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Thema: Ich schreie

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    Stirnrunzeln Ich schreie

    Ich weiss nicht mehr weiter. Meine Tochter, 2,5 Jahre (April 08 geb)
    ist zur Zeit furchtbar anstrengend Ich kann bald nicht mehr. Vor allem wenn mein Mann zu Hause ist, wird sie mir gegenüber total schlimm. Hört überhaupt nicht mehr, haut, petzt und schubst mich. Und ich fange jedes Mal an zu schreien. Sowieso schon immer bei Konflikten, auch bei denen mit meinem Mann. Schreien.
    Ich weiss, dass es an mir liegt, da auszusteigen, aber die Kleine weiss genau, wo sie mich anpacken muss und ich kann nicht mehr lange Ich muss erst mal aufhören zu schreien und weiss nicht wie ich anders/richtig reagieren soll...
    Carpediem mit Frühlingskind 2008 und Winterkind 2012 an den Händen und Herbstbaby 2014 im Arm

  2. Inaktiver User

    AW: Ich schreie

    Wenn Dein Mann zu Hause ist, ganz einfach: Raum verlassen, z. B. "ich muss zur Toilette, wenn was ist, Papa ist da", Tür abschließen. Mal aus der Situation rausziehen - das geht ja noch relativ leicht, wenn noch jemand im Hause ist.

    Bei körperlichen Übergriffen (hauen, schubsen) halte ich mein Kind mit stählernem Griff fest und sage ruhig, dass wir sowas nicht machen. Dann versucht er zwar, sich zu wehren und rauszukommen, aber noch bin ich stärker. Manchmal beklagt er sich dann, dass das Festhalten weh tut, aber ich halte halt so fest wie ich muss, dass er mir nicht auskommt (weh tut's, weil er sich wehrt).

    Wobei ich nicht die Richtige bin, um Ratschläge zu geben - ich schreie in letzter Zeit auch öfter mal rum, wenn die Nerven blank liegen, ärgere mich ganz furchtbar über diese keifende Mutter, die ich bin - aber aus der Situation rausgehen kann ich eben nicht, wenn ich alleine mit 3 Kindern bin (meine beiden (1,5 und 4,5) und der 6-jährige Nachbarsjunge, der ewig bei uns rumhängt. Denn was die anstellen, wenn ich mich irgendwo verbarrikadiere, da darf ich gar nicht dran denken...

    Ansonsten schwer, da was zu raten, dazu ist Deine Beschreibung zu unspezifisch, vielleicht magst Du mal die Standardsituationen näher ausführen, wo das passiert?
    Geändert von Inaktiver User (22.12.2010 um 13:47 Uhr)

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    AW: Ich schreie

    Selber kenne ich das Problem nicht. Meiner Freundin geht es allerdings genauso.
    Sie hat mir von einer DVD erzählt: Wege aus der Brüllfalle von W. Brüning

    Ihr hat es anscheinend geholfen. Wäre das auch etwas für Dich?

    Leider kann ich Dir zu dem Film nicht mehr sagen, da ich den Film nicht gesehen habe.
    Soll aber wohl gut gemacht sein.

    Alles Gute für Dich
    Douglasie

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    AW: Ich schreie

    Tigerente hat schon einige sehr gute Tipps gegeben. Wenn dir das immer noch nicht weiterhilft, dann wende dich doch an deine regionale Erziehungsberatungsstelle. Die haben für alle ein offenes Ohr, sind erfahren, kosten nichts und unterliegen der Schweigepflicht.

    Meine Bekannte ist mit ihrem tretenden, jähzornigen Kind auch an ihre Grenzen gestoßen. Sie war total überfordert, denn ihr erstes Kind war absolut pflegeleicht gewesen. In der Erziehungsberatung konnte ihr schnell und unbürokratisch geholfen werden. Das Problem hat nach kurzer Zeit erledigt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  5. Inaktiver User

    AW: Ich schreie

    Was heißt denn, dass sie petzt?

    Ansonsten: meistens schreit man, wenn man sich hilflos fühlt. Ist so ähnlich wie beim Schlagen. Solange man denkt, man hat irgendwie die Lage im Griff - ist man pädagogisch wertvoll.

    Das sind dann die Tage, an denen das Kind an der Kasse schreit und man selber wie Mutter Theresa milde lächelt und es ablenkt.

    Aber dann sind da die Tage, wo man selber vll. krank ist, wenig geschlafen hat und dann bringt einen die gleiche Situation dazu, dass man das Kind anbrüllt.

    Erstmal solltest du zu dir selber milde sein. Man schafft nicht jeden Tag mit einem trotzenden Kind gleich gut. Das ist eben so und so ist auch das Leben.

