Du darfst da gerne Deine Meinung haben.Zitat von Candy01
So wie Du es sagst, klingt "emanzipert" bei Dir nach etwas Unanständigem!![]()
Und bis auf das dick herausgehobene (was ich wahrscheinlich auch merkwürdig fände), finde ich alles andere völlig normal. Und ich bin gerne und glücklich mit meinem Partner zusammen. Seit 18 Jahren.
Tabea
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27.09.2007, 15:32
AW: fühl mich grad echt beschissen
Bis auf Weiteres a.D.
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27.09.2007, 15:33Inaktiver User
AW: fühl mich grad echt beschissen
Warum sollte sich jemand bei der Frage an sich beleidigt fühlen?Kann es sein, dass sich unter euch recht viele sehr emanzipierte Frauen befinden?
YO, hätte ich nicht besser formulieren können.So wie Du es sagst, klingt "emanzipert" bei Dir nach etwas Unanständigem!
Was genau hat das mit Emanzipation zu tun?Meine Eltern sind superglücklich verheiratet, auch schon ewig, da gab es aber nie exen, andere frauen/männer etc. Es war einfach nicht nötig. Und so gehts mir auch. Das ist meine Meinung.
Kann es sein, dass Du ein Problem mit Deinem persönlichen Rollenverständnis zwischen Mann und Frau und dem Deines Partners hast?
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27.09.2007, 15:43Inaktiver User
AW: fühl mich grad echt beschissen
Ein verlängertes Wochenende zu einem Event, auf das ich sowieso nicht will, wären aber ok, oder?
Zitat von Tabea
Candy, wenn es Dich interessiert: Beziehungskonzepte.
Ich sehe auch nicht, was das mit "heutzutage" zu tun hat.
Meine Mutter hat sich auch keine Vorschriften machen lassen - und das Grundprinzip meiner Eltern ist auch, dass Vorhaben nach Möglichkeit gegenseitig unterstützt werden und nicht "verboten" oder irritiert kommentiert.
Allerdings habe ich sie auch - trotz klassischer Rollenverteilung - immer als "emanzipierte Frau" empfunden.
Und von meinen Großmüttern berichte ich lieber nicht - das würde das Weltbild zu sehr ins Schwanken bringen.
Aber ja - die eine ist durchaus auch mit anderen Männern zu bestimmten Ereignissen verreist - in zwei Einzelzimmern natürlich und mit Wissen und Unterstützung ihres Mannes.
Gruß, Leonie
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27.09.2007, 15:47
AW: fühl mich grad echt beschissen
Ich denke mal drüber nach...
Zitat von Inaktiver User

Tabea, die nächste Woche gemeinsam mit ihrem Mann bei der Frau ihres Ex zum Vierzigsten eingeladen ist...Bis auf Weiteres a.D.
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27.09.2007, 15:51
AW: fühl mich grad echt beschissen
Hm, ich denke Candy und mich leitet das gleiche Gefühl.
Ich würde es vielleicht nicht mit "emanzipierte Frauen" begründen, ich halte mich selbst auch für emanzipiert, habe einen Beruf, bin halbwegs selbstständig und will sicher keinen Pascha als Mann, dem ich abends das Bier serviere.
Aber das diffuse Gefühl, das ich in meinem Beitrag skizziert habe, das beschreibt Candy auch. Dieses: "ja der Partner kann machen was er will", "sich nicht einmischen", "wenn er sich mit Exen trifft, na und".
Natürlich ist es völlig ok, und von mir nicht kritisiert wenn frau oder man mal alleine oder mit Freunden ins Theater oder Kino geht, ich bin auch mit meiner Freundin in Urlaub gefahren, würde auch mit meinem schwulen Freund mal ein WE wegfahren (falls dessen Freund das zulässt....).
Ich bin ja niemand, der dem Partner die Freunde missgönnt. Mein Freund und ich führen eine Wochenendbeziehung (noch) und da könnte er unter der Woche (theoretisch) machen was er will. Da schiebe ich auch keine Panikattacken, nach dem Motto "wen trifft er, was macht er".
Was aber ganz wichtig ist, er gibt mir das Gefühl, dass ich ihm vertrauen kann, er ist offen, er erzählt was er so macht. Diese ganzen Geschichten, von wegen er meldet sich nicht, die gibts nicht. Und er teilt meine wohl eher konservative Lebenseinstellung zu dem hier diskutierten Thema. Er will keine unverbindliche F..-Beziehung, wo jeder seine "Freiheiten" hat, sondern schon etwas was mittelfristig auf Ehe und Familie hinausläuft.
Ich denke mein Gefühl und vielleicht auch das von Candy ist schwer in Worte zu fassen, aber ich denke, dass diese "Abgrenzungs- und Freiheitstendenz" die ich in der heutigen Zeit beobachte damit zusammenhängen könnte, dass viele Menschen die Erfahrung gemacht haben, dass Beziehungen nicht fürs Leben halten.
Wenn ein Mensch, so um die 30, bereits mehrere Beziehungen hatte, die allesamt scheiterten, ist es möglich, dass er (unbewusst?) den Schluss zieht, Freunde, Hobbys, Sport ist was für die Dauer und "die Tussi ist austauschbar" Mal ganz brutal formuliert.
