DAS fragte ich mich ja gerade auch.Zitat von Kraaf
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Thema: Erotik des Alltags
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16.07.2008, 16:02
AW: Erotik des Alltags
"Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
(Immanuel Kant)
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16.07.2008, 16:08
AW: Erotik des Alltags
Sie muss es wissen. Oder nicht? Aber eigentlich doch.
Zitat von Kraaf
Warum sonst beschreibt sie mir die körperlichen Vorzüge - und vermeintlichen Nachteile - so genau?! Das ist Quälerei.
Sie muss doch wissen, dass ich das Beschriebene jetzt auch sehen will... und...Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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16.07.2008, 16:11
AW: Erotik des Alltags
Das habe ich natürlich gesagt.
Zitat von sascha99
Das würde ich nie, nie, nie sagen.
Zitat von sascha99
Ich rechne eher mit dem Gegenteil...
Zitat von sascha99
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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16.07.2008, 16:14Inaktiver User
AW: Erotik des Alltags
Ach, Fender, Du Nimmersatt! Genieß doch die Beschreibung und Deine Bilder dazu im Kopf. Muss man denn immer alles realisieren?
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16.07.2008, 16:17
AW: Erotik des Alltags
Muss man nicht und wird man nicht.
Zitat von Inaktiver User
Keine Sorge...
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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16.07.2008, 16:18
AW: Erotik des Alltags
Um Deine Frau damit nicht zu verletzen?
Zitat von Fender
Den Kommentar hätte sie aber provoziert mit Ihren Beschreibungen. Und deshalb wäre danach ja auch Ruhe.
Du könntest ja abmildernd noch ergänzen, dass Ihre (=die Figur Deiner Frau) natürlich noch einen Tick besser ist.
"Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
(Immanuel Kant)
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16.07.2008, 16:21
AW: Erotik des Alltags
Ich verstehe es trotzdem noch nicht Fender.
Also ein ganz reales Beispiel. Da kommt Frau Krääfin von ihrem Frauennetzwerk zurück und ich frage sie, gab es etwas Spannendes?
Und dabei erzählt sie mir von einer neuen Frau, die erstmals da war, total spannend sei, und zudem irre gut aussehe. Wörtlich, sie würde mir auch sehr gefallen.
Wir kennen unsere beider "Hinguck-und Sympathie-Raster" ziemlich gut und bzgl. Frauen unterscheiden wir uns da nicht einmal gross. *g*
Also grinse ich breit, "Okeee, dann stellst du sie mir bei der nächsten Gelegenheit mal vor."
Und das wird sie dann auch tun, sollte es sich mal ergeben. Ganz undramatisch. Wieso Quälerei?
Umgekehrt kann ich genauso zu ihr sagen, ich habe da - Mann oder Frau ist egal - kennengelernt und er oder sie sieht z.B. auch teuflisch gut aus.
Also ohne dass ich, sie oder wir gemeinsam, denjenigen nun fressen wollen.
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16.07.2008, 17:51
AW: Erotik des Alltags
Erotik ist doch immer das Spiel mit unmöglichen Möglichkeiten und möglichen Unmöglichkeiten.
In unverhofften, alltagserotischen Situationen neige ich wohl mehr zur Forschheit.
Kürzlich war ich in mehrweiblicher Begleitung auf ein Bier.
Plötzlich war da dieses Gesicht. Sensationell proportioniert. Perfekte Kinnlinie. Atemberaubender Lippenschwung. Markante Wangenparie, Nase wie gemeißelt. Und dann ein Augenpaar, das mir den Puls sofort in die Schäfen schickte. Blutdruck auf der Stelle im beuteaktiven Bereich. Mir blieb die Spucke weg.
Als der hübsche Kellner mich nach meinem Wunsch fragte, log ich und bestellte ein Weizen. Mit meinem Blick korrigierte ich diese Ansage aber sofort.
Seine Augen blitzten zurück, dass er verstanden hatte.
Immer wieder einer der Höhepunkte nonverbaler, erotischer Kommunikation, dieses Spiegelspiegeln der Augen.
Die Verbindung zwischen uns stand, alle anderen Reize glitten für die Dauer eines sehr langen Augenblicks ins Periphere ab.
Meine Begleiterinnen bestellten etwas, aber weder der Kellner noch ich hörten hin. Wir wollten nicht aufhören, uns anzusehen.
Uns war bewusst, dass dieser unsichtbare Kosmos zwischen uns gerade registriert und bestaunt wurde.
Meine Freundin neben mir ließ mich ihren Ellbogen spüren.
Ich reagierte nicht darauf. Stattdessen griff ich instinktiv nach dem Sommerhut, den meine Freundin auf dem Tisch abgelegt hatte und setzte ihn mir auf den Kopf.
Dabei ließ ich den Kellner keinen Moment lang aus den Augen. Ich tat so, als sei er mein Spiegel, zog mir den Hut tiefer ins Gesicht und ließ eine Haarsträhne über mein Auge fallen - nur, um sie anschließend wegzupusten.
Der Kellner sagte: "Ich habe noch nie zuvor eine Frau gesehen, der ein Hut so gut steht."
