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    AW: Umgang mit Rauchern

    Habe ich mir schon gedacht, dass mein Einwurf nicht so gut ankommt... Ich will mich auch gar nicht groß in Grundsatzdiskussionen ergehen, sondern einfach noch einmal versuchen klarzumachen, wie ich meine "Vision" meine und wie ich dazu komme. Denn ich meine es überhaupt nicht böse mit "den Rauchern", so denke ich gar nicht. Ich nehme es eher den "Drahtziehern" übel:

    Hier kam schon oft zur Sprache, dass Raucher sich als Opfer der Intoleranz von Nichtrauchern sehen. Das kann ich schon so stehen lassen und auch verstehen. Ich sehe Raucher zusätzlich und vor allem als Opfer der Tabakindustrie, die mit ihrer Werbung meiner Ansicht nach weltweite Gehirnwäsche betrieben haben. Ich denke dabei nicht an die direkte und offensichtliche Werbung, sondern vor allem an die extrem geschickte und perfide Schleichwerbung in Hollywood-Filmen, wo die Helden, Cowboys, Biker, Rebellen und die harten Jungs bzw. die tollen, aufregenden und sexy Frauen ständig rauchend gezeigt wurden. Damit wurde uns eingetrichtert, Rauchen sei toll und sexy und Zeichen von Stärke und Unabhängigkeit. Ich behaupte, dieses Image hat es überhaupt erst zu so einem Massenphänomen gemacht wie es heute leider ist. Sehr lange wurden ja auch die negativen Folgen des Rauchens totgeschwiegen, und das finde ich richtig kriminell! Aus diesen Überlegungen heraus finde ich das Geschäft mit Tabak alles andere als menschenfreundlich, weil es darauf beruht, die Menschen süchtig zu machen, sie damit zum Teil ihres freien Willens zu berauben und leider auch sie krank zu machen. Aus dieser Denkweise heraus würde ich gerne zumindest sämtliche Werbung für Zigaretten verbieten, ja!

    Zum Thema Nichtraucherschutz. Normalerweise denkt man dabei an den akuten Schutz eines Nichtrauchers vor direkten Auswirkungen des Zigarettenrauches. Seitdem ich eigene Kinder habe, finde ich, dass Nichtraucherschutz konsequenter Weise auch bedeuten sollte, dass man heutige Nichtraucher (also vor allem Kinder und Jugendliche) möglichst davor schützen sollte, überhaupt erst zu Rauchern zu werden. Das wird vielleicht reines Wunschdenken bleiben, aber ich wünsche mir sehr für meine Kinder und auch für alle anderen Kinder, dass sie einmal nicht rauchen.

    Wenn ich also sage, konsequent wäre es von den Gesetzgebern, die Zigaretten auf lange Sicht zu verbieten, dann deshalb, weil ich daran glaube, dass es uns Menschen insgesamt besser ginge, wenn wir gar nicht erst so stark in Versuchung gebracht würden, uns die allererste Zigarette anzuzünden. Dabei ist mir natürlich schon klar, dass so eine drasdische Maßnahme für heutige Raucher ein ganz schöner Schlag wäre, denn sie müssten das alles ausbaden. Von so einem Verbot würden erst die kommenden Generationen profitieren können. In meiner Vision müsste man also Lösungen finden, um für Raucher den Übergang lebbar zu machen. Ich bin kein Raucher, daher weiß ich auch nicht so genau, was das sein könnte, evtl. Zigaretten in der Apotheke für ein paar Jahre... Keine Ahnung, evtl. ist das sogar das Endziel, das die Gesetzgeber vor Augen haben...

    Ich hoffe, jetzt ist klarer geworden, was ich meine, und dass ich es keineswegs als Angriff auf "die Raucher" meine. Schon gar nicht halte ich mich für das Maß aller Dinge.

    Ein sonniges Wochenende wünscht
    falbala
    Geändert von falbala7 (14.06.2013 um 09:12 Uhr)

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    AW: Umgang mit Rauchern

    Zitat Zitat von Sue-ski Beitrag anzeigen
    Dein Ansatz ist ja vielleicht menschenfreundlich. Aber man sieht ja am mexikanischen Drogenkrieg und früher der Alkohol-Prohibition in den USA, dass weit verbreitete Drogen zu verbieten schlimmer werden kann, als die Drogen zu dulden. Der Drogenkrieg hat sich in den letzten Jahren so ausgeweitet, dass "Legalize it" auch von seriösen Beobachtern ins Spiel gebracht wird.
    Dass ein plumpes Verbot von heute auf morgen nix bringt, und zum Scheitern verurteilt ist, sehe ich auch so. Ich finde es trotzdem nicht in Ordnung, einfach zu resignieren und alles zu erlauben. Mir gefällt eher die "Befreiung der Menschheit von Drogen" als Vision, der man sich etappenweise und vorsichtig nähert - mit einigen Rückschägen, sicher, aber die Hoffnung sollte man nicht aufgeben.

