Ich habe es natürlich absichtlich überspitzt formuliert...Zitat von Inaktiver User
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Und natürlich treffen bei einem solchen Thema immer - grob gesagt - 2 Gruppen aufeinander.
Die erste Gruppe ist "tolerant", sie fordert meistens, den Partner in nichts einzuschränken, wenn es nicht gerade der Beischlaf ist, wobei manche auch das locker sehen. Emotionale Empfindlichkeiten lassen sie nicht gelten und werten sie mit Verachtung als "Besitzdenken". Es ist okay für sie selber, wenn sie das leben können - von anderen verlangen können sie das aber nicht!
Für die andere Gruppe ist das anders. Sie hat eine andere Erwartungshaltung und wird bis ins Mark verletzt und verunsichert, wenn sich der Partner über ein für sie emotional erträgliches Maß hinaus einer anderen Frau widmet und es nützt nichts, "Toleranz" zu fordern, weil es nicht klappt. Man kann seine Gefühle oder Instinkte nicht vergewaltigen.
Ein richtig oder falsch gibt es da auch nicht.
Diese beiden Gruppen werden sich leider nie verstehen!
Deshalb brauchen sie sich aber nicht gleich in die Haare zu kriegen, und wir sollten hier jeden feindlichen oder beleidigenden Ton (siehe Zitat) mal beiseite lassen, okay?!
@Rabeana
Ich freue mich für dich, dass dein Mann ein Einsehen hat!
Er soll sich nur mal vorstellen, wie ER sich fühlte im umgekehrten Fall. Wenn er allerdings meint, für ihn wäre das dann okay, dann hättet ihr ein Definitionsproblem als Paar.
Aber das hoffe ich mal nicht!
Alles Gute für dich,
Lalique
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Ergebnis 41 bis 50 von 125
Thema: zu empfindlich?
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12.11.2007, 16:20
AW: zu empfindlich?
Do what makes your heart sing
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12.11.2007, 17:21
AW: zu empfindlich?
@Lalique: Tja ... genau dieses Argument, wie er sich umgekehrt fühlen würde, lässt ihn völlig kalt. Er würde mich alles, alles, alles machen lassen (außer Beischlaf) - solange ich glücklich bin und die Beziehung nicht gefährde, findet er alles in Ordnung.
Wir sind da wirklich sehr unterschiedlich. Er liebt Ehrlichkeit und wollte mir einfach verifizieren, wie er sich fühlt.
Dumm nur, dass ich kein in mir ruhender Mensch bin. Es gibt bestimmt Frauen, die in so einer Situation sagen können "Och, Mensch, da fühlt er sowas wie Verliebtheit. Ist ja klasse. Das gönn ich ihm jetzt. Die anderen in unserer Firma kichern jetzt zwar ein bißchen - aber Mensch - da steh ich doch drüber. Hauptsache, er ist glücklich".
So bin ich leider nicht.
Ich denke sowas wie "Ich weiß er liebt mich. Ich weiß er will mit mir alt werden. Aber er sonnt sich jetzt gerade in der Anhimmelei einer 18jährigen. Warum nur? Was fehlt mir? Was könnte ich besser machen, dass sowas nicht vorkommt?" Ich beziehe alles auf mich. Bin unsicher und stehe einfach nicht über den Dingen. Ich wünschte, ich wäre anders. Ist aber leider nicht so. Ich fühl mich ausgeschlossen, obwohl ich es nicht bin. Ich bin tief verletzt und tottraurig, obwohl doch wirklich NICHTS passiert! Es ist immerhin hilfreich, dass es Menschen gibt, die mich verstehen ...
Eines hat mich gleich zu Anfangs verletzt. Der ganze Schlamassel hat sich so langsam nach und nach aufgetürmt und gleich zu Anfang habe ich meinem Mann gesagt "Bitte lasst euer Verhältnis nicht zu innig werden, denn das kann böse enden. Ich fühl mich außen vor. Ich möchte nicht nur noch mit Magengrummeln ins Büro gehen" und da hat er geantwortet "In meiner eigenen Firma muss ich doch nicht auf deine Befindlichkeiten achtgeben". Und ich muss sagen, diesen Satz kann ich ihm heute noch kaum verzeihen. Ich finde, dass man, wenn man als Ehepaar gemeinsam in einer Firma ist, unbedingt auf die Befindlichkeiten des anderen achten sollte. Sollte er auf diesem Standpunkt beharren, würde ich meine Konsequenzen ziehen und mich firmenmäßig umorientieren! Ich möchte ihm ja seine Freiheiten lassen, aber ich muss mich nicht unbedingt im Job unnötig verletzen lassen ... unweigerlich stehe ich auf Beobachtungsposten, wenn sowas noch mal vorkommt. Bereits jetzt musste ich mir einen Eifersuchts-Witz einer Kollegin gefallen lassen ... das muss ich mir nicht freiwillig antun! ;-)
Ich drück euch!!
Rabeana
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12.11.2007, 17:34
AW: zu empfindlich?
@Minstrel: du triffst es im Punkt!! :-)
Zitat von minstrel
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12.11.2007, 17:38Inaktiver User
AW: zu empfindlich?
das ist richtig heftig.
