Mein Töchterlein ist vor einem Dreivierteljahr zu Schule in einem 17 km entfernten Ort gekommen. Ich habe mich aufgrund der pädagogischen Ausrichtung für die Schule entschieden, aber auch deshalb, weil so die Tochter meiner Tagesmutter, nebenbei bemerkt die beste Freundin meiner Tochter, mit ihr in eine Klasse geht. An den meisten Tagen holt die Tagesmutter oder ihr Mann die Mädels mit dem Auto ab; ein- bis zweimal die Woche fahre ich mit Öffis hin und hole die beiden.
Morgens fährt meine Tochter seit den Herbstferien allein mit der Bahn in die Schule; will heißen: wir fahren mit dem Rad zur Bahnstation (dort holt die TaMu im Laufe des Vormittags das Rad ab, damit wir nachmittags gemeinsam nach Hause radeln können); dort steigt sie in die Bahn, die - wenn wir die richtige Bahn erwischen - durchgehend bis in den Schulort fährt. Vom dortigen Bahnhof sind es 5 Minuten zu Fuß.
Allein ist meine Tochter nicht - es fahren mehrere Kinder, u.a. ihre "Patin" aus der 6. Klasse, eine Klassenkameradin und ihre zwei Jahre ältere Schwester, mit. Ich sehe in der Regel vom Eingang zum Bahnsteig, dass die beiden letztgenannten Mädels da sind, und kann meine Tochter gut losziehen lassen.
Selbst wenn wir die Bahn verpassen, weiß ich, dass meine Babysitterin in der Regel in der Bahn danach sitzt; der schließt sich meine Tochter dann automatisch an. (Ein einziges Mal war das bisher nicht der Fall, aber da hat meine Tochter dann ein anderes ihr bekanntes Kind getroffen und hat sich diesem angeschlossen).
Die Tochter meiner Tagesmutter, etwa ein Dreivierteljahr älter als meine Tochter, weigert sich nach wie vor standhaft, morgens in die Bahn zu steigen und wird weiterhin von Mama oder Papa gefahren. Ich finde die Selbständigkeit, die meine Tochter in den letzten Monaten entwickelt hat, allerdings super. Inzwischen klappt es auch, dass sie gelegentlich morgens allein in den Bus steigt (vor allem im letzten Winter); eine Station später steigt die Klassenkameradin mit der Schwester ein, und ich warte an der Bahn (muss noch zwei weitere Kinder durch die Gegend schaukeln, und das klappt mit Öffis logistisch nicht ganz so gut) darauf, dass die drei Quasselstrippen eintrudeln, oder dass sie nach der Schule ab und zu mit den beiden allein (mit 2x Umsteigen) nach Hause fährt, wenn die Tagesmutter krank ist.
Also - vom Prinzip her geht's!
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Ergebnis 51 bis 52 von 52
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29.03.2011, 21:36
AW: Schulweg mit Öffis - ab wann schafft das Kind das alleine?
Was ist Glück?
Wohlwollen finden. Und Vertrauen.
Sich willkommen fühlen.
Miteinander lachen können.
Sein dürfen, wie man ist. Unverstellt.
Sich gut aufgehoben fühlen.
Verstanden, geborgen, geliebt.
(J. Mariss)
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01.04.2011, 22:18Inaktiver User
AW: Schulweg mit Öffis - ab wann schafft das Kind das alleine?
Ui, hm10lb, das ist bei Euch ja auch ganz schön kompliziert - aber wie man sieht, klappt es ja trotzdem.
Sohnemann ist jetzt bei der Schule angemeldet, in spätestens 2 Wochen erfahren wir, ob wir einen Platz bekommen. Und wenn ja, kriegen wir das mit dem Weg auch noch geregelt. Seine beste Kindergartenfreundin (wohnt allerdings woanders, und die Mutter würde das Kind nieniemals alleine fahren lassen) soll auch dorthin - mal sehen, ob das klappt.


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