Damit begann eine sehr erotisch gefärbte Romanze, die ein ganzes Weizenbier lang dauerte.
Wir warfen uns immer wieder kurze lange Blicke zu.
Während er die Nebentische bediente, suchte er meine Augen, die er auf Anhieb fand, weil ich ja seine suchte.
Irgendwann konnte ich beobachten, wie er im bereits geschlossenen Restaurantbereich verschwand.
Der Gang zu den Toiletten führte daran vorbei. Ehe ich wusste, was ich vorhatte, war ich aufgestanden, um etwas zu tun, von dem ich nicht wusste, was es sein würde.
Er stand im Eingang zum Restaurant und streckte seine Hand nach mir aus. Im Vorbeigehen berührten sich unsere Finger, umfassten sich einen kurzen Augenblick und ließen einander wieder los.
Auf der Toilette musste ich mich zwei Minuten gegen die kühlen Wandfliesen lehnen, um Atmung und Körpertemperatur wieder in Griff zu bekommen.
Ich beschloss, den Garcon beim Kassieren zu bitten, mir statt des Wechselgeldes seine Telefonnummer rauszugeben.
Als ich zurück an den Tisch kam, sagte meine Freundin zu mir:
"Wir haben schon mal gezahlt."
Plötzlich hatten es die beiden ganz eilig, nach Hause zu kommen.
Wir brachen schließlich so überhastet auf, dass nicht einmal Zeit für einen letzten, begehrlichen Blick blieb.1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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17.07.2008, 09:12
AW: Erotik des Alltags
Nein, um mich damit nicht zu verletzen...
Zitat von sascha99
Sie hat ja auch "Nachteile" beschrieben.
Zitat von sascha99
Und meine Frau weiß ziemlich genau, dass sie meine Traumfigur hat...
Anders als Sascha hast Du den Hintergrund in einem älteren Thread nicht mehr so präsent, scheint mir...
Zitat von Kraaf
Erstens: Ich kenne FmF ja schon. Und das ist ja das Problem...
Zitat von Kraaf
Sie könnte Zwilling meiner Frau sein. Fast. Nach detaillierter Beschreibung weicht die Figur ja etwas ab.
Aber FmF ist Single, hat sich wenig um sich selbst gekümmert (so würde ich es mal beschreiben). Also hat meine Frau sie mal unter ihre Fittiche genommen... Mitgeschleift zum Friseur, ein paar nette Klamotten auf den Leib empfohlen und so.
FmF hat ein großes, schönes Tattoo auf dem Rücken, was ich sehr mag bei Frauen, wenn es gut gemacht ist.
Sie ist also nett, sieht gut aus und hat körperliche Eigenarten, die ich an Frauen mag. Ich empfinde FmF (nur) erotisch anziehend. Das muss meine Frau wissen. Trotzdem beschreibt sie sie mir noch detailliert. Wer will das denn?!
Das ist Quälerei. Das macht sie mit Absicht.
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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17.07.2008, 10:00
AW: Erotik des Alltags
Ok, und vielleicht stehe ich immer noch total auf dem Schlauch, aber eigentlich finde ich das in Sachen "Erotik des Alltags" eine geniale Vorlage. Einen Ball, den sie mir zuspielt, den ich aufnehmen und nett, dreist und verwegen wieder zurückspielen kann. Und irgendwie erwartet sie ja vielleicht sogar eine Reaktion?
Zitat von Fender
"Ok, du hast mich überzeugt, schenk sie mir zum Geburtstag, gerne nackt, aber lass sie nicht aus einer Torte hüpfen!"
Und dann wäre ich aber mal neugierig gespannt, was sie daraus macht und wie sie nun den Frotzel-Ball wieder an mich zurückgibt. Usw., usw.
@ Drops:
Schön!
Bereits das Bemerken der eigenen Reaktion auf seinen Anblick. Alltagserotik pur. Ich lebe, ich reagiere.
Die gewechselten Blicke. Hey, ihm geht es genauso. Alltagserotik pur.
Das Hutspiel. Yes.
Der Schritt und Entschluss, das Spiel noch etwas weiter zu treiben - und sich dabei vielleicht etwas verblüfft selbst, wie von aussen, zu beobachten?
Die kurze Berührung der Finger. Zack.
Und den Satz, den empfinde ich einfach nur rund und vortrefflich:
Ein Lächeln, ein Blickwechsel, ein kleiner Flirt können für sich selbst völlig stimmige, runde und in sich abgeschossene tolle Alltagserlebnisse der Erotik sein - und eben nicht nur Auftakt und Zwischenschrittchen zu einem scheinbar irgendwie vorgegebenen und irgendwie zwangsläufig anzustrebenden Matratzen-Finale.Damit begann eine sehr erotisch gefärbte Romanze, die ein ganzes Weizenbier lang dauerte.
Ich bin ja nun wirklich kein Sexmuffel, aber wer nur darauf fixiert ist, riskiert, viele Facetten "Erotik des Alltages" gar nicht als solche wahrnehmen und als solche auch geniessen zu können.
nette Grüsse
Kraaf



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