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  1. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Er sagte, er wolle heute heimkommen. Von der Therapie meinte er nur, ich solle alleine hingehen, da er sich von mir einreden lassen wolle, er sei "krank". Dieses Wort ist aber nie gefallen zwischen uns! Ich denke, das vermutet er selbst von sich...
    Ich würde ganz klar sagen: Therapie oder Trennung!

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    AW: Vertrauensbruch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich würde ganz klar sagen: Therapie oder Trennung!
    Nur - wenn er selbst keinen Leidensdruck verspürt, wird er sich nicht oder höchstens halbherzig auf eine Therapie einlassen. So ein Ultimatum würde ich nicht stellen.
    Sandra, konzentrier Dich lieber auf Dich selbst. Was willst Du und was kannst Du leisten? Bist Du bereit, auf einen vermutlich jahrelangen schmerzvollen Weg mitzugehen?
    Liebe Grüße,
    samsona

  3. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Nur - wenn er selbst keinen Leidensdruck verspürt, wird er sich nicht oder höchstens halbherzig auf eine Therapie einlassen. So ein Ultimatum würde ich nicht stellen.
    Warum nicht - wenn die Therapeutin gut ist, knackt sie ihn. Es ist eine Chance ohne Risiko.

  4. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich würde ganz klar sagen: Therapie oder Trennung!
    Würde ich auch sagen.

    Aber etwas anders formuliert: "Entweder machen wir zusammen eine Paartherapie, oder ich sehe keine Zukunft für uns beide"

    Das schließt ja ein, daß er mitkommt, sich mitbeteiligen muss.

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    AW: Vertrauensbruch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Warum nicht - wenn die Therapeutin gut ist, knackt sie ihn. Es ist eine Chance ohne Risiko.
    Kein Therapeut "knackt" einen Menschen, der zur Therapie nicht bereit ist. Hilfe kann man nur annehmen, wenn der eigene Leidensdruck groß genug ist.
    Liebe Grüße,
    samsona

  6. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Zitat Zitat von samsona
    Kein Therapeut "knackt" einen Menschen, der zur Therapie nicht bereit ist. Hilfe kann man nur annehmen, wenn der eigene Leidensdruck groß genug ist.
    Ich weiss ........
    Ich würde ihn trotzdem erpressen.

  7. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Liebe Sandra

    Ich bin echt froh, daß Du so proaktiv bist und auch scheinbar Deine Ohren gut spitzt.

    Ich finde nicht, daß Deine Beziehung unbedingt aussichtslos sein muß.
    Die Therapie als Ultimatum benutzen würde ich nicht. Er könnte seine "Hausaufgaben" auch eher alleine und für sich machen. Klar ist, daß er auch - und zwar heftig - arbeiten muß an Eurer Verbindung. Aber wie er es macht, sollte ihm frei gestellt sein.

    Es gibt eine Menge Menschen, die lieber privat ihre Probleme lösen, ohne Therapie. Ich habe so einen Wert von 80% im Kopf, muß ich irgendwo gelesen haben.

    Ich selber kenne auch Fälle, die mal krass waren und sich irgendwann auch ohne Therapeuten-Hilfe eingependelt haben.

    Ich schlage vor: mach' ruhig weiter mit der Therapie, lade ihn auch weiter dazu ein, aber ohne Drängeln. Fordere unbedingt von ihm, daß er sein Säckchen selber trägt und bearbeitet.
    Wenn er weiter total auf stur schaltet und immer nur "Aber Du, aber Du..." schreit, weißt Du ja, was die Uhr geschlagen hat.

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    AW: Vertrauensbruch?

    Liebe Catinka,

    danke für deine Zusprache ;-) Der gestrige Abend verlief eigentlich sehr gut. Wir kamen beide etwa zeitgleich nach Hause - und ich hatte zum Glück die Kraft, ruhig und freundlich zu bleiben. Das Gespräch mit der Psychologin und euer Tipp "Stirn und Zähne zeigen" (ich habe das so verstanden: lächeln - und Rückgrat behalten) haben sich bewährt. Er war es, der vollkommen aus den Schuhen gekippt ist. Für das klärende Gespräch sind wir dann in ein Café gegangen. Das Hauptproblem - und das hat er selbst gesagt - war, dass er völlig überrreagiert hat, zugelassen hat, dass ihn die Wut total übermannt, und dann dem gar nicht entgegengesetzt hat. Sich gehenlassen, im Selbstmitleid versinken... Er hat selbst zugegeben, dass er in den letzten 5 Tagen keinen Gedanken daran verschwendet hat, wie ich mich nach seinem Verhalten fühlen muss. Eine Empathie-Frage... Aber dem Gespräch mit der Psychologin hat er zugestimmt und schon heute morgen einen Termin mit ihr ausgemacht.

    Nun, wie fühle ich mich? Sehr erschöpft, und um mindestens zwei Jahre älter. Ich habe durchaus Hoffnung für uns, aber bin überzeugt, dass es mehr braucht als diese Versöhnung jetzt. Die letzten Tage haben mich auch an eine Grenze gebracht, die ich immer "weggeschaltet" habe. Meine grösste Angst war es, dass er auf einmal verschwindet, dass ich völlig allein bin... das ist nun passiert, und ich weiss, dass ich das übestehen kann. Dass davon nicht die Welt untergeht. Ich wünsche mir sehr, dass ich es schaffe, aus dieser Krise etwas Positives für mich zu ziehen. Mehr Mut, wirklich auszusprechen und zu sagen, wenn mir etwas nicht passt (z. B. bescheuerte "Abmachungen"). Nicht mehr so Konfrontationen scheuen, denn das bringt sowieso nichts. Mir in dieser Stadt endlich ein paar gute Freundinnen suchen.

    Für mich war es ja das erste Mal in Sachen "Internet-Diskussionen" - eine gute Erfahrung!! Ich bin sehr froh über die Unterstützung und die unterschiedlichen Rückmeldungen, die mir wirklich den Horizont erweitert haben ;-)

  9. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Na das hört sich doch mal gar nicht soo schlecht an.
    Viel Erfolg wünsche ich dir/euch

  10. Inaktiver User

    AW: Vertrauensbruch?

    Hallo Sandra,

    das, was du schreibst, liest sich wirklich vielversprechend!

    Liebe Grüße und eine dicke für dich,
    magnummysterium

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