Hallöchen mal wieder,
unser Kind (4 Jahre) muss immer der erste sein. Wen wir gemeinsam ein Spiel spielen und sie verliert, dann bekommt sie ein Wutanfall. Nagut verliere tu ich auch nicht gern. Wir lassen sie ab und zu gewinnen, aber eben nicht immer.
Heute morgen z.Bsp. habe ich meine Brötchen zuerst geschmiert als ihre oder wenn ich ihr Essen nicht zuerst auf den Tisch tu dann schreit sie rum. Ich weiß das gehört zum Kind sein dazu.
Man muss eben die Mitte finden, ohne Geschrei.
Wie macht Ihr das so, wenn Eure kleinen immer die ersten sein wollen.
Liebe Grüße Alou
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15.01.2011, 11:28
Unser Kind kann nicht verlieren
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16.01.2011, 14:50
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
Wir haben für eine Zeit die tägliche Gute-Nacht-Geschichte durch ein Gute-Nacht-Spiel ersetzt, als das Kind nicht verlieren konnte.
Beim Brotschmieren würde ich einfach darauf achten, dass das Kind vom Geschrei keinen Vorteil hat. Also nicht dem Kind schmieren, weil es schreit. Oder zuerst schmieren, damit es nicht schreit. Sondern diese Abläufe so machen, wie sie dir eben sinnvoll erscheinen, und dich von dem Geschrei möglichst nicht beeinflussen lassen. Es darf dadurch für das Kind nicht schneller gehen - aber auch nicht langsamer. Dann hört das bald wieder auf.
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16.01.2011, 15:24
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
Die wenigsten Leute verlieren nicht gerne, das ist bei Kindern auch nicht anders. Aber sie lernen, es hinzunehmen. Mit 4 finde ich auch laute Frustrationsäusserungen normal, ich würde bloss - ausser angemessenem Beileid ("Ja, versteh ich, ich verliere auch ungern. Aber es gehört halt dazu, dass man es lernt") nicht speziell darauf reagieren. Unser ältestes Kind rollte sich in dem Alter vor Wut unters Sofa, wenn es verlor...das gibt sich

Ein Kind gewinnen zu lassen, finde ich persönlich grenzwertig - das muss 1. schon sehr gut gekonnt sein, damit es nicht spürbar wird, und 2. frag ich mich, weshalb? Soll das Kind in einer Kunstwelt leben? Lieber Spiele auswählen, bei denen ein 4-jähriges Kind gute Chancen hat, auch aus eigener Kraft mal zu gewinnnen, wie Memory o.ä.
Übrigens finde ich, dass ein 4-jähriges Kind sein Brötchen selbst schmieren kann
- da kann es dann zeitgleich mit dir loslegen.
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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16.01.2011, 16:02
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
es gibt auch spiele, wo man einen gemeinsamen gegner hat 'obstkorb' z. b. da gewinnen entweder alle, oder alle verlieren gegen den raben. da kann man dann gemeinsam wütend sein, wenn man verliert und sich gemeinsam freuen. auch das hilft, das verlieren zu üben.
ich finde nicht nur, dass ein 4jähriges kind sich selbst schmieren kann, ich finde auch, dass es schon ein wenig warten kann. also das warten aushalten können sollte.
wir fangen gemeinsam mit dem essen an und warten bis alle am tisch sitzen. das gilt für alle und nicht nur für die kinder.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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16.01.2011, 18:16Inaktiver User
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
Ein Kind ist ein Egoist und lebt nach dem Motto "zuerst komme ich".
Das ist ganz normal.
Lernen muss das Kind, daß die Welt nicht um diese Kind kreist- sondern man sich einfügen muss.....es nciht immer nur um einen selber geht.
Dazu gehört warten genauso wie verlieren in einem Spiel.
Diesen Frust dann auszuhalten- muss ein Kind lernen.
Ein Prozess, der im Leben auch dazugehört und unter Umständen für die Restfamilie anstrengend werden kann
Mit anderen Spielen, die hier vorgeschlagen wurden- spielen, finde ich ne tolle Idee......denn so übernimmt man auch Vorbildfunktion, der das Kind dann folgen kann.
Im Alltag- also beim Essen.....würde ich nicht extra auf das Schreien eingehen, denn damit lernt es ja, daß es damit etwas erreicht!
Sich einreihen- bringt ja keinen Schade für die Seele
sondern eher das Gefühl, daß man dazugehört!
Also- ist es wichtiger, daß alles zusammen sind....als das das Kind als erstes bedient wird.
kenzia
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16.01.2011, 22:52Inaktiver User
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
alou, noch vor ein paar monaten standen wir vor dem gleichen problem wie du.
heute (er wird im april 5) kann ich das von den anderen nur unterstreichen. das kind muss und wird es lernen. aber meiner meinung nach sicher nicht, indem man es gewinnen lässt.
xanidae, das obstkorb-spiel haben wir auch.
ich finde es totlangweilig, aber meine kids (auch noch die großen) finden es gut, eben weil es darum geht, gemeinsam gegen den raben zu gewinnen...
memory finde ich in dem besagten alter auch perfekt.
gerade damit hat mein sohn das "richtige" spielen, das konzentrieren gelernt. durch memory-spiele mit motiven, die er liebt (cars z.b.)
also bloß nicht den mut verlieren. das kommt.
die bocken doch auch ganz schnell wieder aus, oder?
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17.01.2011, 06:57
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
klar, spannend ist anders... von haba gibt es viele dieser spiele. wir haben auch 'wer wars' von ravensburger, da muss man gegen den zauberer gewinnen. das ist ab 5j, deshalb hatte ich es für die te nicht erwähnt, aber für euch ist es sicherlich geeignet, da man auch unterschiedliche schwierigkeitsgrade einstellen kann. das ist auf jedenfall spannender als obstkorb oder obstgarten.xanidae, das obstkorb-spiel haben wir auch.
ich finde es totlangweilig, aber meine kids (auch noch die großen) finden es gut, eben weil es darum geht, gemeinsam gegen den raben zu gewinnen...Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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17.01.2011, 09:43Inaktiver User
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
danke, xanidae!

das spiel kenne ich noch nicht.
ich bin immer auf der suche nach spannenenden spielen.
zum glück bekomme ich durch die therapie auch oft anregungen...
das ist ein pluspunkt.
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17.01.2011, 09:49Inaktiver User
AW: Unser Kind kann nicht verlieren
Hallo,
wir (die betroffenen Kinder sind knapp sechs und knapp vier) üben auch Verlieren-Können mit Gesellschaftsspielen. Den Obstgarten finde ich auch eher langweilig. In die gleiche Richtung geht "Maskenball der Käfer" (von Selecta), das mögen meine Kinder sehr, und beim "Blumengarten" (Chelona) kann man die Regel auch so modifizieren, dass man sich gegenseitig hilft, seine Blümchen fertig zu bekommen und gegen die Raupe zu gewinnen.
Viel Glück,
Yumi
(PS: Das soll keine Werbung für die entsprechenden Spiele sein, aber bei der Riesenauswahl an Kinderspielen bin ich für Tipps immer dankbar. Wenn es trotzdem so nicht stehenbleiben darf, sagt bitte Bescheid!)
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18.01.2011, 12:58


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