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    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Ich war damals nach der Schule ein Jahr als Au-pair in England und würde es immer wieder machen. Es war ein tolle und sehr lehrreiche Zeit.

    Man sollte aber auf jeden Fall eine gute Vermittlungsagentur haben, die bei Problemen vor Ort auch Ansprechpartner haben.

    Darf man mit 17 überhaupt als Au-pair arbeiten? Bei meiner Agentur damals wurde man nur ab 18 Jahren genommen.
    Alexandra, 02.03.2009

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    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Guten Morgen,
    puh, hab jetzt alle Seiten dieses threads gelesen und mach mir auch so meine Gedanken zu dieser Thematik. Erst einmal möchte ich Dir, Novemberwind, mein Wohlwollen ausdrücken: Loslassen ist nicht für jeden leicht, auch das muss man lernen. So wie vom Jugendlichen oder auch Jungerwachsenen nicht erwartet wird, von einem auf den anderen Monat "erwachsen" zu sein, so kann man meines Erachtens auch von den Eltern nicht erwarten, dass sie sofort loslassen können. Ich glaube auch, dass das Loslassen für Alleinerziehende vielleicht NOCH etwas schwieriger ist, da sie das ganze Kinderleben lang alle Entscheidungen und Aufgaben allein tragen mußten, das bindet einen schon sehr an die Kinder (womit ich NICHT sagen will, dass gemeinsam erziehende Eltern keine starke Bindung zu ihren Kindern haben!). Bei uns steht das Thema FSJ auch gerade im Raum.....ich sag nur: Abi und was dann? Durch die Erzählungen meiner 18jährigen Tochter hab ich allerdings den Eindruck, dass manche Jugendliche ein Auslandsjahr nicht zielgerichtet machen wollen, sondern -ich zitiere eine Freundin meiner Tochter: "Erstmal Pause von Schule, ich hab noch keine Lust auf Studium oder Ausbildung"-. Dient ein Auslandsaufenthalt gezielt der zukünftigen beruflichen Orientierung/Weiterbildung oder sind die damit erworbenen Fähigkeiten (z.B. Erlernen von Sprachen) sogar Voraussetzung für eine Ausbildung/Studium, dann bin ich für ein Auslandsjahr. Geht es nur darum Zeit zu schinden, weil der Jugendliche/Jungerwachsene keine Lust hat direkt im Anschluss an die allgemeine Schule eine Ausbildung oder Studium in Angriff zu nehmen, dann lehne ich so ein Jahr ab. Grundsätzlich birgt ein Auslandsjahr mit Sicherheit viele Vorteile und dient auch der Weiterentwicklung der Persönlichkeit. Aber: das kann man dann auch noch NACH der Ausbildung/Studium absolvieren....!

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    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Ich wußte nach der Schule (Abi) auch nicht was ich machen wollte. Allerdings stand mein Entschluß für ein Auslandsjahr schon seit der 10. Klasse fest. Nach meinem Englandaufenthalt wußte ich so ungefähr in welche Richtung ich beruflich gehen wollte. Bei mir war der Wunsch länger Zeit im Ausland zu leben ausschlaggebend. Habe dann eine fremdsprachliche Ausbildung gemacht. Im Endeffekt bin ich in Deutschland geblieben, bin aber trotzdem voll und ganz zufrieden mit meiner Ausbildung und meinem Beruf.
    Alexandra, 02.03.2009

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    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Danke für die weiteren Anworten.

    Nach der Info bei der AA über FSJ u. FÖJ werd ich vielleicht klüger sein. Ich erzähl dann, wies war.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    La esperanza muere al final.

