Hallo,
ich rauche seit einigen Jahren. Zwischen einer halben Schachtel und einer Schachtel am Tag.
In letzter Zeit denke ich verstärkt darüber nach aufzuhören. Es wird immer teurer, es ist ungesund und mittlerweile wird man als Außenseiter behandelt weil man raucht. Ich bewundere eine Freundin, die wirklich nur abends 1 - 2 Zigaretten raucht. Ist genauso eine Sucht ja, aber noch lange nicht so teuer und ungesund wie bei mir...
Ich habe es schon öfter probiert, einfach mal weniger zu rauchen. Aber da fängt es schon an mit den Rauchgewohnheiten: In der Frühstückspause in der Arbeit, Mittagspause mit Kollegen, Nachmittag mal und nach der Arbeit sowieso. Nach dem Abendessen kommt die nächste Zigarette und wenn man abends mit Freunden zusammensitzt, die ebenfalls rauchen, wird das nicht einfacher. Selbst dann, wenn ich mir denk "du rauchst jetzt nicht mit", dann halte ich das vielleicht eine halbe Stunde durch und der Drang wird wieder größer.
Wie habt ihr es geschafft, solche Gewohnheiten abzulegen? Vor allem ist das Rauchen während der Arbeitszeit bei uns erlaubt (wenn es im Rahmen bleibt) und natürlich ist so eine kurze Raucherpause eine willkommene Abwechslung
LG
Magnoona
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Ergebnis 1 bis 10 von 27
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23.10.2013, 22:56
Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
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23.10.2013, 23:03
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27.10.2013, 09:28
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Hi Magnoona,
Ich denke, dass du am besten fährst, ganz aufzuhören, denn es gibt ganz, ganz selten die sog. Genussraucher - die meisten sind einfach süchtig.
Das Problem bei der Arbeit war fuer mich richtig heftig beim Aufhören, dafür habe ich aber eine Lösung gefunden: ich bin in den gleichen Abständen hinters Haus,, "keine rauchen". Letztendlich waren es die kurzen Auszeiten, nicht das Nikotin, was mir sehr fehlte. Also kurz an die Luft, tief durchatmen und runterkommen, das war am Anfang sehr hilfreich.Mancher meint, eine Freundschaft zu pflegen - tatsächlich freundet er sich mit einer Pflegschaft an.
(Verfasser unbekannt)
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27.10.2013, 15:03Inaktiver User
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Hallo Magnoona,
ich selbst habe vor 13 jahren nach mehreren Anläufen einfach aufgehört. ein Ex-Kollege von mir stieg um auf Kräuterzigaretten, die kein Nikotin enthielten. Diese reduzierte er deutlich und dann ließ das Verlangen irgendwann nach einen Stengel zu zünden und Rauch zu produzieren. Wiederum eine andere Bekannte hatte dieses buch gelesen Endlich Nichtraucher o.ä. und hörte danach irgendwann auf. Währenddessen und kurz danach rauchte sie immer weniger. Ich weiß aber nicht wie die Kräuterziggis schmeckten oder wo der Kollege die her hatte, auch weiß ich nicht was in dem Buch steht. Wünsche dir, dass du deinen Weg findest, denn es ist Gift, was man sich da masochistischerweise antut. Die Gewohnheit ist eine schlechte Angewohntheit des Menschen sowie das Schönreden (Genuss etc).
Gruß
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28.10.2013, 06:27Inaktiver User
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Hallo Magnoona,
das Thema hatte ich vor kurzem mit einer Frau die mich fast flehentlich fragte: wie haben Sie das geschafft?
Mein Rat: lass es in dir reifen.
Irgendwann will man einfach nicht mehr. Ich hab echt gern geraucht. Wusste allerdings so sicher wie das Amen in der Kirche: irgendwann muss man schon aus Altersgründen aufhören - weil das der Körper nicht mehr so verkraftet.
Mein Traum war auch so zum Genussraucher zu mutieren.
Ging aber nicht.
Das Schlimmste dabei war: die Zigarette begleitet dich als Thema den ganzen Tag lang.
Das ist noch ne schlimmere Abhängigkeit als einfach Raucher zu bleiben.
Und, in der Tat, es hört auch auf ans Rauchen zu denken wenn man völlig aufhört.
Mittlerweile kenne ich viele Leute bei denen sich einfach so der Schalter umlegte.
Ja, so kann man das nennen.
Es ist der Beginn für ein komplett neues Leben.
Das hätte ich mir so nicht gedacht.
Es ist anfangs aber wirklich nicht nur schön. Ohne andere Aktivitäten oder Umstellung von Lebensgewohnheiten geht's nicht.
