Ich bin ein absoluter Liebhaber von Tantra-Sex, leider findet meine Partnerin mein Faible nicht so anregend und toll wie ich.
Ich mag das lange und intensive Vorspiel. Sie geniest das massieren und einölen und alles bei weitem nicht so wie ich.
Nach dem Sex ist Sie für das Nachspiel der Erregung und ein langsames ausklingen mit streicheln und Zärtlichkeiten garnicht zu haben.
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Ergebnis 1 bis 4 von 4
Thema: Tantra-Sex
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29.11.2011, 16:06
Tantra-Sex
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29.11.2011, 16:33
AW: Tantra-Sex
schade.
see you on be friends online!
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29.11.2011, 17:35
AW: Tantra-Sex
Aha!
Anatomie (... ratlos!)Was Du heute denkst, wirst Du morgen sein.
(Buddha)
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30.11.2011, 09:51
AW: Tantra-Sex
Das bestätigt nur, dass gewisse "naturgegebene" oder "fundamentale" Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher Sexualität reine Legenden sind. Wie so oft in der Psychologie und Soziologie und erst recht in sogenannten "Ratgebern": Die individuellen Unterschiede sind fast genauso groß oder sogar größer, als die krampfhaft gesuchten.
"Komischerweise" werden fast immer die gesamten Umstände solcher Erhebungen unterschlagen und uralte Vorurteile tausendfach recycled oder es wird einfach wild über die Gründe spekuliert.
Das passiert einem natürlich auch selbst - vielleicht mag die Skorpionin Sex allgemein nicht so inszeniert, hat Hemmungen, so gezielt auf Lust hinzuarbeiten, findet eine Kleinigkeit total abtörnend und traut sich nicht, sie zu erwähnen... ...hat also garkeine prinzipiellen Abneigungen gegen Slow Sex.
Meines Erachtens sollte man ganz bewusst auch für sich selbst ausnutzen, dass der Mensch sehr wandelbar ist, in gewissen Dingen sogar geprägt werden kann wie der berühmte Pavlowsche Hund. Will sagen (sehr vereinfacht), man sollte sich über kompatible Phantasien verständigen, die man in gemeinsamen Szenarien unterbringen kann (sie müssen also nicht gleich sein) und diese dann intensiv in seinem Kopfkino pflegen.
Gemeinsam werden sie dann dadurch, dass der Partner sich immer öfter denkt, der andere denkt jetzt gerade an... (man sollte sie dazu aber auch besser vor tumber Außenbeeinflussung schützen und nicht jeden Quatsch "nachturnen" wollen).
So "prägt" man sich quasi selbst und gegenseitig zugleich. Natürlich müssen die Phantasien dazu als absolut liebenswerte Eigenarten des Partners wahrgenommen werden können. Manifestieren sie sich irgendwie auch nach außen, ist das für manche Menschen schwer, weil es an ihrem Selbstwertgefühl kratzt. Sie fühlen sich dann garnicht mehr selbst gemeint. Dass das bei Tantra-Sex auch der Fall sein könnte, ist mir nicht so einleuchtend. Aber darunter stellt sich wahrscheinlich auch jeder etwas anderes vor oder eben: Siehe oben.
Ich kann mir hingegen sehr gut denken, dass der "normale" Mensch nur einen winzigen Bruchteil seiner erotischen Möglichkeiten nutzt, weil er oder sein Partner sie garnicht kennen, sie unschicklich finden, sie ein Detail oder sogar eine falsche Vorstellung abstoßen, ihnen die Tatsache der bloßen Befriedigung (manchmal auch nur eines Partners) reicht, oder... oder... oder... (Oder weil permanent etwas anderes von außen diktiert wird und sich breit macht!)
Eigentlich ist es wie mit dem Essen: Im Extremfall Fastfood gegen Mehrgänge-Menü, Hunger gegen Genuss, Gewohnheit gegen Wagnis, sicheres Ergebnis und Ruhe gegen Idee und Reiz, Konsum gegen Kreativität. Aber immer das selbe aufwändige Menü ist auch langweilig und dafür dann irgendwann zu aufwändig - und schon sehnt man sich nach dem Einfachen, verfällt dann leicht wieder in alte Muster.
Irgendwo anders habe ich hier sinngemäß mal gelesen: "Die Leute können zwar sehr schnell und unvernünftig Sex miteinander haben, aber offenbar nichtmal drüber reden." Tja, unsere "Kultur". Sex ist überall, wird geradezu eingefordert, Erotik und Persönlichkeit bleiben dabei auf der Strecke.
Der Gedanke und die wirkliche Phantasie sind ja auch individuell, eine Blöße, aber Gangbangs gibt es schon (zumindest angedeutet) in Musikvideos und im Extrem sogar echt auf dem Schulhof. Da sollte man sich auch mal die Frage stellen, wem die Tatsache nützt und wem sie schadet.
Und sich mehr abschotten, sich mehr gegenseitig vertrauen als einem reinen Kommerz ohne jeden Skrupel.Geändert von Cygnus (30.11.2011 um 09:56 Uhr)
Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia


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