Als Nichtraucherinnen können wir heute ja einen der zahlreichen und grosszügigen Räume in Anspruch nehmen, in denen das Rauchen verboten ist. Das ist ja alles andere als schwierig.
Einzige Ausnahme sind Situationen wie Zugänge zu den Geschäftshäusern, aber dies liesse sich sehr simpel wieder korrigieren, indem man die früher schon existierenden Raucher-Pausenräume IN den Gebäuden wieder in Betrieb nehmen würde.
grüsse, barbara
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Thema: Umgang mit Rauchern
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07.04.2013, 16:55
AW: Umgang mit Rauchern
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07.04.2013, 17:05
AW: Umgang mit Rauchern
Nicht gleich übertreiben bitte! Ansonsten: Ja, überall dort verbieten, wo die Gefahr besteht, dass Mitmenschen in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt werden.
Mal wieder eine Analogie: In geschlossenen Ortschaften ist Fernlicht verboten. Ja warum denn, ich will doch möglichst gut sehen können?
Man kann doch einen Missstand nicht entkräften, indem man auf einen anderen Missstand hinweist.Seit letztem Sommer bin ich persönlich - ich finde die Rauchentwicklung durchaus vergleichbar - übrigens für ein Antiholzkohlegrillgesetz - a) gibt es bei uns einen Park, in dem man sommers vor lauter Grillgeruch nicht mehr spazierengehen kann und b) Nachbars haben es durch ihr Im-Hof-Grillen fertiggebracht, dass ich meine Wäsche zweimal waschen durfte.
Das Würstchen, das mir auf meine Bitte, den Grill doch nicht ausgerechnet unter die Balkone zu stellen, angeboten wurde, mochte ich dann auch nicht so wirklich. Ich biete doch auch keinem Nichtraucher, den mein Rauch stört, zur Abhilfe eine Zigarette an?
Zudem ist das Grillen in Wohnanlagen meistens verboten, wird aber in der Regel geduldet, wenn es nur gelegentlich vorkommt.
Sozialer Druck ist sicher besser als Gesetze. Nur so kapieren Raucher endlich, dass es sich nicht um Obrigkeitswillkür, sondern um die Befindlichkeit ihrer Mitmenschen handelt.Ansonsten kann ich mit dem Nichtraucherschutzgesetz gut leben - weniger gut allerdings damit, dass man als Raucher mittlerweile als asozial gilt und gefälligst mit seinen Kippen per sozialem Druck auch von der Straße, aus dem Biergarten und von der Cafèterrasse weg bleiben soll.Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
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07.04.2013, 17:37Inaktiver User
AW: Umgang mit Rauchern
Also doch das einzelne Haus mit den 1000 m Sicherheitsabstand zum nächsten Nachbarn?
Es würde mich wirklich interessieren, wie du das konkret umsetzen würdest.
Das Argument "Lebensqualität" finde ich im Übrigen lange nicht so stichhaltig wie das Gesundheitsargument. Und genau deshalb frage ich mich, ob da von Nichtraucherseite nicht ein bisschen übertrieben wird, was die Risiken des Passivrauchens angeht - ich meine, draußen? In soundsoviel Kubikmeter Frischluft?
Wenn nun jeder all das verbieten dürfte, was ihn in seiner (olfaktorischen) Lebensqualität einschränkt ... ?
Naja, Rauchgeruch von Zigaretten und Holzkohlengrills hat zumindest noch mehr miteinander zu tun als Rauchgeruch und Fernlicht ... ;)Man kann doch einen Missstand nicht entkräften, indem man auf einen anderen Missstand hinweist.
Mit so einem Argument wäre ich vorsichtig. Immerhin ist es noch gar nicht sooooooo lange her, dass der soziale Druck umgekehrt war, Rauchen als "cool" empfunden wurde, Passivrauchen überhaupt kein Thema war und sich beschwerende Nichtraucher einfach nur als oberzickig abgetan wurden.Sozialer Druck ist sicher besser als Gesetze. Nur so kapieren Raucher endlich, dass es sich nicht um Obrigkeitswillkür, sondern um die Befindlichkeit ihrer Mitmenschen handelt.
Mir sind da Gesetze lieber.
