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  1. Inaktiver User

    Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Hallo, die Tochter meiner Freundin ist in der 4. Klasse und bekam letztens ihr Zeugnis mit Empfehlung "Hauptschule", da sie nur 4en in den Hauptfächern hat.

    ABER: in den Tests/Diktaten etc. schrieb sie überwiegend 2en, zwei 1en bei Abschriften und eine 3.
    Die Lehrerin gab ihr jetzt als Endnote eine 4 jeweils mit der Begründung daß sie sich im Unterricht nicht genug beteiligt und sich kaum meldet.

    In Mathe ist die Zensur gerechtfertigt, da sie Dyskalkulie hat.

    Sie ist aber vom Typ her ein sehr ruhiges Mädchen mit wenig Selbstbewusstsein und traut sich oft nicht sich zu melden, obwohl sie es weiß.

    Nun war sie immer sehr stolz, daß sie die Arbeiten so prima geschrieben hat und bekam nun die ernüchternde Prognose ihrer Lehrerin.

    Ist das normal heutzutage daß das Mündliche so in den Vordergrund geschoben wird ?

    Oder muß hier einfach mal wieder eine Quote (wegen der weiterführenden Schule) eingehalten werden???

    Kann man gegen sowas angehen ??

  2. Inaktiver User

    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Mein Abi ist schon ein paar Jahre her - aber da war es auch schon so.

    Wer mündlich nicht am Unterricht teilnahm hatte weniger gute Noten!

  3. Inaktiver User

    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Abi ist schon ein paar Jahre her - aber da war es auch schon so.

    Wer mündlich nicht am Unterricht teilnahm hatte weniger gute Noten!
    Beim Abi kann ich das ja auch noch fast verstehen - aber daß das so gewichtig in der Grundschule ist ??? Gerade bei der Entscheidung zu den weiterführenden Schulen.
    Man kann doch nicht ein Kind in die Hauptschule stecken, weil es schüchtern und zurückhaltend ist...

    Wenn ich da an unsere Hauptschule hier denke mit hohem Ausländeranteil und unteren sozialen Schichten, geht sie da ja erst recht unter....soll kein Vorurteil gegen Hauptschulen sein, aber leider ist der Stand der Hauptschulen derzeit eh nicht wirklich hoch und bei uns hat sie einen wirklich schlechten Ruf.
    Ich bin froh das Eltern "noch" Mitspracherecht haben !

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    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Bei meinem Sohn kam vor Jahre das gleiche Problem auf - allerdings nur in Fach Deutsch.
    Er meinte, die Lehrerin mag ihn nicht. Aha.
    Ich hab mir ihr gesprochen und sie meinte, sie wusste durchaus dass der Junge mehr verdient hätte und sie würde ihm liebend gerne besser benoten, aber ... wenn er sich nicht meldet kann sie ihm keine bessere Note geben.
    Also ich nach Hause, mit Sohnemann die Sache geklärt (etwas verschönert mit "sie mag dich sehr, und sie findet du bist ein sehr intelligenter symphatischer Junge, aber sie ist auf deine Mitarbeit angewiesen... du würdest ihr eine Freude machen wenn du dich meldest weil nur so kann sie sehen dass sie ihre Arbeit gut macht ... du bist kein Streber wenn du ihr hilfst") und siehe da... es hat funktioniert.

  5. Inaktiver User

    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Ich meinte nicht nur das Abi - sondern den ganzen Schulverlauf - aber der ist bei mir schon ewig her

    Ypno du hast das ja perfekt gelöst!!

    Vielleicht ist das ein Ansatz für die Freundin von Penatencreme??

  6. Inaktiver User

    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie ist aber vom Typ her ein sehr ruhiges Mädchen mit wenig Selbstbewusstsein und traut sich oft nicht sich zu melden, obwohl sie es weiß.

    Nun war sie immer sehr stolz, daß sie die Arbeiten so prima geschrieben hat und bekam nun die ernüchternde Prognose ihrer Lehrerin.

    Ist das normal heutzutage daß das Mündliche so in den Vordergrund geschoben wird ?

    Oder muß hier einfach mal wieder eine Quote (wegen der weiterführenden Schule) eingehalten werden???

