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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Liebe User,

    BRIGITTE-Kolumnistin Julia Karnick outet sich: Sie ist keine von den Müttern, die sich nichts Schöneres vorstellen können, als Kleinkinder mit Kneten, Singen und Keksen bei Laune zu halten. Im Gegenteil - an manchen Wochenenden gehen ihre Kinder ihr auf die Nerven. Wie ist das bei Ihnen?

    Wir wünschen Ihnen eine spannende Diskussion!

    Freundliche Grüße
    Ihr Bfriends-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.


  2. Registriert seit
    06.05.2003
    Beiträge
    210

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Liebes Bfriends-Team,

    meines Erachtens nach fehlt Ihrer Kolumnistin etwas Entscheidendes: Das Muttergen ;-)

    So im Nachhinein betrachtet war die Kleinkinderzeit mit Kneten und allem Pipapo die allerschönste Zeit meines Mutterdaseins. Sie war nicht befrachtet mit irgendwelchen Lernzwängen und diente nur der allgemeinen Familienbespaßung. Es gab keinen Leistungsdruck und keinen Erfolgszwang...

    Mir hat diese Phase der Kindheit meines Sohnes sehr gut gefallen... und ich habe zu dieser Zeit nicht nur Blumenpötte auf der Fensterbank dressiert..

    WAS macht Missis Gelangweilt denn dann mal, wenn außer kneten und Co. mal wirklicher Einsatz angezeigt ist??? Nach dem Kindermädchen rufen???
    Leben und leben lassen

  3. Avatar von elli07
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    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Es ist nunmal ein Mythos, dass eine Mutter immer glücklich zu sein hat und es nichts Bereichernderes gibt als Kleinkinder um sich rum zu haben. Meinem Gefühl nach wird das speziell in Deutschland "zelebriert".

    Es ist aber Fakt, dass viele Eltern(!) mit dieser Situation nicht ausgefüllt sind (woran ich nichts Schlimmes finde) bzw. schlichtweg überfordert sind. Wobei letzteres dazu führt, dass viele sich schämen, darüber zu reden. Oder in besonders schwierigen Fällen sich nicht trauen, Hilfe zu holen, weil das einfach nicht sein DARF.

    Ich war auch keine "Kleinkindermutter", das gebe ich offen zu. Was nicht heisst, dass ich meine Bauklötze-spielen-Pflicht und andere Pflichten nicht erfüllt hätte. Auch im Nachhinein kann ICH das für mich nicht als "beglückend" empfinden, das gebe ich offen zu. Ja, es war nett, keine Frage, aber mehr auch nicht. Meine Tochter (sie ist heute 14 Jahre alt) war Gott sei Dank ein unproblematisches Kleinkind...

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  4. Avatar von brighid
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    60.126

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    ich war keine heiddeidei-mama.

    ich habe genug glucken-gen aber die tüddelü-nummer, die war noch nie meine welt. wird es nie sein.

    elli- dieses zelebrieren -grusel- und vorallem dann auch das ganz bewusste ausgrenzen der frauen und mütter, die sich davon a) nicht beeindrucken lassen, b) dann auch noch nicht mal ein schlechtes gewissen haben () dass sie das für sich nicht als manko sehen.

    für elli
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  5. Inaktiver User

