Happysmile,Zitat von Happysmile
dein Partner weiß sehr genau, was er tut- er hat längst darüber nachgedacht.
Du schlägst keinen anderen Menschen versehentlich. Du hebst bewusst die Hand, du holst bewusst aus, du schlägst bewusst zu. In jedem dieser Momente hast du die freie Entscheidung, es nicht zu tun. In jedem dieser Momente siehst du die Angst, den Schmerz, die Hilflosigkeit in den Augen deines Opfers. Und in jedem dieser Momente entscheidet sich dein Partner dafür, dir diesen Schmerz zuzufügen und dich zu demütigen. Einmal, mehrmals, immer wieder. Er weiß, was er da tut. Er hat sich bewusst für die Gewalt entschieden, die er gegen dich einsetzt. Er sieht, dass du leidest und es hindert ihn absolut nicht daran, es wieder und wieder zu tun.
Wenn du das nicht wahrhaben willst frag dich, wie oft du in deinem bisherigen Leben versehentlich einen anderen Menschen geschlagen, mit körperlicher Gewalt bedroht oder gedemütigt hast.
Solltest du glauben, dass du deinen Partner dazu bewegen kannst, sich zu ändern, dann irrst du gewaltig. Du übernimmst Verantwortung für etwas, für das du keine Verantwortung hast. Hättest du diesen Einfluss auf ihn, wäre es nie zum ersten Schlag, zur ersten Drohung, zum ersten Gewaltakt gekommen.
Du bewegst dich nicht aus der Opferrolle heraus, indem du den Täter darum bittest, dir keine Gewalt mehr anzutun. Du bist genau dann kein Opfer mehr, wenn du damit beginnst, Verantwortung für dich zu übernehmen.
Es beginnt bei dir, nicht bei ihm.
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Ergebnis 41 bis 47 von 47
Thema: Hoffnung oder Hoffnungslos?
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12.06.2008, 00:49Inaktiver User
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
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12.06.2008, 09:01
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
Kristallklare Wahrheiten, da gibt es nichts weiter hinzuzufügen.
Zitat von Inaktiver User
"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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13.06.2008, 10:19
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
Hallo Happysmile,
wie geht´s dir?
"Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin
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13.06.2008, 12:53
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
Es gibt keine Alternative zur Trennung.
Du kannst ihn nicht ändern. Du hast Dich schon so weit modifiziert, daß Du nicht bemerkst, daß Du in seinen Augen kein Mensch mehr bist.
Ich hoffe, Du bist dabei aufzuwachen.
Die Koffer packen und gehen mußt Du selbst.
Was kann Dir passieren? Entdecken daß es plötzlich so guttut, Freiräume zu haben, ohne Rechtfertigung Dinge zu tun oder zu lassen! Was hat dieser Mann, daß Du Dich selbst so niedermachen läßt?
Ich wäre lieber allein als in einer solchen "Beziehung"
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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20.06.2008, 18:15
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
edit
Geändert von Happysmile (20.06.2008 um 21:15 Uhr)
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22.06.2008, 16:36
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
Auf die Gefahr hin,dass ihr mich jetzt wahrscheinlich für völlig bekloppt haltet werde ich euch mal auf den neuesten Stand bringen.
Er und ich haben nochmal intensivst über alles geredet und da quasi vom Urknall angefangen,d.h. wie es mit uns beiden anfing,wann er das erste mal anfing zu schreien,er immer cholerischer wurde,etc. pp.
Wir haben festgestellt,dass es eigentlich nur durch "Druck von Außen" kam,d.h. dass sich andere versucht haben in unsere Beziehung zu drängen (die wollten etwas von mir und mich für sich gewinnen) und er damit nicht umgehen konnte und er da so reagiert hat.
Desweiteren haben wir (neben den ganzen negativen Dingen,die ja nicht von der Hand zu weisen sind) mal miteinander geredet,was wir an unserer Beziehung schön finden,und da kamen auch einige Dinge zusammen,die nicht gerade wenig und in Anbetracht der langen Zeit,die wir schon zusammen sind,selten vorkommen.
Das waren so Dinge,dass wir uns nach wie vor sehr lieben,uns gegenseitig immer mal kleine Aufmerksamkeiten (nicht materieller Natur) machen und unsere Beziehung dadurch immer frisch und feurig halten.Das wir dieselben Ansichten haben,was Familie (wir sind beide Familienmenschen),Freunde,Werte,etc. angeht und sehr sehr viele Gemeinsamkeiten haben,mit denen wir unsere Freizeit verbringen.
Wir sind also zu dem Schluss gekommen,dass wir noch einen allerletzten Anlauf wagen,zusammen bleiben und er,wenn er mal wieder merkt,dass seine extreme Eifersucht (oder ähnlige negative Gefühle bei ihm)aufflammt, er sich an seinen Psychologen wendet,oder,wenn es ganz akut in einer Situation ist und er merkt,dass er ungerecht wird und droht mich nieder zu machen (mit schreien und Worten) er beim telefonischen Krisendienst anruft.Die sind rund um die Uhr da und da hat er am WE auch angerufen und denen unsere Probleme geschildert.
Er ist bei dem Gespräch ins Nebenzimmer gegangen,damit er frei und ungezwungen reden kann und hat das Gespräch aber für mich aufgezeichnet,sodass ich es mir im Nachhinein anhören konnte.
Ihm hat das Reden mit einer unbekannten Person,die weder ihn noch mich kennt sehr gut getan und ihn zu Erkenntnissen gebracht,die er so noch nie hatte und die ihm in dem Gespräch erst klar wurden.
Das waren zB. so Punkte,dass er in vielen Dingen,wie er Aussagen formuliert eigentlich mit zeigt,dass es immer nur um "ihn" geht und wie sehr er mich durch sein Verhalten kränkt und verletzt.
Seit dem Gespräch mit dem Krisendienst ist er viel ausgeglichener und ich denke,dass es ihm auch gut tut zu wissen,dass er da jederzeit anrufen kann,bevor er etwas an mir rauslässt.
Ich bin darüber auch sehr froh und die letzten beiden Tage waren sehr sehr schön.
Na da bin ich mal gespannt auf euer Feedback und hoffe,dass überhaupt noch eins kommt,auch wenn manche wahrscheinlich die Händer über den Kopf schlagen oder sich mit der Hand an die Stirn klatschen...
Liebe Grüße und vielen Dank für eure ehrlichen Worte!
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21.07.2008, 11:52
AW: Hoffnung oder Hoffnungslos?
Happysmile,
ich wünsche Dir aufrichtig, dass es Dir mit diesem Mann gut geht. Aber mein Bauchgefühl sagt mir etwas ganz anderes.
Sorry.
Der Hang zur Gewalttätigkeit endet nicht "mal eben so" durch ein einziges Gespräch am Telefon.
Es ist ein ungesunder Mechanismus, der immer wieder durch irgendein Ereignis getriggert wird.
Ich weiß leider ganz genau, wovon ich spreche.
Ich habe mich damals getrennt - und das war der beste Entschluss meines Lebens.
Alles Gute für Dich
EchtefuffzigWer die Welt verändern will, sollte bei sich selbst anfangen!


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