Kommst du noch oder schläfst du schon?
Diese Frage stelle ich im Geiste immer öfter an meine (männlichen) Sexpartner, weil die während des Aktes stummer sind als mein unsichtbarer Goldfisch.
(War es eigentlich Luther, der fragte?: Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmecket.)
Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber für mich gibt es kaum etwas Luststeigenderes als das Erleben der Lust meines Sexpartners.
Dazu gehört für mich auch das auditive Erlebnis; ein Mann, der seiner Geilheit durch Stöhnen Ausdruck verleiht, heizt mich tierisch an.
Während der Typ Stillschweiger beginnt, mich abzutörnen.
Keiner muss mir den Hirsch machen und sicherlich gibt es Stimmungen und Positionen, in denen leise extrem reizvoll ist.
Aber immer nur meinem eigenen Konzert lauschen zu müssen, bringt es einfach nicht.
Ich finde das Schweigen der Männer unsinnlich und wenig erotisch und mir fehlt der Kick, wenn mir der aurale Reiz ständig verwehrt bleibt.
Wie ist das bei euch:
Stöhnt ihr nach Herzenslust oder genießt ihr eher still?
Mögt ihr es, wenn euer Partner seine Lust akustisch auslebt?
Ist es wahr, dass Männer im Allgemeinen weniger stöhnen als Frauen?
Gibt es Stöhner- und Nichtstöhnertypen?
Und/oder sind es in erster Linie Hemmungen, die für stimmliche Zurückhaltung sorgen?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 45
Thema: Das Schweigen der Männer
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22.03.2008, 23:34
Das Schweigen der Männer
1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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22.03.2008, 23:45
AW: Das Schweigen der Männer
Meiner Erfahrung nach sind Männer nicht so "stöhnig" wie Frauen.
Gefällt mir auch.
Ich mag es nicht so gerne laut beim Sex. Wobei ich den anderen sehr gerne spüre. Aber bei mir ist es so, dass dieses Empfinden durch laute Geräusche geradezu gestört wird.
Ich liebe es, wenn Männer, sehr körperlich kommen. Z.B. am ganzen Körper zittern und zucken. Das macht mich sehr an.
Wenn der dazu schreit, dann stört mich das eher.
Ich bin manchmal laut beim Sex, aber nicht immer. Das ist wirklich immer unterschiedlich. Meiner Erfahrung nach mögen die Männer laute Frauen beim Sex gerne.
Interessantes Thema, Drops
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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23.03.2008, 00:29
AW: Das Schweigen der Männer
Wirklich interessant. Ich gehörte immer zu den Leisen. Alle meine Partnerinnen waren lauter als ich, hab's in der Regel genossen. Meine erste Freundin war, nach der Einspielphase, sogar gelegentlich unangenehm laut für mein Empfinden.
Ob es Stöhner- oder Nichstöhnertypen gibt unter Männern?
Wahrscheinlich, weiß es aber nicht genau,war nie ein Thema bei "Männergesprächen" und ich habe mit Männern nie geschlafen.
Aber da Frauen ja auch in höchst unterschiedlicher Lautstärke stöhnen, nehme ich an, bei Männern wird es nicht anders sein.
Ich erinnere mich aber an ein Fernsehinterview mit einem altgedienten Schlafwagenschaffner, der genau dazu befragt wurde. Er meinte, er habe in all den vielen Berufsjahren fast nur Frauen bis draußen auf den Gang gehört.
Offenbar seid ihr entweder die schauspielerisch Begabteren oder, zumindest stimmlich, die Begeisterungsfähigeren.Cum grano salis
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23.03.2008, 00:44Inaktiver User
AW: Das Schweigen der Männer
Jo, interessantes Thema.
Grundsätzlich schließe ich mich erstmal ganz und gar Kappuziner an.
Klar will Frau auch mitkriegen, dass der Mann mit an Bord ist - ob das aber nun akustisch hörbar oder körperlich fühlbar ist, ist nicht so entscheidend. Nur: Stockfisch + Pokerface + Stummfisch = geht gar nicht. Sonst kann man's gleich bleiben lassen und sich mit dem Plastikbeifahrerkameraden gegen Autoraubüberfälle einen schönen Kuschelabend machen.
Wobei mir ehrlich gesagt, die akustische Untermalung noch nie gänzlich verweigert wurde. Schon gar nicht "ständig" wie wohl der armen Drops.
Kein genereller Nichtstöhner. Mancher Leisestöhner. Kein extrem Lautstöhner. Aber das variiert ja auch von Mal zu Mal. Warum sollen Männer weniger flexibel als Frau sein?
Bis auf den einen - warum ich eigentlich hier schreibe:
Das mit dem Laut geben kann auch ganz komisch sein ....