  5. Inaktiver User

    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Es gibt noch das EQJ für Leute, die nicht wissen was sie wollen bzw. keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Mein Sohn hat das nach der 10. Klasse Realschule gemacht. Der Betrieb hat ihn dann als Lehrling übernommen. Damals hat er sich mit Händen und Füßen gegen einen weiteren Schulbesuch gesträubt. Jetzt nach drei Jahren Ausbildung kann er es gar nicht erwarten, sich schulisch weiter zu qualifizieren.
    Meine Tochter (die morgen 18 wird) hat auch die Tage gezählt, bis die Schule endlich durch war und denkt jetzt schon darüber nach, zwei Monate nach Beginn der Ausbildung, welche zusätzlichen Möglichkeiten es gibt, Schule, Uni o.ä.
    Ich glaube, man muss die Kinder auch mal probieren lassen. Ihnen vor allem das Gefühl geben, wenn es doch nicht das Richtige war bei den Eltern jederzeit ein offenes Ohr zu finden. Jede Spinnerei würde ich auch nicht mitmachen, aber es hat sich gezeigt, dass sich aus der anfänglichen Orientierungslosigkeit doch eine Richtung entwickelt hat. Und mit 17 sind die „Kinder“, vor allem die Mädchen schon ganz schön clever.

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    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Zitat Zitat von Blondine
    das wär mene geringste Sorge ... das wär doch auch irgendwo ein Ereignis, mit dem wir beide was anfangen könnten und auf dem man aufbauen kann.

    schlimmer wäre es doch wohl, das Kind bleibt monatelang unglücklich im Ausland sitzen, wird schlecht behandelt, traut sich aber nicht heim ...
    Dabei hätte ich größere Sorgen, Bedenken.

    Gruß, B.
    @Novemberwind
    @Blondine
    @alle


    Auch uns steht das mit meiner jüngsten Tochter bevor, die
    jetzt in der 8. Klasse ist.

    Das Thema au-pair hat mich / uns seit einiger Zeit fest im
    Griff. Meine andere Tochter ist seit dem Sommer au-pair
    in Nordamerika über eine österreichische Agentur.

    Ich habe ca. 1 Jahr lang das Internet durchgekämmt (Foren,
    Infoseiten etc., da ich aus dem Bekanntenkreis meist nur
    negative Infos darüber hatte) - alles über au-pairs.

    Meine Tochter ist ein selbstbewusstes, sehr engagiertes
    Mädchen, seit Jahren hatte sie neben der Schule mehrere
    Jobs mit Kindern u. a. an sozialen Brennpunkten und auch
    die Seminare dazu, die Pflicht sind. Es gab fast kein
    schwieriges Pöstchen auf dem Gymnasium, wo sie nicht
    gerufen hat "ich mach das", aber die ersten 5 Wochen
    als au-pair in Nordamerika waren teilweise die Hölle.

    Dass sie sich für diese schrecklichen Familie entschieden hat,
    war eine Blitz-Aktion, sie war gerade einige Wochen im Ausland
    bei ihren Geschwistern und erfuhr dort per Mail, dass sie innerhalb
    10 Tagen in Nordamerika dringend gebraucht wird. Es blieb
    wenig Zeit, um manche wichtigen Punkte festzulegen, sie
    flog nach Deutschland und dann einige Tage später endlich
    in ihr Traumland.

    Die Rahmenbedingungen schienen anfangs gut (den ersten Tag),
    aber vor allem die Au-Pair Mutter war eine eiskalte, herzlose Frau,
    die sie in der Woche 60 Stunden arbeiten ließ und vieles
    nicht einhielt, was mündlich versprochen wurde. Es gab
    zig unsinnige Vorschriften / Regeln und sinnlose Zusatz-
    aufgaben, die nichts mit au-pair zu tun hatten. Die Familie
    hatte 3 Vans und wohnte außerhalb in einem noblen Vorort, es
    fuhr kaum ein Bus und die Bus-Aktion kostete 10 Dollar. Man
    gab meiner Tochter keines der vorher versprochenen Autos,
    sie lief 30 Minuten zur nächsten Mall oder Bushaltestelle,
    wo nur sporadisch Busse hielten in die Stadt. Die meisten
    au-pairs trauen sich anfangs nicht, sich zu wehren, auch wenn
    die Agentur und die Familie / Freunde hinter ihnen stehen.

    Die Agentur wurde informiert, aber sie wollte noch nicht ganz aufgeben. Sie dachte, vielleicht liegt es auch an ihr, dass
    es besser wird. Sie hätte sofort die Familie wechseln können, aber
    sie wusste ja nicht, was dann auf sie wartet. Man hörte und
    las öfters, dass vor allem in Nordamerika, England und Irland
    es manchmal "heftig" zugehen kann, wenn man Pech hat.

