Wer hat diesen Ablauf so kennengelernt wie ich? Es müssten sehr viele sein - viele fühlen sich angesprochen...
Überall in der Gesellschaft gibt es Beziehungen der Dominanz und
Unterwerfung, man wird müde, alle Bereiche zu erwähnen.
Im Einzelfall ist es aber bemerkenswert, wie bei Paaren und bei
der Partnerfindung dominante Verhaltensweisen ausgebildet werden.
Sicher gibt es Mädchen, die die Entdeckung von Sexualität im zarten
Alter ganz allein aus Gründen der Neugierde und zu sexuellem
Lustgewinn betreiben. Fragt sich nur, welche Lust sie erwarten,
da sie sie noch nicht kennen können.
Im Normalfall spielt sich daher - im ersten Kapitel - bei Mädchen etwas
anderes ab: Die Freundin berichtet über ihre Erlebnisse, die anderen
wissen schon alles - oder: "Dieser Typ dort drüben ist so süß, so toll,
so umwerfend, den muss ich haben!!!"
Nun kommt es also zu einer Zwangssituation: Das Mädchen muss wollen, es
muss mitmachen, es wird geschoben oder angezogen. Die erste Dominanz,
die das Mädchen erlebt, entwickelt sich aus einer dieser Situationen. Auch
das häufige: "Ich wollt´s eben wissen!" bedeutet, dass frau etwas ahnte, was
alle taten/tun und da muss man eben mitmachen.
Nun befindet sich jener Junge, der ausgewählte "Erst-täter", in einer
vergleichsweise sicheren Position, die Partnerin kann schlecht protestieren,
denn das "Ungeheuerliche", das er von ihr verlangt, scheint das allgemein
Bekannte zu sein. Nehmen wir mal an, der Typ würde von ihr etwas ganz
Irres verlangen, sie hätte kaum eine Wahl, denn sie muss annehmen, dass
der Fach-Mann tut, was eben zu tun ist. Was weiß sie schon von Perversionen,
die in dem zarten Alter ohnehin bei kaum einem Partner vorzufinden sind?
Der Junge dominiert das Geschehen, den Handlungsablauf, er muss, sie muss,
nur dass er es natürlich will - die Natur will von ihm deutlicher, dass er will. Und
es ist ihm ein Bedürfnis...so einfach wie klar. Er zwingt ihr seinen Willen auf - der
eigentlich der Wille des Geschlechts ist - des Menschengeschlechts. So läuft
das täglich millionenfach, so ist unser genetisches Erbgut programmiert.
Total normal.
Einmal eine Fach-Frau geworden, weiß das Mädchen, wie das Ganze nun
funktioniert - sie ist initiiert. Sie fühlt sich nun dem Mann gleichgestellt, als
Mitglied im Kreis jener, die mitmischen. Zudem kann sie ab jetzt wollen, wann
sie will. Das wird unterschiedlich sein, je nachdem, ob sie zu den Mädchen
gehört, die überhaupt gerne wollen oder gerade mit jenem Partner gerne wollen,
oder aber ihr Wollen nach dem ersten Versuch beherrschen können.
Für eine künftige Partnerschaft trifft sie nun - im zweiten Kapitel - auf einen im
Prinzip gleichgestellten Partner, es fühlt sich ausgeglichen an, die sexuelle
Lust ist gut auf beide verteilt und "Machtverteilung" scheint ein total sachfremder
Begriff zu sein, da die Harmonie mit Händen greifbar wird. In diesem schönen
Kapitel kommt es in unserem Kulturkreis zur definitiven Partnerfindung und
Partnerbindung und der Nachwuchs kommt in einem harmonischen Umfeld
zur Welt. Zunächst.
Es würde zu weit führen, jetzt über die Umschichtungen in der Partnerschaft
zu sprechen, die die erweiterte Gruppe erwartet. Der Gedanke einer Dominanz
erscheint nun plötzlich durch die Hintertür der weiblichen Sachkenntnis: Der Mann
steht ratlos vor (einem) kleinen Wesen, das eine innigste Beziehung zur Mutter hat.
Eine Gruppenbildung ist entstanden, der Mann wird abgerückt. Viel ist geschrieben
worden über die Sexualität nach dem ersten/zweiten etc. Kind.
