Ich denke wirklich alle hier sind sich einig, dass DAS verboten gehört (dann aber bitte nur für den Täter, nicht, wie beim Inzestverbot, für das Opfer gleich mit).
Nur:
Das ist es doch längst!
Das Ausnutzen von Abhängigkeit ist doch bereits strafbar, Inzest hin oder her!
Wozu braucht es dann noch ein Inzestverbot obendrauf?![]()
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Thema: Mutter/ Sohn
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25.06.2015, 22:29
AW: Mutter/ Sohn
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26.06.2015, 06:07
AW: Mutter/ Sohn
Das stimmt, das ist es längst und ich fand deine argumentation in post nr. 90 sehr schlüssig.
Das problem ist, dass vieles nicht strafrechtlich verfolgt wird oder in der grauzone bleibt und ü 18 dann nichts mehr zu machen ist, wenn es dann öffentlich gezeigt wird.
Nach meinen erfahrungen haben sexuelle oder sexuell getönte beziehungen zwischen eltern - (erwachsenen) kindern oder einvernehmliche beziehungen zwischen geschwistern eine vorgeschichte, bei geschwistern häufig eine trennungszeit in der früheren kindheit. Inwieweit man das verallgemeinern kann , weiß ich nicht. Mich würde interessieren, ob es dazu studien gibt.
@ Naja,
schlimme geschichte..
arabeskeGeändert von Arabeske_H (26.06.2015 um 06:14 Uhr)
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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26.06.2015, 09:27
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26.06.2015, 09:56
AW: Mutter/ Sohn
Das meinte ich nicht - ich meinte, das etwas in der art wie Naja es geschildert hat ab dem 18. des kindes öffentlich gezeigt werden könnte, da dann wegen volljährigkeit beider strafrechtlich nicht (mehr) relevant, außer das erwachsene kind würde selbst strafanzeige wg. sexueller belästigung stellen - und wenn einem egal ist, was die leute davon halten.
arabeskeGeändert von Arabeske_H (26.06.2015 um 10:08 Uhr)
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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26.06.2015, 10:08
AW: Mutter/ Sohn
Das ist aber doch AUCH so, wenn die Konstellation ist "Lehrer /gerade 18 gewordene Schülerin"
Sowas kenne ich aus dem erweiterten Bekanntenkreis.
Da glaubt auch kaum einer, dass der wirklich erst mit 18........nur ab da haben sie es eben öffentlich gemacht.
Trotzdem sind nicht bis in alle Ewigkeit Kontakte mit ehemaligen
Lehrer
Jugendtrainer
Onkel
Cousins
verboten, weil da ja eine Abhängigkeit............
nein, es ist in allen diesen Fällen gesetzlich legal, es geht NUR Um Eltern und Geschwister.
Und, was ich viel wichtiger finde:
Man macht sich etwas vor, wenn man meint, der aktuelle Inzestparagraph würde Missbrauchsopfer schützen oder sollte das auch nur.
Das redet man sich heute so schön.
Aber die, die das sagen, vergessen ganz gerne, dass dieser Paragraph ALLE Beteiligten unter Strafe stellt.
Welcher Missbrauchsschutz bestraft denn bitte das Opfer?
Wasch mich aber mach mich nicht nass - entweder es IST ein Missbrauch vorhanden, dann ist das ganze sowieso schon strafbar und in jedem Fall gibt es dann auch ein Opfer, und DAS gehört unter keinen Umständen noch zusätzlich bestraft.
Oder es ist tatsächlich KEIN Missbrauch - wozu dann nochmal der Paragraph?
Kann bitte irgendjemand der Befürworter einen beliebigen, gern auch konstruierten, Fall nennen, für den der aktuelle Inzestparagraph sinnvoll ist?
Einen?
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26.06.2015, 10:17
AW: Mutter/ Sohn
@ Saetien
sicher - du meinst jetzt nicht mich, oder? Ich wollte nur klarstellen, dass ich nicht die verjährungsfrist gemeint hatte, ansonsten:
Zitat von Saetien
arabeske
Zitat von Inaktiver User
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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26.06.2015, 13:27
AW: Mutter/ Sohn
warum wird hier immer noch der Missbrauch von Minderjährigen oder Abhängigen mit freiwillig eingegangenen Liebesbeziehungen zwischen erwachsenen Verwandten in einen Topf geworfen?
Weil die meisten eben nicht in einer Diskussion, an einer rationalen Prüfung eines Tabus interessiert sind, sondern ihr vermeintlich gesundes Volksempfinden durchdrücken wollen.
Aber gut, dann mal zum Psychologischen:
Ein Eltern-Kind-Verhältnis kann ein lebenslang zu Ungunsten des Kindes sein. Das ist sogar relativ oft der Fall, wenn ich mich so umsehe. Das muss es aber nicht so sein,mund daraus kann das Kind sich reltiv einfch befreien (Therapie). Bei Geschwister-Verhältnissen halte ich eine unausgewogene Machtbalance für genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie bei einer engen Freundschaft.