    Ich schickte zwei Freunde, die in der Nähe waren, dorthin,
    um nach ihr zu sehen. Beide waren entsetzt über die Zustände
    in der Familie. Einer wohnte in der Nähe, der andere war
    schon 30 mal in der Gegend und zufällig dort auf Reisen
    und eine Bekannte, die wohnte nur eine Straße weiter,
    die war auch entsetzt. Worte wie Sklavenhandel, menschenverachtend uvm. fielen. Auch von anderen. Auch die Agentur war entsetzt, aber letztendlich müssen die au-pairs sagen / entscheiden,
    dass sie weg wollen und das ist soweit von daheim nicht
    so einfach mit 20. Wenn sie noch jünger sind, noch schwieriger.
    Wenn sie mal die Familie gewechselt haben, merken sie,
    dass es gar nicht so schlimm ist, sich zu wehren. "Nein" zu sagen.


    Ca. 200 km entfernt gibt es die einzige Au-Pair-Betreuerin für die
    Provinz und die europäischen au-pair-Agenturen, deren
    Kunden / Familien in der Nähe einer tollen Großstadt meist
    waren, die offiziell
    zuständig ist um die Belange der au-pairs. Nach unseren
    bisherigen Infos würde sie sich wenig für die au-pairs einsetzen.

    Meine Tochter hatte Glück. In einer Blitzaktion verließ
    sie Dank dieser Au-pair-Betreuerin die schreckliche Familie,
    fuhr mal eben 200 km zu der Familie der au-pair-Betreuerin
    und dann wieder 150 km zurück am nächsten Tag
    und kam zu einer tollen zweiten Familie in ihre Traumstadt am Pacific.
    Natürlich wurde ihr nicht ihr volles au-pair-Gehalt von
    der ersten au-pair-Familie ausgezahlt.
    Zudem wusste die erste au-pair-Mutter nach einem Telefonat
    mit der Agentur-Betreuerin im Land schon
    6 Tage, dass meine Tochter mit Hilfe der Agentur in eine
    andere Familie gehen wird (meine Tochter wurde
    nicht informiert, die Agentur dachte, die au-pair-Mutter
    würde es ihr ausrichten, Telefon durfte sie nie
    privat benutzen, sie hatte aber von der Familie
    ein Geschäftshandy, das deren au-pairs immer
    benutzten), die erste au-pair-Mutter hat sie aber bis Freitag nicht informiert davon (Freitag war ihr freier Tag), sondern ließ sie
    die letzten 6 Tage schuften täglich von 8 bis 20 h und sagte ihr,
    sie hätte halt nicht mal eine Minute für ein Gespräch Zeit gehabt,
    es ihr zu sagen. In zwei Stunden hatte meine Tochter die
    Koffer gepackt und wurde im schlimmsten Regen zu einer
    Bushaltestelle gefahren und sie fuhr mit Bus, Schiff, Bus
    weiter 200 km. Aber sie war so erleichert, endlich weg zu kommen von dieser herzlosen au-pair-Mutter.

    Bei der neuen zweiten Mutter-Sohn-Familie war es das krasse Gegenteil. Nach einer Woche sagte man ihr, dass
    die Eine-Frau-ein-Kind-Familie eigentlich nur einen Babysitter
    stundenweise brauchte, der kurze Traum war aus, und wieder packte meine Tochter die
    Koffer und stieg in ein Taxi, es war aber auf beiden Seiten ein herzliches
    Auseinandergehen und noch heute ist man im guten Kontakt und
    trifft sich und sie kann/könnte jederzeit dort auch als Baby-Sitter
    arbeiten, aber nicht als au-pair. Diese wirklich tolle au-pair-
    Mutter erzählte ihr, dass ihre Cousinen und ihre Schwester
    ihre au-pairs sehr schlecht behandeln würden, was sie nicht versteht.
    Sie bekochte meine Tochter mit herrlichen Speisen, kaufte
    ihr Alltagsdinge, die sie brauchte, Shampoo etc., war aber
    meist daheim. Der 5jährige Junge war
    oft beim Vater und den Großeltern oder bei der Mutter, die
    in einer wunderschönen Gegend wohnte, direkt am Strand mit
    Park und atemberaubender Aussicht. Eigentlich stimmte dort
    alles in der Familie, aber es gab zu wenig zu tun.