Die Anziehung, auf die jene Partnerschaft gegründet wurde, kann nicht mehr
(das dürfte nun überall so sein) auf die sexuelle/äußerliche Attraktivität des
Mannes aufbauen, er ist nun ein Funktionsträger geworden. Auch das ist
natürlich und logisch. Nicht mehr so ganz klar aber scheint zu sein - woher
denn nun die sexuelle Lustgewinnung kommen soll. Soll der Mann Pornofilme
mitbringen? Soll er Strapse tragen? Soll er sich mit Tantra beschäftigen? Soll er
besonders zärtlich und sexlos kuscheln und auf bessere Zeiten warten? Es
erscheint fraglich, ob er in diesem Umfeld auf die eine oder andere Weise als
sexuell anziehendes Wesen erscheinen kann.
Daraus folgt, dass es in der Verantwortung der Frau liegen muss, in diesem
zweiten Kapitel der Partnerschaft Anziehung und Fantasiepotentiale freizusetzen.
Hat ihr der Mann/Junge die erste sexuelle Erfahrung gegönnt, so muss sie ihm nun
das Gegengeschenk machen: Seine Attraktivität hoch halten und sich besonders
spürbar dem sexuellen Genuss hingeben. Das ist nun kein instinktives Tun mehr,
das ist eine kulturelle Leistung, die sexuelles Erleben bis ins hohe Alter sichert.
Anders als bei manchen Regelkreisen der Natur, wo Zeugung mit Tod zu tun hat,
ist dem Menschen Sex bis an den Rand des Todes möglich. Und oft auch nötig.
Aber ach - in unserer Gesellschaft, die den gedankenlosen Genuss predigt, kann
niemand mehr diese Leistung bringen, will es nicht. Es geht auch ohne Sex. In
Wirklichkeit "ginge" es auch ohne Sex, wenn man nach der Erzeugung von
Nachkommen nur mehr 14 Tage zu leben hätte. Für viele Frauen lässt sich die
sexuelle Dimension in diesem häuslichen Umfeld mit einem Mann, der seine
sexuelle Attraktivität über die Jahre verloren hat, auf ein Minimum zurückstellen.
Die Anregungen und Glücksgefühle, die dem Mutterinstinkt entspringen, wirken
so massiv, dass frau übersieht, dass der Erzeuger sexuell inzwischen "am Stock
geht" - übrigens ein schönes doppeldeutiges Bild...
Es wird - auf der gesellschaftlich radikal sanktionierten Basis - ein staatstragendes
Familienbild vorgezeichnet, das die Werte unserer Gesellschaftsordnung abbildet.
Nicht zu vergessen: Den Konsum. Das Fernsehen, alle Massenmedien, was ist ein
Staat ohne diese? Alle predigen "Kinder-Familie-Glück". Zweifellos braucht ein Staat
seine Regeneration, benötigt er Werktätige, benötigen diese ihren Lohn und das Geld.
Doch gerät in Vergessenheit, dass die tiefliegenden Werte die eigentlichen sind. Der
Beweis, dass dieses Vergessen weit gediehen ist: Fragt man jemanden nach den
wesentlichen Werten menschlichen Lebens, so sagt kaum einer "kulturelle und sexuelle
Freiheit" und doch liegen darin Grundforderungen unseres Daseins.
Nun im dritten Kapitel zeigt sich das völlige Umkippen der Dominanz des Mannes. Er
ist nun auf dem Weg in die Schattenwelten. Dieser Ablauf ist sogar unabhängig von
einer neuen Emanzipationder Frau. Dies geschah auch schon in früheren Zeiten in
derselben Weise. Der Mann ernärht die Familie - auch wenn er es nicht tut, er ist
sexuell unattraktiv und dass die Frau es inzwischen auch ist, tut nichts zur Sache.
Er kann nicht mehr wollen und sie will nicht mehr wollen. Das Ergebnis ist: Ihr gelingt
dieses Auskoppeln, ihm dagegen nicht. Er spürt seine Kräfte aber er sieht kein Ziel.
Sie ignoriert seine Suche, er tut sich schwer, diese emotional-sexuelle Einsamkeit
anzusprechen. Eine Tabuzone tut sich auf, ein Vakuum, das er füllen muss. Er
kann nicht mit dieser Leere leben, sie sieht an dieser Stelle nichts.
