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    Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Mit meinem Freund bin ich (36) nun schon fünf Jahre zusammen und Weihnachten dieses Jahres wollen wir heiraten. Wir lieben und verstehen uns sehr gut, haben gemeinsame und auch unterschiedliche Interessen, die wir aber einander tolerieren. Für eine geplate Ehe gute Voraussetzungen, wenn es da nicht immer wieder Diskrepanzen bezüglich des Themas "Sex" gibt.

    Ich möchte vorausschicken, dass ich nach meiner eigenen Einschätzung weder frigide noch verklemmt. Wenn ich Lust habe, habe ich auch Spaß am Sex und erreiche auch den Höhepunkt.

    Grundsätzlich ist es so, dass mein Freund wesentlich häufiger Lust hat als ich und sich ein breiteres Spektrum an Sexualpraktiken wünscht als ich. Lust kann man jedoch nicht erzwingen und Lust vorspielen gefällt weder ihm noch mir. Ich weiß einfach nicht, wie wir da einen gemeinsamen Konsenz finden sollen:

    - Habe ich das "Recht", ihn mit seiner Lust allein zu lassen und mich bei drei von vier "Annäherungsversuchen" zu veweigern? Oder bin ich gefordert, einen Kompromiß einzugehen und wenigstens bei jeden 2. Mal "mitzumachen", obwohl ich nicht will?

    - Hat er das "Recht" von mir Sex zu fordern, wenn ich nicht will?

    Zu den Sexualpraktiken zwei Punkte, die immer wieder hochkochen:

    1.)
    Mein Freund liebt Strümpfe, besonders mit Straps - und ich hasse sie. Ich bin nicht gegen Wäsche im Bett grundsätzlich negativ eingestellt, ich mag schöne BH's und trage auch gern einen String. Aber Strümpfe finde ich einfach nur "nuttig". Es ist nicht so, dass ich es nie ausprobiert habe, sogar mehrmals, aber jedesmal fühlte ich mich auf die gleiche Weise elend und entwürdigt. Ich mag nicht, wie er meine bestrumpften Beine gierig streichelt und leckt.

    2.)
    Analverkehr und alle dazugehörigen Spielarten finde ich einfach nur abartig, da bin ich auch in keiner Weise bereit, es auszuprobieren. Angst vor dem Schmerz habe ich sowieso, aber viel schlimmer ist die Gefühle von Scham und Ekel. Mein Freund hat immer wieder vesucht, mich dazu zu überreden und es auch versucht, was dann mit Tränen und Streit endete. Warum respektiert er mein "Nein" nicht?

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    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Hallo Heidi,
    schwierig da eine Einigung zu finden, wie man ja in den diversen Strängen dieses Forums nachlesen kann.

    Ich frage mich manchmal, ob Männer irgendwelche Praktiken, die sie nicht mögen, bzw. einer höheren Sexfrenquenz, die ihnen nicht liegt, zustimmen würden....ich kann es mir nicht immer vorstellen. Hier gab es mal einen Strang, da wollte der männliche Part auch Analverkehr, sie wollte es nicht, es kam wie es kam und er tat es einfach ohne zu fragen; da sollte man doch die Gegenfrage stellen: würde er es wollen? Kannst deinen zukünftigen Mann ja mal fragen, ob er Anal bei sich auch dulden würde! Dann soll er doch mit gutem Beispiel voran gehen! Ich bin immer wieder empört und bestürzt lesen zu müssen, dass Männer sich mit Gewalt nehmen was sie möchten

    Im Ernst, was man nicht möchte, was einem nicht gefällt, wobei man sich unwohl fühlt: no go area. Wo bleibt da die GEMEINSAME Lust und Erfüllung? Man ist doch nicht der Erfüllungsgehilfe des Partners!! Sicherlich gibt es Praktiken, die man mit dem einen Partner ausschließt, die aber mit einem anderen Partner möglich sind. So ging es mir, der Sex mit meinem Exmann war langweilig und blöd, es lag aber zum größten Teil an mir, ich hatte damals einfach eine...verklemmte Einstellung dazu. Inzwischen habe ich einen neuen Partner, mit dem ich die tollsten Dinge erlebe und bei dem ich mich endlich richtig fallen lassen kann, und siehe da: Orgasmen klappen, es gibt nichts was es nicht gibt. So kann es gehen.

    Da nutzt nur eins: REDEN. Und once again: nichts tun was einem nicht gefällt. Wer hat etwas davon? Ausser deinem Mann? Und ihm sollte es doch keinen Spass machen, Sex mit seiner Partnerin in einer Form zu haben, die ihr Unwohlsein bereitet und ihr nicht gefällt.

    Lourdes

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    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen:tu nichts, bei dem Du nicht 100% dahinterstehst. Schlaf insbesondere nicht öfter mit ihm, als Du eigentlich möchtest, nur ihm zuliebe. Das ist ein Schuß, der leicht nach hinten losgehen kann; Du wirst Dich benutzt und angewidert fühlen und ihn irgendwann dafür hassen. Alles selbst erlebt!

    Hör in Dich hinein,was DU magst und wie oft. Das muß er respektieren. Eine Partnerin ist keine allzeit und zu allem bereite Beate-Uhse-Puppe!

  4. Inaktiver User

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Zitat Zitat von heidi_1202
    - Habe ich das "Recht", ihn mit seiner Lust allein zu lassen und mich bei drei von vier "Annäherungsversuchen" zu veweigern? Oder bin ich gefordert, einen Kompromiß einzugehen und wenigstens bei jeden 2. Mal "mitzumachen", obwohl ich nicht will?
    In dieser Hinsicht bin ich für einen Kompromiss. Ich kenne das sowohl von meinem Partner als auch von mir. Manchmal hat man keine Lust, aber man kann sich verführen lassen. Manchmal geht einfach gar nichts.

    Sprich das mit deinem Partner ab: Er bekommt die Chance, dich "anzuregen", wenn du keine Lust hast. Dann und wann wird es passieren, dass der Appetit mit dem Essen kommt und ihr Sex habt, obwohl du anfangs keine Lust hattest. Im Gegenzug soll er dein "Nein" akzeptieren, wenn bei dir nun wirklich nichts geht. Und zwar ohne dir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil du ihn "mit seiner Lust allein gelassen" hast.

    Bei uns kommt beides gelegentlich vor, mal hat er keine Lust, mal ich. Mit diesem Kompromiss haben wir sehr regelmäßig guten Sex, und keiner fühlt sich zurückgestoßen.


    Ansonsten würde ich sagen: Wenn dir etwas unangenehm ist, tu es nicht. Alles andere ist quatsch. Du kannst gelegentlich etwas mitmachen, was dem anderen mehr gibt als dir. Aber etwas zu tun, was dir zutiefst gegen den Strich geht, wird dauerhaft zu Problemen führen.

    Grüße, Cariad

  5. User Info Menu

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Hallo Lourdes,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Geredet haben wir schon viel und sind noch zu keinem Ergebnis gekommen. Kann ich wirklich erwarten, dass er seine Lust ständig unterdrückt? Muß ich mir ansonsten gefallen lassen, dass er sich mit Pornos befriedigt oder Sex-Chats? Oder ist Sex nur in Ordnung, wenn beide Lust haben (wobei er dann natürlich zu kurz kommt)
    Ich habe wenig Lust, er viel - wer ist im "Recht"?

    Das Problem ist, dass ich ihm keinen Spiegel vorhalten kann, wie du es vorschlägst: Er würde sich Analsex bei ihm nicht nur vorstellen können, es würde ihm sogar gefallen. Aber wie gesagt, für mich ist diese Praktik einfach tabu, aus den genannten Gründen.

    Manchmal, wenn wir schönen Sex hatten, flüstert er mir ins Ohr "Ich will noch viel mehr mit dir machen". Zu Anfang unserer Beziehung war ich da auch noch sehr naiv und konnte mir nicht vorstellen, was er damit so meint.
    Seit drei Jahren haben wir Internet und ich habe mich im Bereich Sex ein bißchen "weitergebildet" - und bin entsetzt, was es so alles gibt, das hat meine kühnsten Phantasien weit übertroffen: Brüste abbinden, Spielereien mit Exkrementen und Urin...ich könnte mich schütteln. Ist es das, was Männer wirklich anmacht? Wird das tatsächlich in Ehebetten praktiziert? Und rechtfertigt das, Analverkehr als "normal" einzustufen?

    Ich liebe meinen Freund und er mich auch. Nur ich weiß wirklich nicht, was sich noch so im Oberstübchen abspielt, wenn da schon "Sex" drinsteht. Im täglichen Leben ist er absolut kein Macho.

    Nur dieses Sexthema - ich bilde mir ein - oder ist es tatsächlich so? dass es sich immer mehr in seinen Kopf festsetzt. Immer wieder fließt Intimes auch in tägliche Gespräche mit ein. An den Termin beim Frauenarzt erinnert er mich mehrmals - an den beim Augenarzt nicht. Er erinnert mich beim Schreiben des Einkaufszettels an Rasierklingen für die Intimrasur - aber nicht an Deo und Zahnpasta. Er erinnert mich daran, die Sexfotos, die wir mal gemacht haben zu bearbeiten - aber nicht daran, dass ich noch Urlaubsfotos bearbeiten wollte...

  6. User Info Menu

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Zitat Zitat von heidi_1202
    Seit drei Jahren haben wir Internet und ich habe mich im Bereich Sex ein bißchen "weitergebildet" - und bin entsetzt, was es so alles gibt, das hat meine kühnsten Phantasien weit übertroffen: Brüste abbinden, Spielereien mit Exkrementen und Urin...ich könnte mich schütteln. Ist es das, was Männer wirklich anmacht? Wird das tatsächlich in Ehebetten praktiziert? Und rechtfertigt das, Analverkehr als "normal" einzustufen?
    schmeißt du da nicht einiges durcheinander? Analverkehr hat nichts mit Brüste abbinden und mit Exkrementen-Spielereien zu tun. Differenzier es doch ein wenig mehr für dich. Du "musst" nichts tun was dir nicht behagt, nur vielleicht hast du Vorurteile gegenüber Analverkehr und vielleicht lohnt es sich für dich daran zu arbeiten, sie ein wenig abzubauen.
    Es kommt wie es kommt



    Es ist ein großer Vorteil morgens aufzuwachen!

  7. Inaktiver User

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Vielleicht solltet ihr auch nicht bei Sachen anfangen, die ihr im Internet findet, sondern bei euch.

    Was macht dir denn Spaß? Welche Körperregionen werden durch sanfte, welche durch feste Berührung erregt? Wie ändert sich das mit Wasser (unter der Dusche oder in der Badewanne) oder mit Massageöl? Gibt es Filmszenen oder Geschichten, die dich erregen?

    Da könnt ihr ansetzen und nach und nach euren Sex weiter entwicklen. Unabhängig davon, was irgendwelche Freaks in irgendwelchen Internetforen als "normal" bezeichnen.

    Grüße, Cariad

  8. Inaktiver User

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    Zitat Zitat von heidi_1202
    Muß ich mir ansonsten gefallen lassen, dass er sich mit Pornos befriedigt oder Sex-Chats?
    Ersteres JA, Letzteres NEIN mit einem in den Hintergrund gestellten "Vielleicht doch".

  9. User Info Menu

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    hi,

    also irgendwie habe ich bei deinen worten den eindruck, dass du dich schon ziemlich auf deiner position einzementiert hast. du möchtest auf keinen fall mehr "rausrücken" als jetzt, eher weniger. und du fragst dich ob das auf dauer gut geht. wenn er wirklich so sehr auf alles auch nur halbwegs sexuelle fixiert ist, wie du schreibst (einkaufszettel etc) - und dir das jetzt schon alles so sehr zuwider ist.... ich kann mir kaum vorstellen, dass es da eine kompromisslösung gibt. setzt euch mal zusammen und redet ernsthaft drüber, sonst nimmt das problem schnell einen höheren stellenwert ein, als es vielleicht benötigt.
    gruss, fio.
    I slipped into the embrace of my wraparound shades.
    T.C.Boyle

    Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
    21Pilots

  10. Inaktiver User

    AW: Sex-Diskrepanzen in der Beziehung

    ...

    oh je..

    dat geht nicht gut..

    macht gleich einen Ehevertrag..


    leo

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