Ich war jung und schüchtern und habe den einen Welchen leider nie darauf angesprochen, ... schließlich wusste Frau ja nicht, wie Mann darauf reagiert
- Also dezibelmäßig war das weiter nicht auffällig. Trotzdem hat es mich jedesmal ziemlich erschüttert. Es klang nämlich überhaupt nicht ... freudvoll, wenn er kam. Sondern extrem leidend. Sehr gequält. Was überhaupt nicht zu dem passte, was sonst miteinander ging. Das klang wie tief aus dem Folterkeller - und ich schwöre, das hatte nichts mit mir zu tun.
In dem Fall hätte ich auf die Akustik auch verzichtet, ehrlich. Mein Mikrozensus mag zwar nicht repräsentativ sein, aber das ist der Einzige, der mir bei dem Thema spontan einfällt - weil signifikant in der Ausprägung.Geändert von Inaktiver User (23.03.2008 um 00:49 Uhr)
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23.03.2008, 01:00
AW: Das Schweigen der Männer
Mich auch.
Zitat von Kappuziner
Jemand, der kommt wie Hündchenstelldichtot, lässt mich auch mit Fragen zurück.
Mir geht es auch nicht um die Lautstärke.Wenn der dazu schreit, dann stört mich das eher.
Jemand, der stöhnt, als würde er gerade von einem Laster überfahren, ist auch eher Kandidat für einen C-Porno.
Alles, was aufgesetzt und gestellt wirkt, ist abtörnender als jede stille Nummer.
Geht mir auch nicht anders.Ich bin manchmal laut beim Sex, aber nicht immer. Das ist wirklich immer unterschiedlich.
Allerdings kann ich mich auch nur an wenige Male erinnern, bei denen ich Schweigegelübde gespielt hätte - und das waren dann Situationen, in denen das Leisesein den Kick ausgemacht hat.
Finde ich auch.Interessantes Thema, Drops
Zumal es mich wirklich persönlich beschäftigt.
Es ist nicht schwierig, jemanden kurzfristig "zu kitzeln" und zu animieren, indem man ihm beispielsweise ins Ohr flüstert, es tierisch scharf zu finden, seiner Lust zuhören zu dürfen.
A momento kann das Wunder wirken.
Ich fürchte aber, dass es, hat man es nicht mit dem gehemmten, konditionierten Typen zu tun, schwer und müßig sein wird, jemanden Geschmack an der Verlautung finden lassen zu wollen.
Ich nehme fast an, es fällt in den Bereich genereller sexueller Kompatibilität und hat mit Vorlieben und Konditionierung wenig zu tun.
Bin mir allerdings nicht sicher.
1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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23.03.2008, 01:12Inaktiver User
AW: Das Schweigen der Männer
Ich finde das gehört in den Bereich "aus Liebe erlernbar".
Zitat von Golddrops
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23.03.2008, 01:18
AW: Das Schweigen der Männer
Zitat von Inaktiver User
Ich denke schon, dass es (mir) um eine grundsätzliche Hingabe(bereitschaft) und deren (Ent)Äußerung geht. Die muss nicht in erster Linie akustisch sein.
Ich steh auf den zusätzlichen Hörgenuss, er bereitet mir den besonderen Kick.
Wenn ich allerdings genauer drüber nachdenke, sind die Männer, die aural so extrem sparsam sind, auch die, die in jeglicher Hinsicht wenig echte Lust und Vergnügen zeigen.1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
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23.03.2008, 01:20
AW: Das Schweigen der Männer
Eine Frage der Korrespondenz?
Zitat von Inaktiver User
1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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23.03.2008, 01:44Inaktiver User
AW: Das Schweigen der Männer
Ich denke doch, wurden nicht auch schon Wünsche an dich herangetragen?
Zitat von Golddrops
An mich schon, und ich versuchte sie zu meinen Wünschen zu machen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Beginne aber den Briefwechsel einige Zeit vorher, denn so "im Gefecht" liegt die Konzentration doch eher wo anders, hoffe ich zumindest.
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23.03.2008, 02:09
AW: Das Schweigen der Männer
Sicher, und genau deshalb mache ich mir (entsprechende) Wünsche anderer nicht zu meinen.
Zitat von Inaktiver User
Das halte ich natürlich auch umgekehrt.
Um beim Beispiel zu bleiben:
Was törnt mich jemand, der mir zuliebe luststöhnt?
Mich macht an, wenn jemand authentisch ist, beim Sex nicht nur körperlich pur und entblößt ist.
Gut, ich bin in der "freien" Situation eines Singles und kann meine (sexuellen) Prioritäten dementsprechend setzen.
Ich bin die Gefechtstäterin.Beginne aber den Briefwechsel einige Zeit vorher, denn so "im Gefecht" liegt die Konzentration doch eher wo anders, hoffe ich zumindest.
Und das ist auch gut so.
Im Gefecht kann ich nämlich am besten abschätzen, ob jemand das Stöhnen nur zurückhält oder ob es einfach nicht seines ist.
Ist es nicht seines, ist es auch nicht meines.1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
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