Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 38 von 38
  1. Inaktiver User

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    @ramona
    Habt Ihr keine Alternative? Wenn auch mit etwas Aufwand verbunden?

    Nur so eine Idee.

    Monsoon

  2. Inaktiver User

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    Ich kann mich xanidaes Meinung nur begrenzt anschließen, denn sie sagt selbst, sie spricht aus eigener Erfahrung. Meine Erfahrungen und die meines Manners sind etwas anders.

    Ich finde es auch übertrieben, sein Kind niemandem anzuvertrauen, keine Frage! Ganz schlimm ist es, wenn das Kind nicht alleine bei Papa bleiben kann. Und klammerndes Verhalten und Besitzansprüche von Seiten der Mutter sind bestimmt für niemanden gesund!

    Ich habe aber schon den Anspruch, zusammen mit meinem Mann die unangefochtene Hauptbezugsperson für mein (gerade 16M altes) Kind zu sein. Ich habe vollstes Vertrauen zu meinem Mann, und die Oma passt 2 Tage die Woche auf die Kleine auf, wenn ich arbeiten gehe. Ich war noch nie mit Kind beim Arzt oder Friseur und ich beobachte, dass der Umgang mit zusätzlichen Bezugspersonen der Kleinen gut tut, weil sie dadurch vielfältigere Anreize bekommt als wenn sie nur mit mir zusammen wäre.

    Zu mehr Auswärtsbetreuung sind wir im Moment aber nicht bereit. Mein Mann kann sich im Moment keine Fremdbetreuung (z.B. durch Tagesmutter) vorstellen (ich schon - fast lieber als durch die Schwiegermutter), weil er schon früh in den Kindergarten geschickt wurde und das für ihn sehr traumatisch war. Ich kann mir mehr Betreuung durch die Großeltern nicht vorstellen, weil ich mit deren Erziehungsvorstellungen (und son manchen Ansichten v.a. der Schwiegereltern) nicht einverstanden bin. Auch da bin ich mir mit meinem Mann einig, wir finden beide, dass sich unsere Eltern bei uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.

    Ich freue mich aber schon darüber, dass meine Kleine aufgeweckt ist und Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen ist. Ich fördere das so gut ich kann, indem ich ihr (hoffentlich ausreichend) Gelegenheit gebe, mit Kindern zu spielen und Interessantes zu erleben - nicht nur alleine mit mir.

    Das Thema ist so individuell! Es hängt von so vielem ab: von der Persönlichkeit des Kindes, den Lebensumständen und -erfahrungen der Eltern und auch den Verhältnissen innerhalb der Familie ab. Schwierig...

    marguerite

  3. User Info Menu

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    Ja, das finde ich auch, es hängt wirklich von vielen Faktoren ab.

    Als meine Kinder klein waren, haben meine Eltern noch beide Vollzeit gearbeitet. Die Erziehungsansichten meiner Schwiegereltern teile ich nicht im geringsten bzw. einen spielenden Opa hätte es in diesem Fall gar nicht gegeben, weil er eben nicht mit Kindern spielt.

    Mein Mann war lange Zeit nur am Wochenende zuhause. Häufig zum Frisör und zum Arzt musste ich auch nicht . Dass ich also meine Kinder an mich gebunden habe, um quasi mein eigenes Ego zu stärken, sehe ich nicht. Auch sind beide offen und gerne bei anderen Leuten - das widerspricht also der Theorie "Zuviel Geklammere macht die Kinder eher ängstlich und steif".

    Wenn das familiäre und finanzielle Umfeld stimmt, dann halte ich eine gute Fremdbetreuung vor allem für die sonstige Hauptbezugsperson für herrlich (also für die Mutter). Aber ich halte sie nicht für existentiell für die Kinder. Das heißt natürlich nicht, dass man sie überhaupt nicht aus den Händen geben soll. Jeder braucht mal ja Hilfe, wenn man ohne Kind irgendwohin muss oder möchte. Aber ich denke in diesem Thread geht es ja eher um die regelmäßige Betreuung.

    Auch mein Standpunkt soll niemanden verurteilen, der es anders handhabt .

  4. Inaktiver User

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    ich finde auch, dass es von mehreren faktoren abhängt. das habe ich ja auch schon so sagen wollen (mit meinem letzten posting: "jedes kind ist anders")...

