer zwischen 250 bis 300 Euro. Da ich ja weiss in welcher Klassenstufe diese Fahrten jeweils stattfinden, spare ich ohnehin jeden Monat das Geld an (selbst wenn in einem Jahr keine Klassenfahrt stattfinden sollte).
Ich finde es nicht gut aus egosistischen Gründen (wie selbst Uraub machen wollen) dem Kind die Klassenfahrt nicht genehmigen zu wollen.
Klar ist es auch für uns ein Sparaufwand (wir fahren selbst nie in den Uraub), aber es ist finanzierbar ohne gleich zur Eltervereinigung zu rennen. Diese sollte ja auch nur wirklich bedürftige Familien unterstützen und nicht welche, die das Geld lieber für den eigenen Urlaub ausgeben wollen.
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31.10.2011, 11:13Inaktiver User
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Ich halte einen gemeinsamen Familienurlaub pro Jahr genauso für sinnvoll wie eine Klassenfahrt. Beides dient dazu die jeweilige Gemeinschaft zu stärken. Wenn es um den zweiten oder dritten Familienurlaub geht sollte man schon mal darüber nachdenken ob man nicht zugunsten der Klassengemeinschaft darauf verzichtet. Aber wenn es der einzige Familienurlaub ist halte ich es nicht für egoistisch, dass die Priorität darauf und nicht auf die Klassenfahrt gelegt wird.
@Yana,
was machst du denn, wenn die Fahrt dann 500€ kostet? Du hast 300€ angespart, aber, warum auch immer, betragen die Kosten jetzt 500€?
Und warum gehst du nicht zum Elternbeirat? Gerade für Familien wie dich sind sie doch gedacht. Ich halte das für falschen Stolz.
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31.10.2011, 11:19
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Ich finde es nicht gut aus egosistischen Gründen (wie selbst Uraub machen wollen) dem Kind die Klassenfahrt nicht genehmigen zu wollen.
Klar ist es auch für uns ein Sparaufwand (wir fahren selbst nie in den Uraub), aber es ist finanzierbar ohne gleich zur Eltervereinigung zu rennen. Diese sollte ja auch nur wirklich bedürftige Familien unterstützen und nicht welche, die das Geld lieber für den eigenen Urlaub ausgeben wollen.[/QUOTE]
Das ist der Punkt, bei dem mir die Galle hochkommt.
Gut , ich habe mich für Kinder entschieden,weiß das Kinder Geld kosten und würde mich auch heute wieder so entscheiden.
Gut, ich pumpe eine Menge Geld in das Thema "Kindererziehung / Schule" .
Dafür gehe ich Vollzeit arbeiten, schmeiße den Haushalt, versuche die Kinder auf Ihrem Weg durch das G8 so gut wie möglich zu unterstützen.
Um dies alles hinzbekommen verzichte ich während des Jahres auf vieles (so gut wie kein Hobby, kein Weggehen, kein Sportverein etc.)
Dafür möchte ich einmal im Jahr in den Urlaub fahren um für mich Erholung zu finden.
Und darauf auch noch verzichten, nur damit sich die Kinder für 4 Tage auf einer Klassenfahrt amüsieren.
Wir sind eine "Familie" , und ich denke, daß auch die Eltern ein Recht darauf haben, mal in Urlaub fahren zu wollen - wohlgemerkt als "Familie" und nicht nur die Eltern alleine.
Was die Unterstützung durch den Elternbeirat angeht bin ich genauso der Meinung das dies den wirklich bedürftigen Familien vorbehalten sein sollte. Deswegen käme es für mich ja auch nicht frage.
Sind den wirklich alle bereit, die immer Höher werdenden Kosten für Klassenfahrten etc. anstandslos zu zahlen. Wenn ja, sind wir irgendwann bei 600,- - 700,- € für eine Fahrt und keiner macht den Mund auf und findet das in Ordnung - ist ja nur zum Wohl der Kinder?
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31.10.2011, 11:41
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Was sind "wirklich" Bedürftige? Wer Hartz IV bezieht, bekommt von der Arge mehrtätige Klassenfahrten voll finanziert. Seitdem das so ist, haben die Elternbeiräte meist relativ Geld zur Verfügung, das sie zur Unterstützung durchaus bereit sind, zuzuschießen. Und mit 100 EUR wäre dir doch auch geholfen, oder?
Es gibt einen Elternbeirat, der im Schulforum zusammen mit den Lehrern und mit den Schülermitverwaltung Regeln u. a. auch für Klassen- und Abschlussfahrten aufstellt. Und hier könnte von Seiten der Eltern durchaus eine Obergrenze, sagen wir 300 EUR, festgelegt werden. Setz dich mit dem Elternbeirat in Verbindung und mach den Vorschlag.
