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    AW: Re: Erotische Geschichten

    (Auszug aus einer längeren Geschichte bzw, fast schon "Kurzroman")

    "Du riechst so gut," schnuppert er ganz verzückt an mir. Habe ich ihn endlich aus seinem Koma erweckt?
    "Das ist das Duschgel Lotosblume, das kannst du auch benutzen, wenn du es so gerne riechst."

    Seine bisherige Passivität hatte meine Ungeduld herausgefordert und mich jetzt selber aktiv gestimmt, aber vielleicht war es genau das, was er wollte.
    Er liegt noch immer aufgestützt auf seiner Rechten. Sein erhitztes Gesicht über mir, ich nehme
    es in beide Hände, küsse ihn aufreizend, was ihm meine Bereitwilligkeit signalisierte. Ich setze mich auf. Er bleibt lässig aufgestützt liegen. Reagiert er überhaupt, dass ich auf seinem Körper wie auf einem Instrument spiele? Als meine Hände und Küsse abwärts gleiten und ich seine Schenkelinnenseiten erreiche, kann er jetzt nicht mehr ganz über sich selbst bestimmen. Bei einer kurzen Unterbrechung drängt er sofort aufs Weitermachen, das gegenwärtige Gefühl fortsetzen. Nach diesem ersten Wiederbelebungszeichen merke ich, dass ich ein Geschehen in Gang gesetzt habe, das nicht mehr aufzuhalten ist. Den Geschmack von feuriger Leidenschaft auf meiner Zunge, möchte sie nun die seine wieder umschlingen und mein ganzer Körper nur einem Punkt zustreben: vereint sein mit dir, mein Geliebter. Bis jetzt lagen meistens Stolpersteine am Weg dorthin.
    Sein Joystick drückte sich fest an meine Handfläche, aber da gehörte er nicht hin, da war er bestenfalls zwischengeparkt. Aufgerichtet, mit erhobenem Haupt, sollte er seinem Träger und mir Freude bereiten. War er endlich bereit zur Activity, wie er das genannt hatte? Ich küsste und leckte ihn deshalb nicht, er sollte erst seinen Dienst tun. Aber einen Streichler von mir kann er haben, auch der Sack unter ihm, der auch wieder einmal gedrückt werden wollte. Wenn auch nicht so heftig wie die Aufforderung in Led Zeppelin's 'Lemon Song', die ganz ordentlich an die Sache ranging:
    '... squeeze my lemon, Baby please/til the juice is running down my knees '...

    Er verstand die Signale und wandte sich mir endlich mit der erlösenden Frage zu:
    "Willst du heute mit mir schlafen?"
    "Yes, my Darling. Es ist unsere erste Nacht hier, wie im Honeymoon."
    "Es wird sicher nicht unsere letzte sein!" sagt er lächelnd, während er sich vor mir kniend über mich beugt.
    Obwohl ich diesen Magic Moment schon geraume Zeit herbeigesehnt hatte, ging es mir nun auf einmal etwas zu schnell. Er drückt meine Schenkel auseinander und bahnt sich seinen Weg in mich. Wie schon früher, nicht grob aber bestimmend. Ich hätte mir gerade heute, an unserem Einweihungsabend, ein längeres Vorspiel gewünscht. Danach schaut es jetzt nicht mehr aus. Also reagiere ich sensibel, küsse sein Gesicht gefühlsbetont, während ich sage:
    "Ich will dich ganz eng bei mir haben, komm noch näher zu mir, my Darling. Komm tiefer!"
    Die verpasste Umarmung von vorhin hole ich nun nach, und nach dem Motto 'ganz oder gar nicht' schlinge ich Arme und Beine um ihn. Ich locke ihn nochmals:
    "Bitte komm tiefer!"
    Wird er meine Bitte erfüllen? Es gibt nichts aufzupimpen, keinerlei Einsatz von irgendwelchen Fetischen, da waren wir uns schon immer einig: die Genitalien, zehn Finger und der Mund genügten unseren liebesbereiten Körpern. Mit dem eigenen und dem des anderen lustvoll umgehen zu können, darin liegt die Liebeskunst. 'Natur pur' bleibt unsere Devise und auch, wenn ich mehr Nähe und mehr Tiefe ersehnte, bin ich nicht wissentlich auf egoistisches Lustempfinden aus. Ich sehnte mich nicht nur nach der körperlichen Vereinigung mit ihm, sondern nach mehr Verbundenheit, nach der totalen Verschmelzung.
    Er kam meiner Bitte nach.
    "Yes, aber dazu musst du höher liegen und ich muss neu starten. Vielleicht sogar mit einem Reset. Let's try!"
    "Yes, Darling, let's do it!"
    Ohne sich zu weit aus mir zurückzuziehen oder ganz rauszurutschen, langt er als erstes nach seinem Kopfpolster. Den rollt er zusammen, schiebt ihn mir unters Becken. Dann legt er einen Arm unter meinen Kopf.
    Schon beim nächsten Anschub erfasste mich durch seine, nicht stoßenden sondern wellenartigen Bewegungen, ein herausragendes Gefühl, das alles Bisherige toppte. Jetzt spüre ich ihn tief in mir wie ich es mir gewünscht hatte, so tief wie bisher noch nie. Noch ohne dass er irgendwo anstößt, durchschauerte es mich wie mit kosmischen Strahlen. Befand ich mich überhaupt noch auf der Erdumlaufbahn? Als ich schneller zu atmen und zu stöhnen beginne, fragte er, ob so alles okay sei.
    "It's more than ok, you're so good, so god-given good. It's much too much crazy what I'm feeling."

