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  1. Registriert seit
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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Zitat Zitat von Emmasanne Beitrag anzeigen
    Ja, das glaube ich wohl auch! In der Diskussion fielen auch so Bezeichnungen wie "abartig".
    Ja, weil die wegen der Unkenntnis alles in einen Topf werfen. Wer sich mal fesseln lässt, ist deshalb nicht sofort eine willenlose 24/7 Sklavin, die sich gerne schlagen lässt und im Hundekörbchen schläft.

  2. Avatar von Himiko
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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Zitat Zitat von Aareblitz Beitrag anzeigen
    Ich führe ein ganz normales Leben, mit Job in Führungsfunktion, Freunden, Familie, Hobbys.. Aber das letzte Wort zu Hause hat halt der Mann.
    Ich habe da drüber nachgedacht und hätte eine Frage, falls Du das beantworten magst: ich stelle mir vor, dass das nur gut funktionieren kann, wenn Du Dich darauf verlassen kannst, dass die Entscheidungen, die er trifft, allesamt mindestens durchschnittlich vernünftig sind. Oder ist das auch dann noch eine befriedigende Lebensweise für Dich, wenn er ab und zu (und sei es nur einmal im Jahr) so richtig daneben liegt mit dem, was er entscheidet?
    We are born to be happy, not perfect.



    "Man übersieht in einem Forum leicht, daß es nicht von einer einzigen Superintelligenz mit unerklärt multipler Persönlichkeit befüllt wird, sondern von Individuen mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten..."
    (Geklaut von @Wildwusel)


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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Himiko, es ist irgendwie ganz schwierig zu erklären was anders ist als in anderen Beziehungen, da wird ja auch mal falsch entschieden und einer gibt nach. Ich bin ja auch nicht die willenlose Sklavin die im Hundekörbchen schläft. Ich habe eine Meinung, ich äussere die und wenn wir mal gegensätzlicher Meinung sind, dann entscheidet am Schluss er. Und ja, ich nehme in Kauf, dass er mal daneben liegt. Aber ich habe mir den Mann natürlich sehr genau angesehen, das ist ein Prozess. Im Grunde ist es fast normal, aber dieses kleine Machtgefälle zu seinen Gunsten gibt uns einfach den Kick, den ich so in einer normalen Beziehung vermisst habe. Es ist das was ich immer wollte und immer in mir gefühlt habe. Wir machen auch die normalen "SM-igen" Sachen , aber es bleibt halt nicht komplett im Schlafzimmer. Ich habe auch mit ein bisschen Fesseln, mit ein bisschen Machtspielchen angefangen vor vielen Jahren und bin dann halt tiefer in das Thema gerutscht weil das in mir eine unglaubliche Befriedigung ausgelöst hat. Dasin den Alltag hinein zu ziehen geht nur mit dem richtigen Mann der vernünftig entscheidet. Vielleicht auch mal falsch, ja.

  4. Avatar von Himiko
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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Zitat Zitat von Aareblitz Beitrag anzeigen
    Himiko, es ist irgendwie ganz schwierig zu erklären was anders ist als in anderen Beziehungen, da wird ja auch mal falsch entschieden und einer gibt nach.
    Vielen Dank für Deine Antwort, Aareblitz!

    Für den Fall, dass es so geklungen haben sollte: Ich wollte gar nicht erklärt haben, warum Dir das gefällt – Begehren, erotische, romantische Liebe sind ja prinzipiell nicht erklärbar bzw. haben – zumindest dem jeweils eigenen Empfinden nach - mit Gründen nicht viel zu tun. Sie sind schlicht „subjektiv evident“. (Das aber dafür in der Regel umso eindrücklicher... ) Nach Gründen dafür gefragt werden immer nur die, die diesbezüglich als ungewöhnlich oder „unnormal“ angesehen werden. (So sollen Homosexuelle ja mitunter erklären, warum sie „so“ sind (oder sollten es zumindest früher). Heterosexuelle Menschen hingegen werden nicht gefragt, warum sie heterosexuell sind.)