Er füllt die Leere mit den typischen Strategien: Hobby, Beruf, Perversion, Prostitution,
Kameradschaften, Alkohol, Verhaltensstörungen, Sport - man verzeihe diese will-
kürliche Anordnung. Nun, diese Strategien sind die häufigsten und zum Teil sogar
staatstragend. Wo ist sie, die kulturelle-sexuelle Freiheit und die anderen immateriellen
Werte, die das eigentliche Glück des Menschseins ausmachen könnten? Ist es wirklich
egal, ob sich eine überwältigende Mehrheit männlicher Gesellschaftsmitglieder auf Rück-
zugsbereiche zurückzieht? Fußballnachmittag und Damenkränzchen mit Kaffee und
Kuchen...das ist mehr als nur eine spezielle gesellschaftliche Verhaltensweise
weiter Kreise der Bevölkerung.
In der Partnerschaft lebt der Mann also einen Mangel, die Frau dagegen eine
selbstgewählte Form der Familienfunktion, sanktioniert und gepriesen. Lehnt sich
der Mann in Wort oder Tat gegen diese Abstumpfung auf (selbst ohne diese als
solche zu erkennen), so gerät in Konflikt mit der Bewahrerin dieser Ordnung, die
ihr Sicherheit bietet, ihm aber Einschränkung. So manche Frau entdeckt nun die
geheimen Laster und Perversionen eines Mannes, der im ersten Kapitel total
unschuldig seine ersten sexuellen Erfahrungen gemacht hat - vielleicht sogar
mit ihr. Jetzt zahlt sie es ihm sozusagen heim - sein Desinteresse, das ihr plötzlich
nach all, den Jahren des Kinderhütens bewusst wurde. Ihren eigenen Verfall, der
dem seinen gegenübersteht. Die Auswegslosigkeit - die beginnende Einsamkeit
wegen der flüchtenden Kinder - all das verschärft nun jeden Konflikt ins Existenzielle.
Nun gedeiht eine reine Sprache der Macht. Die Frauenstimme in diesem Alter ist
schneidend, männlich, sogar der Frauenkörper vermännlicht. Die männliche Formen
der Dominanz in Wort und Tat werden imitiert, verinnerlicht. Doch Männer können
sie nicht werden, die Männlichkeit nicht verstehen. Leere tönende Glocken schallen
die Männer aus dem Haus...wohin???
Rechthaben und Recht bekommen sind zweierlei. Das gilt für jeden Ehestreit. Es
kriegt keiner Recht. Ehestreite sind keine Konfliktlösungen, sie sind nur Gradmesser
des Ist-Zustandes der Beziehung. Sonst absolut nichts. Das ist schon deshalb so, weil
die weibliche Dominanz männlichen Charakter annimmt, aber nicht männlich sein kann,
also für den Mann etwas Absurdes hat. Die Frau als dominantes Doppelwesen, das
aber mit Dominanz nichts durchsetzen kann, nichts für sich erreicht, sondern mit jedem
Mal tiefer in Formen hineinrutscht, die sie bei ihrer Mutter und anderswo beobachtet hat.
Der Mann kann gegen diesen Doppelcharakter nicht mehr ankämpfen. Er fühlt sich
dominiert, ohne dass die "Domina" aber ihrerseits durchsetzen kann, worum es ihr geht.
Recht kriegt letztendlich keiner von beiden - jeder verliert.
Diese kalte Dominanz steht einer "Traumdominanz" gegenüber, die für viele Männer
eine phantasievolle Quelle der Lust darstellt, eine spezielle Form der Prostitution, die
alljährlich viele Milliarden erwirtschaftet. Da liegen die Dinge so nahe beieinander und
sind doch so meilenweit voneinander entfernt. Da hätte manche Frau irgendwann die
Möglichkeit gehabt, die Sprache häuslicher Dominanz sexuell einzufärben und aus
dieser Dynamik partnerschaftliches Kapital für beide zu schlagen. Natürlich
kann das nicht jede Frau und will das nicht jeder Mann. Aber gegenüber der
beschriebenen Situation des "Unentschieden" im andauernden Ehekampf - wer
würde da nicht lieber doch diese andere Variante wählen?