    In meiner Sebstvergessenheit dachte ich nicht daran, dass auch er einen Höhepunkt erleben wollte, wenn schon nicht synchron mit mir, dann eben phasenweise. Ich spürte sein Muskelzucken und Zusammenziehen, achtete auf das vier- oder fünfmalige Versprühen seines wunderbaren Lustsaftes, der irgendwann zu fließen begann und bei seinem Rückzug aus mir teilweise auf meinen Pobacken Spuren hinterließ. Er leckte ein wenig an den weißen Tropfen, als wollte er die wertvollsten vor der Vernichtung retten. Und ich leckte sie von seinem nassen Schaft die Wurzel entlang bis zur Spitze hinauf und wieder zurück, was ihm wohltuende Entspannung verschaffte. Ein unbeschreibliches Gefühl, angenehm und doch fremdartig, zärtlich und leidenschaftlch zugleich, das ihm die heiße Frauenzunge da bereitete, so schmiegte er sich leise seufzend an mich. Und das war erst der Anfang. Denn wir konnten nicht voneinander lassen. Mit Pausen dazwischen liebten wir uns einige Male entlang der Nacht. Entsprechend trocken wurden seine Orgasmen, was ihn aber nicht schmerzte, weil ich durch meine Erregung genügend weiblichen Saft beisteuern konnte. Am nächsten Morgen war er ganz erstaunt, dass er es so oft geschafft hatte. Das hatte er bisher noch nie.

