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    Wider besseren Wissens

    Hallo zusammen,

    ich quäle mich seit einigen Jahren mit dem aufhören. Diverse Beiträge bezüglich (leichter) Depressiver Verstimmungen kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hatte bisher immer solche Phasen wenn ich aufgehört habe. Neuropsycholgisch sogar begründbar. Das Gehirn schafft es nicht Glückshormone zu bilden und diese Phase dauert einfach ... Die Frage ist nur wie lange ... bisher habe ich es irgendwie nie so lange ausgehalten.

    Leider hatte ich vor einem halben Jahr einen Schlaganfall und das Rauchen ist definitiv einer der Auslöser gewesen (Pille, Rauchen, Bewegungsmangel, Veranlagung, 10kg zu viel auf den Hüften). Mein Leben hing am seidenen Faden. Ich hatte unglaublich viel Glück und bin jetzt wieder fast die "Alte" (Kompletter Verlust meiner Sprache und halbseitige Lähmung). Wie man sieht ist die Sprache wieder da und auch die Lähmung ist vollständig weg.
    Ich habe dann aufgehört (14 Jahre geraucht, zum Schluss 25 bis 30 am Tag) ... und ziehe das ganze immer noch durch ... habe aber Rückschläge und das macht mich fertig. Ich fühle mich so unter Druck mein Leben zu verändern, dass ich das Gefühl habe mich unter den Veränderungen zu verlieren. (Abnehmen, Sport machen, aufhören mit rauchen) Es kostet so viel Energie das alles irgendwie zu machen.

    Die schlimmsten Situationen sind die, wo ich in Gesellschaft bin, wenn ich mal ne Kneipentour mache usw.
    Aufgrund des Schlaganfalls bin ich wieder so hungrig auf mein Leben, dass ich auf so etwas nicht verzichten will. Ich fühl mich wieder wie mit Anfang 20

    Ich finde es sehr schwierig, jetzt wo es mir wieder gut geht will ich natürlich wieder zur Normalität zurück ... Ich will arbeiten, feiern, Spaß haben... Aber ich vermisse es unglaublich. Wenn ich dann eine rauche (bei einer Feier oder so (nie heimlich irgendwo oder zuhause) habe ich einen regelrechten Glücksflash.
    Seit dem letzten Rückschlag merke ich auch wie schwer es mir wieder fällt und ich fühle mich einfach nur dumm und schwach ...

    Die hälfte meines jungen Lebens habe ich geraucht ... ich glaube einfach, ich weiß gar nicht wie Nichtrauchen geht.

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    AW: Wider besseren Wissens

    Hallo TolleKnolle,
    ich bin leider auch so ein Suchthaufen !

    Aber erstmal freue ich mich für dich, dass dein Schlaganfall so glimpflich ausging. Da hast du echt Glück gehabt. Hätte auch ganz anders ausgehen können - und das weißt du selbst am besten.

    Genau der Horror vor einem Schlaganfall ist einer meiner Hauptgründe, warum ich schon seit geraumer Zeit den Gedanken hege, endlich das Rauchen aufzugeben.
    Die Angst zu sterben, steht bei mir nicht im Vordergrund, sondern dass ich ein Pflegefall werde und bleibe...
    Eine unbeschreiblich schreckliche Vorstellung für mich - und unzumutbar für meine Angehörigen!!

    Bei mir bestehen bisher zwar zum Glück keine großen gesundheitlichen Risiken, da ich mich (noch!!) fit fühle, schlank bin und keine Pille nehme. Das hat mich bis dato ein wenig beruhigt.
    Dass Rauchen per se aber nicht gesund ist - zu Krebs führt (führen kann!!) - und auch gewiss nicht zur Erhaltung der Schönheit und des faltenfreien Äußeren beiträgt, ist einem sowieso bewusst.

    Dass du es - trotz deiner traumatischen Erfahrung - dennoch nicht geschafft hast, bestürzt mich. Kein Vorwurf - beileibe nicht!! Aber ich habe immer gedacht, wenn der eigene Körper plötzlich so eindeutige Warnsignale gibt, dann ist der Schock so groß, dass der Überlebensinstinkt alles andere überwiegt.
    Bei Menschen in meinem Umfeld war es meist so. Egal ob Herzinfarkt oder sogar kleinere Erkrankungen.