Ich habe solche Aussagen hier in einigen Strängen von Männern schon lesen dürfen. War natürlich "netter" formuliert, schimmerte aber so durch.
Chennai
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27.09.2007, 15:55Inaktiver User
AW: fühl mich grad echt beschissen
absolute Zustimmung
Zitat von Chennai
aber das verstehe ich wieder nicht.Er will keine unverbindliche F..-Beziehung, wo jeder seine "Freiheiten" hat, sondern schon etwas was mittelfristig auf Ehe und Familie hinausläuft.
ich habe in einer sehr verbindlichen Ehe "meine Freiheiten".
und anders als die Kombiantion von "Verbindlichkeit" (mit Vertrauen und Treue natürlich) und Freiheiten würde ich es auch nicht wollen.
Wird hier nicht "Verbindlichkeit" an den falschen Dingen festgemacht?
Gruß, Leonie
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27.09.2007, 15:56
AW: fühl mich grad echt beschissen
Also ich bin absolut eigenständig, führe ein mein eigenes Leben außerhalb der Beziehung weiterhin und gehe meinen eigenen Hobby`s und Interessen nach. Und trotzdem ist es für mich klar das ich mich nicht mit Männern treffe die ich so kennenlerne (den meist will einer dann doch mehr), ich würde nie im leben mit dem ex in den Urlaub fahren und ein Treffen mit dem Ex gibts bei mir nicht. Mein Freund sieht dies genauso und daher müssen wir uns hier keine Ver- oder Gebote auferlegen.
Zitat von Candy01
Er hat aber auch eine gute Freundin und ich habe einen besten Freund den ich seit 10 Jahren kenne! Beides läuft aber vollkommen offen und ohne Geheimnisse usw. ab und ist für mich kein Problem.
LGWer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.
(aus Rußland)
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27.09.2007, 15:59
AW: fühl mich grad echt beschissen
Ich find das ehrlich gesagt toll!
Zitat von Tabea
Wer satt ist, wird nie einen Hungernden verstehen.
(aus Rußland)
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27.09.2007, 16:01Inaktiver User
AW: fühl mich grad echt beschissen
ist das so?
Zitat von Simone77
irgendwie scheinen mir da die Antennen zu fehlen?
ich habe noch nie mehr gewollt - und habe das auch noch nie anders herum bemerkt.
Der würde sich ja auch die Zähne ausbeißen.
Naiv - ok - aber damit komme ich gut durch's Leben.
Besser als wenn ich mich eingesperrt fühlen müsste.
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27.09.2007, 16:07
AW: fühl mich grad echt beschissen
Die Frage, die hier immer wieder aufkommt, ist doch:
Warum ist ihm ein Treffen mit der Ex so wichtig? Und ist ihm das womöglich wichtiger, als seine aktuelle Beziehung.
Ich denke, das hängt vor allem von der Art Freundschaft ab, die einen mit dem Expartner verbindet.
Menschen, die man im Leben kennenlernt, können flüchtige Bekannte bleiben, engere Bekannte werden oder so etwas wie "Lebensabschnittsfreunde". Mit diesen hat man meist eine Überschneidung der Lebenssituation - man studiert gemeinsam, ist zusammen im Ausland, neu in der Stadt, singt im gleichen Chor...
Wenn sich der Lebensabschnitt ändert, zerbrechen die meisten dieser Freundschaften. Man kann zum Beispiel nicht nach jedem Umzug alle alten Sozialkontakte aufrecht erhalten, denn es kommen ja auch neue hinzu und Zeit ist ein knappes Gut.
Aus manchen werden aber Freunde fürs Leben. Bei denen ist es irgendwann egal, ob es noch eine gemeinsame Lebenssituation gibt. Würde ich jetzt Schaffarmerin auf Neuseeland, dann hätte ich vier gute Freunde (davon drei weiblich), die mir meine Idee nicht ausreden, sondern sich ein Flugticket und mir ein Schaf kaufen würden.
Solche Freunde verliert man nicht aus den Augen.
Beziehungen in jungen Jahren sind häufig "Lebensabschnittsbekanntschaften". Man teilt sich bloss eine gemeinsame Phase und dann ist es leicht, am Ende der Beziehung auch den Kontakt abzuhaken und in einen neuen Lebensabschnitt einzutreten.
Manchmal werden so aber auch echte Freundschaften geknüpft. Und echte Freundschaften hakt man nicht ab.
Ich habe den Eindruck, dass manche, die den Kontakt zum/zur Ex nicht nachvollziehen können, ihre eigene Lebensabschnittsbekanntschaft mit der echten Freundschaft anderer vergleichen.
Und in diesem Sinne trifft Deine Kritik, Chennai, sehr weit am Punkt vorbei. Jemand, der über lange Jahre und viele Abstände hinweg den Kontakt zu seinen Freunden und Freundinnen aufrecht erhält, ist eben gerade bindungsfähig.
Der ist fähig zu echter Loyalität. Und sollte unsere eigene Beziehung eines Tages aus irgendwelchen Gründen scheitern, dann wird er mich nicht entsorgen. Sondern vielleicht (wenn es denn eine echte Freundschaft war), von Zeit zu Zeit von dem Weg erzählen, der JETZT sein Weg ist.Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko


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