    Von daher nehme ich das einfach als gegeben hin. Meine Frage bezog sich darauf, dass es in Deinem Fall ja aber nicht damit getan ist, dass Dir etwas gefällt und Du das im Schlafzimmer auslebst (oder auf dem Küchentisch oder im Wald oder wo nun auch immer), sondern dass das ja dann massive und, ganz wichtig: potentiell unbegrenzte Auswirkungen auf Dein gesamtes Leben hat.

    Ich meine, klar mache ich auch manchmal Kompromisse, und auch nicht immer deshalb, weil mir die andere Position sachlich so wunderbar einleuchtet, sondern auch, weil ich die Auseinandersetzung leid bin oder will, dass der andere sich freut oder so. Aber ich habe eben immer noch die letzte Entscheidung, ob ich das wirklich tun will, oder ob ich diese Sache jetzt doch so wichtig finde, dass ein Kompromiss für mich nicht in Frage kommt.

    Ich nehme an, meine Frage ist so allgemein und abstrakt halt nicht zu beantworten. Wenn Dein Mann beschliessen würde, Euer Häuschen zu verkaufen und den Erlös in einer Spielbank in Monte Carlo zu verspielen, würdest Du wohl auch nochmal nachdenken, ob Du das zulässt. (Oder nicht?) Wenn ich Dich richtig interpretiere, sind seine Entscheidungen zwar wohl manchmal „falsch“, aber nicht im beschriebenen Ausmaß katastrophal, was das Risiko für Dich dann eben doch einigermaßen kalkulierbar macht. Zumindest gehst Du davon aus und hast Dich auch nur deshalb auf diese Beziehung mit ihm eingelassen, wenn ich Dich richtig verstehe. (Dass frau mit solchen Einschätzungen daneben liegen kann, davon zeugen zwar viele Stränge hier im Forum. Aber das ist ja ein allgemeines Problem, das mit SM oder nicht-SM wohl wenig zu tun hat.)
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    (Geklaut von @Wildwusel)

  5. AW: Unterwerfung - Empathie!

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Grimme "das sm-handbuch"

    arabeske
    Yep, gute Empfehlung.

    Zitat Zitat von Emmasanne Beitrag anzeigen
    Ja, das glaube ich wohl auch! In der Diskussion fielen auch so Bezeichnungen wie "abartig".
    Nun ja, man kann sich mit dem Thema beschäftigen oder seine Vorurteile pflegen.

    Zitat Zitat von Emmasanne Beitrag anzeigen
    PN! :-)
    Zitat Zitat von unbeleidigteLeberwur Beitrag anzeigen
    Ja, weil die wegen der Unkenntnis alles in einen Topf werfen. Wer sich mal fesseln lässt, ist deshalb nicht sofort eine willenlose 24/7 Sklavin, die sich gerne schlagen lässt und im Hundekörbchen schläft.
    Nun, auch Frauen oder Männer, die sich nicht nur mal 'unterwerfen' sind willenlos. Ohne Willen geht da gar nix.

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Ich nehme an, meine Frage ist so allgemein und abstrakt halt nicht zu beantworten. Wenn Dein Mann beschliessen würde, Euer Häuschen zu verkaufen und den Erlös in einer Spielbank in Monte Carlo zu verspielen, würdest Du wohl auch nochmal nachdenken, ob Du das zulässt. (Oder nicht?) Wenn ich Dich richtig interpretiere, sind seine Entscheidungen zwar wohl manchmal „falsch“, aber nicht im beschriebenen Ausmaß katastrophal, was das Risiko für Dich dann eben doch einigermaßen kalkulierbar macht. Zumindest gehst Du davon aus und hast Dich auch nur deshalb auf diese Beziehung mit ihm eingelassen, wenn ich Dich richtig verstehe. (Dass frau mit solchen Einschätzungen daneben liegen kann, davon zeugen zwar viele Stränge hier im Forum. Aber das ist ja ein allgemeines Problem, das mit SM oder nicht-SM wohl wenig zu tun hat.)
    Das sehen Individuen individuell.
    Genau, es ist ein allgegenwärtiges Thema. Vertrauen. Kann missbraucht werden.

    Absicherung. Kann unterlaufen werden.

