Hallo,
also, bei mir ist das zwar schon "ewig" her - aber ich erinnere mich noch verdammt gut an eine befreundete Familie:
Meistens brachte Mama die Tochter. Töchterchen plärrte und zeterte schon auf dem Hinweg und mochte gar nicht aufhören damit, während Mama sich ganz schlecht trennen konnte, an der Tür lauschend auf dem Flur stand, immer mal wieder zum Trösten nochmal reinkam. Oder aber zum achthundertsten Mal erklärte, Mama käme nachmittags ja bald wieder.
Dann stand Mama draußen vor dem Fenster und winkte, während drinnen die heulende Tochter an der Scheibe klebte. Irgendwann ging sie, weil sie ja arbeiten musste - nicht, ohne sich noch etliche Male winkend und selbst den Tränen nahe umgedreht zu haben.
Manchmal brachte der Papa das Kind. Fröhlich, zielstrebig, ein einzelnes "Tschüssiiiie!", nochmal schnell winken und weg war er. Tochter hat nie geheult. Und übrigens immer auch sofort aufgehört, wenn Mama außer Sichtweite war.
Die Tochter fand die Kita nämlich toll.
Fazit: Versuch auf jeden Fall deine eigene Unsicherheit zu verbergen und selbst auszustrahlen, dass du die schöne Kita mit den lieben Tanten totaaaal super findest und dein Töchterlein sehr zu beneiden ist, dass es dort hindarf. Wenn du selbst davon nämlich nicht überzeugt bist, schlägt sich das unweigerlich beim Kind nieder.
Viel Glück! Wird schon werden!! *daumendrück*
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19.01.2010, 18:47Inaktiver User
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
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19.01.2010, 18:52
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Also, es ging erstmal darum, dass mein Kind die Räume kennenlernt, evtl auch die anderen Kinder und Erzieherinnen (was ja nicht so geklappt hat, da sie an mir klammerte) Aber sie kennt nun den Ablauf dort: Frühstück, dann Spielen etc.
Ich möchte sie nicht traumatisiren, sie ist eher sehr ängstlich und weint wirklich schlimm beim Abschied. Ich ziehe das Gnze schon zielstrebig durch, aber in vielen Foren liest man ja, dass man nie ein weinendes Kind zurücklassen würde und nie das Kind länger als 2 min heulen lassen würde. Nun hab ich sie ja sogar ne halbe Stunde dort heulen lassen...
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19.01.2010, 19:07Inaktiver User
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
nun, die meinungen sind sehr unterschiedlich.
meine erfahrung: ich hatte aus finanziellen gründen keine alternative und wir sind da durch. fertig.
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19.01.2010, 19:34
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt! Wenn der "Bringende", ob nun Vater, Mutter oder sonstwer, innerlich voll dahinter steht, dass das Kind nun mal in die Kita soll und damit auch klar kommen muss, spürt das Kind das, und wird sich viel problemloser verabschieden und eingewöhnen, als wenn es dem Erwachsenen im Grunde selbst schwer fällt, sich zu trennen.
Und damit möchte ich weder die eine noch die andere Haltung be- oder verurteilen!Was ich zu sagen hätte, lässt sich durch Schweigen viel besser ausdrücken!
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19.01.2010, 19:47Inaktiver User
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Limba, aber deine Tochter macht doch Fortschritte! Natürlich wird sie sich einleben!
Ich habe mit meinen beiden Kindern unterschiedliche Eingewöhnungsrituale durchlebt und durchlitten. Das eine-Weile-Dabeibleiben fand ich immer furchtbar quälend. Irgendwie sitzt man nur im Weg rum, das Kind kann sich doch nicht richtig trennen, man ist angespannt - furchtbar.
Deshalb war ich eigentlich dankbar, wenn es ein mehr oder weniger festes Raster für die Eingewöhnung gab, das binnen weniger Tage damit endete, dass ich mein Kind wirklich an der Tür abgeben und dann gehen konnte. Beim Kindergarten, in den meine Tochter ab 3 Jahren ging, hat das auch problemlos geklappt.
Aber ein paar Mal wurde ich auch zurückgepfiffen
Das war bei einer Krabbelgruppe, an die sich meine Tochter noch Jahre später mit Grauen erinnert. Dabei war sie da erst 2.
Ein halbes Jahr macht in dem Alter auch einen ziemlichen Unterschied.
Mein Sohn ging nie gern in den Kiga und mir wurde immer gesagt, dass wir da "durch müssen". Naja, was sollen sie auch sonst sagen. Ich hatte halt auch keine Alternative. Wir mussten da durch. Hm.
Später in der Schule bekam ich sinngemäß zu hören: Ihr Kind ist so sensibel, ändern Sie da was dran.
Sehr witzig
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19.01.2010, 20:31Inaktiver User
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Hallo Limba,
der Ablauf ist etwas unglücklich, finde ich. Erst bleibt man die ganzen Stunden und dann...von heut auf morgen...sollen die Kinder es schon fast alleine schaffen. Günstiger ist eine sofortige Trennung und dann lieber eher wiederkommen..bei manchen Kindern sind die Mamas bei uns nach 10 Minuten wieder da gewesen.....Steigerung dann täglich. Wenigstens hat sich dieses Konzept sehr bewährt.
Vielleicht verkürzt du die Zeit einfach auch noch ein bißchen und steigerst sie dann wieder. Viel Glück!
