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  1. Registriert seit
    09.07.2012
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    AW: Erfahrung als Escort

    Klar, und das Milieu ist ja auch für die guten Umgangsformen und für Wertschätzung gegenüber Frauen bekannt.

    Mach Dir klar, dass Du für die Agentur nur ein Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung bist und Du genau so behandelt wird und für die Freier bist Du halt Ware, die gekauft wurde und auch da wirst Du genau so behandelt. So lange Du gesund und willig bist und Deinen Job machst, wirst Du bezahlt und angemessen behandelt. Wenn Du nicht mehr leisten kannst oder willst, wirst Du andere Erfahrungen machen. Du wirst erfahren, dass Du nicht so leicht aussteigen, wie einsteigen kannst - und vieles mehr.

    Wenn Du das als Freiheit verstehst, dann habe ich irgendwas nicht verstanden.


  2. Registriert seit
    23.05.2017
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    AW: Erfahrung als Escort

    Hallo Jana

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber findest Du es wichtig, wie andere zu Deinem Zwischenjob stehen? Du kannst doch machen, was Du möchtest. Ob das jetzt erotisch ist oder ein Zeichen von Freiheit, ist doch erst mal ganz unerheblich. Du möchtest dieses Leben jetzt erst mal so leben und gut ist. Dafür kannst Du jetzt häufig in die USA fliegen und das ist anscheinend auch eine wichtige Triebfeder.

    Und wer möchte nicht mit den Edward Lewis' dieser Welt schöne Stunden verbringen und sich diese noch versüssen lassen? Vielleicht wirst Du ja mal eine neue Vivian. Bei der Beschreibung Deiner Kunden kam mir ebenfalls sofort Pretty Woman in den Sinn.

    Würdest Du auch im Escort arbeiten, wenn Du eine super bezahlte Stelle hättest, in einem Bereich, den Du mal gelernt oder studiert hast? Oder bist Du noch Studentin und kannst das grosse Geld nicht erwarten?

    An Deiner Stelle würde ich mich folgendes fragen:
    - wie verkaufe ich die Zeit im Lebenslauf? Studentin wäre wohl die beste Haupttätigkeit bei dem Nebenjob.
    - wie gross ist die Gefahr, dass ich einem meiner Kunden mal im Vorstellungsgespräch gegenübersitze? Oder sind es alles Kunden aus dem Ausland?
    - was sage ich meinem zukünftigen Partner?

    Das wären die eher praktischen Fragen.

    Aber, was ist, wenn Du mit einem Mann nicht ins Bett möchtest? Was, wenn da mal einer gewalttätig wird, wenn Du die Praktiken nicht machen möchtest? Oder kann sich der Mann darüber vorher informieren? Was, wenn das Kondom reisst oder Dich einfach so nimmt, ohne Verhütung?

    Geniesse Dein Leben, so wie es jetzt ist. Du bist ja nicht gezwungen, im Escort zu arbeiten. Aber sei Dir der Gefahren auch bewusst. Einmal kann immer das 1. Mal sein.

    Kekslos


  3. Registriert seit
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    AW: Erfahrung als Escort

    #41 (ich möchte ein Vollzitat vermeiden).
    Ich sehe Erotik nicht zwingend im Zusammenhang mit Liebe, aber auf jeden Fall ohne jedweden Zusammenhang mit Geschäftsmodellen. Wenn das Gefühl von Erotik nur bei den geschwanzlutschten Männern existiert, muss ich mit meinem Begriff von Erotik aussteigen. Quod erst demonstrandum.

    Du selbst hast einen Unterschied zwischen Zwangsprostitution und ähnlich widerlichen Dingen und Escort gemacht. Escort ist anscheinend eine noblere Variante der gemeinen Prostitution. Dann wäre ein älterer Begriff vielleicht etwas wie "Mätresse" oder "Konkubine". Es gibt ein relativ aktuelles Buch darüber, indem einige Bibliographien bekannter/berühmter Mätressen dargestellt werden. Ich habe es nur quergelesen. Von mangelnder Freiheit war nicht die Spur zu sehen (Quelle folgt, sobald sie mir wieder einfällt). Etwas weniger frei hat es die von der Mätresse betroffenen Ehefrauen getroffen...

