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  1. Inaktiver User

    Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Ich bin vollkommen am Ende. Meine 14jährige macht mich platt. Ich komme nicht mehr mit ihrem Verhalten klar und weiß nicht weiter.

    Es ist eine absolute Aggression mir gegenüber. Ich war diese und vergangene Woche krank, mir wird dabei lautstark unterstellt, doch nicht wirklich krank zu sein. Nach dem Motto "Du störst mich hier".

    Heute war ihre Aufgabe, Tüten für den Kaninchenabfall zu besorgen und mir gleichzeitig in der Apotheke nebenan etwas mitzubringen.

    Das geschah nicht.

    Sie ist rotzfrech, ich solle nicht 'labbern' usw.

    Es gibt immer wieder Diskussionen um feste Termine, wie z. B. Hausaufgabenhilfe.

    Sie ist zu dick, hockt nur zu Hause rum, ihre Freundschaften hält sie mittlerweile über's Netz. Sie hockt vor ihrem Laptop und das war es.

    Leider wohnen keine Kinder um uns herum, bzw. sie bemüht sich nicht um Kontakte. Die Schulfreundinnen wohnen nicht im gleichen Ort. Es gibt schon zwei Freundinnen, zu denen mehr Kontakt besteht, aber meine Tochter kriegt trotzdem ihren Hintern nicht hoch.

    Alle Versuche, sie in Sportvereinen, Pfadpfindern etc. 'anzusiedeln' scheiterten.

    Ihr Vater hat den Kontakt mehr oder weniger abgebrochen, weil er sie nicht mehr erträgt. Diesen ganzen Frust trage ich nun mit.

    Es klingt als wären wir geistig und sozial arm.

    Sie könnte in eine Kur gehen, doch auch das lehnt sie ab. Eine Beraterin meinte auch, sie würde dadurch als 'dick' stigmatisiert.

    Ihre Trägheit halte ich kaum aus, die Frechheiten nun aber wirklich nicht mehr.

    Keine Hilfe im Haushalt. Nada, nichts.

    Ich ertrage dieses Kind nicht mehr. Manchmal machen mir meine eigenen Gefühle Angst. Ich würde sie am liebsten vor die Tür setzen.

    Von Anfang alleinerziehend, mit schlechtem Gewissen, ab ihrem dritten Lebensjahr arbeitend - meistens Vollzeit - sie fremd betreut, mangelte es mir schon immer an Konsequenz, und das sind jetzt wohl die Früchte.

    Ich habe den Eindruck, auch so gar nichts 'in der Hand zu haben', es prallt alles an ihr ab.

    Sie hockt in ihrem Zimmer und sitzt alles aus.

    Und mein Leben? Ich habe den Eindruck, einen Parasiten im Pelz zu haben. Dieses Kind kostet mich unendlich Energie und Lebenskraft.

    Tut mir Leid, natürlich liebe ich sie, aber im Moment kann ich einfach nicht mehr.

    Julifrau

  2. Inaktiver User

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Ich poste hier, weil ich verzweifelt bin und den Eindruck habe, wir brauchen Super-Nanni. Vielleicht haben andere vorn euch solche Zeiten schon erlebt.

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    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Liebe Julifrau,
    ich hab nur kurz Zeit, aber: du bist bestimmt nicht alleine!
    Es ist gut, das du den Dingen,die du empfindest, einen Namen gibst.

    Ich wünsche dir Kraft und Gelassenheit

    kaffeesahne

  4. Inaktiver User

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Ach Mensch Julifrau!!!

    Erstmal ein paar virtuelle Knuddler!

    Du machst ja momentan eine Menge mit.

    Folgende erste, spontane Rückmeldungen von mir:

    -zieht sich deine Tochter von der Außenwelt zurück, weil sie so dick ist???

    Manchmal geht es ja Hand in Hand und wird zum Teufelskreislauf. Ich bin dick und bleibe lieber zuhause. Essen wird zum Tröster oder Frustfresser. Weil ich zuhause sitze und esse, werde ich dicker.....................

    Das als ein Gedankenpunkt.

    An Hilfen für euch in der jetzigen Situation gucke mal bitte in den Hilfestrang oben im Forum, der ist da angepinnt. Ich denke, Jugendamt oder Kinderschutzbund wären hilfreich, weil die beiden Hilfseinrichtungen auch die Möglichkeit anbieten, in dein Haus zu kommen und sie arbeiten auf verschiedenen Ebenen.

    Wenn du dir Sachen mal zwischendurch von der Seele reden möchtest, so empfehle ich dir das Elterntelefon (Hilfsstrang). Manchmal hilft ja shcon mal Dampf ablassen zu können. So wie du es hier machst!

