Weiß nicht, daran gefällt mir was nicht. Ich hab selbst durchaus auch mal so eine Neigung zur Entschuldigung aus reiner Höflichkeit.Zitat von sinja_l
(Also sagen wir mal, wenn ich meine Mutter beim Kochen versehentlich anrempele - da ist vollkommen klar, dass ich mich nicht wirklich schuldig fühle. Ich nehme auch an, dass der Zusammenstoß für sie nicht schlimm war. Trotzdem murmele ich fast automatisch ein nicht allzu tief empfundenes "'tschuldige", vielleicht einfach, um nicht grob sondern freundlich zu wirken. Es ist dann vollkommen klar, dass sie nicht erwartet, dass ich ernstlich zerknirscht bin und Asche auf mein Haupt streue.)
Wenn das zwischen euch aber ein Dauerthema ist, dass er nicht feinfühlig und rücksichtsvoll genug mit dir umgeht, dann kann ich mir vorstellen, dass er in so einem Moment einfach bockig wird, in dem er überhaupt keine Schuld auf sich geladen hat, sich aber schuldbewusst zeigen soll. Mir ginge das so.
Sich in einer Partnerschaft rücksichtsvolles Benehmen und Freundlichkeit zu erhalten, wenn die Vertrautheit wächst, finde ich gut und wichtig.
Dich in Watte zu packen, indem er eindrucksvoll ein schlechtes Gewissen vorspielt, um nicht als grober Klotz dazustehen, fände ich nicht gut.
Ich sage nicht "Deine Erwartungen an sein Feingefühl sind überzogen". Das kann ich nicht beurteilen. Wenn du dir eine zartere Behandlung wünschst, ist es schon mal sehr gut, dass dir das bewusst ist.
Jetzt müsst ihr miteinander rausfinden, wieviel Zartgefühl er aufbringen kann und will und ob dir das reicht.
Tragisch wär's, wenn eure Beziehung von einem ewigen Jammern begleitet wäre: "Ach, er ist ja so ein Grobian!" - "Herrje, ist sie empfindlich und kompliziert!"
Sooo unüblich ist genau diese Rollenverteilung, glaub ich, gar nicht. Aber doof fänd ich's schon.
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07.12.2007, 08:06
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
"Oh good! Nobody here but People."
Veta Louise Simmons in Harvey von Mary Chase
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07.12.2007, 13:01
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Ach was, ich bin bestimmt nicht so eine Mimose und er nicht so ein Trampel, wie es offenbar rübergekommen ist!
Zitat von Almira
Es gab aber bereits mehrfach Situationen, aus denen zu erkennen war, daß er mich nicht versteht und sich auch nicht in mich hineinversetzen konnte. Wenn ich z.B. als Antwort ein „Das ist doch Quatsch.“ bekomme (ohne weiteren Kommentar), dann ist das für mich eine Killerphrase und ein Zeichen dafür, daß es irgendwie an Einfühlungsvermögen fehlt.
Aber daran arbeiten wir ja und ganz bestimmt ist unser Zusammenleben nicht permanent von solchen Situationen durchzogen. Das wäre ja schlimm!!Wer dieses nicht weiß, kann doch jenes wissen! (aus Kenia)
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09.12.2007, 10:43
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Wenn es mir persönlich etwas ausmachen würde, dann würde ich mit meinem Partner darüber reden, auch wenn andere ganz anders darüber urteilen und es nicht schlimm finden- ich muss ja mit dem Partner klarkommen.
So handhabe ich es auch. Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube und normalerweise halten Männer das auch aus- schliesslich müssen wir ihre "Zicken" (zwinker) ja auch ertragen.
Ich hätte auch erwartet, dass er sagt: Sorry, ....
Erwarte ich von meinem Partner auch.
Aber irgendwie stelle ich fest, dass es hier in diesem Forum von Frau zu Frau oft so eine (meiner Meinung nach übertreibene) Form der Männerversteherei und Männerschonerei gibt.
Mädels..sagt doch den Kerlen, was Euch nicht passt- machen die doch meist auch. Gehört doch zu einer Bez. dazu!!- Lerne nur das Glück ergreifen
denn das Glück ist immer da -
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09.12.2007, 14:15Inaktiver User
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Genau das habe ich auch schon festgestellt. Eigentlich schade...
Zitat von Sabbi
aber vieles will man sich auch einfach reden denn Toleranz ist ja sooooo in und chic - und d u m m....
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09.12.2007, 23:53
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Es wird aber auch einiges zu Tode diskutiert....manche Dinge kann man/frau auch einfach mal so stehen lassen....
simplemind
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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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10.12.2007, 06:20
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Die Katze meiner Mutter ist schon seit 7 Jahren tot...
Zitat von sinja_l
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10.12.2007, 18:01
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
@Simplemind66: Ja, natürlich kann man Sachen, die einem nichts ausmachen stehen lassen.
Aber Dinge, die einen bisschen/wenig/sehr wurmen, die muss man meiner Meinung nach ansprechen, sonst werden sie nur verdrängt.
Und am schlimmsten finde ich dann die Verharmlosung von richtig krassen Sachen, da reden sich manche sehr viel künstliche Toleranz ein. Toleranz bis zur Selbstaufgabe...- Lerne nur das Glück ergreifen
denn das Glück ist immer da -
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12.12.2007, 16:32
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Wenn ich alles, was mich nervt ausdiskutieren würde, hätte ich ne Menge zu tun. Die Dinge die mich einschränken oder verletzen werden direkt angesprochen und dann wird Tacheles geredet,nix ist schlimmer als unter den Tisch zu kehren.
Ansonsten muß halt doch jeder für sich entscheiden was wichtig ist.simplemind
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4.6.18

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13.12.2007, 07:52
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Liest du überhaupt, was andere schreiben?
Ich habe schon den Eindruck, du wolltest alles ausdiskutieren...
Es ist auch wichtig, dass man sich selbst einschätzen kann.- Lerne nur das Glück ergreifen
denn das Glück ist immer da -
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13.12.2007, 10:23
AW: zu empfindlich oder nachvollziebar?
Zitat von Pellegrina
Na ja, meine Mutter redet mich manchmal mit dem Namen ihrer Schwester an, die wir beide überhaupt nicht mögen...Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin


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