Ich glaube, da haben wir es mit zwei ganz verschiedenen Herangehensweisen zu tun.
Helga, Simone und einige andere denken, dass das Problem in dem Kontakt zu der Exfreundin liegt - genau das denke ich nicht.
Dementsprechend denke ich auch nicht, dass ein Kontaktabbruch oder auch nur eine Verminderung des Kontakts zu einer Verbesserung der Beziehung führen würde.
Im Gegenteil - je entspannter beide diesen Kontakt zur Ex sehen und er geduldet ist, um so eher wird er zu einem Teil des Alltags und dann vermutlich - das liegt so in der Natur der Sache - langsam weniger werden.
Aber solange er diesen Kontakt regelrecht verboten bekommt, kann er gar nicht frei handeln oder sich frei entscheiden.
Tristesse zwingt ihn mit in ihren Krampf hinein. und das ist nicht gut.
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Thema: Hilflose Wut
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05.06.2008, 19:44
AW: Hilflose Wut
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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05.06.2008, 20:32
AW: Hilflose Wut
für mich ist es grundsätzlich vorstellbar das sich eine ex-beziehung in eine reine freundschaft wandeln kann- auch wenn ich dies selbst noch nie erlebt habe.
Zitat von Inaktiver User
hierbei ist für mich entscheident wie diese freundschaft gelebt wird und in dem fall der te finde ich es nicht mehr akzeptabel.Wer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.
(aus Rußland)
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05.06.2008, 20:40
AW: Hilflose Wut
ich denke das die art des kontaktes und die reaktionen des freundes der te das hauptproblem sind... er nimmt sie nicht ernst, verhält sich illoyal.
Zitat von Kappuziner
das sich die situationen entspannt kann ich mir nur denken, wenn der kontakt offener gelebt und die te in die freundschaft mit einbezogen und nicht außen vor bleibt.
die ex-freundin schreibt hämische kommentare über die te, dies führt sicherlich nicht zu einer entspannung bei sondern heizt die situation eher noch an.Wer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.
(aus Rußland)
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05.06.2008, 20:52
AW: Hilflose Wut
Wie ich sagte, zwei verschiedene Herangehensweisen.
Der Mann ist nicht die Baustelle, sondern Tristesse. Was ihm diese Ex unter vier Augen mitteilt und wie Tristesse das liest in ihrer "hilflosen Wut", das sind zwei paar Stiefel. Es war nicht für ihre Augen bestimmt.
Die Ex spielt den Blitzableiter für ihn, weil er sich eingeengt und bedrängt fühlt.
Der junge Mann ist 22! Ich finde es beachtlich, dass er überhaupt in der Beziehung bleibt und versucht, seiner Freundin seinen Standpunkt beizubringen.
Aber wenn er so massiv mit Verboten und Geboten bedrängt wird, ist doch logisch - ich verwende dieses Wort bewußt - es ist logisch, dass er keinen Bock darauf hat, dass er ausweicht, flunkert.
Der nächste logische Schritt ist die Trennung, wenn Tristesse nichts unternimmt.
Und was sie unternehmen sollte - sie sollte an SICH arbeiten, nicht an ihm und schon gar nicht an der Ex.
Die ist frei und sie darf schreiben, was sie will.
Ehrlich gesagt, wenn das ein Exfreund von mir wäre, der sich bei mir ausheult, ich hätte auch was hämisches geschrieben.
Das Verhalten von Tristesse geht gar nicht.
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05.06.2008, 21:19Inaktiver User
AW: Hilflose Wut
Jetzt kommst Du auch schon mit diesem Argument
Zitat von Tabea
Für seine Lügen bleibt jeder selbst verantwortlich !!!
Ich will Tristesses Eifersuchtsverhalten nicht schönreden und ich gehöre ja nun wirklich zu der Fraktion, die meint, dass jeder treffen kann, wen er will.
Aber so, wie ihr Freund feige und illoyal ist und lügt - das geht auch überhaupt nicht.
Das ist wieder so ein Fall, bei dem sich die zwei richtigen gefunden zu haben scheinen.
Und in dem es m.E. demnächst zur Trennung kommt - Grund genug hätte ja jeder von den beiden dazu. Ich wäre an Tristesses Stelle jedenfalls längst weg. Das hat frau doch nicht nötig.
Gruß, Leonie
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06.06.2008, 07:53
AW: Hilflose Wut
für mich wiederum ist das verhalten der te aufgrund der situation mit der ex völlig verständlich!
Zitat von Kappuziner
das sich an der dargestellten situation etwas ändert kann ich mir auch im hinblick auf das alter der beteiligten kaum vorstellen.
so etwas ähnliches habe ich bereits zweimal erlebt und kann der te nur empfehlen, schau genau hin und wenn du für dich feststellst: so kann ich auf dauer nicht leben! dann trenne dich oder versuche damit klar zu kommen.Wer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.