    Kann man gegen sowas angehen ??
    Hallo Penatencreme,

    natürlich ist so eine Mitteilung ernüchternd für Eltern und Kinder.
    Ich sehe bei meinem Sohn (Gymnasium), wie stark die Mitarbeit und mündliche Noten gewichtet werden. Bei 2 Klassenarbeiten pro Hauptfach und 1 Test pro Nebenfach im Halbjahr, gibt es kaum noch eine Möglichkeit für die Lehrer, sich einen Eindruck zu verschaffen.
    Allerdings ist es bei uns in BW auch üblich, dass pro Schuljahr vor der Klasse ein Vortrag von ca. 25 Minuten Länge gehalten wird, ab Klasse 7 auch gerne in einer Fremdsprache.

    Bei der Schulempfehlung war der Aspekt Auftreten und Sozialverhalten ein gewichtiges Kriterium und in vielen Fällen, wo sich die Eltern durchsetzten, wurde dem Kind kein Gefallen getan, weil es spätestens in Klasse 6 die Schule verlassen und einen anderen Schultyp besuchen musste. Der Schaden am Selbstbewusstsein der betroffenen Kinder, der hier angerichtet wurde, war enorm.

    Vielleicht kann die Mutter mit dem Ansprechpartner aus einer Realschule einen Termin vereinbaren und sich erklären lassen, welche Leistungsanforderungen auf ihre Tochter dort zukämen.
    Wäre Deine Freundin in der Lage, ihrer Tochter zu Hause beim Lernen zu helfen, womit ich nicht nur Vokabeln abhören meine? Natürlich wird immer betont, dass die Kinder das alleine schaffen müssen, aber diesem Anspruch werden selbst sehr gute und motivierte Schüler kaum gerecht.
    Im übrigen gibt es auch sehr gute Hauptschulen mit ausgesprochen engagierten Lehrern und Schulleitern, wo die Schüler ermutigt werden, nach dem Hauptschulabschluss eine weiterführende Schule zu besuchen. Auch hier gilt es, sich die betreffende Schule zu besuchen und sich einen Eindruck zu verschaffen.

    Viel Glück für Deine Freundin und ihre Tochter

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    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das normal heutzutage daß das Mündliche so in den Vordergrund geschoben wird ?
    Mündliche Noten sind in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen, sie zählen halb so viel wie eine schriftliche Schulaufgabe und sind mit einer Ex(temporale) gleichwertig.

    Aber wenn alle schriftlichen Arbeiten gut sind und nur die mündlichen Noten abfallen, dann finde ich es schon suboptimal einem Kind deswegen die Hauptschule zu empfehlen.

    Meine Güte, da hab ich ja Glück gehabt anno dazumal. Sich melden war noch nie mein Ding und bin trotzdem auf dezente Noten in den Fächern gekommen, die schriftlich ok waren.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ypno du hast das ja perfekt gelöst!!
    Ja, damals war es noch einfach.
    Jetzt hat er in kürze Abitur und der kann sich angeblich mit der franz. Lehrerin nicht riechen. Gegenseitig Abneigung, die im Zeugniss nicht zu übersehen ist
    Soll ich wieder einschreiten? Nee, oder? Der Durchschnitt ist im Eimer, verdammter Mist.

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    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    ich weiß noch von einem Mädchen in der Grundschule, die fast nur 1en geschrieben aber sich sehr selten am Unterricht beteiligt hat. Sie bekam daher 1 Note schlechte zensiert.

  10. User Info Menu

    AW: Schulnoten ! Mündliches gewichtiger ??

    Ich kenne es auch so, dass wenn die schriftlichen Leistungen deutlich besser sind als die mündlichen, die Endnote schlechter ist, als die schriftlichen Noten zusammengefasst. Aber von 1-2 auf 4 finde ich sehr streng und dann auch gleich nur Hauptschulempfehlung, kann ich nicht nachvollziehen.
    Meine Tochter gehört auch zu stilleren Kindern (jedenfalls im Unterricht ). Weil ich aber weiß, wie wichtig die mündliche Mitarbeit ist und selbst zu den eher schüchternen Kindern gehörte, und genau weiß, wie schwer es für solche Kinder ist, über den eigenen Schatten zu springen, habe ich gleich am Anfang des Schuljahres (nach dem Wechsel ins Gymnasium) mit der Klassenlehrerin gesprochen und sie darauf hingewiesen, dass meine Tochter da etwas mehr "gefordert" werden sollte. Sie hat jetzt mit meiner Tochter ein "Abkommen" geschlossen: Meine Tochter "muss" sich in jedem Fall mindestens einmal pro Stunde melden.
    Gute Lehrer sollten auch stillere Schüler aus der Reserve locken können und sie nicht einfach "übersehen".

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