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07.04.2013, 17:48
AW: Umgang mit Rauchern
In meiner Erinnerung ist das leider anders. Die rücksichtsvollen Raucher verschwanden früher - vor der gesetzlichen Regelung - in der Masse der "Stell-dich-nicht-so-an"-Raucher. GEraucht wurde überall, auch den Nichtraucherbereichen der Züge und ganz selbstverständlich in Warteräumen, Gängen (der Behörden beispielsweise); "tolerant" mussten Nichtraucher da im Wortsinn sein: leidend und leidensfähig. Während meiner Schwangerschaft nahmen die Raucherkollegen allerdings wirklich Rücksicht: ab+zu machten sie kurz das Fenster auf, sogar im Winter. Ab und zu, so zwei bis drei mal am Tag. Passivrauchen war schließlich nur eine Einbildung hysterischer, paranoider Nichtraucher. Die waren wirklich nett..aber den Wunsch nach rauchfreiem Büro konnten sie einfach nicht ernst nehmen. ich hätte ihn vor Gericht erstreiten müssen (heute würde ich das), die meisten rauchten ja schließlich, auch Chef(s) und Betriebsräte.
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07.04.2013, 17:58
AW: Umgang mit Rauchern
Die Frage ist, ob nicht der soziale Druck erst zu den Gesetzen geführt hat. Nach meiner Erinnerung fing es schon vor den Gesetzen an, dass Rauchen "out" ist. Sicherlich haben sie aber viele Nichtraucher ermutigt, ihre Interessen offensiver zu vertreten.
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
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07.04.2013, 18:39
AW: Umgang mit Rauchern
Obwohl in den letzten Jahren einige wenige konvertiert sind ins andere Lager, besteht mein Freundeskreis immer noch überwiegend aus Rauchern. Mich eingeschlossen.
Da in Bayern ja in Lokalen gar nicht mehr indoor geraucht werden darf, also auch keine abgetrennten Raucherräume mehr erlaubt sind,
treffen wir uns gerade im Winter des öfteren Mal in Privathaushalten, statt ins Restaurant zu gehen, damit wir, wie früher, an einer gemeinsamen Tafel sowohl essen, als auch trinken, als auch eben drinnen rauchen dürfen.
Gerne auch bei mir daheim in großer geselliger Runde.
Da wird dann der Mailverteiler angeworfen, natürlich stehen da auch die paar Nichtraucher drin.
Regelmäßig kommt dann von irgendeinem der Nichtraucher die (dämliche, sorry) Frage, ob geraucht werden wird. Ja, klar! Deswegen machen wir es ja daheim...
Und dann nach Bejahung der Frage wird manchmal echt noch nachgeknört, ob man sich denn nicht einmal ein paar Stunden zusammenreißen könne? Dann könne einem am Erscheinen des Nichtrauchers ja nicht so sehr gelegen sein?
Goile Logik, oder? Da treffen sich zehn Mann, von denen mindestens sieben Raucher sind, extra und in voller Absicht in ihren privaten Häusern, damit sie nicht wie räudige Hunde in die Eiseskälte gejagt werden und dann soll einem das im eigenen Haus als Gastgeber auch noch madig gemacht werden!
Gehts noch? Dann müssen sie halt daheimbleiben, bis ein andermal wieder in ein Lokal gegangen wird.
Oder selbst einladen in ihren Nichtraucherhaushalt.
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07.04.2013, 18:59
AW: Umgang mit Rauchern
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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07.04.2013, 19:08
AW: Umgang mit Rauchern
Nochmal: Ich bin Abendraucherin, die tagsüber den Geruch von Zigarettenrauch, aber auch generell in der Wohnung, nicht ertragen kann!
Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Menschen ihren eigenen Mundgeruch nicht riechen können. Und Ihr kennt das sicherlich, dass ein Mensch derart schlecht "aus dem Hals riecht", dass man sich fast übergeben müsste in seinem Beisein. Ähnlich muss es wohl bei Rauchern, die nach einer Kippe Nichtraucher ansprechen, sein. Da ich mich irgendwie zwischen beiden Lagern befinde, empfehle ich Rauchern, vielleicht ab und an einen Test auf Mund- bzw. Rauchgeruch zu machen - s. z.B. hier [...]
Das gilt natürlich nur für den Rauchgeruch, der sozusagen der Kehle entspringt. Ich rieche meinen eigenen Rauch-Geruch aber bereits - wie gesagt - an der Hand, die die Zigarette gehalten hat.Geändert von Rotfuchs (07.04.2013 um 19:14 Uhr) Grund: Kommerzielle Links sind auch hier verboten.
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07.04.2013, 19:17Inaktiver User
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07.04.2013, 19:20



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