In diesem Endkapitel interessiert sich der Staat nun absolut nicht mehr für das
Seelenheil der zwei gestrandeten Individuen. Da sie sich offenbar nicht selbst
wieder aus dem Morast herausziehen können, sind sie für den Staat in dieser
Hinsicht abgeschrieben. Es gibt keine Ideologie, die ihnen zu Hilfe käme, keine
Ratschläge, die greifen könnten à la: "Machen Sie Ihrem Mann eine Überraschung:
Kaufen Sie sich Reizwäsche und kochen ihm etwas Leckeres und verführen Sie
ihn danach so wie in früheren Jahren!" Man sieht schon das unterschwellige
Vertrauen auf die Lösung durch Konsum. Aber: So etwas geht in einem von
tausend Fällen locker über die Bühne, in allen anderen Fällen hakt es irgendwo und
man steht nachher umso beschämter vor sich und dem anderen da. Für sie gibt es
keinen gesellschaftlichen Schutz. Sie sind eine tote Gruppe, ausgesaugt, ausgelaugt
und sie können nur durch radikalen Konsum ihr Existenzrecht sichern: Pelzmäntel,
teure Sportwagen, Luxusrestaurants, Kreuzfahrten - da sehen wir sie. Unglücklich
in dem, was ihnen Luxus bedeutet.
Also wer von euch hat Erfahrungen mit einer aktiven Umgestaltung weiblicher
lustloser Dominanz in weiblich-männliche lustvolle Dominanz?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 43
-
26.12.2006, 22:58
lustvolle oder lustlose Dominanz?
als gott den mann schuf übte Sie nur
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26.12.2006, 23:03Inaktiver User
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
unqualifizierter Kommentar an:
Was will der Autor damit sagen? Was ist die Frage und warum so ein langer qualvoller Text?
unqualifizierter Kommentar aus:
Hallo 1darin,
Meinst Du vielleicht wie man innerhalb einer Partnerschaft seine Sexualität weiterentwickeln kann? Sender und Empfänger umändern?
Was ist das Problem? Ein Satz genügt in der Regel
nathaliethor
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26.12.2006, 23:21Inaktiver User
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
Äääääääähm. jetzt hätte ich doch tatsächlich beinahe die Frage überlesen.
Zitat von 1darin

Sagmal, 1darin, muss man sich das alles durchlesen, um zu dieser Frage zu kommen?
Um ehrlich zu sein: meine weiblich lustvolle Dominanz reicht nicht aus, um mir den ganzen Text anzutun. Ich habs irgendwo zwischen dem 6. und dem 7. Absatz aufgegeben.
-
27.12.2006, 00:42Inaktiver User
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
@ 1darin
Ich weiß jetzt auch nicht soo genau, ob es paßt, aber schau mal hier.
Laß dich vom Titel des Stranges nicht täuschen.
-
27.12.2006, 02:50
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
Aber sonst ist noch alles in Ordnung ... ??? Ist Dir irgendwie langweilig ? Hat das Essen nicht geschmeckt ?Der Mann ernärht die Familie - auch wenn er es nicht tut, er ist sexuell unattraktiv und dass die Frau es inzwischen auch ist, tut nichts zur Sache.
Macho
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27.12.2006, 13:35
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
*lol*
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27.12.2006, 18:57Inaktiver User
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
Hast Du etwa das Posting ganz bis zum bitteren Ende gelesen?Was will der Autor damit sagen? Was ist die Frage und warum so ein langer qualvoller Text?
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27.12.2006, 19:19Inaktiver User
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
Lach..
Zitat von Inaktiver User
Hallo OOlivia,
ich mag ja devote Züge besitzen, aber so enorm quäle ich mich dann doch nicht.
nathaliethor
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27.12.2006, 21:12Inaktiver User
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
Jetzt hast du dich aber ausgetobt, ODER ?
Ich lese solche ellenlangen Postings nicht !!
Melia
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27.12.2006, 21:23
AW: lustvolle oder lustlose Dominanz?
nathaliethor! das isses!
Die Antwort kann nur bedeuten:Also wer von euch hat Erfahrungen mit einer aktiven Umgestaltung weiblicher
lustloser Dominanz in weiblich-männliche lustvolle Dominanz?
Man nehme den Ausgangsposter, fessle ihn mit den grauenhaften Zeilenumbrüchen zur völligen Bewegungslosigkeit und dann (der Text steht ja gleich in drei Forenbereichen) lesen drei mit Oropax geschützte Frauen ihm diesen Text vor. Eindringlich. Zeilenversetzt im Kanon. Immer wieder...
KraafKrausam


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