vielen dank!
auch wenn ich mich offenbar ziemlich verquer ausgedrückt habe, hab ich hier viele argumente und aussagen gefunden, die mich anregen. viele, die meinen gedanken sehr ähneln, aber auch viele konträre, die ich mal wirken lasse.
es ist wohl schon so, dass die frage der betreuung eine frage der eltern ist. das kind kann sich ja nicht wirklich dazu äussern.
ich selbst baue meine entscheidung auf einen ansatz der dem von xanidae sehr ähnlich ist.
für mich ist es absolut klar, dass roflchens papa alleine mit ihm sein kann (und ich war erstaunt, dass die ein oder andere freundin das bemerkenswert fand...) und ich möchte auch, dass der kleine weitere bezugspersonen hat. zugegebenermaßen wären mir die großeltern am anfang lieber, aber das geht nicht dauerhaft, also wird's ne tagesmutter. aber eine gut ausgesuchte![]()
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18.11.2008, 10:22
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
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18.11.2008, 10:24Inaktiver User
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
Das kommt mir von meiner Mutter bekannt vor, wenn sie es auch nicht so direkt gesagt hat.
Zitat von xanidae
Ich bin aber das Gegenbeispiel, dass ein Kind klammert, wenn es erst spät von der Mutter weg muss, nö ich war immer rratzfatz weg..
Das einzige Argument für mich dagegen wäre, dass sie halt sehr früh in Strukturen hineingepresst werden.
Alle anderen Nachteile wären meiner Meinung nach mit einer etwas sorgfältigen Auswahl der Krippe oder Tagesmutter abfederbar.
Mal ne andere Frage...
"Früher" wo angeblich Grossfamilien waren, da waren die Kinder doch auch nicht immer bei Mama...wie soll es denn da mit den Bezugspersonen gewesen sein????
Mir ist die Theorie offen gesagt nicht so ganz klar...
MonsoonGeändert von Inaktiver User (18.11.2008 um 10:27 Uhr)
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18.11.2008, 11:13
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
Mir ist nicht so klar, was du mit "früher" meinst. Die Zeit um 1900, die 50ziger oder früher?
Zitat von Inaktiver User
Tatasache ist, dass Babys und Kleinkinder noch nie so stark als Persönlichkeiten wahrgenommen wurden wie in unserer heutigen Zeit. Vor 30 Jahren hat man Babys noch als hilflose Wesen gesehen, die versorgt werden mussten, die keinen eigenen Willen haben oder wenn, dann sich zu fügen haben. Teilweise sprach man ihnen sogar das Schmerzempfinden ab, operierte Frühchen ohne Narkose und stach Babys bereits Ohrlöcher. Man sprach oft von "Grenzen weisen", wenn Babys schrien, weil sie nicht allein in ihrer Wiege schlafen wollten.
Heute ist ein ganz anderes Verständnis da. Mütter rennen in Pekipkurse, beschäftigen sich mit jedem kleinen Fortschritt ihres Kindes, stillen es nach Bedarf, tragen es durch die Gegend, wenn das Kind ein Bedürfnis danach signalisiert. Es wird viel mehr darauf eingegangen was das Kind möchte und das Kind nicht als ein Wesen betrachtet, dass seine Eltern manipuliert, wenn es lautstark Nähe einfordert.
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18.11.2008, 11:36Inaktiver User
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
Ich meinte mind. 1900 oder noch früher.
Zitat von Rocaille
Das hängt würd ich sagen sehr vom jeweiligen Umfeld ab, in das ein Kind geboren wurde.Tatasache ist, dass Babys und Kleinkinder noch nie so stark als Persönlichkeiten wahrgenommen wurden wie in unserer heutigen Zeit. Vor 30 Jahren hat man Babys noch als hilflose Wesen gesehen, die versorgt werden mussten, die keinen eigenen Willen haben oder wenn, dann sich zu fügen haben. Teilweise sprach man ihnen sogar das Schmerzempfinden ab, operierte Frühchen ohne Narkose und stach Babys bereits Ohrlöcher. Man sprach oft von "Grenzen weisen", wenn Babys schrien, weil sie nicht allein in ihrer Wiege schlafen wollten.
Heute ist ein ganz anderes Verständnis da. Mütter rennen in Pekipkurse, beschäftigen sich mit jedem kleinen Fortschritt ihres Kindes, stillen es nach Bedarf, tragen es durch die Gegend, wenn das Kind ein Bedürfnis danach signalisiert. Es wird viel mehr darauf eingegangen was das Kind möchte und das Kind nicht als ein Wesen betrachtet, dass seine Eltern manipuliert, wenn es lautstark Nähe einfordert.
Solche Dinge hab ich in meinem Umfeld nie gehört.Geändert von Inaktiver User (18.11.2008 um 11:40 Uhr)
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18.11.2008, 12:19
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
Wenn unter Einjährige in der Krippe sind ist der Betreuerschlüssel bei 1:4. Wenn nur über Einjährige da sind ist er bei 1:5.
In unserer Krippe sind 3 Erzieherinnen und 12 Kinder.
jede Erzieherin betreut höchstens ein Kind unter 1. Die ganz Kleinen sitzen bei den anderen mit im Raum aber in einer extra Ecke ein bischen abgegrenzt durch eine Kissenwurst. Da sitzt eine Erzieherin mit dabei. Oder wenn sie am Tisch sitzen dann sitzen die Kleinen in Hochstühlen. Wenn sie im Kreis sitzen sitzen die Kleinen auf dem Schoß.