    Ich gerate ins Plaudern. Also nein: wenn du aus freien Stücken Escortdienste anbietest und Dir dadurch Dinge ermöglichst, die als Aushilfe bei....nicht zu ermöglichen sind, bitte. Tu das. Aber wozu brauchst du den akademischen Überbau? Weil du es kannst?
    Natürlich bin ich dankbar für die Auskunft, Freiheit sei ein "doppeldeutiger Begriff". Natürlich bist du frei, dich zu prostituieren oder nicht....ich hoffe sogar für dich, dass Deine Erfahrungen mit dominanten Männern für dich nicht zu widerlich sind. Und dass du häufig nach NY fliegen kannst usw. Aber ginge das für dich nicht "einfach so"? Ohne weiblichen Freiheitsbegriff? Du kannst tun, was Du möchtest....

    Nun ist es ja so, dass an einem Menschen andere Menschen hängen. Ich z. B. habe eine Tochter, die nur wenige Jahre jünger ist als Du. Ich lege großen Wert darauf, dass sie das, was ich für Luxus halte, selbst finanziert. Gott sei Dank hat sie bislang keine Freundin in NY. Glaube mir, ich bin der Ansicht, dass alles, was mit Sex zu tun hat, Privatsache ist. Wenn sie mir aber erzählen würde, sie bekäme eine NY- Reise mit zweimal Escort bezahlt, müsste ich sehr tief atmen. Nach meinem Ohnmachtsanfall würde ich sie kniefälligst bitten, NICHT am Familienweihnachten von ihrem Job zu berichten. Verstehst Du, was ich meine?
    Außerdem:
    Ich möchte nicht (wenn sie es täte, würde ich sie trotzdem lieben und unterstützen), dass sie ureigenste körperliche Dinge und vor allem Werte verkauft, weil es sie (imo) unfrei macht.

    So unterschiedlich können Freiheitsbegriffe sein.

    Du kommst ganz sicher ohne "Überbau" aus. Wenn nicht, steig aus.


  4. Registriert seit
    19.04.2015
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    AW: Erfahrung als Escort

    Eine verunsicherte junge Frau, die versucht damit klarzukommen was sie tut.
    Und dem Ganzen deswegen einen intellektuellen Touch geben möchte.
    Damit sie noch in den Spiegel schauen kann.

  5. Avatar von Hair
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    AW: Erfahrung als Escort

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    ...

    Dass Araber in Europa Analsex kaufen weil sie ihre Frauen nicht "unterwerfen" wollen, wirkt drollig. Vielleicht empfinden sie es als Entehrung einer Frau... aber die ungläubige Prostituierte ist ja keine Frau, sondern nur ein gekauftes Stück Fleisch.

    Was das mit Freiheit zu tun haben soll....

    Nachtrag: Du lutschst Schwänze und lässt dich anal vögeln? Mir wäre das Risiko übler Krankheiten viel zu groß, Kondome hin oder her.
    Das möchte ich noch mal zitieren, weil es so schön zeigt, wie viel Escort mit Erotik zu tun hat.

    Hoffentlich verdienst Du gut dabei.

    Und ja, sehr gut, dass es Leute wie Dich gibt. Ein Job, den man/frau eine Weile machen kann. Irgendwann erträgst Du‘s nicht mehr.
    Den Reiz des Geldes kann ich sehr gut verstehen. Da ist bestimmt eine gewisse Erotik dabei.
    „Naja - oder so ähnlich. Oder ganz anders. Und wenn schon. Es ist egal. Weil am Ende sind wir alle Sternenstaub.

