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  1. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Zitat Zitat von EdgarEllenPo
    O.k., das mag ganz sinnvoll sein in Bezug auf einmalige "Ausrutscher". Aber wenn sie sozusagen als Programm, als Postulat, in die Beziehung eingebaut wird und gleichzeitig diese "Offenheit" in ein Tabu eingebettet ist - tun (sollen), u.z. ganz locker, aber auf keinen Fall drüber reden - finde ich, dass sie alles andere als Offenheit ist, sondern eher eine Art von Drückebergerei, die aber, da ausdrücklich vorgesehen, zur Tugend hochstilisiert wird voreinander. Das ist gegenseitige seelische Mimikri gegenüber dem (vielleicht) wichtigsten Menschen auf der Welt.
    Ich finde diesen Einwand auch sehr überlegenswert. Es ist ein Zeichen für (bewusste) Verdrängung.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber die Gründe für diese Kopflastigkeit sind komplexer:
    * ich bin insgesamt eher kopflastig erzogen (mein Vater tickt so), also geprägt
    * meine Eltern haben über ihrer aus meiner Sicht furchtbaren Beziehung meine Einstellung geprägt
    * ich bin Naturwissenschaftlerin, die sind sehr häufig auch eher "gebremst"

    Meine Verlustängste im Leben schiebe ich darauf, dass mein Dad sich schon von meiner Mum trennen wollte als ich 6 oder 7 war - er ist meinetwegen (und meiner Schwester wegen) bei ihr geblieben.
    Die Eheprobleme meiner Ellis habe ich immer voll mitgeschnitten und übrigens gekonnt fast 20 Jahre verdrängt.
    So wollte ich nie leben, ich muss immer gehen können.

    Mein Partner hat übrigens die exakt gleiche Konstellation im Elternhaus und regiert sein Leben über die Ratio.
    Ich sehe hier einen Widerspruch. Du hast mit angesehen, wie deine Eltern ihre Beziehung mit dem Kopf führten und all die Probleme verdrängt worden. Nun schreibst du, dass du so nie leben wolltest? Du versuchst ja trotzdem alles mit dem Kopf zu regeln. Rein vom Verstand her geht das ja auch, heut morgen geht es dir besser (schön ). Wie soll ich es ausdrücken... Die Option jederzeit gehen zu können, die hast du auch, wenn du nach deinem Bauch lebst. Der sagt dir genau, wann etwas nicht mehr gut ist. Du bist nicht emotional abhängig als Bauchmensch. Eher mit dem Kopf. Weil du dich jetzt an einer Abmachung festhälst, würdest du nicht gehen. Ich meine nicht, dass du gehen sollst. Ich will dir nur demonstrieren, wie unfrei in deinen Entscheidungen du dich trotzdem machst, wenn du nur mit dem Kopf regierst. Es ist schwer, zuzulassen. Glaubst du, dass es die Verlustängste sind?

    Grüße,
    Mondschaf

  2. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Ne, ich versuch es mal persönlicher.. Wie ich das erlebe bei mir. Ich bin eine Menschin, die auch erst immer auf ihren Kopf hört und sich im Geschäft und mit anderen Menschen erst mal 100% auf ihren Kopf verlässt.

    Nun war es aber so, dass ich jahrelang unter einer chronischen Krankheit litt. Nachdem ich alle Ärzte durch hatte und auch Heilpraktiker etc nix bewirken konnten, fand ich zu meinem Glück ein Buch mit dem Titel "Krankheit als Weg" Und mein Kopf sagte zu mir: Was passiert, wenn ich annehme, dass das, was da in dem Buch zu meiner Krankheit steht, die Wahrheit ist?

    Mein Kopf war bereit, sein Denken auf diesen völlig neuen Ansatz und dieses Denken einzustelllen. Für einen begrenzten Zeitraum und absolut.
    Nur mal als kleinen OT - Einwurf:

    Wir haben gar nicht die Wahl, die Du hier beschreibst. Unserem Körper, unseren Emotionen, unserem Unbewussten ist völlig schnurz, ob wir Kognition zur Heiligen Kuh machen und uns selbst als "Kopfmenschen" und "rational" betrachten.