Feste Strukturen werden angeboten die Kinder werden aber nicht hineingepresst. Wenn ein Kind nicht schläft dann schläft es nicht.
Damit es schläft legen sich die Erzieherinnen oft daneben und streicheln es. Oder sie singen leise. (Meins schläft oft trotzdem nicht.)Dann guckt es sich mit einer Erzieherin ein Buch an. Oder spielt alleine im Spielzimmer wo auch eine Erzieherin sitzt.
Wenn ich sie abhole erzählen mir die Erzieherinnen wie der Tag so war. Zum Thema schlafen sagen sie " sie könnte nicht schlafen vielleicht schläft sie heute nachmittag nochmal ein." Auf meine Frage: ob sie das denn nicht störe wenn meine Tochter nicht schläft sagen sie: " Sie konnte nicht schlafen. Zwingen kann man ein Kind nicht. Pause haben wir sowieso nicht. Es ist alles in Ordnung so. Wir haben ein Buch angeschaut/gekuschelt/gespielt."
Es ist eben kein Kindergarten. Es ist eine Krippe.
Gruß walnuss
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18.11.2008, 19:53
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
walnuss: so ist es in meiner wunschkrippe auch
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18.11.2008, 21:08Inaktiver User
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
ich habe jetzt nur walnuss´ posting gelesen.
Zitat von Walnuss
uns wurde damals auch viel versprochen!
eigentlich wurde alles so geschildert, wie walnuss es beschrieben hat.
habe ich an anderer stelle hier auch schon mal geschrieben.
letztendlich wird hier bei uns in der einrichtung nicht wirklich auf die bedürfnisse der kinder eingegangen.
betreuungsschlüssel hin oder her. manche erzieherin ist einfach auch mit 4 oder 5 kindern einfach überfordert, da zu alt oder zu krank (beides in unserem falle).
anfangs hatte mein sohn (beim eintritt in die krippe zwei geworden) schon ziemliche anpassungsschierigkeiten. vor allem war er dauermüde, weil er eben mehr schlaf gewöhnt war von uns zu hause (ist eben ein vielschläfer).
nun möchte man meinen, ein zweijähriger könne sich ohne probleme anpassen und bräuchte keine "sonderbehandlung" mehr.
es war aber eben sehr schwer für ihn und somit auch für mich und den rest der familie. denn zu hause war er dann unerträglich, da müde und abgekämpft...
jetzt - nach einem guten halben jahr - klappt alles wunderbar.
ich muss sagen, dass mein großer, der mit 10 monaten in die einrichtung kam damals (vor 9 jahren), es wohl wesentlich besser weggesteckt hat. unser mittlerer, ebenfalls mit 2 gegangen (leider auch noch ohne eingewöhnung
), hatte nach außen hin keine probleme mit der umstellung (vll. weil sein bruder zur gleichen zeit auch noch da war), aber im nachhinein würde ich sagen, er hat sich durch die kita sehr verändert (von vorher mustergültig zu später tyrannisch).
vielleicht war es bei uns eine typfrage, dass nr. 1 keine probleme hatte, aber ich habe schon oft gehört (von freunden, bekannten und familie), dass kleineren kindern die eingewöhnung wesentlich leichter fällt...
so, hoffe, ich habe nicht total am thema vorbei geschrieben...
werde jetzt erst mal den rest hier lesen...
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18.11.2008, 21:24Inaktiver User
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
nach dem lesen kann ich nur sagen: schließe mich so ziemlich xanidaes meinung an.
und mein posting sollte doch unterstreichen, was monsoon geschrieben hat:
allerdings gebe ich trotzdem zu bedenken, dass wirklich jedes kind anders ist.Alle anderen Nachteile wären meiner Meinung nach mit einer etwas sorgfältigen Auswahl der Krippe oder Tagesmutter abfederbar.
wahrscheinlich fällt es dem einen kind mit einem jahr leicht (die trennung von der mutter, die umstellung usw.), dem anderen vielleicht auch nicht.
könnte sein, dass es auch da eine typfrage ist...
ich würde es nicht unbedingt verallgemeinern, dass es kindern mit einem jahr leichter fällt als mit zwei jahren.
es ist wahrscheinlich bei den meisten so, aber es kann auch sein, dass dein sohn, rofl, da eine ausnahme ist.
aber dann muss man da halt behutsam und einfühlsam herangehen. und dann dürfte auch das klappen...
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19.11.2008, 13:05
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
Was ich nicht gut fände wären wechselnde Erzieherinnen.
Auch bei Ganztagsangeboten werden manchmal am Nachmittag die Gruppen zusammengelegt. Das fände ich nicht so toll.
Ich mag es überschaubar und vorhersehbar für mein Kind.
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19.11.2008, 13:39Inaktiver User
AW: argumente für/gegen kleinkindbetreuung
walnuss, hier ist das aber gang und gebe.
leider. wir haben es auch im letzten umfragezettel kritisiert, aber ändern wird sich wohl nix.
irgendwo auch klar.
würde mehr personal bedeuten, und mehr personal bedeutet nun einmal mehr kosten...
da bin ich eigentlich froh, dass mein süßer nur halbtags geht.


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