    Schwierig wird es, wenn man selber nicht mehr zur Ruhe kommt oder sich ein so ein Tag an den anderen reiht.

    Im Hilfestrang findest du Beratungsstellen. Bei Bedarf.

    Wenn das Kind so anders ist, wenn dein Mann da ist, dann solltest du mal überlegen, was sich da so ändert?
    Ich denke, wenn du mit ihr alleine bist, dann wirst du einen festen Ablauf haben - ist das noch so, wenn Papa da ist??

    Hast du Auszeiten für dich? Papa nimmt das Kind und du gehst mal weg? Wenn man zwischendurch Abstand hat, ist es einfacher.

    Zum Schlagen: ich finde sehr wohl, dass man auch das Zimmer verlassen kann, wenn der Papa nicht da ist. Du solltest nicht das Haus verlassen oder dich eine Stunde im Bad einschließen. Aber das Kind muss sehen, dass es ihm keinen Vorteil bringt, wenn es haut. Keinen Gewinn durch Aufmerksamkeit.

    Wenn du es mit ihm besprochen hast, dass hier nicht gehauen wird, würde ich beim nächsten Mal kommentarlos weggehen. Kann sein, dass es dann hinterher kommt - das macht nix.
    Aber erstmal hatte es keinen Gewinn.

    Je nach Situation geht auch festhalten - wobei du dabei Aufmerksamkeit verteilst. Aber das ist wirklich situationsbedingt, da müsstest du mehr schreiben.

    Außerdem hilft oft schon, wenn du merkst, das du gleich losschreist, dir selber "halt" zu sagen und bis 10 zu zählen. Und ganz tief zu atmen. So wird zumindest das impulsive Schreien erst Mal unterdrückt.

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    AW: Ich schreie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was heißt denn, dass sie petzt?
    Im Süden Deutschlands ein umgangssprachliches Wort für kneifen (nicht nur für verraten).

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    AW: Ich schreie

    Ich kenne "pitschen" als dialektisch angehauchtes Wort für kneifen.

  8. Inaktiver User

    AW: Ich schreie

    In meiner Ursprungsheimat Mittelhessen sagt man auch "pitzen" für Kneifen (allerdings mit deutlichem "i" im Gegensatz zum "petzen", was "verraten" bedeutet).

  9. Inaktiver User

    AW: Ich schreie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Schlagen: ich finde sehr wohl, dass man auch das Zimmer verlassen kann, wenn der Papa nicht da ist. Du solltest nicht das Haus verlassen oder dich eine Stunde im Bad einschließen. Aber das Kind muss sehen, dass es ihm keinen Vorteil bringt, wenn es haut. Keinen Gewinn durch Aufmerksamkeit.
    Naja, das kommt auf's Kind an. Wenn ich nachdenke, was mein Großer schon angestellt hat aus Protest, dass ich ihn alleine lasse (in dem Fall z. B. nur, um dem kleinen Bruder die Windel zu wechseln) - wie guten geölten Stubentisch mit Kugelschreiber anmalen, Filzstift auf dem Parkett etc... - den lasse ich, wenn er sauer ist, nur in seinem Zimmer allein, und das gibt dann erst recht Kämpfe, da muss ich die Tür von außen zuhalten, das hat nichts mit "ich zieh mich mal gemütlich aus der Situation raus" zu tun.

  10. gesperrt

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    AW: Ich schreie

    2 1/2 ist auch wirklich so ein Alter ... das wird besser ....

    im Zuge der sprachlichen Entwicklung entstresst sich das

    Kind findet andere Formen den Unmut wirklich ausdrücken zu können ...

    und auch Du selbst wirst merken, daß du mit der Zeit argumentativ und im Gespräch viel mehr erreichst, als gerade jetzt ...

    und dann fährst Du automatisch nicht mehr so aus der Haut ...

    gib Euch Zeit .. es wird besser ... in ein paar Monaten

    es ist ein eher schwieriges Alter, wo die Kinder schnell unzufrieden und trotzig sind, , untolerant und eben schnell an ihre Grenzen stoßen und sich nicht wirklich gut und differenziert ausdrücken können und sich dann oft eher negativ ausleben ...

    aber sie entwickeln sich weiter .. und dann wird es einfacher ...

    glaub mit, so ab 3 jahren sind sie vernünftiger ... und es läuft wieder anders.
    es kommt mit der besseren Sprachfähigkeit wie von selbst ...

    und bis dahin Ruhe bewahren und sich nicht zu sehr aufregen ...

    Gruß, B.
    Ist nur einen Phase.

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