    Bei BDSM ist ein vertiefter Austausch eigentlich Voraussetzung.
    Wie immer hängt es an der Beteiligten, worauf sie sich einlassen.
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.


  6. Registriert seit
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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Hallo zusammen,
    ich lebe seit einigen Jahren in einer Beziehung in der mein Lebensgefährte in einer Art 24/7 sehr gut zurecht kommt.
    Das hat aber sehr viel mit Akzeptanz, Liebe, Gemeinsamkeiten, Vertrauen und "gutes Kennen" zu tun.

    Auch wenn mein Partner (platt gesagt) nach meiner Pfeife tanzt, so habe ich trotzdem seine Gefühle, Meinungen und auch Launen zu akzeptieren.
    Und er auch meine. Also im Grunde, wie in jeder anderen Beziehung auch.

    Wir leben eben nach bestimmten Plänen und Rituale und er, sowie auch ich leben gerne damit und kommen sehr gut zurecht.

  7. Avatar von Arabeske_H
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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Ich nehme an, meine Frage ist so allgemein und abstrakt halt nicht zu beantworten. Wenn Dein Mann beschliessen würde, Euer Häuschen zu verkaufen und den Erlös in einer Spielbank in Monte Carlo zu verspielen, würdest Du wohl auch nochmal nachdenken, ob Du das zulässt. (Oder nicht?) Wenn ich Dich richtig interpretiere, sind seine Entscheidungen zwar wohl manchmal „falsch“, aber nicht im beschriebenen Ausmaß katastrophal, was das Risiko für Dich dann eben doch einigermaßen kalkulierbar macht. Zumindest gehst Du davon aus und hast Dich auch nur deshalb auf diese Beziehung mit ihm eingelassen, wenn ich Dich richtig verstehe. (Dass frau mit solchen Einschätzungen daneben liegen kann, davon zeugen zwar viele Stränge hier im Forum. Aber das ist ja ein allgemeines Problem, das mit SM oder nicht-SM wohl wenig zu tun hat.)
    Drum prüfe, wer sich ewig bindet... Ja, im grunde ist es wohl ein allgemeines problem, nur das jemand, der ein egoistisches a*** ist, es mit einem submissiven oder devoten partner leichter hat, oder es vermeintlich leichter hat, diesen auszubeuten und sein ding durchzuziehen.

    Wir leben dieses machtgefälle ebenfalls im alltag und das schon seit vielen jahren. Wobei, wie das mit alltag so ist, ist das mal mehr im vordergrund und mal mehr im hintergrund, aber seit wir dazu gekommen sind, ist es nie ganz weg.

    Mit meinem ex habe ich vor vielen jahren diesen versuch schon einmal gewagt, jung und unerfahren wie ich war, und der fands klasse, prima, alles meins, endlich mal jemand der versteht, was ICH alles brauche. Da hatte er aber etwas falsch verstanden. Das machtgefälle in einer bdsm-beziehung, auch wenn ich den begriff damals noch gar nicht kannte, wie auch immer es gestaltet wird, dient nicht der hemmungslosen ausbeutung des sich unterwerfenden teiles sondern ist eine möglichkeit, ein weg, miteinander glücklich zu werden.

    Hat er gar nicht verstanden, dass ich mein angebot wieder zurückgezogen habe (und da ist, wie in beziehungen allgemein, selbstschutz gefragt), wäre doch alles prima und noch besser, wenn ich nicht so zickig wäre. Die beziehung lief dann noch viel zu lange weiter, warum, wieso, würde hier zu weit führen, aber zur trennung wäre es wohl so oder so gekommen. Er hat inzwischen schon einige trennungen hinter sich - soweit ich weiß, war da kein bdsm im spiel - egoistische a***, narzissten, antisoziale, psychopathen, was weiß, sind eben für die meisten auf dauer nicht gut auszuhalten, bzw. brauchen auch immer wieder frische opfer zur selbstbestätigung.