    Zitat überlassen von der lieben t_t


  6. Registriert seit
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    AW: Erfahrung als Escort

    Ich habe relativ lange mit einer Studentin in einer WG gewohnt, die als Escort gearbeitet hat. War aber 1. In den späten 80gern, da musste der Kunde sich mehr Mühe machen, denn anders als heute war das nächste Sex Date nicht nur einen Klick entfernt und 2. War das sog. High Class Escort, sprich : Ein sog. Overnightdate lag bei 1000 DM.

    Bei dieser Agentur wurde Wert auf fundierte Bildung und entsprechender Interessenlage / Berufstätigkeit der Frauen gelegt.

    Meine Mitbewohnerin studierte Medizin, ist heute schon längst als Ärztin tätig und hat einen gut dotierten Posten als Professorin.
    Sie sah das damals schon recht nüchtern - für sie war das eine Möglichkeit, sich auszuleben ohne durch die Clubs zu ziehen und sich One Night Stands aufzugabeln. Und ein angenehmes Leben ließ sich damit auch finanzieren.
    Ich habe sie übrigens mal gefragt : Hast du keine Angst, mal einem ehemaligen Kunden gegenüber zu sitzen? Im Vorstellungsgespräch oder privat?

    Hatte sie nicht - denn: Er hat im Zweifel genauso viel zu verlieren wie sie.

    Sie konnte tatsächlich Kunden ablehnen, war kein Problem. Damals war das noch strafbar, deshalb war die Inhaberin der Agentur sehr drauf bedacht, mit den Damen gut auszukommen.

    Diese ehemalige Mitbewohnerin hat garantiert keine wie auch immer gearteten Schäden davon getragen.

    Für mich wäre es nichts, was mich aber aufregt ist der seltsame Umgang der Allgemeinheit mit Prostituierten. Das schon genannte "Bitte sag davon nichts beim Familienkaffee" oder die allgemeine Verhaltensänderung, wenn man erfährt, eine Frau ist oder war Prostituierte. Entweder schiebt man sie in die Ecke "Armes Opfer" oder sie ist halt die Schlampe, die Ex Nutte.

    Warum? Welche Gefahr geht denn von einer Prostituierten aus?

    Ob erlaubt oder verboten, es gab und gibt sie immer.

    Ich halte nichts davon, Prostituierte /Sexarbeiterin als ganz normalen Beruf zu behandeln - wenn das bedeutet, die Jobs werden über die Arbeitsagentur vermittelt.
    Geht nicht, dieser Job fällt nicht unter "Man kann alles lernen".

    Ich halte auch nichts von einem Verbot, wenngleich das jetzige Gesetz überarbeitet gehört. Geht man davon aus, dass 85 Prozent der Prostitutierten das nicht freiwillig tun, so müssten wir uns um diese kümmern, nicht um die 15 Prozent, die es freiwillig tun.
    Aber man sollte sich auch vor Augen halten - an den schlechten Rückkehrmöglichkeiten in die Welt der Soliden ist AUCH die schon genannte Doppelmoral schuld.

  7. Avatar von Kambara
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    AW: Erfahrung als Escort

    Zitat Zitat von Rene66 Beitrag anzeigen
    Du selbst hast einen Unterschied zwischen Zwangsprostitution und ähnlich widerlichen Dingen und Escort gemacht. Escort ist anscheinend eine noblere Variante der gemeinen Prostitution. Dann wäre ein älterer Begriff vielleicht etwas wie "Mätresse" oder "Konkubine". Es gibt ein relativ aktuelles Buch darüber, indem einige Bibliographien bekannter/berühmter Mätressen dargestellt werden. Ich habe es nur quergelesen. Von mangelnder Freiheit war nicht die Spur zu sehen (Quelle folgt, sobald sie mir wieder einfällt). Etwas weniger frei hat es die von der Mätresse betroffenen Ehefrauen getroffen...
    Mätressen spielten in einer ganz anderen Liga. Einige von denen hatten Machtpositionen am Hof und nahmen Einfluss auf politische Entscheidungen. Da waren auch durchaus Liebe und Erotik im Spiel. Außerdem waren das ganz andere Zeiten und Gesellschaftsordnungen.