    Ich habe eigentlich immer gehofft, dass ich es irgendwann lassen kann, bevor mir mein Hausarzt sagen muss, dass es fünf vor zwölf ist.... doch dein Kommentar macht mir nicht wirklich Hoffnung...
    Einfach unglaublich, wie viel Macht so ein Glimmstängel über uns hat, nicht wahr?

    Dabei habe ich schon drei Mal aufgehört.
    Okay, das erste Mal war ABSOLUT nicht schwierig, da war ich Anfang 20, hatte nicht viel geraucht und es reichte schon eine schwere Erkältung, um mich von meiner Sucht zu kurieren. Blöderweise ließ ich mich - nach über einem Jahr Abstinenz - in einer feucht-fröhlichen Silvesternacht überreden.. und das war dann der Anfang von meinem Ende als tatsächlicher EX-RAUCHER.

    Später kamen zwei Schwangerschaften. Selbstverständlich, dass ich da auch nicht geraucht habe.
    Bei der ersten ging es auch noch relativ easy. Ich habe nur hin und wieder meine Zigarettchen vermisst, idiotischerweise aber trotzdem kurz nach dem Abstillen wieder angefangen.

    Bei der zweiten war es schon wesentlich schwieriger (Umzug, Umbaustress) und ich konnte es kaum noch erwarten. Und erst seit diesem "Entzug" bin ich eigentlich so richtig abhängig. Ich hatte geradezu "Nachholbedarf" und rauche seitdem mehr als davor. Da waren meine Freunde und Kollegen aber auch noch überwiegend alle selber Raucher.

    In der Zwischenzeit sind sehr viele davon zu Nichtraucher mutiert und das gemütliche Schmauchen in trauter Runde wird immer seltener und gehört wahrscheinlich bald der Vergangenheit an. Zudem habe ich auch ein anderes Schuldbewusstsein bezüglich Passivrauchen entwickelt und auch das macht mir zu schaffen. Früher verschwendete man doch fast keinen Gedanken an die uns hilflos ausgelieferten Nichtraucher und die Auswirkung auf deren Gesundheit.
    Meinen Kindern stelle ich mich immer als Negativbeispiel dar, das tatsächlich weiß, wovor es warnt. Bisher hat es gewirkt!

    Aber das Aufhören fällt mir - trotz all dieser Bedenken - auch sehr schwer. Ich habe schon in Erwägung gezogen, Hypnose, "Wunderheiler" oder ähnliches auszuprobieren. Bei manchen, die ich kenne, hat es ja offenbar geholfen. Leider bin ich, was diese Hilfsmethoden betrifft, jedoch ein bisschen skeptisch. Hast du schon mal was in dieser Art ausprobiert?

    PS: Ein Arzt in einer Talkrunde sagte mal: Ein glücklicher Raucher ist weniger gefährdet an Krebs zu erkranken, als ein unglücklicher Nichtraucher. Er erntete allerdings nicht die absolute Zustimmung seiner Kollegen.

    Ich wünsche dir und mir von Herzen, dass wir es beide irgendwann in naher Zukunft schaffen werden - einfach weil wir den ganz starken Willen dazu aufbringen und endlich zur Einsicht gelangen, dass dieses "Hobby" nur schädlich und zudem sauteuer ist...

    Liebe Grüße - googelhupf
    Geändert von googelhupf (12.07.2013 um 08:16 Uhr)

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    AW: Wider besseren Wissens

    Hallo Googlehupf,

    danke für die lieben Zeilen. Ja etwas aufzugeben, dass eine so enorme Macht über einen hat ist wirklich sehr schwierig. Dieser Macht muss man sich gewiss sein. Aber ganz viel spielt sich "nur" im Kopf ab.
    Ich sehe es zum Beispiel sportlich. Ich habe nicht wieder angefangen, ich hatte Zwischenfälle ... und ich muss extrem daran arbeiten, das die nicht mehr passieren. (Meine Einstellung dazu muss man nicht teilen) Für mich macht es das aber einfacher.

