Hallo,
macht ihr Euch auch gelegentlich Gedanken darüber, was wäre, wenn eine andere Frau Euren Freund/Mann "anbaggern" würde? Was würde er tun, bzw. wie würde er reagieren, wenn sie ihm gefällt?
Mein Freund hat fast nur weibliche Kollegen und er hat auch schon öfter Beziehungen (vor meiner Zeit) mit Kolleginnen gehabt. Kurz bevor wir uns kennenlernten, hatte er ein Auge auf eine Kollegin, sie ging allerdings nicht auf seine Avancen ein. Nachdem wir uns zum ersten mal getroffen hatten, gab er seine Bemühungen in Richting dieser Kollegin auf. Er sieht sie fast täglich und ich frage mich manchmal, was er wohl tun würde, wenn sie ihre Meinung ändern würde.
Ich weiss, alles ziemlich hypothetisch, habe leider hin und wieder auch mit Verlustängsten zu kämpfen, mal mehr mal weniger.
Wie seht ihr das?
Liebe Grüsse,
suziv
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
Thema: Was wäre wenn?
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08.06.2007, 14:20
Was wäre wenn?
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08.06.2007, 15:17
AW: Was wäre wenn?
Nö.
Zitat von Suziv
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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08.06.2007, 15:22
AW: Was wäre wenn?
Schliesse mich an.
Zitat von Fender
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08.06.2007, 15:43Inaktiver User
AW: Was wäre wenn?
Wer keine Sorgen hat, der macht sich welche.
Abgesehen davon, dass es mir völlig wurscht ist, ob er jemanden anbaggert oder was auch immer, denke ihc nciht groß drüber nach. Wenn sie ihm gefällt, würde er wohl positiv reagieren, wenn sie ne doofe Schnalle ist, würde er ihr's in seiner bekannten Nonchalance sagen.
Ansonsten ist das sein amusement und geht mich nix an.
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08.06.2007, 18:31
AW: Was wäre wenn?
Entschuldigt mal bitte, das geht mich nichts an? Klar, mein Freund unterhält sich, mit wem er will. Flirten, Blickkontakt, alles ok. Und ich binde auch nicht gleich jedem hübschen Typen, mit dem ich ins Gespräch komme, in der ersten Minute auf die Nase, dass ich tabu, weil gebunden bin. Aber wie wär das mit Nummernaustauschen, mit einem eventuellen Treffen zu zweit? Wo ist da die Grenze? Wenn mein Freund sich so gut mit einer unterhält und ihr seine Nummer gibt, dass sie ihm in der ersten SMS gleich: "Hey Süßer" und "wann treffen wir uns" und "HDL" schreibt, ist das ok? Oder ist das nur kumpelhaftes Kennenlernen?
Ein Freund eines Freundes baggert selbst ziemlich rum, obwohl er seit Jahren eine Freundin hat, und ich habe den Eindruck, dass er nur deshalb nicht fremdgeht, weil es bislang noch nie geklappt hat - nicht weil er es ablehnen würde, weil er eine andere, nämlich seine Freundin, liebt. Der probiert immer, "was geht". Glück für seine Freundin, dass bislang "nichts gegangen ist" - oder was?
So eindeutig wie für euch ist für mich das "Fremdflirten" nicht immer!!!
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08.06.2007, 18:58Inaktiver User
AW: Was wäre wenn?
Nun, das kommt auf die Beziehungskonzeption an.
Meine eigene ganz persönliche Meinung dazu: wenn ich es nötig habe, meine Beziehung durch Ausschließlichkeit - egal in welchem Bereich - zu sichern, kann die Liebe nicht so sonderlich groß sein. Der Respekt für den anderen auch nicht.
Insofern: keine Grenze. Für beide.
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08.06.2007, 19:16
AW: Was wäre wenn?
Naja, wir müssen hier ja nicht über Konzepte wie offene Beziehungen streiten, der dem's gefällt - und zwar beidseitig - soll's machen. Mein Ding wäre es nicht.