    Sie kochen weiterhin ihr Süppchen, und sie sind es, die letztlich "die Macht" haben. Ich muss innerlich meist breit grinsen, wenn ich von Menschen höre, es ginge um die "Sachebene" - in Wahrheit geht es immer um Emotion, um Motivation, um Beziehungen oder schlicht um Homöostase und damit um vieles, das kognitiv kaum steuerbar und rational wenig erklärbar scheint.

    Wir sind Austauschwesen, abhängig von Beziehungen, bio-psycho-sozial. Descartes und die Dichotomien anderer bedeutender Köpfe haben sich als Sackgassen erwiesen.

    Würden wir tatsächlich rein rational vorgehen und als Kopfmenschen leben, könnte es sein, dass wir den morgigen Tag nicht überleben, weil wir dadurch überlebensunfähig wären.

    Grüssle
    Seawasp
    Geändert von Inaktiver User (01.05.2007 um 09:59 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Hallo tristania,

    ich habe nicht alle Beiträge gelesen. Möchte dir aber sagen, dass ich auch schon in einer offenen Beziehung gelebt habe und es mir immer wichtig war, dass offen darüber gesprochen wurde und ich die Möglichkeit hatte, die Andere kennen zu lernen.
    Als es dann mal nicht der Fall war, weil eine von ihnen sich geweigert hat, da bekam ich Schwierigkeiten und irgendwann ging die Beziehung auch auseinander, weil ich mich völlig ausgeschlossen fühlte und damit nicht klar kam und leider das Verständnis meines Partner fehlte.
    Das sehe ich aber bei dir nicht so.

  4. gesperrt

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    AW: psychsomatischer Supergau

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    So einfach ist es leider nicht....
    Sicher war diese Erfahrung sehr sehr schlimm.

    Aber die Gründe für diese Kopflastigkeit sind komplexer:
    * ich bin insgesamt eher kopflastig erzogen (mein Vater tickt so), also geprägt
    * meine Eltern haben über ihrer aus meiner Sicht furchtbaren Beziehung meine Einstellung geprägt
    * ich bin Naturwissenschaftlerin, die sind sehr häufig auch eher "gebremst"

    Meine Verlustängste im Leben schiebe ich darauf, dass mein Dad sich schon von meiner Mum trennen wollte als ich 6 oder 7 war - er ist meinetwegen (und meiner Schwester wegen) bei ihr geblieben.
    Die Eheprobleme meiner Ellis habe ich immer voll mitgeschnitten und übrigens gekonnt fast 20 Jahre verdrängt.
    So wollte ich nie leben, ich muss immer gehen können.

    Mein Partner hat übrigens die exakt gleiche Konstellation im Elternhaus und regiert sein Leben über die Ratio.
    Das ist ein Trugschluss. Er mag es versuchen, aber es sind nicht er und seine Ratio, die sein Leben regieren, sondern es sind in erster Linie die Gefühle, die das tun. Das gilt für Naturwissenschaftler gleichermaßen wie für andere Menschen.

    Hast du vielleicht Freundinnen oder Freunde, die eher nicht kopflastig sind? Könntest du mit ihnen reden? Oder bist du da ganz auf dich alleingestellt?

    Weißt du, ich hab irgendwie ein bisschen Angst um dich und davor, dass dir zu weh getan wird.
    Man kann lernen, Gefühle zuzulassen und mit ihnen umzugehen und somit auch seinen Körper besser zu schützen.

    Ich denke da auch an eine Gesprächstherapie - allein oder gemeinsam mit ihm - die helfen könnte, Kopf und Herz besser miteinander zu "vereinbaren".

    Könntest du dir das vorstellen?

  5. gesperrt

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    AW: psychsomatischer Supergau

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Als es dann mal nicht der Fall war, weil eine von ihnen sich geweigert hat, da bekam ich Schwierigkeiten
    Ich fürchte, in dieser Phase ist die Beziehung zwischen ihm und der anderen . Es gibt Hinweise, die mich hellhörig machen: wie kommt z.B. diese Frau dazu, zu sagen, Tristiana sehe so "böse" aus auf dem Foto? Ich finde, das ist eine Grenzüberschreitung, kann ein Zeichen von ziemlich großer Vertrautheit zwischen ihm und ihr sein. Es ist ferner eine Kampfansage gegenüber Tristiana, weil es eine negative Äußerung über sie ist und Konkurrenzverhalten demonstriert. Da würden bei mir sämtliche Alarmglocken angehen.

