Hallo, mein Sohn ist im Mai 5 geworden und so langsam rückt die Schule immer näher.
Wir würden ihn gern ein Jahr zurückstufen, er ist ein ehemaliges Frühchen mit Entwicklungsverzögerung. Er hat zwar schon ganz gut aufgeholt und holt immer weiter auf, aber dennoch sind sich wir uns als Eltern als auch seine KiGa-Erzieherin einig, dass ihm ein Jahr mehr gut tut.
Wir würden ihn gern im seinem letzten Jahr in eine Vorschule bzw. in BaWü hier heißt es Grundschulförderklasse gehen lassen (zumindest für 2/3 Tage in der Woche, so dass er auch den Kontakt zu seinen späteren Klassenkameraden nicht verliert).
Hat jemand Erfahrungen - positiv, negativ? Wie läuft das, wann muss ich ihn anmelden, die Plätze sind ja doch sehr beschränkt?
LG
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 13
-
10.06.2011, 21:47Inaktiver User
Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
-
11.06.2011, 08:30
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
das aufnahmeverfahren unterscheidet sich wohl von bundesland zu bundesland. ich schreib dir trotzdem mal, wie es hier ist.
hier ist es nicht möglich kiga und vorklasse zu mischen. entweder kiga oder vorklasse.
dann wird ein verfahren für (sonderpädagogischen) förderbedarf über das schulamt eingeleitet. normalerweise unterstützt durch die einschulungsuntersuchung beim gesundheitsamt. in ausnahmefällen auch vom kinderarzt. aber auch der kindergarten kann so ein verfahren einleiten. dies muss immer bis im dezember des vorjahres der einschulung passieren. also in eurem falle: dezember 11 (einschulung wäre ja sommer 12).
hier gibt es auch fördermaßnahmen, die in der kita statt finden. d. h. so ähnlich wie eine einzelintegrationsmaßnahme, aber keine erzieherin aus der kita, sondern ein externer pädagoge (frühförderstelle z. b.) kommt in die kita und auch nach hause.
das würde für dich bedeuten, du nimmst kontakt zum schulamt auf. vielleicht gibts auch schon infos auf der homepage?
sprichst nochmal mit den erzieherinnen, wie das verfahren ist. d. h. welche bedingungen erfüllt werden müssen und wann (!). denn wenn sie jetzt schon wissen, dass ihm ein jahr mehr gut tun würde, dann muss jetzt was eingeleitet werden (wenn ich unsere stichtage nehme).
wenn dir der kontakt zu den späteren klassenkameraden wichtig ist, dann wäre vielleicht auch einfach ein weiteres kiga-jahr, mit begleitender therapie bei einer frühförderstelle/ergotherapeutin/hippo-therapie nützlich. insbesondere, wenn er definierte defizite in bestimmten bereichen hat.
sollte es nur um die 'reife' gehen, dann ist ein weiteres kiga-jahr vermutlich ausreichend.
hier gibt es die vorklasse nur für kinder mit eindeutigen entwicklungsstörungen, z.b. in der sprache. die gehen dann auch in die vorklasse der sprachheilschule.
die vorklasse an der schule (regelgrundschule und schule für lernhilfe) meines sohnes nimmt kinder auf, die wahrnehmungsstörungen, lernstörungen und noch zu wenig kompetenzen im sozialverhalten haben.
ich drücke dir die daumen, dass ihr eine für euch gute lösung findet.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
11.06.2011, 08:34Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Ihr müsst ja zur Einschulungsuntersuchung vorher.
Da kannst Du das ansprechen und bekommst auch erklärt, wie das dann weiterläuft.
-
11.06.2011, 08:45Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Hallo Xanidae und danke schon mal. Da werde ich nächste Woche mal ein Termin mit der Erzieherin ausmachen, dass das noch vor den Sommerferien klappt.
Das "Problem" ist hauptsächlich die Konzentration und wenn Philipp keine Lust hat, dann blockiert er sich total. Deswegen würde ihm eine Vorschule doch ganz gut tun, denke ich.
Ergotherapie macht er neben dem Kindergarten, das klappt ganz gut.
