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  1. Registriert seit
    07.04.2016
    Beiträge
    76

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Ich bin heute Tag 5 rauchfrei. Habe am vergangenen Sonntag Nachmittag meine letzte Zigarette geraucht.

    Ich habe eine e-Zigaretten mit nikotinfreiem Liquid. Die liegt einfach so rum und ab und an ziehe ich mal dran.

    Ich habe ein Nikotin-Spray hier, habe ich bisher aber insgesamt nur 4 x benutzt.

    Der erste Tag - also Montag war schlimm. Ich war unkonzentriert, fahrig, nervös, ungeduldig. Dazu eine furchtbare innere Unruhe.

    Seit Dienstag geht es eigentlich aufwärts. 99 % des Tages sind gut, problemlos. Das letzte eine Prozent läßt mich aber an und an verzweifeln. Dann knallt mir der Suchtteufel ein paar aufs Ma*l und sagt: "LOS! GEH JETZT RAUCHEN!" und ich hab in diesen Minuten das Gefühl, ich kann ohne die Zigarette - meinen besten Freund! - nicht leben. Schrecklich.

    Ich schlafe ganz furchtbar, nicht mehr als 4 Stunden in der Nacht, bin trotzdem topfit. Ich habe unbändigen Appetit, könnte pausenlos was ich mich reinstopfen, apropos stopfen... Ich habe Verstopfung, sehr unangenehm.

    Ich habe übrigens rund 33 Jahre geraucht, in den letzten 10 Jahren täglich ca. 10 - 12 Zigaretten.

    Mein größter Wunsch: Gleichgültigkeit ggü. der geliebten Zigarette!


  2. Registriert seit
    10.07.2015
    Beiträge
    160

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Bis man gar nicht mehr ans Rauchen denkt, dauert es etwas...ich habe nachts sogar teilweise geträumt, dass ich rauche - und mich sogar im Traum dann über mich geärgert;-)
    Bei mir war das Schwierigste, die alten Gewohnheiten quasi zu "überschreiben"... Das hat ein Weilchen gedauert, aber jetzt denke ich gar nicht mehr an die blöden Kippen- haltet durch! Das Gefühl und Wissen, frei (vom Nikotin) zu sein, ist unglaublich!
    Ablenken, ablenken, ablenken wäre mein Tip:-)

  3. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Dank an alle, die hier geschrieben haben...ich lese alle Beiträge und ganz viele andere Leute ja auch.

    Mein aktueller Stand heute:
    Ich war nur unterwegs...mußte einmal nach Hause, da ich schon wieder total durchgeschwitzt war. Aber nur oben rum, also alles naß bis auf die Haut. Hab trockene Wäsche angezogen und bin wieder los.
    Bin auch viele Treppen gelaufen, macht Spaß.

    Ansonsten sehr umtriebig unterwegs....langes schnelles Laufen durch Straßen, ganze Alleen lang. Müdigkeit stellt sich nicht ein, Körper will laufen.
    Stimmung hebt sich etwas.

    Bis später....

  4. Avatar von BlueVelvet06
    Registriert seit
    26.03.2017
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    7.134

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Zitat Zitat von loomida Beitrag anzeigen
    Seit Dienstag geht es eigentlich aufwärts. 99 % des Tages sind gut, problemlos. Das letzte eine Prozent läßt mich aber an und an verzweifeln. Dann knallt mir der Suchtteufel ein paar aufs Ma*l und sagt: "LOS! GEH JETZT RAUCHEN!" und ich hab in diesen Minuten das Gefühl, ich kann ohne die Zigarette - meinen besten Freund! - nicht leben. Schrecklich.
    Ja, bescheuert, ne? Als wenn die Zigarette je was Brauchbares für einen getan hätte, was man nicht alleine auch hingekriegt hätte. Wenn mir heiß war, hab ich erstmal eine geraucht, wenn mir kalt war, auch. Wenn ich erschöpft war, sowieso. Und wenn ich aufgeregt war. Das alles hätte eine Zigarette für mich verbessern sollen, so ein Blödsinn. Aber ich war fest davon überzeugt, dann eine rauchen zu „müssen“. Auf die Idee komme ich schon lange nicht mehr