    Mir hat es geholfen noch mal Abschied zu nehmen und dann alles zu Entsorgen. Im Grunde muss man sich von einem schlechten aber engen Freund verabschieden.

    Meine schwachen Momente habe ich eigentlich immer, wenn ich Alkohol trinke, mit Freunden unterwegs bin (die es überhaupt nicht verstehen) und eigentlich wenn ich einen richtigen schönen Abend habe. Dann ist mir eingefallen, dass ich vor 2 Jahren eine E-Zigarette gekauft hatte, habe mir nikotinfreies Liquid gekauft und versuche jetzt in diesen schwachen Momenten damit die Sucht zu kompensieren. (Wie gut das gelingt kann ich leider noch nicht sagen, ich kann aber gerne Berichten). Auch das versuche ich sportlich zu sehen ... der Weg ist das Ziel und irgendwann brauche ich das hoffentlich nicht. Abgesehen davon ist es sicherlich besser Erdbeere zu lutschen als irgendwo zu schnorren

    Zudem will ich mir professionelle Hilfe holen. Vor allem wegen dem Schlaganfall. Viele der Patienten bekommen Depressionen danach, und das gilt es zu verhindern. Die Verarbeitung professionell anzugehen ist sicher eine gute Lösung.
    Ich habe vor ein paar Jahren aufgehört mit rauchen und hatte auch eine depressive Phase, ich denke das war auch der Grund weshalb ich dann wieder angefangen hatte. Auch da kann mir die Psychologin sicher helfen.

    Generell kann ich aber schon sagen, dass mir das Aufhören nach dem Schlaganfall relativ leicht fiel. Aber ich hatte auch ganz andere Sorgen in dem Moment als das Rauchen. Schlimm wurde es eigentlich erst als es mir wieder gut ging. Wahrscheinlich lässt sich das mit dem Aufhören während einer Schwangerschaft vergleichen. Der Drang kommt einfach sehr mächtig wieder.

    Diese Entwicklung, dass Freunde und Kollegen alle Aufhören kenn ich auch ... Irgendwie haben alle meine Freunde geraucht ... mittlerweile kann man sie aber an einer Hand abzählen und in meiner unmittelbaren Umgebung gar niemanden mehr. Das macht es sicherlich einfacher.

    Damals als ich aufgehört hatte, habe ich mit Campix aufgehört. Das solltest du, wenn es dich interessiert, aber unbedingt ärztlich überwachen lassen! Das hat mir wirklich sehr gut geholfen. Aber das Absetzen des Medikamentes war echt schlimm Danach war ich wieder drauf
    Sonst kann ich dir nur (sinnvolle) Tipps an die Hand geben.

    Wenn der Schmacht kommt ... ein Glas Wasser in einem Zug austrinken. (Hilft, und ist gesund)
    Eine Pro- und Contra-Liste erstellen (habe ich auch)
    Ein Mantra auswählen (Alles ist gut, mit geht es gut)
    Eine neue Belohnung finden (Ich koche mir Tee auf der Arbeit statt die 5 Minuten Rauchpause)

    Und was mir gefallen hat, aber nicht geholfen hat, war die Idee meines Arztes im Krankenhaus.
    Er war selbst Raucher und hat dann aufgehört als er auf der Station angefangen hat.
    Er meinte das schlimmste war, dass ihm bewusst wurde, dass er nie mehr rauchen darf ... nie mehr Belohnung. Also hat er sich ein Ziel gesetzt: Zu seinem 80. Geburtstag will er mal eine rauchen. Bis dahin muss er es aushalten.

    Ich hoffe das hilft dir etwas :)

    LG Knolle

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    AW: Wider besseren Wissens

    Hallo Knolle,

    tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, hab total vergessen, dass ich noch in einem anderen Strang geschrieben habe. Ich kommentiere normalerweise nur bei den Fassungslosen …

    Glückwunsch, du hast ja doch im Grunde aufgehört! Da bist du ja schon auf jeden Fall wesentlich weiter als ich. Rückfälle sind normal – vor allem anfangs. Das kenne ich auch von anderen. Nicht jeder schafft es gleich endgültig – also sei nicht zu streng mit dir. Mir wurde gesagt, mit jedem Mal Aufhören, kommt man seinem Ziel ein wenig näher. Und irgendwann schafft man es ganz.