    Für die Lösung des weltweiten Drogenproblems, das mit Sicherheit mit den elenden Lebensbedingungen vieler Menschen zusammenhängt, will ich auch keinen globalen Lösungsvorschlag bringen.
    Geändert von falbala7 (14.06.2013 um 09:10 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Umgang mit Rauchern

    Ich hatte und habe rauchende Freunde.

    Und wisst Ihr was?
    Solange das hier noch erlaubt war, sind wir wirklich jedes einzelne Mal aus Rücksicht auf die Raucher in Raucherclubs gegangen.

    Dass mal irgendwann ein Raucher freiwillig in eine Nichtraucherkneipe mitgeht, weil die nichtrauchenden Freunde mal EINEN Abend ohne den Gestank haben möchten, darauf wartet man doch vergeblich.

    Ein einzelner mag das vielleicht tun, aber in einer gemischten Clique wird doch immer nur auf die Raucher Rücksicht genommen.


    Prinzipiell habe ich auch gar nichts gegen Raucherkneipen - solange es wenigstens noch die ein oder andere Kneipe gibt, die rauchfrei ist, als Alternative.


    Nur: In meiner ganzen Jugend gab es in meiner Stadt soweit ich weiß keine einzige davon.

    Klar, Raucher bringen Geld.

    Ohne staatlichen Zwang geht es ja scheinbar nicht.

    Also was ist die Alternative zum aktuellen System?
    Kneipenbesuche nur noch und ausschließlich mit Zwangseinnebelung, wie es jahrelang war?

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    AW: Umgang mit Rauchern

    Also was ist die Alternative zum aktuellen System?
    Kneipenbesuche nur noch und ausschließlich mit Zwangseinnebelung, wie es jahrelang war?
    In meiner Gegend gibt es fast keine Raucherkneipen mehr... Also mehr als genug Restaurants ohne Zwangseinnebelung...

    Ich gehe auch lieber in Kneipen, wo ich rauchen darf, denn ich möchte für mich die optimale Abendgestaltung erreichen. Und da gehört für mich nun mal die Zigarette dazu.

    Und es kann ja wohl nicht sein, dass auch noch die letzte Raucherkneipe platt gemacht wird, nur weil sich jemand beschwert, dass er - will er denn mit seinen Freunden gemeinsam ausgehen - sich in eine Raucherkneipe setzen MUSS! MUSS er nämlich nicht. Kann er eben nicht mit den Freunden feiern. Wenn meine Freunde Bergsteigen gehen wollen, gibts 2 Möglichkeiten: entweder gehe ich mit, obwohl mir das keinen Spaß macht oder ich lasse sie alleine gehen und beschäftige mich anderweitig. Aber ich kann nicht den Berg absperren lassen, nur weil ich mit meinen Freunden zusammen sein will - aber eben nicht auf`m Berg...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Rauchern

    Mir gefällt eher die "Befreiung der Menschheit von Drogen"
    Das wird nie gelingen. Und das gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit. Drogen für Rausch oder Betäubung oder Bewusstseinserweiterung brauchten und wollten die Menschen zu allen Zeiten und das ist auch ihr gutes Recht.

  6. gesperrt

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    AW: Umgang mit Rauchern

    ist das denn nicht alles ein wenig sehr schwarz gemalt.
    Der Großteil der Restaurants, der Cafes und Kneipen ist schlicht rauchfrei.
    Die meisten Raucher stehen vor der Tür und qualmen dort ihren Glimmstengel.
    Raucher sind die am meisten Verarschten. Werden abgezockt vom Staat. Es wird Ihnen permanent ein schlechtes Gewissen bereitet. Wenn sie eine Schachtel kaufen, steht da irgendein hanebüchener Quatsch drauf. Raucher haben keine Lobby. Raucher werden mies behandelt von den allermeisten.

