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  1. Inaktiver User

    AW: Erfahrung als Escort

    Rene, du sprichst von feministischem Überbau: Ich muss die Sache definieren, wenn ich gefragt werde, warum ich von "Freiheit" rede. Dann klingt es halt ein wenig akademisch und hochtrabend. Definitionen haben oft einen Hauch von Schlaumeierei. Ich würde gerne darauf verzichten, muss es aber plausibel machen, wenn ich gefragt werde, und nicht nur stottern: Ach, ist halt so ein Gefühl...
    Ich glaube dir, dass du unter Erotik etwas anderes verstehst. Aber natürlich beruht mein "Geschäftsmodell" und das aller anderen Escort-Girls auf der Wahrnehmung der Männer. Ich mache es ganz konkret: Wenn ich einem Mann den Schwanz lutsche, denkt der höchstwahrscheinlich in diesem Augenblick nicht daran, was ihn das gerade kostet, sondern er findet es geil. So deute ich zumindest sein Stöhnen. Und geil, das kann man kultivierter übersetzen in erregend, befriedigend, erotisch. Was der Mann und ich miteinander machen, findet er "erotisch". Quod erat demonstrandum.
    Dass viele Menschen von einer Erotik träumen, zu der die Liebe gehört, das habe ich geschrieben. Aber ich habe auch geschrieben, dass es Menschen gibt, die nicht lieben oder nicht geliebt werden und sich trotzdem nach Erotik sehnen. Viele Männer sind bereit, in diesen Notlagen eine Frau für diese Wünsche zu bezahlen. Das wollte ich ausdrücken.
    Ob Prostituierte immer frei gewesen sind? In gewisser Weise ja, glaube ich. Aber diese Freiheit hat sich komplett geändert. Früher war es die Freiheit VON etwas, Prostituierte waren frei von Würde und Selbstbestimmung. Heute ist es, auch wenn ich es jetzt idealisiere, die Freiheit ZU etwas. Die Freiheit, zu tun, wofür ich mich entschieden habe, ohne jemanden fragen zu müssen. Freiheit ist ein sehr doppeldeutiger Begriff.


  2. Registriert seit
    05.09.2016
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    AW: Erfahrung als Escort

    Zitat Zitat von Rene66 Beitrag anzeigen
    Was du mit der "überfälligen weiblichen Freiheit" meinst, verstehe ich nun ansatzweise.
    Wie jemand schon vorher sagte, Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt.
    Es gab einflussreiche, wohlhabende Prostituierte über Jahrhunderte.

    Irgendwie finde ich den Faden nicht...nur so viel: mir ist dein "feministischer" Überbau in Bezug auf Prostitution ein bisschen too much
    Ja absolut. Beides.
    Früher haben es die Edelprostituierten übrigens oft viel weiter gebracht als heute.

    Dass Araber in Europa Analsex kaufen weil sie ihre Frauen nicht "unterwerfen" wollen, wirkt drollig. Vielleicht empfinden sie es als Entehrung einer Frau... aber die ungläubige Prostituierte ist ja keine Frau, sondern nur ein gekauftes Stück Fleisch.

    Was das mit Freiheit zu tun haben soll....

    Nachtrag: Du lutschst Schwänze und lässt dich anal vögeln? Mir wäre das Risiko übler Krankheiten viel zu groß, Kondome hin oder her.

  3. Avatar von Kambara
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    AW: Erfahrung als Escort

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Frau darf heute unmoralisch sein, sie darf ihren Sex streuen, verkaufen, verschenken, ganz eigenmächtig (wir reden nicht von Zwangsprostitution und Zuhälterei, bei mir kommt das nicht vor)... Und trotzdem bleibt sie in ihren Rechten vollkommen uneingeschränkt. Das ist ein himmelweiter Unterschied zur Unfreiheit der Frauen vor 100 Jahren (deutschen Frauen zumindest), die mittellos verstoßen wurden, wenn sie ihre sexuelle Aufmerksamkeit jemand anderem gaben als dem eigenen Gatten. Das ist für mich eine Form von weiblicher Freiheit, derart libertär und eigensinnig (auch unvernünftig) mit der eigenen Sexualität umgehen zu dürfen und zu können.
    Natürlich dürfen Frauen heute ihre Sexualität ausleben ohne wie vor 100 Jahren geächtet und in ihren Rechten eingeschränkt zu werden. Frauen können Sex haben mit wem sie wollen, mit oder ohne Liebe, und es kräht kein Hahn danach. Von diversen persönlichen Verwicklungen mal abgesehen.