Um es nochmal zu wiederholen. Alle bayerischen weiterführenden Schulen haben im Lehrplan in der 6. oder 7. Klasse das Skilager als verpflichtende Schulveranstaltung. Da kann nicht abgestimmt werden, ob gefahren wird oder nicht.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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31.10.2011, 12:00Inaktiver User
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Skikurse gehören meiner Erinnerung nach zu den lustigsten Schulerlebnissen.
Bevor ich meinem Sohn zuhause lassen würde, würde ich
a) nachfragen, ob nicht doch Interesse an einer kostengünstigeren Wandergruppe besteht
b) den Elternbeirat um einen Zuschuss bitten mit dem Hinweis, dass der Skikurs das derzeitige Familienbudget sprengt.
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31.10.2011, 13:31
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Ich hätte allerdings auch null Bock mein Familienbudget irgendwie offenzulegen.
Das geht doch nun wirklich die halbe Schule nix an... wie wir uns finanzieren und welche Abzüge wir haben.
Ist unsere Privatsache ..
und wenn ich in dem Jahr z.B. eben ein Haus gebaut habe und mein Dach lieber eindecke,
dann diskutiere ich das auch nicht extra mit dem Elternbeirat eine Runde durch ...
Unsere privatsache, wofür wir unser Einkommen einsetzen ... und Skikurse haben nicht oberste Priorität
Wieso sollte ich bereit sein, mein Familieneinkommen für einen Skikurs so zu outen ???
Besonders wo es absolut fraglich ist, daß da etwas dabei rauskommt ...
wenn die Familie über ausreichend Einkommen verfügt, bekommt man keine Unterstützung ...
Soooo freigibig ist man hier zu Lande dann auch wieder nicht ...
Ohne Vorliegen der Grundlagen, fördert einen niemand schnell mal einen Skiaufenthalt fürs Kind.
Nein, wer selbst zahlen kann , der wird das tun müssen .. oder eben sein Kind zu Hause lassen ...
oder das ganze selbst zu organisieren und günstigere Anbieter samt kostengünstigeren Sportmöglichkeiten suchen zu müssen.
die Folge, wenn man so Schulfragen und -planungen kritisiert ist oft die, daß man dann die Aufgabe bekommt, das selbst die Hand zu nehmen.
Und dazu stellt sich mir die Frage, ob ich für die 100 Euro, die ich dann evtl. spare, dazu meine Zeit opfern möchte ...
also, man muß damit rechnen, daß andere zwar solidarisch und froh sind, daß man was sagt ... aber, daß die Diskussion dahingehend läuft, daß man dann auch selber was dafür tun sollte.
Die einmal gefundene Lösung zu kritisieren alleine bringt es nicht wirklich.
und jeden Vorschlag, den man selbst dann einbringt, finden auch nur wieder einige gut und richtig ...
Gruß, B.Geändert von Blondine (31.10.2011 um 13:59 Uhr)
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31.10.2011, 14:05
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Ich denke, man kann den Urlaub mit Familie auch zu Hause geniessen. Man muss nicht wegfahren.
Ich möchte mir auch nicht von Kind 1 anhören müssen, dass es wegen Kind 2 bis Kind 5 nicht auf Klassenfahrt durfte, aber Kind 5 darf schon, wenn die anderen mal ausser Haus sind.
Falls es so sein sollte, wird normalerweise ein paar Monate vorher der Preis mitgeteilt und man hat noch Zeit mehr anzusparen.
Wir hatten noch nie Probleme das Geld bereitzustellen. (Wir fahren aber auch nie in den Urlaub.)
Ich denke das Geld ist für wirklich bedürftige Familien gedacht (das sind wir nun halt nicht).Wir bestreiten unseren Lebensunterhalt für unsere 7-köpfige Familie komplett durch eigene Arbeit. Urlaub ist nun mal Luxus, den man nicht unbedingt zum Leben braucht.
Und wenn jemand Geld hat, um selbst in den Urlaub zu fahren, dann ist er eben meiner Ansicht nach nicht hilfsbedürftig, sondern hat schlicht und einfach andere Prioritäten.
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31.10.2011, 14:14
AW: Selbstverständnis Klassenfahrt
Das tun wir und andere Eltern auch, da bist du nun wirklich kein Einzelfall.
Das klingt für mich eher nach Neid, so als ob du das deinem Kind nicht gönnst.
Bei mir ist es so, dass ich mich freue, wenn die Kinder die Möglichkeit zur Klassenfahrt haben, da ich ihnen ja schliesslich keinen "Wegfahrurlaub" bieten kann.



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