    Du hast recht, es ist eindeutig in erster Linie eine Kopfsache. Der körperliche Entzug dauert meines Wissens höchstens eine Woche. Das Verlangen nach einer Zigarette dauert bei manchen Ex-Rauchern ein Leben lang an. Nicht ständig, nicht mehr so heftig – aber dennoch immer wieder. Ich glaube, man muss sich selbst ein unglaubliches Ekelgefühl suggerieren, dann verwandelt sich die Sucht in Abscheu. Das sind dann aber die militanten Ex-Raucher und zu sowas möchte ich auch nicht mutieren. Keinesfalls.

    Deine Formulierung „von einem schlechten aber engen Freund verabschieden“ finde ich sehr treffend und werde ich mir merken.

    Am meisten rauche ich übrigens auch, wenn Alkohol im Spiel ist. Dann ist man in einer gemütlichen und lustigen Runde und merkt gar nicht, dass man eine nach der anderen anzündet. Das geht fast automatisch. Eigentlich schrecklich, nicht wahr?

    Ich hab mir im Mai eine E-Zigarette zugelegt und hätte damit fast den Absprung geschafft. Über eine Woche habe ich höchstens zwei Zigaretten geraucht und ansonsten nur gedampft – ebenfalls nikotinfrei. Und es ging mir echt gut dabei. Dann kam ein Todesfall dazwischen – und ich kam mir mit dem Teil bei den rauchenden Angehörigen der Verstorbenen so albern vor, dass ich „echte“ mitnahm. Das Ende vom Lied – die E-Zigarette verstaubt jetzt irgendwo. Ich könnte mich ohrfeigen.

    Von einer depressiven Phase habe ich bisher noch nichts gehört. Das ist mir echt neu. Meistens klagen Ex-Raucher (und deren Umfeld) höchstens über Reizbarkeit, irgendwelchen essbaren Gelüsten als Kompensation und der daraus resultierender Gewichtszunahme. Klingt allerdings auch alles nicht wirklich verlockend.

    Professionelle Hilfe ist immer gut – in deinem Fall besonders – sozusagen überlebensnotwendig. Nach welchem Zeitraum kam der mächtige Drang nach einer Zigarette bei dir?

    Campix klingt nicht gerade vielversprechend. Ich habe auch absolut keine Lust auf einen Tablettenentzug. Das ist ja vom Regen in die Traufe…

    Das mit dem Glas Wasser werde ich probieren, fällt mir aber sicher auch nicht leicht. Ich trinke generell sehr wenig (wenn, dann Kaffee und so gut wie nie Tee) und auf einen Zug was runterzukippen klappt nicht mal bei einem Schnäpschen…

    Dein Arzt im Krankenhaus ist ein sehr weiser Mann. Das klappt tatsächlich bei manchen. Ich habe mal auf einer Drogenstation gearbeitet und einen ähnlichen Rat gab man allen Abhängigen. Dieses „nie mehr“ ist so abschreckend, sodass man ihnen riet, es auf „nur heute“ zu reduzieren. Ein Tag ist oft sogar für harte Drogenkonsumenten vorstellbar. Und dann auf dem vorherigen Tag aufbauen: Ich habe es gestern geschafft, heute versuche es auch noch durchzuhalten. Und so weiter…
    Aber es ist hart, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

    Trotzdem weiterhin alles Gute und halt die Ohren steif!!
    Ich drücke dir die Daumen und du mir - einverstanden?

    Liebe Grüße - googelhupf

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    AW: Wider besseren Wissens

    Zitat Zitat von googelhupf Beitrag anzeigen
    Hallo Knolle,

    tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, hab total vergessen, dass ich noch in einem anderen Strang geschrieben habe. Ich kommentiere normalerweise nur bei den Fassungslosen …

    Glückwunsch, du hast ja doch im Grunde aufgehört! Da bist du ja schon auf jeden Fall wesentlich weiter als ich. Rückfälle sind normal – vor allem anfangs. Das kenne ich auch von anderen. Nicht jeder schafft es gleich endgültig – also sei nicht zu streng mit dir. Mir wurde gesagt, mit jedem Mal Aufhören, kommt man seinem Ziel ein wenig näher. Und irgendwann schafft man es ganz.