Aber, allerdings ist das auch sehr spannend.
Und was ich nie gedacht hätte: ich fühle mich heute lebendiger als früher.
Die Zigarette war für mich nicht die Kontakthilfe - eher so was an was ich mich klammerte.
Summa summarum: ich würde jedem Menschen raten so lange zu warten bis er wirklich nicht mehr rauchen will.
Mich stören bis heute keine anderen Raucher.
Es ist ja deren Entscheidung.
Und im Vergleich zu anderen Umweltsünden ein Klacks wie ich finde.
Alles Gute für dich von mir
Libella--
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28.10.2013, 20:13
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Liebe Magnoona,
zunächst einmal solltest du das ABER aus deiner Überschrift streichen und dich von der Idee verabschieden, nur 1-2 Zigaretten am Abend zu rauchen und damit glücklich zu sein, nachdem du zuvor des Öfteren eine Schachtel am Tag geraucht hast.
Es mag solche Ausnahmen geben, aber mir ist keine einzige persönlich bekannt, die das geschafft hat.
Dann: Wie schafft man es, aufzuhören? Indem man den absolut festen Willen hat, nie wieder eine Zigarette anzufassen. Und allen Versuchungen widersteht, das nochmals zu tun, und sei es nach mehreren Jahren, weil man eine schwere Krise hat oder ähnliches.
Ich habe viele viele Menschen wieder anfangen sehen, im echten Leben oder über Internetforen zu diesem Thema, weil sie dachten: Die eine, die wird schon nichts schaden. Und danach waren sie wieder bei einer Schachtel am Tag, nach zehn Jahren ohne.
So drastisch sich das anhört, es gibt offenbar wirklich nur das entweder oder.
In meinem Fall habe ich alles kombiniert, was schon in dem Beitrag etwas über mir stand: Kräuterzigaretten für 2-3 Monate als Notnagel und zur Entwöhnung, das Buch Endlich Nichtraucher und weitere Lektüre, um in meinem Willen voranzuschreiten, die Raucherei (bei mir damals 1-2 Schachteln am Tag) endlich zu lassen.
Und dann irgendwann eines Tages war es soweit, und ich wusste erst mal gar nicht wie mir geschah und es war nicht leicht, aber von Monat zu Monat wurde es etwas leichter.
Als ich aufgehört habe, habe ich in einer Kneipe gearbeitet (damals noch ohne Rauchverbot), in der selbst die Raucher am abend ab und zu Frischluft schnappen mussten, weil die Luft so verqualmt war. Und ich dachte mir: Wie soll das gehen, alles um mich rum raucht, und ich hör auf?
Nun, es ging. Ich bin 1-2 mal am Abend raus und habe bewusst die frische Luft eingeatmet. Und nach Feierabend ab und zu noch eine Kräuterzigarette. Die gibts übrigens in der Apotheke, einzige in Deutschland erhältliche Marke damals vor fast 9 Jahren war NTB, im Internet gabe es noch Honeyrose aus England und eine Marke aus Holland, deren Namen ich vergessen habe. Allesamt riechen sie grauenvoll, geben einem aber einen etwas leichteren Übergang zur kompletten Abstinenz, zumindest in meinem Fall.
Da ist sicher jeder anders, für manche mögen Nikotinpflaster oder Kaugummis eine Lösung sein, ich musste mich langsam vom Ritual des Rauchens an sich verabschieden, und dafür waren die Kräuterzigaretten toll.
In der Zeit danach brauchte ich eine Ersatzhandlung und habe mir angewöhnt, wenn ich Stress hatte lange Bäder zu nehmen (in der ersten Zeit war das sehr sehr wichtig für mich. Für andere mag Sport ein guter Weg sein, oder irgendein anderes Ritual).
Dennoch hat es gut 1-2 Jahre gedauert, bis ich wirklich so gut wie nicht mehr an Zigaretten gedacht habe. Nach 3-4 Jahren konnte ich es mir dann kaum mehr vorstellen, dass ich jemals geraucht habe. Es braucht also einfach einen sehr festen Willen und viel Zeit.
Dem, was Libella oben schreibt kann ich nur 100% zustimmen: "Ich würde jedem Menschen raten, so lange zu warten, bis er wirklich nicht mehr rauchen will"
Ich wünsch dir viel Glück!
LDGeändert von LadyDay (28.10.2013 um 20:23 Uhr)
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30.10.2013, 09:12Inaktiver User
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
well done Lady,
aber, weißte was? Wenn ich mit so alten rauchenden Leutchen wie meinem Vater zum Beispiel unterwegs bin denke ich manchmal: wenn du so alt wirst kannste auch wieder ab und zu Eine rauchen....
