Ihr Lieben,
unsere Tochter ist jetzt 14 Jahre alt und hatte schon den einen oder anderen Freund. Wobei der Begriff "Freund" in diesem Alter ja noch recht weit gefechert ist, ausser Küssen war da nix.
Jetzt ist sie seit 3 Monaten mit einem Jungen aus dem Internet "zusammen". Ich frage mich zwar immer, wie man das als "zusammen" bezeichnen kann, aber das scheint ja in der heutigen Zeit, auch bei Erwachsenen, nicht unüblich zu sein.
Sie telefonieren und chatten täglich stundenlang, dutzende SMS´s wechseln sich gegenseitig ab. Jetzt würde sie ihn natürlich mal gerne "in echt" treffen, kann ich ja verstehen. Allerdings wohnt der junge Mann 300km weit weg. Seine Eltern haben sie auch schon eingeladen, aber es kann ja wirklich keiner glauben, dass ich ein 14-jähriges Mädchen bei einem Jungen, den ich nicht persönlich kenne und auch wenn..., übernachten lasse, egal, wie nett die Eltern sind. Jetzt wollte der Freund einen Tag mit seinen Eltern zu uns kommen: die Eltern wollten sightseeing machen, der Freund sollte ich der Zwischenzeit zu meiner Tochter. Jetzt klappt das wohl doch nicht, weil die Mutter eine neue Arbeitsstelle hat. Seit dem ist hier natürlich Katzenjammer angesagtIch wäre zwar bereit, den jungen Freund hier ein paar Tage unterzubringen (natürlich im Gästezimmer ;-)), aber seine Eltern erlauben widerum nicht, dass er so weit mit dem Zug fährt allein.
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: würde ihr für eure Teenies eine 2x300km Fahrt auf euch nehmen, damit sich Romeo und Julia treffen können? Ich bin nämlich am Überlegen, ob WIR stattdessen nächste Woche dort hin fahren sollten..
Viele Grüße
Sammy
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 60
-
07.10.2010, 11:26
(un-)glücklich verliebte Teenagerin
"Ich trag´ Glück im Blick"
Krümel (*5/10) Männlein (*11/97) und Mausi (*7/96)

Meine Binomette ist Synjutt
-
07.10.2010, 12:08Inaktiver User
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Entschuldigung : falscher Thread!
-
07.10.2010, 12:42
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Mein Sohn ist zwar erst 13 und ich muss mich diesbezüglich erst noch gedanklich weiterentwickeln, aber ich denke meine Antwort wäre nein.
Es ist für mich eine fiktive Teenieschwärmerei und das würde ich nicht zusätzlich fördern wollen. Heute Frankfurt, morgen Berlin, nächstens London oder so, wer weiß, wo die nächsten Freunde sitzen.
Eine Ausnahme könnte ich mir vielleicht vorstellen, wenn sich die beiden schon vorher gekannt hätten, aus dem Urlaub beispielsweise und da schon unzertrennlich gewesen wären."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
-
07.10.2010, 12:47Inaktiver User
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Ich habe keine Lösung, aber mir gefällt das Problem. Ausgesprochen niedlich, deine Zwickmühle. 
Keine Ahnung, was ich machen würde...
Ich glaube, da gibt es keine "vernünftige" Antwort.
Eigentlich ist beides doof: zu fahren und nicht zu fahren.
Da sollte wohl dein Herz entscheiden.
Denn: nur die Liebe zählt.
-
07.10.2010, 14:32Inaktiver User
-
07.10.2010, 14:37Inaktiver User
-
07.10.2010, 14:50Inaktiver User
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Es redet ja keiner davon, ihr das auszureden oder zu verbieten - sollen sie simsen, chatten, schreiben, telefonieren und was noch alles.
Aber einen 300km-Fahr-und-Besuchsdienst organisieren würde ich eben dafür genausowenig wie eine(n) 14jährige(n) dafür so weit alleine durch die Weltgeschichte gondeln lassen.
-
07.10.2010, 14:53
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Deine Eltern sind also auch mit dir 300 km weit gefahren, weil du im Chat jemand kennengelernt hast?

Mein lieber Schwan, im Zeitalter von Facebook und Co sehe ich schon Millionen von Eltern ihre minderjährigen Kinder in ganz Deutschland herumfahren, damit das junge Glück aufblühen kann.
"ich habe leider nächstes Wochenende keine Zeit, meine kleine Jacqueline hat nämlich den Kevin-Roger in Hamburg kennengelernt und wir sind bei den Schwiegereltern in spe eingeladen. "
Geändert von Nocturna (07.10.2010 um 14:58 Uhr)
"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
-
07.10.2010, 14:59Inaktiver User
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Das erinnert mich daran, dass mit 13 meine erste große Liebe zu einem Schulkameraden daran scheiterte, dass der Bus in den Ort, wo er wohnte, nur 2x täglich fuhr... und allein mit dem Fahrrad durfte ich die 15km nicht fahren.
Telefonieren war auch nicht, weil - kein Ortsgespräch, deshalb teuer!! = is nich!
Die Umstände waren gegen uns...
-
07.10.2010, 15:48Inaktiver User
AW: (un-)glücklich verliebte Teenagerin
Es waren 70 Kilometer und sie haben mich selbstverständlich nicht gefahren.
Aber er hat es hingekriegt, sich eine Fahrkarte zu besorgen, weil wir zusammen zu einem Status-Quo-Konzert gehen wollten.
Ich bekam aber eine schäbige Entzündung und lag im Krankenhaus, also hatte ich nur Krankenhausbesuch und konnte nicht mit aufs Konzert.
Und danach war die Sache irgendwie erledigt.
Aber es war knallerballertoll, dass er den Weg irgendwie zurückgelegt hat, obwohl 15 oder so.
Ein Schulfreund hat sich damals in ein Mädel aus Ostfriesland verguckt. Da ist er zu Besuch hingefahren, mit seinem Freund zusammen, beide 16, zu zweit 380 Kilometer auf dem Mofa. Die Story erzählen wir heute noch.
Hach.


Zitieren