    Als ich aufwachte, war er schon munter. Er gab mir einen Guten-Morgen-Kuss. "Good morning, Al!" und fragte: "Wie war die Nacht?"
    "Toll. Einfach toll. Wahnsinnig toll."
    Lächeln.
    Meine Hand streichelt ganz leicht über sein Organ in Ruhestellung. In der sollte es auch bis zu nachtschlafender Zeit bleiben.
    "War er so toll?"
    "Und du, mein Superman. Er ist bloß dein Untertan. Wenn du willst, muss er bereit stehen wie ein Soldat. Wenn du nicht willst, muss er sich zurückziehen wie ein folgsamer Butler."
    Er kann nur lächeln über diese weibliche Vorstellungskraft.
    "Genauso funktioniert er halt leider nicht. Nicht auf Kommando. Und schon gar nicht ohne Blamage, immer wenn er sollte. Oder er macht unkontrolliert was er will, wenn ich das gar nicht brauchen kann. Erinnerst du dich an "Girls Girls Girls" mit der Tangoszene, als ich meinen Phallus nicht und nicht bändigen konnte? Diese urkomische Peinlichkeit regte niemanden auf, außer mich und wurde bis heute nicht zensuriert!"
    Auf sein männliches Klagelied antworte ich:
    "Wird sie heutzutage auch nicht mehr. Ich weiß noch. Die Szene, wo du beim Tango "The Walls Have Ears" gesungen hast, war dem Magazin Playgirl eine Doppelseite wert und die Redaktion ignorierte deine Ausbeulung. Warum, weiß keiner. Auch die Fans haben über deinen Kontrollverlust hinweg gesehen. Die männlichen wohl aus Solidarität mit dir und die weiblichen fanden dich wahrscheinlich umso sexier. Deshalb, verdamme ihn nicht, sei lieb zu ihm. So wie ich. Er schenkte mir schon so schöne Momente."
    Lächeln.
    Immer nach einem gemeinsamen Sexerlebnis mit dem gewaltsamen Ausstoß von Samen und den heftigen Muskelkontraktionen war die nachfolgende Besänftigung des aufgewühlten Inneren eine besonders willkommene Wohltat. Auch die Haut wurde so sensibel, dass sie sich bei jeder Berührung wie eine Textur aus Samt anfühlte, ein Kuss wirkte zarter als Schmetterlingsflügel, zärtliche Worte klangen in harmonischem Wohlklang nach. Das war die in sich ruhende, wärmende Entspannung, das ging schon in die tantrische Richtung, die ich hereingebracht hatte und die wir beide so schätzten und liebten.

    "Wie oft hältst du mich aus?" fragt er dann, "wieviele solcher Nächte hintereinander wie gestern?"
    "Dich halte ich immer aus, mein Schatz, jede Nacht, jederzeit." Ich zog ihn an mich. Sein nackter Oberkörper fühlte sich angenehm an. Ich küsste seine glatte Brust, seinen Hals, dann seinen Mund, wir schmusten vor dem Frühstück noch ein bisschen herum. Das mag er. Er ist überall so schmusig, lässt sich gern am ganzen Körper ablecken. Ich bedankte mich mit weichen Lippen auch wieder in seinem Intimbereich für alles Schöne, das er mir von dort zukommen hat lassen.
    Ich will ihn liebkosen ohne ihn gleich wieder verlangend zu machen. Eine Gratwanderung, ich weiß. Die behutsame Dosierung machte den Unterschied.

    "Du bist immer willkommen, my Darling, ich lade dich ein. Wenn du deine morgendliche Steife spürst, geh nicht kalt duschen, komm lieber zu mir, Ich bin immer für dich offen und bereit zu jeder Zeit. Ich kann gar nicht genug kriegen von dir."
    Das ergriff ihn. Er strich mir über die Haare. Für harten Sex ist er nicht gemacht, und das ist gut so. Wir brauchten beide viel Zärtlichkeit und Romantik, und das konnten wir uns gegenseitig in Fülle schenken.
    "Ich möchte dir noch was verraten, mein Liebster, deine Fernwirkung! Manchmal - da musst du noch gar nicht singen - brauche ich dich nur anzuschauen oder an dich denken - und ich kriege einen Orgasmus, echt!"
    Jetzt musste er loslachen:
    "Oh, das ist aber kein Geheimnis mehr, seit Liza Minelli das in einem Interview über mich sagte! Damals lief ich rot an vor Fremdschämen. Die Zeit war noch nicht so freizügig wie heute."
    "Siehst du, ich stehe nicht alleine da mit meinen Gefühlen. Aber es gibt sicher nicht viele Männer, die sie auslösen. Du kannst stolz sein auf dich. Genieren musst du dich für gar nichts, auch nicht für deine abrupten Erektionen! Bist eben ein junger potenter Mann, bei dem alles Naturgegebene bestens funktioniert."

    "Würdest du jede Nacht mit mir schlafen, könnten wir wirklich Honeymoon feiern, wir spielen einfach ein Paar auf Hochzeitsreise!"
    "Ja, das machen wir, Darling. Wir fangen damit gleich heute Nacht an!"
    Meine Überlegung dabei war auch: je mehr ich ihn befriedigte, umso weniger würde er sich um andere Sexpartnerinnen umschauen wollen oder müssen.
    Geändert von aliceg (10.09.2021 um 15:20 Uhr)

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