    Mit simpler Prostitution, und dazu zählt letztendlich auch Escort, ist das nicht zu vergleichen. Und man sollte davon ausgehen: es bleiben Narben zurück, unsichtbare meist. Mit viel Pech - einmal an den falschen geraten - auch sichtbare.

    Ich kaufe keiner jungen Frau, die das tut, die vermeintliche Coolness ab. Und dann noch verbrämt mit feministischen Freiheitsdefinitionen.
    People are so crackers.
    John Lennon


  8. Registriert seit
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    AW: Erfahrung als Escort

    @sasapi, ja, kann ich verstehen, besonders deine Erwiderung auf mein Szenario mit dem Weihnachtskaffee.

    Wie gesagt, ich habe (fast) nichts gegen freiwillige Prostitution.

    Was mich stutzig macht, ist die Aussage, dass diese Art von Prostitution auch eine Aussage von Freiheit ist. Das ist sie m. E. nicht, weil eben die Nachfrage den Markt macht. Der Markt ist damit nicht mehr per se frei.

    Unsere Familie ist so begeistert von den Enkelinnen und gleichzeitig so tüdelig, dass sie wahrscheinlich sagen würden: o New York? Dann schreibst du aber eine Postkarte!

    Wie gesagt, jeder (besonders die 15 Prozent) sollten tun, was sie möchten. Aber worum geht es bei dem Freiheits-Exkurs?

  9. Avatar von Vienna__
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    AW: Erfahrung als Escort

    Zitat Zitat von Rene66 Beitrag anzeigen
    Das ist sie m. E. nicht, weil eben die Nachfrage den Markt macht. Der Markt ist damit nicht mehr per se frei.
    Angebot und Nachfrage - das betrifft per se mal jeden Job.

    Und ich bin sicher, dass der Job des Escorts nicht im unteren Bereich der Nachfrage liegt.

  10. gesperrt
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    AW: Erfahrung als Escort

    Ich hab das Thema gefunden und das Bedürfnis verspürt, mich dazu mal zu äußern.

    Ich hab viele Jahre als Prostituierte gearbeitet und im Nachhinein waren das verlorene Jahre. Jahre, an
    denen ich mich an Freier verkauft habe, in denen ich mich und meine Würde verkauft habe, einfach alles.

    Am Anfang fand ich das alles toll und ein ganz normaler Job, die übliche Hirnwäsche, die sich da vollzieht,
    anders hält man das nicht aus. Nach einigen Jahren das böse Erwachen, körperlich fertig, psychisch fertig,
    aber auf keinen Fall am Ende.
    Ich hab es rausgeschafft und mache nun was solides, aber der Weg war hart.
    In die Prostitution einsteigen ist total simpel, rauskommen ist ein langer Weg.

    Mittlerweile kann ich daran nichts Gutes mehr finden. Die Männer bestellen was, und du hast zu liefern. Selbst für deinen Betreiber oder Agenturleiter bist du nur eine Nummer. Die Freier werden unverschämter, was vor 20 Jahre noch Tabu war, ist heute Standard, am besten alles ohne Gummi und selbst die netten Freier sind im Grunde genommen nur geil drauf
    sich in dir selbst zu befriedigen. Wie gesagt, wenn es so geil wäre, könnte man es ohne Geld machen.
    Macht man aber nicht, weil es eben nicht geil ist. Es ist eklig, man betäubt sich, man denkt an was anderes, und es kommen ja nicht edle Geschäftsleute (wobei die meist richtig eklig sind), sondern übel riechende, müffelnde, stoffelige und übergriffige, Sadisten, Schwätzer usw.
    Das muss man alles aushalten und das macht was mit einem. Mein Rat an dich: Lauf, so schnell du kannst. Ich bin da früh reingerutscht, Gewalt war mir vertraut, wenn du aber sonst ein glückliches Leben führst, such dir dein Abenteuer woanders. Das kann man auch ohne Geld, im Swingerclub usw. Oder frag dich mal, warum es ausgerechnet Escort sein muss. Die Antwort weißt du sicher bereits.

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