Zitat von rabeana
aber Morcheeba sagte ja schon - irgendwie scheinen bei Euch noch andere Dinge im argen zu liegen.
wobei das von Dir gewünschte "gemeinschaftliche Auftreten" in einer Firma, in der er der Chef ist und Du angestellt (richtig?) umgekehrt auch schwierig ist.
Findet außer mir keiner etwas "extra" an dieser Chef-Praktikanten-Situation?
Gruß, Leonie
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12.11.2007, 17:40
AW: zu empfindlich?
@tristania: du triffst auch den Kern der Sache! Nur: genau diese Ängste habe ich ja NICHT! Ich weiß, dass mein Mann mich über alles liebt. Ich spüre es, ich merke es, ich erlebe es. Nur sieht man auch diese leichte Verliebtheit für seine Praktikantin ... und trotz allem, obwohl ich weiß, er würde mit ihr nichts anfangen, nicht schlafen, mich nie verlassen, trotz allem fühle ich mich verletzt!! Mein Mann hat ein dickes Fell und bräuchte eine robuste in sich ruhende Partnerin. Leider hat er mich Mimose! ;-) Wir müssen wohl beide einen Schritt auf den anderen zugehen!
Zitat von Inaktiver User
Und du hast recht: man darf nix überdramatisieren!! Und dazu tendiere ich wohl beizeiten!
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12.11.2007, 17:51
AW: zu empfindlich?
Was heisst hier: darf. Grundsätzlich darf man alles. Man darf nur nicht erwarten, dass der Partner "wunschgemäss" oder auch nur angepasst darauf reagiert.Und du hast recht: man darf nix überdramatisieren!
Gleiches gilt für Deinen Mann: er muss keine Rücksicht nehmen, aber er muss mit Konsequenzen seiner Rücksichtslosigkeit leben (ich finde Deinen Gedanken, ggf. den Job zu wechseln, da sehr gut).
im Übrigen hat er sich "Dich Mimose" ausgesucht und ich würde seinem Geschmack da voll und ganz vetrauen
Doch, ich finde das geschmacklos. Aber ich würde an rabeanas Stelle davon Abstand nehmen, ein moralisches Urteil über meinen Mann in den Vordergrung meiner Betrachtungen zu stellen.Findet außer mir keiner etwas "extra" an dieser Chef-Praktikanten-Situation?Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko
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12.11.2007, 17:52
AW: zu empfindlich?
Liebe Leonie!
Zitat von Inaktiver User
Wir haben eine Büro-Gemeinschaft. Ich bin meiner eigener Chef und habe freiwillig meine Firma mit seiner Firma in die selben Räumlichkeiten verlegt. Ich bereue den Schritt ein wenig, weil ich wirklich zu empfindlich bin!
Die Praktikantin ist wirklich ein patentes Mädel und wirkt sehr viel älter als 18. Ich mag sie im Grunde sehr, und weiß auch ganz genau, warum mein Mann diese Verliebtheit in sich spürt für sie! Ich selber mag sie auch total gerne und um so mehr wurmt mich, dass ich trotz allem Eifersucht spüre!! Ich bin jemand, die wissen möchte, was geschieht, ich möchte, dass die Sachen vor meinen Augen passieren und nicht hinter meinen Rücken. Dass die beiden ihre Problemchen via E-Mail ausdiskutieren, find ich schade und fühle mich hintergangen. Mein Mann sagt aber, dass er keine privaten Sachen in der Firma ausdiskutieren möchte und deswegen bervorzugt er den Mail-Verkehr .... er hat ja recht. Nur fänd ich es im Grunde konsequenter eine harten Cut zwischen Beruf und Privat zu machen ... leider bin ich da aber selber sehr inkonsequent ... man man man ....
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12.11.2007, 18:04Inaktiver User
AW: zu empfindlich?
Dann biete ihm doch an, dass sie zu euch nach Hause kommen. Dann entfällt das lästige Mailen und private Sachen werden nicht in der Firma ausdiskutiert.Dass die beiden ihre Problemchen via E-Mail ausdiskutieren, find ich schade und fühle mich hintergangen. Mein Mann sagt aber, dass er keine privaten Sachen in der Firma ausdiskutieren möchte und deswegen bervorzugt er den Mail-Verkehr ....
Gleichzeitig wirst du nicht hintergangen, sondern weißt "gemeinschaftlich stark" auch um ihre Probleme.
(Ich fürchte leider nur, dass er das nicht will.)
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12.11.2007, 18:05Inaktiver User
AW: zu empfindlich?
Doch, ich.
Zitat von Inaktiver User
Für mich ist sein Verhalten extrem unprofessionell und sowohl in beruflicher, als auch in privater Hinsicht illoyal und unangemessen. Aber ich lande bei der Frage, die minstrel aufgeworfen hat: ist die Betrachtung des Problems unter dieser moralischen Perspektive wirklich hilfreich?
@ rabeana:
Dein Mann diskutiert private Dinge in der Firma aus. Nicht mündlich, sondern schriftlich, aber das ändert für mich nichts am Grundsatz dessen, was er tut.
Auch wenn der Schritt drastisch ist, würde ich an deiner Stelle ebenfalls ernsthaft mit dem Gedanken spielen, aus dieser (räumlichen) Situation auszusteigen.
Gruß
Rezeptfrei
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12.11.2007, 18:10Inaktiver User
AW: zu empfindlich?
Welche Angst hast du dann?Nur: genau diese Ängste habe ich ja NICHT!


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