Liebe Grüße
Ahitte
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19.01.2010, 23:36Inaktiver User
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
da muss ich widersprechen.
wir haben gerade eine lange eingewöhnungszeit hinter uns und haben es genau so nicht gemacht. meine zwillinge (jetzt 15 mon) mussten sich erst an die erzieherin gewöhnen, eine bindung aufbauen - das geht nicht innerhalb von 5 minuten.
als wir nach einiger zeit die erste trennung gewagt haben (nach dem berliner modell) waren meine beiden noch nicht soweit - es gab tränen ohne ende.
klar, kann man sagen, das hört auch wieder auf...
stimmt!
aber ich hatte plötzlich 2 kinder zu hause, die mir nur noch am rockzipfel hingen, weil sie angst hatten, ich würde weggehen. ich konnte plötzlich nicht mehr allein zur toilette gehen, ohne daß weltuntergangsstimmung aufkam. am anstregensten - neben der beinklammerei - waren die m i e s e r a b l e n nächte die dann wieder anstanden.
als wir die eingewöhnung dann behutsamer gemacht haben, ging es plötzlich. die kinder haben ihren rhythmus gefunden und eine stabile bindung zur erzieherin aufbauen können - und mit einem mal war es auch zu hause wieder total entspannt!
ich habe mir die zeit genommen (selbstständig), weiß aber auch, daß andere durch den arbeitseinstieg nicht so lange eingewöhnen können.
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20.01.2010, 10:48
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Hallo,
mein Ältester kam mit 3 Jahren in den KiGa, er war sehr schüchtern und nicht gerade begeistert, dass er da nun den Vormittag mit zunächst fremden Kindern verbringen sollte. Wir haben versucht, es ihm schmackhaft zu machen; er hat sich dann sehr bald ein bisschen in eine der Erzieherinnen "verliebt" und ist gerne hingegangen.
In der Eingewöhngsphase ist er zunächst zwei Stunden alleine dort gewesen. Er konnte in dem Alter noch nicht die Uhr lesen, aber ich habe ihm eine Uhr auf eine Pappscheibe gemalt, die Zeiger waren genau auf der Uhrzeit, zu der ich ihn abgeholt habe. Anfangs ist er oft zu seinem Rucksack gegangen und hat die Papp-Uhr herausgeholt, um sie mit der echten Uhr im KiGa zu vergleichen. Das hat ihm wohl Sicherheit gegeben (selbstverständlich habe ich mich nie auch nur um eine Minute verspätet!).
Vielleicht ist deine Tochter noch ein bisschen zu klein für die Papp-Uhr, bei uns hat es gut geklappt.
Ganz wichtig fand ich den Hinweis weiter oben: Bleibst du die ganze Zeit da, hat die Kleine die ganze Zeit Stress, weil sie auf dich aufpassen muss. Gute Erzieher(innen) schaffen es in der Regel, das Kind kurz zu trösten, dann abzulenken und es schließlich in ein schönes Spiel zu vertiefen.
Das wird schon!
barometer
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20.01.2010, 14:56
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Hallo Limba!
Meine Tochter (2,5) geht seit letztem Herbst in den Kiga. Wir waren im Sommer immer wieder dort um die Kinder zu Besuchen, sie hat die Räumlichkeiten kennen gelernt, die Kinder und Erzieherinnen. In unserem Kindergarten ist es üblich dass jeden oder jeden 2.Tag ein neues Kind dazu kommt, so können sie sich die Erzieherinnen gerade am Anfang besser dem neuen Kind zuwenden.
Mein Mann und ich sind am ersten Tag zusammen mit ihr hinmarschiert. Wir sind am ersten Tag schon gegangen, es gab Tränen und es war furchtbar für uns. Laut Erzieherinnen ließ sie sich nach wenigen Minuten beruhigen und war begeistert am spielen als wir sie nach einer Stunde abgeholt haben. So ging das etwa 6 Mal, dann gab es keine Tränen mehr.
Ich bringe sie nach wie vor in den Gruppenraum verabschiede mich und sage dass ich sie nach dem Bildungskreis abhole, damit sie das zeitlich ein bisschen abschätzen kann. Eine Bekannte hat ihrer Tochter den Ersatzautoschlüssel da gelassen, als Sicherheit dass sie wirklich wieder kommt.
Nach den großen Ferien kommt es vor dass 4jährige kurz weinen beim Abschied, es gibt auch immer wieder Phasen. Es fühlt sich schrecklich an und ich habe stark überlegt, ob es vielleicht doch zu früh ist für Minimaud, doch letztendlich hab ich dann immer drana gedacht, dass sie kaum bin ich zur Türe draußen fröhlich mit den Kinder dort spielt.
Die Erzieherin damals meinte, es dauert gut ein halbes Jahr bis die Kinder richtig ankommen und es gibt immer wieder Phasen in denen sie nicht hingehen wollen.
Das wird. Der erste Versuch mit dem langen Weinen ist natürlich sehr unschön, aber ich würde abwarten wie es sich entwickelt. Vielleicht am Anfang mal einen Freitag komplett weglassen, damit die Woche kürzer ist.
In der 3.Kindergartenwoche stand Minimaud am Samstag mit Body und Gummistiefeln vor der Türe und rief fröhlich - Kindagaten geh tsüß - und es gab Tränen weil Samsatg kein Kiga ist.
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20.01.2010, 15:21
AW: Kitaeingewöhnung mit viel Weinen - was tun?
Hm, also ich arbeite ja noch nicht. Ich hab sie da angemeldet, weil ich dachte, ich tu ihr was Gutes.
Weil sie sonst keine Spielkameraden hat und eben auch so schüchtern ist.
Sie hat heut wieder beim Abschied hochdramatisch 20 min geweint, sich auf den Boden geworfen und geschrien.
Woran merkt man denn, dass sie noch nicht kitareif ist?


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