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Meinem Gefühl nach wird das speziell in Deutschland "zelebriert".
    Das sehe ich auch so. Nirgendwo gibt es ein Gesetz, dass Eltern zu Entertainern ihrer Kinder erklärt, schon gar nicht mit der Unaufhörlichkeit, mit der das gerade hier bei Müttern (mehr noch als bei Vätern) vorausgesetzt wird.
    Kinder müssen aber mühsam lernen, sich (auch mal) selbst zu beschäftigen, das funktioniert nicht plötzlich, wenn die Eltern sagen, 4 Jahre war ich jetzt 24 Stunden täglich nur für dich da, AB HEUTE beschäftigst du dich einfach mal zwei Stunden selbst...
    Mein Sohn hat schon als Baby lange selbstvergessen irgendwelche Klötzchen wenden und betrachten können. Und ich bin häufig um ihn herumgeschlichen, um ihn bloß nicht zu stören - obwohl ich viel lieber mit ihm geknuddelt hätte. Aber mir war klar, ein selbstvergessen spielendes Baby stört man nicht in seinem eigenen Lernprozeß, wenn man will, dass es später auch selbstvergessen spielen kann. Dementsprechend hat er mich auch nie derart mit Beschlag belegt, wie ich das bei anderen Kindern und ihren Eltern beobachten konnte. Er kannte es einfach nicht anders - Mutter war nicht permanent als Bespaßer tätig und so war`s auch gut.
    Mit meiner Tochter war das ähnlich, nur beim Sohn war es noch auffälliger. Letztlich haben mich beide Kinder nie als Entertainer betrachtet, weil sie es von vornherein so mitgegeben bekamen. Was nicht heißen soll, dass ich nie gespielt, vorgelesen oder geknetet hätte - aber eben im erträglichen Rahmen und auch ich hatte das Recht, "Jetzt bitte nicht!" zu sagen.
    Ich glaube, es ist ein gesellschaftliches und völlig hausgemachtes Problem. Kinder sind nicht mehr selbstverständliche Mitglieder der Gesellschaft sondern Prinzessin oder Prinz auf der Erbse - dann müssen sich Eltern aber auch nicht wundern, wenn sie irgendwann auf dem Zahnfleisch sind, weil das kein normaler Mensch über Jahre durchzuhalten in der Lage ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Na schon der Auftakt gibt ja den Takt vor.

    Klar ist man mal genervt.

    Aber, wassen noch?
    Kochen ist doof, putzen ist doof und spielen mit den Kindern auch.

    Man liebt halt seine Arbeit. Dass ich nicht lache. Die wenigsten - eher überhaupt keiner hat eine Arbeit die liebenswert ist. Oftmals sieht man überhaupt nicht was man gemacht hat.

    Das ist mit Kindern und Haushalt anders.
    Habe ich mir auch erst erarbeiten müssen.

    Zurück zum Thema: diese Kleinkindzeit ist ja begrenzt - und das weiß man. Also, wieso nicht das beste daraus machen?
    Geniessen in Babysprache zu sprechen, auf Schaukeln sitzen, im Sand wühlen und Eierpampe produzieren.

    Und, von den Kindern lernen, so ganz nebenbei.
    Was ist das Mama? Muss ich mich schlau machen. Irgendwie geht man noch mal in die Lehre.

    Ein bisschen kann man die Sachen ja auch steuern. Spiele einbringen, erfinden.

    Als Outing würde ich übrigens eher mal sehen wenn sich eine Frau in der Bri-com traut zu sagen wie schön und bereichernd auch die Kleinkindzeit sein kann und sich nicht gleich alle auf sie stürzen und für dumm erklären.
    Der erste Beitrag ist ja schon ein Anfang.
    Obwohl ich das mit dem Muttergen nicht so sehe. Das wurde mir auch nicht in die Wiege gelegt.

    Wichtig finde ich, sich nicht vom Zeitgeist verrückt machen zu lassen.
    Man spielt und macht und tut wozu man selbst oder die Kleinen eben Lust haben.
    Prädikat "pädagogisch wertvoll" an Spielzeugen ist manchmal schlichtweg ein Spasskiller.
    sky

  7. Inaktiver User

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Man liebt halt seine Arbeit. Dass ich nicht lache. Die wenigsten - eher überhaupt keiner hat eine Arbeit die liebenswert ist. Oftmals sieht man überhaupt nicht was man gemacht hat.

    Das ist eine sehr unerfreuliche Verallgemeinerung. Ich liebe meine Arbeit wirklich und ich hatte auch immer liebenswerte Arbeit. Und ich habe auch das Kinderkriegen geliebt. Die Balance zwischen beidem hat`s ausgemacht, zumindest bei mir.

    Das ist mit Kindern und Haushalt anders.
    Habe ich mir auch erst erarbeiten müssen.

    Also, der These "Arbeit ist per se unerfreulich, Haushalt aber nicht" kann ich nun überhaupt nicht folgen...

    ... im Sand wühlen und Eierpampe produzieren.
    Ürx! Wer`s mag...
    Ich mochte es nicht. Man darf sowas auch nicht mögen.


    Und, von den Kindern lernen, so ganz nebenbei.
    Was ist das Mama? Muss ich mich schlau machen. Irgendwie geht man noch mal in die Lehre.

    Ja, das stimmt. Bis heute. Heute ist es wesentlich interessanter als in der Kleinkindzeit.

    Als Outing würde ich übrigens eher mal sehen wenn sich eine Frau in der Bri-com traut zu sagen wie schön und bereichernd auch die Kleinkindzeit sein kann und sich nicht gleich alle auf sie stürzen und für dumm erklären.