    Zitat Zitat von loomida Beitrag anzeigen
    Mein größter Wunsch: Gleichgültigkeit ggü. der geliebten Zigarette!
    Kriegst du. Hundertprozentig. Nur noch ein bisschen durchhalten. Und irgendwann ist es da und du wunderst dich, warum du je soviel Geld für so einen Schmarrn ausgegeben hast, anstatt dafür zu reisen oder whatever.

  5. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Hallöchen, hier alles im grünen Bereich....Schweißausbrüche werden weniger. Nachts paar Mal wach, etwas unruhig, aber geht so..., kein Traum von Zigaretten.

  6. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    ...nachts wieder wach gegen MItternacht, dann gegen 4 Uhr morgens....einmal Shirt wechseln müssen, naß von Schweiß, teils ganzer Körper.
    Innere Unruhe wird merklich weniger, auch der Blähbauch scheint abzunehmen.

    Kontakt zu Menschen gleich Null....keine Lust, nicht den geringsten Bedarf.

    Bedürfnis die Wohnung zu kündigen und weiterzuziehen verstärkt sich; Flügel wachsen.


  7. Registriert seit
    03.07.2005
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    37.000

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bedürfnis die Wohnung zu kündigen und weiterzuziehen verstärkt sich; Flügel wachsen.
    Dem würde ich allerdings frühestens dann nachgeben, wenn du psychisch und körperlich wieder stabil bist und dieses Bedürfnis dann immer noch hast.

    Als ich aufhörte, waren die ersten drei Tage schwierig - wegen den gewohnten Reflexen - dann ging's gut.... bis ich plötzlich drei Monate später, aus heiterem Himmel, urplötzlich das starke Bedürfnis zu rauchen verspürte. Einfach so. das fand ich die schwierigere Hürde als die ersten drei Tage.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  8. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Das Bedürfnis weiterzuziehen ist immer vorhanden. Ich ziehe alle drei Jahre spätestens um, an immer demselben Ort wird es mir zu langweilig auf Dauer.
    Dafür bin ich jederzeit ausgerüstet. Mein Focus liegt beim Flügel-Wachsen.

    Daß es Monate oder Jahre später Rückfallerscheinungen gibt, weiß jeder. Jeder, der aufhörte, hat diese.
    Davon geht man aus, wenn man einen Entzug macht, genau wie bei jeder anderen Droge.

    Hinzu kommt, daß jeder Mensch anders programmiert ist. Nicht bei jedem müssen diese Erscheinungen zutage treten. Von daher.....heißt es ja nicht umsonst: Tagebuch...einer einzigen bestimmten Person, gelle.


  9. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    37.000

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Bedürfnis weiterzuziehen ist immer vorhanden. Ich ziehe alle drei Jahre spätestens um, an immer demselben Ort wird es mir zu langweilig auf Dauer.
    nun, lieber du als ich


    Daß es Monate oder Jahre später Rückfallerscheinungen gibt, weiß jeder.
    So theoretisch wusste ich das auch, in der Praxis war ich überrascht davon, wie plötzlich und auf einmal es auf mich einstürzte. Wollte nur darauf hinweisen, weil es könnte dir auch passieren. Pass auf dich auf.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  10. Inaktiver User

    AW: Tagebuch "Kalter Entzug"

    Hab schon mal nen Tag hier ausfallen lassen, aber Stand ist unverändert: alles im Grünen Bereich.

    Ansonsten ist es komisch, z.B. im Cafe zu sitzen (draußen auf Stühlen), da ja dort immer von mir geraucht wurde. Der Drang zu diesem Cafe zu laufen nimmt merklich ab, auch gut, eh nur rausgeschmissenes Geld...,
    Augenlicht/Augenschärfe wird besser, sehe klarer, aber Kopfschmerzen..

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