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  1. Inaktiver User

    Tagebuch "Kalter Entzug"

    Hallo Leute,

    so....am 30. Januar 2018 gegen 15 Uhr, keine neue Zigaretten-Schachtel geholt.
    Bis jetzt durchgehalten.
    Es sind keine Raucherpflaster, irgendwelche Medikamente oder sonstwas im Einsatz bei mir.
    Einfach nur der sogenannte kalte Entzug.

    Grobe Startbeschreibung:
    Seit mind. 25 Jahren täglich mind. 1 Schachtel geraucht, also mind. 20 Stck/Tag, oder besser: mind. 25 Stück.
    Alkohol getrunken in der Hochzeit der Jugend auf Partys, Konzerten.....also lange her, heutzutage nischt mehr....seit vielen Jahren.
    Drogen: nichts, noch nie, egal welche.


    Sich zeigende körperliche Symptome aktuell, also seit 31. Januar:

    Schweiß....kalter nasser Schweiß, sehr viel nachts, morgens beim Aufwachen, sehr viel, sehr kalt...auch am Tage...Pulli, T-Shirt, Jacke...alles voll.
    Finger oft kribbeln, Taubheitsgefühle, aber nicht permanent.
    Bauch bläht sich etwas, wird heftiger.
    Sogenannter Muskelkater in den Waden.
    Sehstärke der Augen: starke Schwankungen, teils Bedarf nach Brille.

    Jetzt die psychischen:

    Eklige heftige Stimmungsschwankungen, richtig in Depressionen gehend, sehr unangenehm.
    Hass auf alles und jeden...läßt dann wieder nach, aber starke Anfälle diesbezüglich.
    Extreme Genervtheit von Menschen, Geräuschen.
    Das Gefühl sich in eine Black Box begeben zu müssen, aber Verkriechen im Bett bewirkt genau das Gegenteil: es kommt zu furchtbaren depressiven Anfällen...
    Bedürfnis permanent Treppen zu steigen...was ich tue.
    Bedürfnis an Haaren zu spielen oder an Fingern zu knabbern ist bei mir nicht vorhanden.
    Bedürfnis sich auf den Boden zu legen; gymnastische Übungen werden von mir durchgeführt.
    Bedürfnis nach kalter Milch stark vorhanden.
    Bedürfnis zu essen /Fressanfälle gefährlich vorhanden....gehe jetzt nochmal runter zum Dicounter und kucke nach Pumpernickel und Magerquark.

    Berichte morgen weiter.
    Ich berichte auch dann, wenn ich eingeknickt bin und rückfällig geworden sein sollte.

    Bis morgen

  2. Avatar von bazeba
    Registriert seit
    05.09.2006
    Beiträge
    659

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Ich wünsche dir alles gute!

    Ich habe am 20.4.2015 aufgehört und seitdem nie wieder auch nur einen Zug gemacht.

    Kalter Entzug nachdem ich schon 20 Jahre geraucht habe, in den letzten Jahren eher zwei statt einer Schachtel.

    Mir geht`s gut, der Entzug war in 2 Wochen vorbei, Blutdruck hat sich stabilisiert. Die Zusatzkilos kommen langsam wieder runter.
    Psychisch fand ich es diesmal- war ja nicht mein erster Versuch - ziemlich einfach.

    Du schaffst das!
    Never be afraid, never.

  3. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Danke für Deine Antwort, Deine Infos....

    Lieben Gruss


  4. Registriert seit
    10.07.2015
    Beiträge
    153

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Hallo Avocada,
    ich drücke Dir auch die Daumen...bin auch seit ungefähr 5 Jahren rauchfrei und habe vorher ungefähr soviel geraucht wie Du...
    Es lohnt sich, durchzuhalten!
    Mir hat Ausdauersport am besten gegen die Aggressionen geholfen....Joggen, Radeln, flott spazieren gehen...bis ich fix und fertig war...dann konnte ich mich auch wieder unter Menschen begeben;-)
    Meine Schwester hat gute Erfahrungen mit so Anti- Raucher- Hypnose- Videos auf y**Tube gemacht, vielleicht ist das ein Versuch wert?
    So abends vor dem Einschlafen?
    Oder wenn zwischendurch mal Zeit ist....
    Viel Erfolg :-)
    LG, Leny

  5. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Danke auch Dir Leny....für Deinen Beitrag!