    @ monsoon: inzwischen sind wir vollkommen zufrieden mit der kita. unser sohn hat sich wohl sehr gut eingelebt.
    aber es gab arge anfangsschwierigkeiten. eben weil nicht individuell auf´s kind eingegangen wird (wurde).

    unsere heilpädagogin meinte auch, die chemie zwischen der erzieherin und mir würde nicht stimmen (das hatte hier ja auch schon jmd. geschrieben, dass das eben wichtig sei).
    aber nachdem ich ihr vor einiger zeit mal recht heftig meine meinung sagte (ja, so bin ich leider manchmal), klappt alles wunderbar!
    mein kind ist auch wie ausgewechselt.
    hat mein impulsives auftreten in diesem falle mal was gebracht...

    aber monsoon, vor einiger zeit habe ich wirklich sehr viel über andere betreuungsmöglichkeiten nachgedacht.
    war ein guter gedanke von dir!

  5. User Info Menu

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    Hm, Rofl, also bei einem so kleinen Kind würde ich auf jeden Fall einen grossen Bogen um alle Einrichtungen mit fixem Tagesablauf machen.
    Wie viele Stunden pro Tag soll deine Kleine denn betreut werden? Das ist auch noch ein Riesenunterschied.

    Du schreibst, du hast finanziell keine Probleme. Ich würde insofern bei einem sechs Monate alten Baby zu einer Babybetreuung im Haus raten. Tatsächlich können Babies mit anderen Kindern zu diesem Zeitpunkt nur wenig anfangen, alleine die Lautstärke ist sehr stressig.

    Wir haben dann mit knapp einem Jahr halbtags bei einer Tagesmutter begonnen, die eine Montessori Ausbildung hat und ein echter Schatz ist. Vorteil: Kleine Gruppe (4), individuelle Betreuung, keine Vorgaben wer wann zu schlafen hat, etc. Unser Sohn geht sehr gerne hin, und ich finde schon, dass das für ihn nun interessanter ist, als alleine mit uns oder Babysitter zu Hause zu sitzen. Aber dieses halbe Jahr macht schon einen Unterschied. Er kann nun schon ja/nein sagen, und auf seine Art sehr klar ausdrücken, was er will. Ganztags käme mir auch jetzt noch zu lange vor, trotzdem ich keine Überglucke bin. Er braucht doch noch viele Ruhephasen zwischendurch. Mein Mann/Ich/Babysitter wechseln uns an den Nachmittagen ab, das geht sehr gut.

    Ein Nachteil ist natürlich die Ansteckungsgefahr gerade im Winter, aber wir haben bislang nur harmlose Viren heimgetragen.



    Alles Gute, Columbine

  6. User Info Menu

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    Ein Problem ist natürlich, dass man sich die Wunschkita oder -tagesmutter doch nicht in dem Maß aussuchen kann, wie man möchte. Wir hatte eigentlich eher eine Tagesmutter als eine Kita gewollt, aber erst ca. einen Monat, bevor wir den Platz brauchten, haben wir eine kurze Liste freier Tagesmütter bzw. Tagesgroßpflegestellen bei uns im Bezirk bekommen. (Ursprünglich hatte ich eine Tagesmutter in der Nähe meiner Arbeitsstelle gewünscht, aber das war völlig aussichtslos.) Zu dem Zeitpunkt hatten wir dann doch schon den Platz in der Kita festgemacht, weil ich niemals so lange hätte warten können, da wir auch keine Alternative gehabt hätten, falls wir keinen Platz gefunden hätten.

    Wir hatten sogar die Auswahl zwischen drei Kitas, aber das war im Vorfeld nicht abzusehen gewesen. Die Kita, die wir jetzt haben, hat uns am besten gefallen. Trotzdem gibt es immer wieder Sachen, mit denen wir nicht so glücklich sind. Insgesamt haben wir aber den Eindruck, dass es Sophie dort wirklich gut geht.

    Meine Tochter wurde mit 5 Monaten in die Kita eingewöhnt und geht, seit sie 6 Monate alt ist, jeden Tag ca. 8 Stunden hin, d.h. seit gut einem Monat. Mittlerweile freut sie sich jeden Morgen, wenn sie ihre Erzieher und die anderen Kinder sieht. Sie scheint gerade die älteren Kinder spannend zu finden - in der Gruppe sind Kinder bis ca. 18 Monate - und ist wohl manchmal auch etwas frustriert, dass die soviel mehr können als sie (z.B. Laufen!). Aber gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass sie unglaubliche Fortschritte macht. Das ist wohl normal für das Alter, aber es fällt mir trotzdem auf.

    Sie ist auch abends, wenn sie abgeholt wird, munter und fröhlich. Manchmal vielleicht etwas müde, aber das ist ja zu erwarten. Ich habe das Gefühl, dass ich die Zeit mit ihr, seit sie in der Kita ist, wesentlich intensiver nutze und das unser Verhälntis eher enger als distanzierter geworden ist. Das liegt aber eben auch an mir ganz persönlich, da ich nämlich schon immer sehr unleidlich wurde, wenn ich zuviel Zeit allein zuhause verbracht habe.