(aus Rußland)
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06.06.2008, 09:01Inaktiver User
AW: Hilflose Wut
Es geht doch in dieser Beziehung gar nicht um irgendwelche Ex-Freundinnen oder Freunde.
Es geht um einen Mangel an Vertrauen.
Um Kontrolle.
Um Ängste.
Um überdenkenswerte Kommunikations- und Verhaltensmuster. Vielleicht sogar um Kommunikation, die eigentlich gar keine mehr ist, weil die essentiellen Themen längst mit anderen Menschen geteilt werden.
Oder kurz: Es geht um das, was eine Beziehung zu einer Beziehung macht.
Ziel ist dabei sicher nicht, Lügen zu relativieren, sondern vielmehr ein Klima zu schaffen, in dem Lügen gar nicht notwendig sind. Das geht BEIDE an, und BEIDE müssen daran ein Interesse haben.
Auch daran, hinzuschauen, ob die Beziehung überhaupt eine Basis hat, oder mittlerweile vielleicht nur noch eine Warteschleife darstellt.
Wie ist es um die Wertschätzung beider Partner füreinander und für eigene Belange bestellt? Ebenfalls wichtiges Thema, das einen hier geradezu anspringt.
Wenn die Beziehung eine Chance haben soll, wäre es wichtig, auf Kontrolle zu verzichten. Ängste auf den Tisch zu packen, und nach Lösungen zu suchen, individuellen, und solchen für den gemeinsamen Umgang mit solchen Ängsten, z.B. über Vereinbarungen.
Es ginge darum, die Kommunikation zu verändern, von Vorwurf/Rückzug/Vermeidung Richtung Offenheit, Ehrlichkeit, Wertschätzung zu kommen.
Grüssle
Seawasp
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06.06.2008, 10:02Inaktiver User
AW: Hilflose Wut
Seawasp - insgesamt finde ich Dein Posting gut.
Zitat von Inaktiver User
Aber über diesen Satz stolpere ich, weil er einen Widerspruch in sich enthält. Der zweite Teil relativiert Lügen.
Lügen sind nicht notwendig - und hinter solchen Argumenten kann sich keiner verstecken.
Gruß, Leonie
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06.06.2008, 11:04Inaktiver User
AW: Hilflose Wut
Leonie,
Zitat von Inaktiver User
das kommt darauf an, ob Du die Dinge absolut, oder relativ betrachtest. Ob Du die Partner als getrennt, oder dynamisch verbunden siehst.
Absolut gesehen gebe ich Dir Recht - Lügen sind nicht notwendig.
Sie erleichtern aber das Zusammenleben in der Gruppe. Sagten sich alle Menschen jederzeit ungeschminkt, was sie denken, wäre das Zusammenleben kaum möglich.
Des weiteren: Was ist denn Lüge? Was ist Wahrheit? Menschen betrachten Wirklichkeit aus unterschiedlichen Kontexten heraus subjektiv. Sie haben also ihre eigene Wahrheit. Es gibt keine absoluten Fakten - nur relative Momentaufnahmen, dem widerspricht nicht einmal die Physik.
Betrachte ich eine Beziehungsdynamik, kommt ein weiterer Punkt hinzu, den ich nicht missachten sollte:
Spielen Angst und Kontrolle in einer Beziehung eine grosse Rolle, stimmen Nähe und Distanz nicht, wird Individuation als Bedrohung aufgefasst, gibt es viele Tabus und NoGos, haben Partner nicht gelernt, wertschätzend offen miteinander zu kommunizieren, ist eine Beziehung eher rigide strukturiert, dann begünstigt all dies Lügen.
Daran haben BEIDE Partner Anteil - derjenige, der lügt beispielsweise, weil er es nicht schafft, sich ANDERS Freiräume zu schaffen, oder Grenzen zu setzen, und derjenige, der beispielsweise kontrolliert oder stark einschränkt, weil er damit den Boden bereitet, auf dem die Lüge gern Wurzeln schlägt.
Es ist müssig, hier von "Schuld" des Lügenden zu sprechen und ihn zu verurteilen. Das führt zu nichts. BEIDE Partner müssten sich bewegen, oder die Beziehung verlassen.
Grüssle
Seawasp
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06.06.2008, 15:58Inaktiver User
AW: Hilflose Wut
so relativiert kann ich Lügen nicht sehen - dazu ist mir Ehrlichkeit ein zu hoher Wert.
es gibt ja auch andere Dinge, die ich nicht relativiere - Gewaltfreiheit z.B.
klar ist das jetzt drastisch - aber m.E. nicht weit hergeholt.
Gruß, Leonie


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