    Meine Tochter zog dann mit Sack und Pack in ein Hostel in ihrer Traumstadt und 2 Tage später hatte sie 3 au-pair-Familien-
    Angebote der Agentur aus der Umgebung (ihrer Traumgegend) und eine Familie kam sofort vorbei
    und verbrachte mit ihr den ganzen Tag und nahm sie auch
    mit heim und brachte sie wieder zurück ins Hostel und schon
    auf dem Weg dort hin wusste meine Tochter: Dort will ich
    bleiben. Sie ist heute noch dort und fühlt sich sehr wohl.
    Hat wenig zu tun und ist ein echtes Familienmitglied. Schon nach wenigen Tagen Aufenthalt dort, als sie Geburtstag hatte, wurde für sie ein Truthahn gebraten, Eistorte und sie bekam schöne
    Geschenke und sie darf auch mit zu Auslandsreisen, wird
    alles bezahlt. Selbst die Hunde mochten sie von Anfang an.

    Da sie viel Zeit hat tagsüber, das jüngste Kind der Familie,
    um das sich sich morgens kümmert und dann nach der Schule,
    ist tagsüber nicht daheim, hat sie inzwischen auch herausgefunden, endlich,
    was sie studieren will. Einen sozialen Beruf.

    Die österreichische Agentur kostet für das au-pair 180 Euro
    Gebühren plus Flug und Auslandskrankenversicherung, Visum,
    Übernachtungskosten und weitere Reisekosten (z.B.Schiff,
    Wasserflugzeug, Hotel - so wie bei uns der Fall). Niemals ohne
    Agentur als au-pair ins Ausland gehen.

    Gleichzeitig erzählte sie mir von einer Klassenkameradin, die
    ihr zur selben Zeit verzweifelt aus England schrieb, dass sie in eine Horror-
    Familie als au-pair gekommen ist. Sie wollte eigentlich 6 Monate
    dort bleiben und ist dann nach 2 Monaten wieder nach
    Deutschland zurück. Sie wurde wurde schrecklich dort behandelt.
    Es müssen sich schlimme Szenen abgespielt haben. Sie
    wurd übel beschimpft und behandelt von ihre au-pair-Mutter
    und hat nur noch geweint und wollte weg. Ich kenne das
    Mädchen seit der 5. Klasse und kann mir das einfach nicht
    vorstellen, dass sie so schlimm sein soll. Aber ich habe öfters
    davon gehört, dass manche Familien herzlos mit ihren
    au-pairs umgehen und sie ausnützen.


    Eine andere Klassenkameradin ist in Frankreich, ihr scheint
    es gut zu gehen, sie kannte aber die Familie schon lange
    vorher, sind Freunde ihre Eltern.

    Hörte von einer Erzieherin einer KiTa, die meine Kinder
    früher besuchten, dass die junge Frau eine einjährige
    Auszeit genommen hat, um nach New York zu gehen als
    au-pair. Es kam verzweifelte Post an die Kolleginnen der
    KiTa zurück, dass die deutsche au-pair sich um die
    Babyzwillinge tagsüber kümmert, aber dass man mir ihr
    sonst kein privates Wort wechselt und sie sich schrecklich
    fühlt. Sie hatte sich so sehr auf diesen Einsatz gefreut.

    Der Sohn eines Bekannten (20) macht seit Herbst ein einjähriges
    soziales Jahr in Cambridge mit behinderten Kindern.

    Bei meiner Tochter gabs ein wunderbares Ende. Sie hat
    noch mehr gelernt, wie sie später mit Menschen umgehen wird
    und wie nicht. Es ist auch nicht einfach für Eltern, die am
    anderen Ende der Welt manchmal sind, wie man mit der
    Situation umgeht.

    Eine 10.Klässlerin als au-pair kann gut gehen, aber nach
    unseren Erfahrungen bin ich da sehr skeptisch.
    Geändert von Feinsinn (26.11.2008 um 11:15 Uhr)

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    AW: Was tun nach der 10. Klasse??

    Ui, das war lang!

    Ich glaube nicht, dass sich meine Tochter vom Aupair- werden abschrecken lässt.
    Vielleicht lässt es sich aber noch auf ein FSJ im Ausland umleiten. Wir forschen da mal.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    La esperanza muere al final.

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