    Du hast recht, es ist eindeutig in erster Linie eine Kopfsache. Der körperliche Entzug dauert meines Wissens höchstens eine Woche. Das Verlangen nach einer Zigarette dauert bei manchen Ex-Rauchern ein Leben lang an. Nicht ständig, nicht mehr so heftig – aber dennoch immer wieder. Ich glaube, man muss sich selbst ein unglaubliches Ekelgefühl suggerieren, dann verwandelt sich die Sucht in Abscheu. Das sind dann aber die militanten Ex-Raucher und zu sowas möchte ich auch nicht mutieren. Keinesfalls.

    Deine Formulierung „von einem schlechten aber engen Freund verabschieden“ finde ich sehr treffend und werde ich mir merken.

    Am meisten rauche ich übrigens auch, wenn Alkohol im Spiel ist. Dann ist man in einer gemütlichen und lustigen Runde und merkt gar nicht, dass man eine nach der anderen anzündet. Das geht fast automatisch. Eigentlich schrecklich, nicht wahr?

    Ich hab mir im Mai eine E-Zigarette zugelegt und hätte damit fast den Absprung geschafft. Über eine Woche habe ich höchstens zwei Zigaretten geraucht und ansonsten nur gedampft – ebenfalls nikotinfrei. Und es ging mir echt gut dabei. Dann kam ein Todesfall dazwischen – und ich kam mir mit dem Teil bei den rauchenden Angehörigen der Verstorbenen so albern vor, dass ich „echte“ mitnahm. Das Ende vom Lied – die E-Zigarette verstaubt jetzt irgendwo. Ich könnte mich ohrfeigen.

    Von einer depressiven Phase habe ich bisher noch nichts gehört. Das ist mir echt neu. Meistens klagen Ex-Raucher (und deren Umfeld) höchstens über Reizbarkeit, irgendwelchen essbaren Gelüsten als Kompensation und der daraus resultierender Gewichtszunahme. Klingt allerdings auch alles nicht wirklich verlockend.

    Professionelle Hilfe ist immer gut – in deinem Fall besonders – sozusagen überlebensnotwendig. Nach welchem Zeitraum kam der mächtige Drang nach einer Zigarette bei dir?

    Campix klingt nicht gerade vielversprechend. Ich habe auch absolut keine Lust auf einen Tablettenentzug. Das ist ja vom Regen in die Traufe…

    Das mit dem Glas Wasser werde ich probieren, fällt mir aber sicher auch nicht leicht. Ich trinke generell sehr wenig (wenn, dann Kaffee und so gut wie nie Tee) und auf einen Zug was runterzukippen klappt nicht mal bei einem Schnäpschen…

    Dein Arzt im Krankenhaus ist ein sehr weiser Mann. Das klappt tatsächlich bei manchen. Ich habe mal auf einer Drogenstation gearbeitet und einen ähnlichen Rat gab man allen Abhängigen. Dieses „nie mehr“ ist so abschreckend, sodass man ihnen riet, es auf „nur heute“ zu reduzieren. Ein Tag ist oft sogar für harte Drogenkonsumenten vorstellbar. Und dann auf dem vorherigen Tag aufbauen: Ich habe es gestern geschafft, heute versuche es auch noch durchzuhalten. Und so weiter…
    Aber es ist hart, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

    Trotzdem weiterhin alles Gute und halt die Ohren steif!!
    Ich drücke dir die Daumen und du mir - einverstanden?

    Liebe Grüße - googelhupf
    Also ich habe auch mit Champix aufgehoert und hatte keine Entzugserscheinungen beim absetzen der Tabletten. Das wuerde ich nicht verallgemeinern, jeder reagiert anders auf Champix. Manche vertragen es gut, manche weniger gut. Viele nehmen nach kurzer Zeit nur noch die halbe Dosis etc. etc. Du kannst Dich ja bei Deinem Hausarzt erkundigen.