  6. Avatar von chincat
    Registriert seit
    14.08.2006
    Beiträge
    2.856

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Avocada, ich drücke auch ganz fest die Daumen. Ich habe 40 Jahre geraucht, hardcore, und bin seit mehr als 3 Jahren rauchfrei. Den kalten Entzug habe ich mir erst gar nicht angetan, ich habe es mit der E-Zigarette geschafft. Wenn du es ohne Krücke schaffst ==> Respekt.

  7. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Auch Dir Chincat...einen lieben Gruss und danke!

  8. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Ich drück mit.

    Bei mir ist es 14 Jahre her, 2 Schachteln täglich. Entzug von jetzt auf gleich keine Entzugserscheinungen!

    Meine Krücke: ich habe nicht aufgehört nur nicht wieder angefangen!

  9. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Guten Morgen, Hi Dharma.....lieben Gruss!

    Stand:
    Trotz nächtlichem Aufwacben bei Vollmond jetzt einen schwarzen Tee gemacht. Nachtwäsche ist trocken, kein nasses kaltes Schweiß-Meer mehr, kein weiterer Traum.
    Da ich frei habe muß ich nirgends hin, also werde ich wieder lange Spaziergänge machen, mir Treppen suchen die ich hochlaufen kann, zu Hause die versiffte Bettwäsche durchwaschen.

    Merke wie sich die Augen, also die Sehstärke wieder anfängt zu normalisieren. Auch die starken Ermüdungserscheinungen allg. lassen wohl langsam nach.
    Momentan innerlich ruhig soweit, keine psychischen Hass-Attacken.
    Bedürfnis Menschen zu sehen oder in Kontakt zu kommen, allerdings nicht vorhanden.
    Allgemeine Reiz-Stimmung trotzdem irgendwie leicht da...leicht depressiv.
    Was-Wäre-Wenn-Stimmung kommt auch oft durch, Selbstzweifel, Selbstmitleid, Ärger....Ärger über das Leben, über alles mögliche im Konjunktiv.

    Starke Zahnschmerzen im unteren Kiefer, Schmerzstelle nicht zu lokalisieren. Backenfleisch an der Stelle tut auch weh. Eigentlich der ganze untere Kiefer.
    Zittern der Hände bei mir nicht vorhanden, auch keine Brust-oder Lungenschmerzen.
    Gefühl, mind. 10 kg zugenommen zu haben, fühle mich fett.

    (Allein, was man sich an psychischen Schäden da einfängt....definitiv Droge, dieses Nikotin. Kann mich erinnern, auf der Fahrschule für Sattelzüge wurden Zigaretten wie selbstverständlich den Drogen mit hinzugerechnet und für verboten erklärt.)

  10. Avatar von BlueVelvet06
    Registriert seit
    26.03.2017
    Beiträge
    6.636

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Hab schon vor mehr als 20 Jahren aufgehört. Ca. 20-25 Zigaretten täglich damals im Schnitt. Und klar, von jetzt auf gleich keine Zigarette mehr, sowas wie Pflaster oder e-Zigarette gabs nicht. Ich hatte 3 Tage Entzugssymptome, das wusste ich vorher und hab deshalb versucht, sie nicht weiter zu beachten, hab mich mit viel Arbeiten und Sport abgelenkt und bewusst nicht auf jedes Symptom geachtet. Nach 3 Tagen war das Gröbste vorbei, ähnlich dem, was man heute so weiss. Ich finde ehrlich gesagt jede starke Erkältung schlimmer als meinen Entzug. Um mich nicht zu sehr in Versuchung zu führen, war ich in der ersten abstinenten Zeit etwas weniger auf Parties und hab weniger Alkohol getrunken, denn Alkohol und ein Zigarettchen waren so mein Ausgeh-Dreamteam.

    Mein Mann, Hardcore-Raucher mit 3 Schachteln täglich, hat vor einigen Jahren aufgehört, kurz bevor wir in ein Wellness Hotel gefahren sind. Dort hat er Nikotinpflaster geklebt, viel Sport und Sauna und nach drei Tagen war auch das Schlimmste überstanden. Die jahrzehntelangen Gewohnheiten waren für ihn etwas schwieriger zu überwinden.

    Ich würde mich ja nicht so stark auf die Symptome konzentrieren und nicht so viel in mich hineinhorchen, aber da ist vielleicht jeder anders.

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