    Dieses modell einer beziehung mit dauerhaftem machtgefälle folgt in gewisser hinsicht dem vorbild eines feudalherren, der die absolute (entscheidungs)gewalt hat, sich aber dafür vorbildlich um seine untergebenen/ abhängigen/ eigentum kümmert und dafür völlige hingabe bekommt. Das ist dann auch nicht unbedingt nur spaß und vergnügen, sondern auch ein gut teil verantwortung, auch empathie, siehe strangtitel . Historisch hat das so vermutlich nie wirklich funktioniert, klappt aber mit dem / den richtigen im geschützten raum einer so gewählten beziehung sehr gut .

    arabeske
    Wenn die Hand eines Mannes
    die Hand einer Frau streift,
    berühren sich beide bis in alle Ewigkeit.

    Khalil Gibran


    ***********************************

  8. Avatar von Himiko
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    AW: Unterwerfung - Empathie!

    Danke für Deine Antwort, Arabeske!

    Im Fall Deines jetzigen Mannes hatte ich da weniger Fragezeichen, denn so wie ich Dich gelesen habe, wart Ihr ja schon eine ganze Weile verheiratet, als Ihr angefangen habt, dieses Machtgefälle als Teil Eurer Beziehung auszuleben. Da habt Ihr Euch ja gegenseitig schon sehr gut und sogar intim gekannt. (Und Dein Mann liest sich für mich – jedenfalls so wie Du ihn beschreibst – auch von ferne nicht, als käme er auf so etwas Ähnliches wie diese fiktive Monte Carlo-Geschichte.)
    Natürlich kann man dann immer noch Wichtiges übersehen haben, oder Menschen können sich verändern. Aber ein gewisses Risiko birgt Leben ja immer, dem lässt sich auch bei allergrößter Sorgfalt nicht ausweichen. Für meine Entwicklung würde ich sogar sagen: manche unangenehme Erfahrungen kann ich nur durch das Wissen vermeiden, das ich dadurch erworben habe, dass ich sie einmal (unbeabsichtigt) gemacht habe und jetzt weiß, wie sich das anfühlt.

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Dieses modell einer beziehung mit dauerhaftem machtgefälle folgt in gewisser hinsicht dem vorbild eines feudalherren, der die absolute (entscheidungs)gewalt hat, sich aber dafür vorbildlich um seine untergebenen/ abhängigen/ eigentum kümmert und dafür völlige hingabe bekommt. Das ist dann auch nicht unbedingt nur spaß und vergnügen, sondern auch ein gut teil verantwortung, auch empathie, siehe strangtitel . Historisch hat das so vermutlich nie wirklich funktioniert, klappt aber mit dem / den richtigen im geschützten raum einer so gewählten beziehung sehr gut .
    Interessanter Vergleich, mit dem ich viel anfangen kann, weil ich mich sehr für Geschichte interessiere. Und ich glaube übrigens schon, dass dieses Modell in Einzelfällen durchaus mal funktioniert hat, u. U. auch mal über ein paar Generationen hinweg (in dem Sinne, dass es den Beteiligten ein harmonisches und respektvolles Zusammenleben ermöglicht hat). Allerdings dürften das rare Ausnahmen gewesen sein.

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Die beziehung lief dann noch viel zu lange weiter, warum, wieso, würde hier zu weit führen, aber zur trennung wäre es wohl so oder so gekommen. Er hat inzwischen schon einige trennungen hinter sich - soweit ich weiß, war da kein bdsm im spiel - egoistische a***, narzissten, antisoziale, psychopathen, was weiß, sind eben für die meisten auf dauer nicht gut auszuhalten, bzw. brauchen auch immer wieder frische opfer zur selbstbestätigung.
    Glaubst Du, dass Du durch Deine Sehnsucht danach, diese spezielle Art von Beziehung zu leben bzw. genauer dadurch, dass da etwas war, was Du leben wolltest, wovon Du aber (mutmaßlich) nicht genau wußtest, wie das dann real aussehen würde oder könnte, anfälliger warst für ein Exemplar der Sorte „egoistische a***, narzissten, antisoziale, psychopathen“, dass Du da also gewissermaßen etwas verwechselt hast? Oder war das einfach Zufall und reines Pech?
    (Nur falls Du das beantworten magst , sonst bitte ignorieren.)
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