Die ein schönes Pfingswochenende
Katja
-
11.06.2011, 09:07
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
die ist manchmal aber zu spät. wir waren am 22.12. zur einschulungsuntersuchung. da wäre gar nichts mehr gegangen.
und für den zweiten haben wir einen termin im november.
die wenigsten wissen, dass bis mitte dezember die untersuchungen gelaufen sein müssen, um den antrag für sonderpädgogischen förderbedarf überhaupt stellen zu können. und da kann november schon zu spät sein.
wenn denn sonderpädagogischer förderbedarf besteht.
@katkut
was sagt denn die ergotherapeutin? kinderarzt? die würde ich auch noch befragen.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
11.06.2011, 09:23Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Logopädin, die Therapie haben wir vor 1 Monat abgeschlossen, meinte, wir sollen ihn einschulen, da sie annimmt, er sei im letzten Jahr dann unterfordert.
Wir haben hin- und herüberlegt, auch z.B. wegen seiner Freunde, die natürlich in seinem Alter sind und deswegen nächstes Jahr in die Schule kommen.
Wir denken schon, dass Philipp es packen könnte, aber gleichzeitig denken wir auch, dass er dafür richtig kämpfen müsste. Aber ich will, dass er Erfolgserlebnisse in der Schule hat, dass er gern hingeht und v.a. gerne lernt.
Und kann ich als Mutter nicht eher eine Unterforderung abfangen (durch andere Programmpunkte, deswegen auch die Idee mit der Vorschule) als eine Überforderung? Mir erscheint die Zurückstellung halt echt der richtige Weg.
-
11.06.2011, 09:28Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Diese Schuleeingangsuntersuchung (so heißt sie hier) hatten wir - und mein Sohn hatte keine Lust
Ein paar Sachen hat er problemlos mitgemacht, dann hatte er keine Lust mehr (womit wir wieder bei "seinem Problem" wären)
Gekonnt hätte er alles, ok, sein Malen ist alles andere als preisverdächtig, aber dennoch erkennbar.
Und eigentlich will ich, da unsere Entscheidung eigentlich feststeht, den Wiederholungstest verzichten, er musste schon so viele Tests machen ...
-
15.06.2011, 20:51
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Eine Freundin von mir hat ihren Sohn zurückstellen lassen, er ging ein Jahr lang täglich in die vorschule und nicht mehr in den KIGA. Ihm hat das nur gutgetan. Er kam mit einem Vorsprung in die SChule, wusste schon, wie Schule geht und konnte von dieser Basis aus sicherer lernen. Sie würde es jederzeit wieder so machen.
Das mit den Freunden ist natürlich schade. Allerdings ist es auch nicht schön, wenn er vielleicht ihnen gegenüber ins Hintertreffen gerät. In aller Regel kommen zurückgestellte kinder einfach leichter durch. Genauso wir vorzeitig eingeschulte Kinder in aller regel doch irgendwann mehr zu kämpfen haben.
Folge Deinem Gefühl
whiskiaheute ein König
-
16.06.2011, 23:24Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Das sollte man sich aber gut überlegen, ob man das "feststellen" lassen will. Einmal festgestellter sonderpädagogischer Förderbedarf kann dann nicht einfach durch die Eltern, wenn sie der Meinung sind , mein Kind hat die "Entwicklungsverzögerung" aufgeholt, wieder aufgehoben werden. Darüber entscheidet, nach einem erneuten Gutachten, das Schulamt.
Wenn ein Kind diese Förderung braucht, ist das sicher richtig, aber Eltern muss auch klar sein, dass sie dann die Entscheidung über den "Förderort"= welche Schule besucht mein Kind, ein Stück weit aus der Hand geben. Man kann natürlich gegen derartige Entscheidungen klagen, aber das ist mühsam, langwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt...
Wie gesagt, d.h. nicht das die "Überprüfung" nicht auch richtig/sinnvoll sein kann, man muss nur die Konsequenzen im Blick haben...
-
17.06.2011, 14:33
AW: Erfahrung mit Vorschule / Grundschulförderklasse
Bei uns braucht man für die Grundschulförderklasse gar keinen sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie steht allen zurückgestellten Kindern offen. Das heißt, dass Kinder in dem Jahr dort hin können, in dem sie eigentlich schon schulpflichtig sind, aber noch nicht eingeschult wurden.
Einfach das letzte Kindergartenjahr dort absolvieren und dann altersgemäß einschulen lassen geht also nicht.
Ich würde mal sagen, da hilft nur eines: Mit der in Frage kommenden GFK Kontakt aufnehmen, und genau erklären lassen, was zu tun ist.


Zitieren