    Auch bei uns werden die Kinder abends zusammen in eine Spätgruppe gelegt, was mir nicht so gut gefällt. Aber zum einen ist Sophie dort nur ca. 30-45 Min., und zum anderen sind dort sehr häufig auch Erzieher, die sich total freuen, mal so ein kleines Würmchen zu haben. Dann wird sie bekuschelt und beschmust ohne Ende. Ansonsten werde ich versuchen herauszufinden, wann die Erzieher Dienst haben, die mit den Kleinen nichts anfangen können und mich bemühen, Sophie dann so früh wie möglich abzuholen.

    Feste Strukturen werden bei uns erst ganz allmählich eingeführt. Bis jetzt glaubten die Erzieher immer wieder, sie müssten sich entschuldigen, dass sie Sophie nicht geweckt haben um zu essen bzw. zu trinken, dabei ist das ja genau in meinem Sinne. Sie kriegt Nahrung, wenn sie Hunger hat und darf schlafen, wenn sie müde ist. Und dazwischen kann sie spielen. Ganz wie sie es möchte.

    Die Eingewöhnung verlief ürbigens völlig problemlos. Uns wurde schon angekündigt, dass es meistens für die Eltern viel schwerer ist als für die Kinder, und genau so war es. In dem Alter fremdeln sie meist eben noch nicht und sind Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen - wobei auch das natürlich eine Typsache ist. Ich kenne auch Kinder in Sophies Alter, die ich mir in der Gruppe nicht vorstellen könnte. Da weiß ich aber auch nicht, ob das in einem halben Jahr besser wäre.

    Das ist auch ein Grund dafür, dass ich es völlig widersinnig finde, dass man in den meisten Gebieten schon lange vor der Geburt einen Betreuungsplatz suchen muss, wenn man ihn einigermaßen früh braucht. Wie soll man denn etwas finden, was zu dem eigenen Kind und seinem individuellem Charakter passt, wenn man es noch gar nicht wirklich kennt?

    Sorry, ist viel länger geworden als geplant - ist eben ein Thema, was mich auch schon sehr lange beschäftigt (und zu dem mir sicher noch mehr einfallen würde)

    Liebe Grüße,
    Myrine

  7. Inaktiver User

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    Zitat Zitat von myrine
    In dem Alter fremdeln sie meist eben noch nicht und sind Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen - wobei auch das natürlich eine Typsache ist. Ich kenne auch Kinder in Sophies Alter, die ich mir in der Gruppe nicht vorstellen könnte. Da weiß ich aber auch nicht, ob das in einem halben Jahr besser wäre.
    "Meist" stimmt wohl. Ich hatte so ein Exemplar, das mit 3 Monaten extrem gefremdelt hat, wahrscheinlich seit sie Gesichter bewusst erkannt hat. War Mama nicht in der Nähe ging gar nichts mehr, nicht mal Papa war o.k. Allmählich wurde das besser. Mit etwas über einem halben Jahr hat sie ihren Papa schätzen gelernt (der mehr als glücklich darüber ist) und jetzt mit einem Jahr lässt sie sich auch von der Oma betreuen, freut sich aber immer wenn ich von der Arbeit nach Hause kommen und will dann nur noch mit mir spielen .

    Zitat Zitat von myrine
    Das ist auch ein Grund dafür, dass ich es völlig widersinnig finde, dass man in den meisten Gebieten schon lange vor der Geburt einen Betreuungsplatz suchen muss, wenn man ihn einigermaßen früh braucht.
    Da gebe ich Dir recht! Und mir fallen noch viele andere Gründe dafür ein!!

    marguerite

  8. User Info Menu

    AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung

    Eine Tagesmutter beim ältesten Kind hat auch den enormen Vorteil, dass jemand mit mehr Erfahrung an der Erziehung beteiligt ist. Diesen Austausch mit der Tagesmutter, wenn wir Eltern nicht so recht weiter wussten, fand ich immer sehr bereichernd.

    Mein Tagesmutter-Kind fand es übrigens sehr ungerecht, dass die kleine Schwester drei Jahre zu Hause betreut wurde. Nicht ihm gegenüber sondern ihr gegenüber. Den Umgang mit den anderen Kindern hat er ebenso genossen, wie die zusätzliche liebevolle Bezugsperson.

    Ich würde eine Tagesmutter auch jederzeit einer Oma vorziehen: Bei einem vertraglich geregelten Betreuungsverhältnis kann man sich sachlicher über Erziehungsfragen austauschen und die Tagesmutter gezielter nach ihren Erziehungsvorstellungen aussuchen.

    Zilpzalp

Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •