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  1. User Info Menu

    50 shades of grey

    ich bin nicht sicher, ob mein beitrag hierhin oder in den kulturteil/ bücher gehört
    -nun versuch ich es erstmal hier :
    lese gerade 50 shades of grey und es würde mich doch sehr interessieren, wie ihr dieses buch findet !
    erotisch ?
    albern ?
    fesselnd (grins) ?

  2. Moderation

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    AW: 50 shades of grey

    Gibt es das schon auf deutsch?

    Ich leb im englischsprachigen Ausland und werde langsam doch neugierig, nachdem ich neulich an einem Tag drei total unterschiedliche Menschen, von der Studentin bis hin zum Senior, in der Bahn ganz gefesselt (sic) darin hab lesen sehen und in meiner Stadtteil Bücherei 76 Leser das Buch vorbestellt haben

    In den USA sollen die Baumärkte übrigens einen verstärkten Umsatz im Bereich Seile und Taue vermelden, vorzugsweise von Frauen gekauft.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: 50 shades of grey

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Gibt es das schon auf deutsch?
    Shades of Grey - Geheimes Verlangen, Band 1 erscheint am 9. Juli.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  4. Inaktiver User

    AW: 50 shades of grey

    Mir als Mann reicht ein Artikel. Scheint also großer Bedarf an Erniedrigung bei den Frauen in der westlichen Welt, rein sexuell, rein fantastisch. Rein mainstream. Gab es noch große Empörung darüber, dass es mainstream sei, wenn Männer auf Analsex stehen, ist der echte Mindfuck jetzt doch eher gesellschaftsfähig.
    Gebe zu, kenne das Buch nicht. Vermutlich verClit-Lit'ualized. Jede wie sie mag. Aber sowas mainstreamed? Aus Euch Weibern schlau zu werden..

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    AW: 50 shades of grey

    Ich sehe schon, wir brauchen dringend passende Textbausteine. Etwas Tröstendes oder doch ein How-To?

    Wenn es dann demnächst durchs Internet schallt: "Hiiiilfe, meine Frau liest shades of grey - und nun? Was muss ich tun?! Was erwartet sie von mir?!"...
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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    AW: 50 shades of grey

    *ggg*

    ach ich glaub so neu ist das gar nicht. Schaut man in die einschlägig bekannten online-shops, findet sich überall reichlich Spielzeug aus dem Bereich BDSM

    Ansonsten wünsch ich allen viel Spaß und Fantasie beim Ausprobieren

    50shades

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    AW: 50 shades of grey

    Also ich lese das Buch gerade und bin sehr fasziniert davon. Mein Englisch ist zwar nicht sooo gut, aber dafür reicht es. Phantasie und zwischen den Zeilen lesen gehört dazu.Eigentlich ist es wirklich eine richtige Liebesgeschichte, aber eben mit einigen sehr erotischen und für mich neuen BDSM Einflüssen.Mich hat das Buch doch sehr dazu gebracht, über meine persönlichen Wünsche, Sehnsüchte und Phantasien nachzudenken. Irgenwie ist da etwas in mir "geweckt" worden.Und in mir tun sich Fragen über Fragen auf.......

  8. Inaktiver User

    AW: 50 shades of grey

    mal abwarten.. und @kraaf, meine bisherige "gebrauchsanweisung" (was auch immer du damit meinst) hat sehr gut funktioniert (um in deiner sprache zu bleiben). kenne das buch wie gesagt nicht. meine frau darf gerne ihre fantasien haben. ging nur (nochmal für dich) um mainstream und wenn viele menschen, dann gesellschaftfähig? (...)
    Geändert von Inaktiver User (28.06.2012 um 22:46 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: 50 shades of grey

    Nun ja...

    ich habe mir ein paar freie Leseproben und Kommentare aus dem Netz "reingezogen" und meine ersten Assoziationen waren: Eigentlich ein BDSMiger Courths-Mahler- oder Pilcher- (Soft-?) Porno. Schon die Besetzung ist irgendwie typisch kitschig, auch wenn in unserer Wirtschaft profunde Persönlichkeitsstörungen die Akteure ja geradezu zu adeln scheinen und bedingungslose Unterwerfungs- und Hingabephantasien offenbar besonders gerne gebildeten Karrierefrauen zugeschrieben werden - aber wer weiß schon, ob es wirklich so ist? Vielleicht können sie sie nur besser verbalisieren? Oder sind das nicht doch wieder nur ganz althergebrachte Eroberungsfantasien und durchsichtigstes Klassen- (Schubladen-) Denken, zeitgeistig angepasst?

    Nichts desto trotz ist natürlich (?) jede solche Schilderung irgendwie er- oder zumindest anregend, bietet Details, die eigene Engramme aktivieren. Dabei blendet man die einem selbst eher unangenehmen Dinge, die man so bestimmt nicht (er-) leben möchte, einfach aus oder mildert sie ab - vermittels der konstruktivistischen Gesamtsimulation unseres Selbstmodells, die eben nicht nur die Realität permanent für uns sehr selektiv interpretiert und adaptiert, sondern auch das Mit-Erleben und Mit-Fühlen mit anderen, sogar mit fiktiven Charakteren, also auch innerhalb einer ebenso fiktiven Story.

    Dazu bedürfte es allerdings keiner 1200 Seiten. Eine persönliche Liste kleinster Szenen und Motive und stellenweise sogar nur weniger Reizworte reichte dazu völlig aus, beschäftigt einen aber weder so lange, noch so konzentrierend trotz ständiger Ablenkung - vielleicht fließt solch ein Handlungsstrang einfach leichter nebenbei ins bzw. über das Unbewusste?
    _____

    Mich würde jedenfalls einmal interessieren, was eigentlich (angeblich gerade) Frauen daran so fasziniert? Ich stelle mir jedenfalls z. B. einen wund geschlagenen Po und folgendes "hartes Rannehmen" unter Verbot jeglicher normaler Reaktionen darauf nicht gerade erotisch erfüllend vor. Um nicht falsch verstanden zu werden: Frauen mit neosexuellen Affinitäten üben einen starken Reiz auf mich aus, aber in den meisten Fällen wohl eher "platonisch".

    Meine vielleicht gewagte Theorie zur Bewegtheit der Frauen und meiner eigenen:

    Da heute Sexualität in "normaler" bis höchst banaler Ausprägung einschließlich aller dazugehörigen Reizauslöser allgegenwärtig ist und zudem noch endlos "schön" retouchiert wird, verflachen die Sensationen einerseits in einem globalen Schönheits- und Sexyness-Ideal und wecken ständige Zweifel an der eigenen erotischen Wirksamkeit (das ist wohl unbestreitbar), andererseits erhöht das das Bedürfnis nach realer (nicht nur ideeller) Überhöhung des körperlichen und "seelischen" Empfindens bis ins Extreme (Manifestations- und Steigerungsbedürfnisse, erst recht nach eher "müden" Phasen...).

    Gleichzeitig entledigt man sich der ganzen gefühlsmäßigen Unsicherheiten durch sehr eindeutige Rollen-, Kompetenz- und Aktivitäts-/Passivitätszuweisungen und ein klares Sich-Hineinbegeben in ein mehr oder weniger vorgegebenes oder zumindest vorgedachtes Szenario. Und schon muss man eine gewisse Unberechenbarkeit des Flusses und Überraschungs- oder Befürchtungsmomente hintenherum wieder einführen, um neben der körperlichen Steigerung auch eine mentale wieder aufbauen zu können...

    Einfacher: BDSM und Fetisch sind schlicht extrem ritualisierte Zuwendungen, weil die "normalen" mittlerweile im praktischen, banalen Alltag und in der Ökonomie der Aufmerksamkeit oft völlig untergehen - bis in die kleinsten Kleinigkeiten.

    Die Frage für den Einzelnen bleibt nur, inwieweit diese besondere Zuwendung jeweils tatsächlich dem Partner gilt oder eher einer Fiktion bzw. der eigenen Anima / dem eigenen Animus, während der Wunsch nach eindeutiger bis totaler Zuwendung natürlich immer ein "meiniger" ist.

    Mag jemand in dieser Richtung mitdenken?
    _____

    P.S.:

    Noch ein paar Stichworte: Konstruierterer, kontrollierterer, bewussterer, individuellerer, "intellektuellerer" Sex. Meines Erachtens auch vom "Rest" jedes Beziehungsgefüges eher abzuspaltender Sex, Sex als Event.

    Gäbe es nicht noch andere Möglichkeiten als diese BDSM-Stereotype? Warum sind (angeblich?) Fetische eher männlich und bei Frauen weniger beliebt?

    Man könnte m. E. ganz neue "Sexologien" schreiben (was V. Sigusch mit seinen "Neosexualitäten" ja bereits getan hat).
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

  10. User Info Menu

    AW: 50 shades of grey

    also ich habs auch gelesen wenn auch nicht ganz komplett da ich irgendwann das liebesgesülze nicht mehr ausgehalten habe und seitenweise überblättert habe. lässt man mal die ganzen sexszenen weg ist das ganze eine furchtbar kitschige liebesgeschichte mit unglaublich viel klischees und alles schonmal dagewesen. alles zusammen ist das buch was für nen verregneten sonntag auf dem sofa oder so eine typische ulaubslektüre. ich find ja immer liebesschnulzen lesen ist wie actionfilme gucken, nicht anspruchsvoll, aber entspannend und macht spaß.
    die sexszenen waren schon heiß aber ich finde in einem solchen rahmen das sie halt auch niemanden richtig schocken, also leute die mit BDSM noch nie was am hut hatten lesen das glaub ich ohne einen großen schreck zubekommen. und das regt dann natürlich das kopfkino an, die frage ist halt wieviel die das anmacht (und das sind ja anscheind wirklich viel) setzten das dann wirklich in die praxis um und finden es dann auch immer noch heiß wenn heinz-hubert die handschellen rausholt und anfängt einem den hintern zu versohlen. was ich damit sagen will im kopf geht halt immer ganz viel.... und warum frauen da jetzt so drauf abfahren?

    vielleicht wirklich weil in unserer verkopften gesellschaft in den frauen und männer immer gleichgemachter werden das irgendwie tief in uns verwurzelte rollenmuster bedient. der starke mann bei der frau sich einfach gehen lassen kann? und das buch spricht natürlich auch so ein klassisches klischee an, die frau die den armen tortured hero rettet und ans licht führt....vielleicht erhöht das noch die sexyiness???

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