    Nur hat dies nichts damit zu tun, dass ein Escort-Dienst (denn es ist eine Dienstleistung) eine besondere Art von weiblicher Freiheit darstellen würde. Es ist bezahlter Sex, ein Geschäft - nichts weiter. Das hat nichts moralisierendes an sich und es ist, wie gesagt, uralt. Ganz nüchtern betrachtet und im Endeffekt eher unerotisch.
    People are so crackers.
    John Lennon

  4. Inaktiver User

    AW: Erfahrung als Escort

    Azilal, ich möchte keine Schärfe in die Diskussion bringen, aber deine Beiträge finde ich etwas fahrlässig. Du argumentierst sehr freihändig, deutest an und bringst die Gedanken nicht zu Ende, als sei es selbstredend, was du ausdrücken möchtest.
    "Die ungläubige Prostituierte ist ja keine Frau, sondern nur ein gekauftes Stück Fleisch." Auf Basis solcher Klischees kann ich mich nicht ernsthaft unterhalten. Ich habe oft andere Erfahrungen gemacht und sie im Forum mitgeteilt. Auch zum doppelbödigen Begriff der Freiheit habe ich mich geäußert.
    Bitte atme tief durch, bevor du jetzt im Affekt wieder schlechte Laune verbreitest und unverständlich und naiv findest, was ich schreibe. Ich bin kritikfähig, deshalb stelle ich mich in diesem Forum zur Diskussion, aber ich möchte eine gewisse Fairness in den Urteilen der anderen. Und eine Gründlichkeit. Wen das nicht interessiert, der findet auf dieser Site ganz viele andere Diskussionen.
    Lieber Gruß

  5. Moderation Avatar von ganda55
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    23.501

    AW: Erfahrung als Escort

    Du kannst noch so feministisch drauf bestehen, dass frau im 21. Jh. machen kann, was sie will. Die Freiheit hört da auf, wo ein Arbeitgeber in einem anderen Bereich oder ein Mann, in den du schwer verliebst bist und mit ihm eine Familie haben willst, mit deinem Ex-Job nicht klarkommt. Diese altmodischen Barrieren und der Stempel einer "die es für Geld gemacht hat" wird's noch geben, wenn wir zum Kaffeetrinken auf den Mars fliegen können. Drum sehe ich die Freiheit, die du beschreibst, sommerjana, ziemlich relativ. Gemeinschaften/Gesellschaften ohne Regeln, auch moralische, wird es nicht geben, weil sie nicht funktionieren. Genausowenig wird die romantische Liebe und der Anspruch auf Exklusivität je aussterben. Selbst wenn du deinen jetzigen Escort-Job jederzeit nüchtern sehen kannst, werden es viele andere, die dir wichtig sind oder werden, nicht können.
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    John Malkovich über Social Media und Co, Interview Augsburger Allgemeine Zeitung, 15.12.2018

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  6. Avatar von Hillie
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    AW: Erfahrung als Escort

    Um nicht ganz die Achtung vor sich selbst zu verlieren, muss man/Frau sich doch das eigene Handeln schön reden. Daher die
    ausführliche Interpretation der "persönlichen" Freiheit.
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



  7. Avatar von Ullalla
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    10.794

    AW: Erfahrung als Escort

    Sind da lauter Richard-Gere-Klone mit viel Geld, ausgezeichneten Manieren und
    natürlich unwilligen Gattinnen unterwegs?
    Männer mit Geld, die es sich leisten können, Sex bei einer Agentur zu kaufen, automatisch höfliche Herren?
    Allein mir fehlt der Glaube.

    Und das mit der Erotik: Sex als/mit Prostituierte/n bedient vielleicht Vorlieben, die den Kitzel auslösen. Sex und Macht kaufen - für Geld zur Verfügung stehen, was auch immer.
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

  8. Avatar von Ivonne2017
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    4.931

    AW: Erfahrung als Escort

    Ich versteh das nicht so ganz.
    Weshalb waren früher pauschal alle Prostituierten frei von Würde und Selbstbestimmung?
    Ich denke, es gab auch früher schon Edelprostitution mit und ohne Zuhälter oder Beschützer (hoffe, der Begriff Zuhälter ist nicht despektierlich) und die ganz gewöhnliche Prostitution in Frauenhäusern.

    Im Mittelalter war Prostitution gezielt gefördert, weil nicht jeder Mann heiraten durfte.

    Früher gab es sicher auch schon Agenturen, die hießen nur nicht so.
    LG Ivi

  9. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Erfahrung als Escort

    "Achtung" ist ziemlich zweischneidig. Was manche Leute für Geld tun und überhaupt keinen Widerstand oder moralisches Echo hervorruft und trotzdem noch als "beste Gesellschaft" gilt, hat auch mit Moral nix zu tun. Die Seele verkaufen geht, beim Körper isses bäh. Jetzt hab ich wieder den Faden zur Erotik verloren.
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  10. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Erfahrung als Escort

    Najaaa, also Adel und Klerus hatte damals schon Mätressen.

    Könige schon deshalb, weil die Ehen fast immer arrangiert waren und mit Liebe nichts zu tun hatten.
    Diese Frauen waren bestimmt geachtet.

    Der Übergang Geliebte zur Prostituierten und umgekehrt war fließend. Die Damen ließen sich mit Sicherheit bezahlen, da Berufe nicht üblich waren.
    LG Ivi

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