Aber nur kurz, um's vielleicht besser zu verstehen: Inwiefern erweise ich dem anderen Respekt, wenn es mir egal ist, mit wem er außer mir noch so flirtet, kuschelt, vögelt? Respekt gegenüber seinem freien Leben als unabhängiges Individuum mit allen seinen frei auszulebenden Trieben? Wozu dann überhaupt eine Beziehung, ein Entschluß, eine Weile im Leben gemeinsam zu gehen?
Und außerdem: Wer sagt, dass (sexuelle) Treue ein ERSATZ oder eine Sicherung für die Liebe ist? Die Liebe kann auch bei absoluter Treue nachlassen.
Und: Was machst du mit deinen Gefühlen, wenn du daran denkst, wie dein Freund eine andere küsst, anfaßt etc.? Folgen deine Gefühle deinen hehren Grundsätzen so einfach?
Vielleicht bin ich in meinen Ansichten zurückgeblieben und bürgerlich, aber ich würde es nicht aushalten, mit meinem Freund zu schlafen, wenn ich wüßte, dass er dasselbe mit derselben Leidenschaft vor zwei Stunden mit einer anderen gemacht hätte.
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08.06.2007, 19:24Inaktiver User
AW: Was wäre wenn?
suiziv,
der/die Eine wird man durch Entscheidung, die auf Liebe und gelebter Beziehung beruht.
Wie lange seid Ihr denn schon zusammen?
Vor der Hochzeit (bzw. der endgültigen Entscheidung füreinander) hatte ich keine Angst davor - denn wenn, hätte ich ja zum Glück rechtzeitig gemerkt, was das für einer ist. Und seit der endgültigen Entscheidung, gemeinsam durch's Leben zu gehen, sowieso nicht mehr.
Und mit einem Mann, bei dem ich nicht das Vertrauen hätte, dass er auf sich selbst aufpassen kann, könnte ich sowieso nicht zusammen sein.
Nein, das kenne ich nicht.
Gruß, Leonie
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08.06.2007, 20:37Inaktiver User
AW: Was wäre wenn?
Als ein Mensch, der sein Leben leben darf - so wie er es möchte. Das Schlimme in meinen Augen ist, dass sie die Eifersucht nicht nur auf das Sexuelle beschränkt. Irgendwann wird verboten, mit jemand anderem Zeit zu verbringen, sich zu unterhalten, zu kuscheln, zu tanzen, in Urlaub zu fahren, was auch immer. Wenn ich es nötig hätte, jemanden aufgrund meiner eigenen Unsicherheit in einen solchen Käfig zu sperren, wäre es mir selbst zuwider. Und wenn mich jemand einspreren wollte, wie das in der Vergangenheit passiert ist, war es mir zunächst ganz recht ("hach, er liebt mich sooo sehr..."), dann nervig ("jetzt lass mich doch auch mal allein leben.."), zuletzt unverständlich.
Zitat von MissScully
Im Übrigen heißt die Tatsache, dass ich meinem Partner Freiräume lasse, ja nicht zwangsweise, dass er diese ausnutzen muss. Es steht in seinem Entschluss.
Das eine hat mit dem andern gar nix zu tun. Kann zusammenkommen, muss aber nicht. Wir gehen gemeinsam, achten einander, tragen einander weiter. Aber wir klammern nicht aneinander rum, verdächtigen einander wer-weiß-was, schnüffeln in Handies, leiden an Verdächtigungen u.ä. Eines der größten Komplimente, die ich einmal bekommen habe: "Mit dir ist alles so wunderbar entspannt."
Zitat von MissScully
Naja. Irgendeinen Zweck wird's ja haben sollen, oder?
Zitat von MissScully
Dass alle, die sexuelle (noch schlimmer: ganzheitliche) Treue predigen, streng gläubig sind, glaub ich nämlich nicht. Was wäre dann deiner Meinung die Funktion der Treue (außer den sozialpolitischen Motiven, deretwegen sie ehedem eingeführt wurde?)?