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    AW: Wider besseren Wissens

    Hallo

    kein Problem wegen der späten Antwort ... mir geht es ja gerade ähnlich

    Im Grunde ist gut ausgedrückt... aber stimmt schon, man muss jeden Tag an sich arbeiten. Und mit jeden Tag wird es ein bisschen leichter. Zum militanten Ex-Raucher wird man leider total schnell Man merkt gar nicht wie ekelhaft Raucher so riechen ... vor allem in der Bahn oder Kollege neben einem im Meeting. Aber noch krasser ist es in Biergärten oder in Cafés ... die Qualmwolken ziehen an einem vorbei und man denkt die ganze Zeit nur ans Rauchen... Mir ist früher nie aufgefallen, dass ich damit andere Leute belästigen könnte... Aber ich denke, dass ist der Preis den man zahlt wenn man mal genauso unsensibel war

    Das mit der E-Zigarette zum kompensieren hilft wirklich, vor allem wenn man nicht mehr den extremen Hieper hat sondern nur noch die "Lust" hat. Mein Freund findet es total bescheuert und würde es mir am liebsten verbieten. Er denkt damit würde ich mich selbst betrügen ... ich sehe das anders ... na ja ...
    Frei nach Obama: "Das Ziel heiligt die Mittel"

    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen!!! Hast du denn vor in naher Zukunft aufzuhören?

    LG
    TolleKnolle

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    AW: Wider besseren Wissens

    Zitat Zitat von DrKohl Beitrag anzeigen
    Also ich habe auch mit Champix aufgehoert und hatte keine Entzugserscheinungen beim absetzen der Tabletten. Das wuerde ich nicht verallgemeinern, jeder reagiert anders auf Champix. Manche vertragen es gut, manche weniger gut. Viele nehmen nach kurzer Zeit nur noch die halbe Dosis etc. etc. Du kannst Dich ja bei Deinem Hausarzt erkundigen.
    Ja das stimmt. Aber es gibt viele Leute, die sich Champix ohne Arzt besorgen ... oder einen eher laxen Arzt haben (so wie ich den hatte) und dann einfach damit rumspielen ... davon kann ich NUR ABRATEN!

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    AW: Wider besseren Wissens

    Zitat Zitat von TolleKnolle Beitrag anzeigen
    Das mit der E-Zigarette zum kompensieren hilft wirklich, vor allem wenn man nicht mehr den extremen Hieper hat sondern nur noch die "Lust" hat. Mein Freund findet es total bescheuert und würde es mir am liebsten verbieten. Er denkt damit würde ich mich selbst betrügen ... ich sehe das anders ... na ja ...
    Frei nach Obama: "Das Ziel heiligt die Mittel"
    Dann mach ihr einfach mal klar, dass am Nikotin noch nie jemand gestorben sind, sondern Raucher massenhaft wegen den inhalierten Giften der Tabakverbrennung verrecken.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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    AW: Wider besseren Wissens

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    Dann mach ihr einfach mal klar, dass am Nikotin noch nie jemand gestorben sind, sondern Raucher massenhaft wegen den inhalierten Giften der Tabakverbrennung verrecken.
    Dumme Frage, aber ich bin gerade am Thema dran:
    Dann müssten aber doch die Zusatzstofffreien Zigaretten "gesund sein", oder nicht?.
    ....................

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    AW: Wider besseren Wissens

    Die habe ich ja lange genug auch selbst gequarzt. Etwa 40 am Tag. *huströchelspotz*

    Nur Tabak, Wasserdampf, keinerlei Zusatzstoffe. Klingt scheinbar gut. Die Tabakkonzerne hauen da ja inzwischen auch alle auf die Werbepauke. Und doch hast du damit immer noch Kohlenmonoxid, Teer und massenhaft andere Stoffe, die eben bei der Tabakverbrennung entstehen, die ganzen großen Krebserzeuger eingeschlossen.

    Und was wäre dann also das irgendwie Blödeste überhaupt? Nikotinfreie Kräuterzigaretten. Wieder: Kohlenmonoxid, Teer und alle krebserregenden Verbrennungsstoffe, nun aber zusätzlich noch der Nikotinentzug.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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