    Die nächste Frage wäre, wie akut schlecht es dir im Moment geht?
    Kannst du noch gut für euch sorgen? Bist du krank geschrieben, weil die Situation dich krank macht?

    Kannst du dir Auszeiten nehmen? Etwas gutes für dich tun, damit du abschalten kannst?

    So hier mach ich erstmal Schluss, sonst erschlag ich dich auch noch mit tollen Ratschlägen!

  5. Inaktiver User

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    caritas, pro familia- familienberatung ------------- für dich. nur für dich.

    mache dich kundig wo bei euch eine familien bzw. elternberatungsstelle ist.

  6. User Info Menu

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Hallo Julifrau,

    nein, ich habe es noch nicht, ich bin noch ein bißchen "Blinder vor der Farb'" - aber in schwarzen Momenten kann ich mir vorstellen, wie so etwas werden könnte ...

    Sei Dir erstmal nicht böse für Deine Gedanken; wenn Du jetzt zwei Wochen krank warst, dann bist Du ja im wahrsten Sinn des Worten am Ende der Kraft.

    Ob man denn den Vater zu gar nichts ins Boot holen kann - irgendetwas Strukturiertes meine ich, alle zwei Wochen Badminton spielen oder Spaghetti kochen. Ohne "ich muss jetzt erziehen", aber als ein Eckpfeiler?

    Wäre ein Jahr in einem Internat denkbar? (andenkbar?)

    Es gibt einen Pubertätsstrang hier, schreibst Du da mit?

    Wg. "du bist doch nicht krank" - ich glaube, ich hätte die Stirn, darauf zu bestehen, dass sie das zurücknimmt, formal hin oder her - ich hoffe mein Ausdruck könnte klarmachen, was für mich hinter der Form steht.

    Liebe Grüße, T.
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky

  7. Inaktiver User

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Hallo!
    Du schreibst, du hast seit dem dritten Lebensjahr deiner Tochter gearbeitet und warst deswegen inkonsequent. Weil du ein schlechtes Gewissen hattest und ihr deshalb hast "mehr" durchgehen lassen? Aber du siehst ja nun wie wichtig Konsequenz und bestimmte Regeln sind. Das gilt für die Erziehung sowie das Essverhalten., Es ist nie zu spät mit Regeln und Erziehung anzufangen. Das kostet Geduld und Nerven, aber am Ende sorgt es doch für ein friedlicheres Miteinander! Viel Erfolg und Geduld!

  8. Inaktiver User

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Lass doch das erst mal mit dem schlechten Gewissen. Das sagt sich immer so leicht, man muss nur Regeln festsetzen und dann klappt das schon. Du musst den Lebensunterhalt für euch beide bestreiten und das hast du geschafft und schaffst es weiter. Deine Tochter hat eine schwierige Phase und man kann ein Kind nun mal nicht einfach aussetzen, auch wenn man manchmal so gern möchte.

    Es hat vermutlich auch nicht viel Sinn, sie zu einem Hobby oder Freundschaftenpflege überreden zu wollen. Sie muss das schon selbst wollen. Womöglich leidet sie selbst unter ihrem Übergewicht und weiß sich nicht zu helfen.

    An deiner Stelle wäre ich auch sauer, wenn sie nicht einmal eine kleine Besorgung macht. Ist deiner Tochter wirklich klar, wie verletzend sie sich verhält?

    Ähum, Kinder kann man ja nicht aussetzen, aber Kaninchen-? Ist das ihres? Wenn sie sich nicht drum kümmert, dann muss das wohl leider ins Tierheim. Vielleicht auch mal ein paar Servicedienste einstellen (Wäsche sortieren, Schulbrot richten ... )?

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    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Liebe Julifrau;

    da hast Du ja ein ganzes Päckchen vor Dir;
    und das schlechte Gewissen dazu;
    versuch mal sie zu lassen; allerdings mit allen Konsequenzen.....
    wenn Sie die Säcke fürs Kaninchen nicht besorgt, muss das Kaninchen weg.vielleicht kannst du es erst mal bei einer FReundin parken?
    wenn sie für Dich ncihts besorgen kann, kannst du es für sie auch nciht..........
    wenn sie merkt, dass Du konsequent bist, reagiert sie vielleicht auch..

    viel Glück und Kraft
    Lucky1
    Immer wenn du meinst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her

  10. Inaktiver User

    AW: Am gefühlten Ende meiner Kraft

    Guten Morgen und ein herzliches Dankeschön für die virtuelle Kraftgabe. Ich war gestern wirklich fix und foxi, abends allerdings noch weg, konnte mich ein wenig tänzerisch bewegen und das brachte wieder etwas Ruhe in meine Seele.

    Ich gehe noch einzeln auf eure mutmachenden Beiträge ein.

    Julifrau

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