    Ich finde nicht, dass es ein Outing ist - ich finde, sowas darf doch jeder nach Lust und Laune für sich selbst herausfinden und gestalten. Der Punkt ist doch, dass jeder an seinen Kindern wenigstens überwiegend, Freude haben sollte, so wie er mit ihnen zusammenlebt. Mich reizen nur die, die dauernd am Jammern sind über den wahnsinnigen Streß mit den Kindern, wenn dieser Streß hausgemacht ist.


    Wichtig finde ich, sich nicht vom Zeitgeist verrückt machen zu lassen.
    Man spielt und macht und tut wozu man selbst oder die Kleinen eben Lust haben.
    JAWOLL!!

    Letztlich sind wir, denke ich, uns hier im Großen und Ganzen doch einig, dass das jeder so machen darf, wie es ihm entspricht. Unerfreulich nur für den, der feststellt, dass es ihm eigentlich nicht entspricht - und der dann dauerhaft etwas macht, wovon er glaubt, die Gesellschaft erwartet das so.


  8. Registriert seit
    27.04.2005
    Beiträge
    5.798

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Mir fehlt nicht das "Muttergen", sondern das "Kleinkindgen", weshalb ich die Gefühle von Julia Karnick durchaus nachvollziehen kann.
    Natürlich sind Kleinkinder süß, und ich genieße auch die Zeit mit meinem Baby. Aber entspannter bin ich zur Zeit mit meinem 3,5-jährigen, trotz zeitweise heftiger Trotzanfälle, denn der denkt sich Spiele aus, wo man einfach nur mitspielen muss (ich muss nicht den Entertainer, sondern den Mitspieler geben), oder stellt herausfordernde Fragen. Und man kann ihm "richtige" Bücher vorlesen, wenn man mal ausgepowert ist.
    Und noch entspannter werde ich sein, wenn ich ab Sommer wieder arbeite (habe ich bis zu Ankunft von Nr. 2 zwischenzeitlich auch getan) und wieder Teile meiner Woche mit Erwachsenen verbringe.

    Aber wenn beide Kinder mal wieder meinen, dass die Nacht um 5 Uhr (oder noch früher) vorbei sein sollte, wie heute früh, dann ist mein Muttergen nicht mehr vorhanden...

  9. gesperrt Avatar von Ila
    Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    28.189

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Das Eideidei-Gen fehlt mir definitiv! Im Zweifelsfall würd ich einer Freundin lieber das Klo putzen als das Kleinkind hüten. Auch beim eigenen war das für mich (!) die absolut schlimmste Zeit! Aber die Kleinkinder-Allergie hab ich behalten. Das Schöne daran: es wurde mit jedem Jahr besser. Schade, dass bald game over ist

  10. Avatar von EvenMadderAuntMaud
    Registriert seit
    31.05.2009
    Beiträge
    1.078

    AW: Kolumne von Julia Karnick: Wenn Kinder nerven

    Wie unsäglich langweilig - die x-te Kolumne mit dem Untertitel "Ich verdiene den Rabenmutter Award weil ich nicht gern bastle, manchmal ungeduldig bin ...

    Im Ernst - jeder Rabenmutter-Thread der BriCom ist unterhaltsamer. Ich kann es langsam nicht mehr hören, dieses - sich auf die Schulter klopfen, weil man Kinder nervig findet. Über die "A++++++++-Kinder" wurde ausgiebig gewitzelt, wir haben alle höflich über die Kevin Witze gelacht - das Thema wurde ausgeschöpft. Profilneurose? Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass diese Sprüche nur gemacht werden, weil es unglaublich cool ist sich nen Button mit "Ich bin unperfekt - und ich steh dazu" anzuheften. Was für ein uralter Hut.

    Ich bin gerne Mutter. Basteln, malen, Spielplatz, tanzen, toben - alles mach ich gerne mit - und ich schleiche auf Zehenspitzen aus dem Zimmer wenn ich sehe dass meine Tochter allein in ihr Spiel vertieft ist. Und ich werf an nem Regentag auch irgendwann den DVD an, schau auf die Uhr wann Bett-Zeit ist und hab in der Handtasche Bestechungsgummibärchen - so what?

    Nächste Woche schreibt sie ne Kolumne über - " Was sie schon immer wissen wollten über - den Wischmop" - man darf gespannt sein ...

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