Zum einen sind wir beide einigermaßen klug, und müssen es dem anderen nicht hinlatschen, was grade passiert/passiert ist (durchaus unterstützt durch die Lebensform Fernbeziehung - aber es ist genauso, wenn wir phasenweise für einen Monat oder so zusammen sind). Zum andern freut es mich für ihn, wenn er mit jemand anderem Spaß hat, egal, ob das nun Tanzen, Knutschen, Sex ist. Ich weiß von zwei Frauen neben mir, gelegentlich kommt eine Andeutung.
Zitat von MissScully
Darum geht es. Mit derselben Leidenschaft ist es nicht. Sex ist mit jedem Menschen anders, und dadurch, dass er/du diese Seite auch noch mit jemand anderem teilen, wird doch der andere nicht entwertet. M.E. ist genau das das Problem: jemand fühlt sich weniger wert/geliebt/..., weil der andere "sowas" auch noch mit jemand Dritten teilen möchte. Is aber Schwachsinn. Ich kann doch auch Schokopudding, Vanillepudding und Griesbrei mögen, oder?
Zitat von MissScully
Ich weiß um meine Einmaligkeit in unserer Beziehung - einige Dinge, die ich ihm geben kann und gebe, wird ihm keine andere Frau geben können. Genauso weiß ich, dass ich ihm anderes nicht geben kann, er mir i.Ü. auch nicht. Diese Seite(n) gehören eben in andere Beziehungsgeflechte.
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09.06.2007, 00:22Inaktiver User
AW: Was wäre wenn?
Wo ist die Grenze seiner Privatsphäre – die es trotz einer bestehenden Beziehung noch gibt und geben muss?Aber wie wär das mit Nummernaustauschen, mit einem eventuellen Treffen zu zweit? Wo ist da die Grenze? Wenn mein Freund sich so gut mit einer unterhält und ihr seine Nummer gibt, dass sie ihm in der ersten SMS gleich: "Hey Süßer" und "wann treffen wir uns" und "HDL" schreibt, ist das ok? Oder ist das nur kumpelhaftes Kennenlernen?
Ich persönlich vertraue darauf, dass ich mir einen Mann ausgesucht habe, der die gleichen Werte und das gleiche „Beziehungskonzept“ mit mir teilt. Wir kennen die Meinung des anderen zum Thema Seitensprung, haben unsere Grenzen ausgelotet und mehr, als darauf zu vertrauen, dass der jeweils andere zu seinem Wort und zu seiner Haltung steht, kann man (und will ich) nicht machen.
Ich hab noch nie einen Blick in sein Handy geworfen, noch nie seine Mails gelesen, noch nie in seinem Kalender herumgestöbert oder ihn sonst wie kontrolliert. Ihm können überall Frauen über den Weg laufen, die ihm gefallen – im Supermarkt, am Arbeitsplatz, am Wochenende, wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist, auf Reisen, auf denen ich ihn nicht begleite. Ich finde meinen Freund ausgesprochen charmant, anziehend und attraktiv und außerdem erwachsen genug, um wissen zu können, was er tut. Würde er mich betrügen wollen, hätte er ausreichende Möglichkeit dazu. An dieser Absicht (sofern sie bestünde) würde meine Eifersucht aber nicht im geringsten etwas ändern, geschweige denn könnte ich ihn davon abhalten. Warum also sollte man sich/ willst du dich unnötig mit präventivem Kopfkino quälen und warum die Beziehung mit möglicherweise ungerechtfertigten Beschuldigungen und eingeforderten Rechtfertigungen belasten?
Wenn etwas zwischen euch nicht stimmt, dann gibt es etwas zwischen dir und deinem Freund zu klären. Die Unsicherheit verursachen nicht die anderen Frauen, sondern etwas in dir und in deinem Verhältnis zu deinem Freund.
Gruß Rezeptfrei


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