    Und dabei sind Raucher doch tolerant.
    Hat denn ein Raucher schon einmal einen Nichtraucher zum Rauchen gezwungen?
    Na also. Siehste.

    Ich als Nichtraucher freu mich immer, wenn ich Raucher (männlich wie weiblich) vor Kneipen, Geschäften oder auch Büros treffe und wechsle jedes mal ein freundliches Wort mit denen.

    Mein Rat? Ein wenig lockerer werden.

  7. gesperrt

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    AW: Umgang mit Rauchern

    In meiner Gegend gibt es fast keine Raucherkneipen mehr... Also mehr als genug Restaurants ohne Zwangseinnebelung...
    Ja, jetzt, wo es der Gesetzgeber vorschreibt. Wie war es vorher?
    Ich gehe auch lieber in Kneipen, wo ich rauchen darf, denn ich möchte für mich die optimale Abendgestaltung erreichen. Und da gehört für mich nun mal die Zigarette dazu.
    Für mich gehört da dazu, dass der Kumpel mit Asthma auch mit kann.

    Und es kann ja wohl nicht sein, dass auch noch die letzte Raucherkneipe platt gemacht wird, nur weil sich jemand beschwert, dass er - will er denn mit seinen Freunden gemeinsam ausgehen - sich in eine Raucherkneipe setzen MUSS! MUSS er nämlich nicht. Kann er eben nicht mit den Freunden feiern.
    Wenn ich einfach an Arschlöcher geraten wäre, ok.
    Aber es war meinem Eindruck nach wirklich Usus unter einem sehr hohen Prozentsatz der Raucher, die Raucherkneipe wirklich immer und für jeden Abend zu fordern - das hieß, die unkomplizierten Nichtraucher lassen sich zuqualmen oder verlieren alle rauchenden Freunde.
    Bin ich froh, dass der Gesetzgeber jetzt klargestellt hat, dass man sich nicht einfach nur anstellt, wenn man nicht zugenebelt werden möchte.
    Wenn meine Freunde Bergsteigen gehen wollen, gibts 2 Möglichkeiten: entweder gehe ich mit, obwohl mir das keinen Spaß macht oder ich lasse sie alleine gehen und beschäftige mich anderweitig. Aber ich kann nicht den Berg absperren lassen, nur weil ich mit meinen Freunden zusammen sein will - aber eben nicht auf`m Berg..
    Naja, ich will ja nicht NICHT in eine Kneipe (auf den Berg). Ich will da nur ohne Zigaretten hin.
    Und solange sich das nicht rentiert, bietet eben kein Gastwirt eine rauchfreie Kneipe an.
    Und solange es kein Gesetz gibt, rentiert es sich nicht.
    Effektiv hatte ich vor dem Gesetz nur die Wahl zwischen einnebeln lassen oder Kneipenverbot, Kneipen ohne Rauch gab es nicht.

  8. gesperrt

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    AW: Umgang mit Rauchern

    Jip, ist UNGLAUBLICH locker, wenn man sein Bier jedesmal zu Hause trinken muss, weil man in wirklich JEDER Kneipe eingenebelt wird, völlig egal, wen man dabeihat.

    Aber klar, die armen armen Raucher werden ausgegrenzt.

    Die hatten doch jahrzehntelang alle Kneipen für sich, ohne dass für die Nichtraucher auch nur ein winziges Fitzelchen übrig blieb.

    Jetzt sehen sie mal, wie das ist!

  9. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Rauchern

    Zitat Zitat von falbala7 Beitrag anzeigen
    Mir gefällt eher die "Befreiung der Menschheit von Drogen" als Vision, der man sich etappenweise und vorsichtig nähert - mit einigen Rückschägen, sicher, aber die Hoffnung sollte man nicht aufgeben.
    Na, das nenne ich mal Kulturoptimismus!
    (Bezüglich der 'Vision' fällt mir zuallererst Helmut Schmid ein...)

    Zum Ausgangsthema: als ehemaliger Raucher habe ich im Gegensatz zu den meisten hier wenig Problem mit Raucherkneipen und rauchenden Gästen in meiner Wohnung - solange sich das Ganze in Grenzen hält. Aber ich steh' allgemein nicht so auf Tugendterror, bin da wohl etwas altmodisch.
    Geändert von Inaktiver User (15.06.2013 um 12:32 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Umgang mit Rauchern

    Von mir aus kann es gerne Raucherkneipen geben - solange gewährleistet ist, dass es auch noch andere gibt.

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