Es gibt auch nicht wenige Fälle, wo die Machtbalance zu Gunsten der Kinder unausgewogen ist. Tatsächlich wissen Kinder sehr genau, wie sie "ihre Eltern kriegen", sie nutzen dies im Erwachsenenalter nur seltener als Eltern.
Es ist kein Spezifikum von inzestuösen Liebesbeziehungen, dass die "Machtbalance" unausgewogen ist. Kann man hier in der Bricom stundenlang nachlesen. Warum sind diese Beziehungen dann nicht auch verboten?
Es ist auch nicht so, dass eine unausgewogene Machtbalance per se eine schädliche und schlechte Beziehung ergibt. Manche Menschen suchen regelrecht solche Beziehung, siehe BDSM.
Alles in allem sehe ich kein Problem, dass spezifisch für eine Inzestuöse Beziehung wäre und erst Recht keines, dass per Verbot und Strafandrohung zu "lösen" Aufgabe des Staates sein sollte.
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26.06.2015, 17:56
AW: Mutter/ Sohn
Na, dann habe ich wohl doch Probleme mit dem sinnentnehmenden Lesen, was Glück, dass das in der Schule nie jemandem aufgefallen ist.
Weil, was ich hier gelesen habe, ist folgendes:
Im Eingangsposting, bzw der auf mehrere Postings verteilten, von der TE geschilderten Ausgangslage ging es definitiv weder um eine Situation, in der beide Beteiligten gar nicht wußten, dass sie verwandt sind, noch um die Sinnhaftigkeit des Inzestparagraphen, sondern darum, dass eine dritte Person (die TE) sich in einer sexuellen Situation zwischen Mutter und Sohn befunden hat, der man ganz klar entnehmen muss, dass selbiger ein grundsätzlicher, jahrelanger Missbrauch des Jungen durch seine Mutter vorausgegangen sein muss.
Offensichtlich interessiert genau DAS hier aber niemanden, sondern das Thema wird einfach auf völlig anderen Bahnen "bearbeitet", da wärs vielleicht sinnvoller, dazu einfach ein eigenes Thema aufzumachen, aus dem DAS THEMA, welches mit dem eigentlichen Threadthema im Wesentlichen NICHTS mehr zu tun hat, dann auch klar hervorgeht.
ich für meinen Teil werde mich also hier raushalten, möchte nur abschließend nochmal einen Einwand aufgreifen, den vor Monaten hier schon ein anderer User geschrieben hatte, ob denn wohl auch so völlig unaufgeregt bishin zu sogar davon angetörnt reagiert worden wäre, wenn die TE ein etwa 50 jähriger Mann gewesen wäre, der angetrunken in eine Fummelei zwischen einem 50 jährigen und seiner 20 jährigen Tochter geraten wäre.
Und genau diese Anmerkung wurde dann noch völlig ignoriert, von der vermutlich überwiegend weiblichen Schreiberschaft hier.
Kann man sich so seine Gedanken dazu machen, woher das wohl kommt.
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26.06.2015, 20:51
AW: Mutter/ Sohn
Um das dann mal nicht zu ignorieren:
Ich verstehe was Du meinst, naja, finde das aber im Alltag auch verlogen, dass da so oft ein Unterschied gemacht wird ob ein Mann befummelt wird oder eine Frau.
Die Situation da sähe ich ähnlich schlimm.
Und nunja, der Thread hat sich eben vom Ausgangsbeitrag wegentwickelt und ist nun komplett woanders - für mich las sich Dein erster Beitrag, auf den ich hier reagiert habe, eben nicht so, als ginge es nur um den Ausgangsbeitrag, sondern so, als ginge es Dir zumindest auch um das Gesetz.
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30.06.2015, 05:31Inaktiver User
AW: Mutter/ Sohn
Vielleicht etwas OT, aber: Mal ganz ehrlich........was erwartet ihr von einem Gesetz welches aus den 1870-er Jahren stammt, und seither niemals grundlegend reformiert wurde? Ein bissel flicken hier, etwas neues dort, etwas gestrichen oder verbogen da. Aber im Prinzip das Gerüst von olle Bismarck.
Was soll da rauskommen? Logik und Offenheit?
Und was erwartet ihr von einer Gesellschaft deren Tendenz dahin geht immer noch mehr, immer noch sinnlosere, und immer noch abstrusere Verbote nicht nur zu tolerieren, sondern sogar noch teilweise zu fordern.
Das ausgerechnet diese Gesellschaft, unter deren Mitwirkung mittlerweile jeder x-Beliebige kriminalisiert werden kann, es trägt das ein so in Stein gemeißelter Paragraph auch nur überdacht (geschweige denn abgeschafft ) wird ?
Das werden wir nicht mehr erleben.
Sinn hin oder her.



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