Meine Oma rauchte auch gerne bei mir zu Besuch eine Zigarette mit.
Und die ist immerhin 98 geworden.
Ich fasse es manchmal gar nicht wie alt man in meiner Familie wird.
Die sagen auch schon alle von sich: bei uns sterben immer die Angeheirateten....
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30.10.2013, 19:24
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Jo klar, manche wenige können das...
Dann würde ich auch sagen, warum nicht?
Ich denke, ein, zwei Zigaretten mal alle paar Wochen in netter Gesellschaft, das schadet bestimmt nix.
Meist sind die, die nur sporadisch "Genussrauchen" können aber auch die, die das schon immer so gemacht haben und nicht zwischendurch jahrelang mindestens ne Schachtel am Tag geraucht haben und nicht aus reiner Abhängigkeit raus, aus Stress oder um die Psycho-Probleme wegzurauchen oder oder oder.
Jahrelang habe ich übrigens auch nur so ab und zu mal beim Ausgehen ein paar Zigaretten von Freundinnen mitgeraucht, denen dann mal ne Schachtel gekauft, aber nie mir selber, auch tagsüber nie geraucht.
Aber als der Punkt mal überschritten war, ging das nicht mehr.
Und mir wärs die eine "testweise" jetzt nicht mehr wert.
Klar, die jahrelangen Kettenraucher, die 100 werden, von denen gibts natürlich auch immer wieder welche. Muss halt jeder für sich entscheiden, wie es ihm damit geht ;-)Geändert von LadyDay (30.10.2013 um 19:29 Uhr)
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30.10.2013, 20:40Inaktiver User
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Ich habe fast 15 jahre lang ähnlich viel wie Du geraucht, war mir aber schon immer darüber im Klaren (und unumstößlich sicher), dass ich aufhören würde, sollte ich schwanger sein.
Ich habe von jetzt auf gleich aufgehört, als ich vom Arzt hörte: Jawoll, Sie sind schwanger.
Ab diesem Zeitpunkt wurde bei uns zuhause und auch im Auto nicht mehr geraucht (mein Ex-Mann und rauchende Gäste gingen in den Garten oder vor die Tür). Als das Baby dann da und ein paar Monate später dann die Stillzeit herum war, hatte ich es mir tatsächlich so weit abgewöhnt, dass mir von diesem Rauchgeruch, der von Rauchern ausgeht, schon schlecht wurde. Heute noch (14 Jahre später) kann ich kalten Rauch nicht gut ab.
Den Geruch einer qualmenden Zigarette mag ich allerdings, je nach Situation, manchmal ganz gern (nicht beim Essen). Ich rauche dann passiv ein bisschen mit
Mittlerweile gibt es in unserem engeren Freundeskreis gar keine Raucher mehr; und einer, der sich seit Jahren mit dem Aufhören schwer tut, raucht jetzt E-Zigarette als Ersatz. Davon so sehr viel weniger, dass er hofft, im nächsten Jahr ganz aufzuhören. Bei ihm geht es halt auf Raten.
Als ich noch rauchte, dachte ich ernsthaft darüber nach, wie langweilig wohl ein Kneipenbesuch sein müsste ganz ohne Zigaretten. Heute wundere ich mich darüber...
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31.10.2013, 13:12
AW: Ich würde so gerne Nichtraucher sein, aber...
Hallo Zusammen
Ich war eine sehr starke Raucherin. Bis ich im Juni diesen Jahres ne fette Bronchitis bekam und mir dann nach 2 Tagen dachte ok etz hör ich auf zu rauchen
Gesagt getan, und es hat bis heute tatsächlich funktioniert, aber über dem Berg bin ich noch lange nicht, der Gedanke *boah etz ne Zigarette* kommt schon noch ab und an, aber wirklich...nach paar min ist der Gedanke weg. Und von Zeit zu Zeit an lieg ich abends im Bettchen und denke mir 'heute hast du überhaupt nicht ans rauchen gedacht'!!!! Meine Umwelt (großen Dank an meinen Freund und meine Kinder) musste allerdings auch leiden
ca. 2 Wochen war ich sooooo mies drauf das es echt jeder abbekommen hat. Manchmal glaub ich das sie dachten es wäre besser wenn ich wieder rauchen würde 
Aber NEIN ich habe es bis heute geschafft und bin schon etwas stolz darauf.
Also an alles Raucher (die aufhören wollen) es funktioniert wirklich!!!
Ganz liebe Grüße



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