  6. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    OT-Einwurf und Frage an alle

    Obwohl Tristania sagt, dass ihr Problem aus der Welt geschafft wurde, und sie sich wieder Übereinstimmung mit sich selbst befindet, versuchen die letzten Beiträge sie davon zu überzeugen, dass sie sich auf "dem falschen Weg" befindet. Ja, man rät sogar zur Therapie.
    Ich vermute deshalb, dass bei euch die Alarmglöckchen noch schrillen und auch die scheinbar gute Laune Tristanias euch nicht von derselben überzeugen.
    Nathaliethor brachte in ihrer "Übersetzung" das Bild einer Grube, in der "Hans-guck-in-die Luft" fallen könnte.
    Frage also: Wofür steht das BIld der Grube? Und wo kommt sie her? Wodurch entstand sie?
    In der Übersetzung: "Hans-guck-in-dieLuft" ist eine Methapher für den Umgang mit Wirklichkeit. Dás Hören des Vogelgezwitschers, bzw. die bewusste Fokussierung darauf, interpretiere ich als Versuch, nur die schönen Dinge wahrzunehmen.
    Wofür steht die Grube?

  7. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Für mich ist die Grube nicht negativ besetzt.

    Sie gehört zu jedem Leben - für uns alle gibt es immer wieder "Gruben", die uns mit den dunkleren, tieferen Schichten unseres Seins in Kontakt bringen. Da ist es dunkel, da sind wir auf unseren Tastsinn (Emotion?) angewiesen, müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren. Kein Chichi, nichts, das uns ablenken könnte - nur wir, und die Dunkelheit, und die Gesichter, die die Dunkelheit uns zeigt.

    Wir könnten uns beim Sturz den Fuss brechen oder das Bein, oder die Hüfte. Dann sind wir bewegungs_los und müssen in der Dunkelheit, in unseren eigenen Untiefen verharren, uns be_sinnen, wieder einlassen auf unsere Sinne, unsere Sinnlichkeit, das, was unter der Oberfläche köchelt.

    Gruben halte ich für sehr belebend.

    Im übrigen auch für tristanias Geschichte. Denn wenn es diese Grube gibt, und tristania gegen die Angst anpfeiffend mit erhobenem Kopf hinein fällt, dann ist diese Grube eine Chance für sie, sich auf das für sie Wesentliche zu konzentrieren. In jeder Krise steckt immer auch eine Chance.

    Grüssle
    Seawasp

  8. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Im übrigen auch für tristanias Geschichte. Denn wenn es diese Grube gibt, und tristania gegen die Angst anpfeiffend mit erhobenem Kopf hinein fällt, dann ist diese Grube eine Chance für sie, sich auf das für sie Wesentliche zu konzentrieren. In jeder Krise steckt immer auch eine Chance.
    Das sehe ich auch so: Gruben sind Chancen, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen . Das Sichten der eigenen Untiefen kann erschreckend sein, dient aber letztendlich der eigenen inneren Freiheit, der Entdeckung des eigenen Wesens, seines So-Seins.
    Wir könnten uns beim Sturz den Fuss brechen oder das Bein, oder die Hüfte.
    ...aber leider auch manchmal den Hals. Das hängt von der Tiefe der Grube ab und von der Fähigkeit meiner inneren "Sprunggelenke".
    Dann die Frage an dich ganz persönlich: Wenn du es als Chnace begreifst, warum "warnst" du dann?

  9. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Habe ich das?

    Ich habe es offen gelassen und tristania nicht unterstellt, dass sie in ihrer Wahrnehmung (der Job ist schuld) falsch liegt, wenn ich das richtig sehe.

    Hast Du meine postings (und wenn ja: welche Teile davon?) anders aufgefasst?

    Grüssle
    Seawasp

  10. Inaktiver User

    AW: psychsomatischer Supergau

    Wir haben gar nicht die Wahl, die Du hier beschreibst. Unserem Körper, unseren Emotionen, unserem Unbewussten ist völlig schnurz, ob wir Kognition zur Heiligen Kuh machen und uns selbst als "Kopfmenschen" und "rational" betrachten.

    Sie kochen weiterhin ihr Süppchen, und sie sind es, die letztlich "die Macht" haben. Ich muss innerlich meist breit grinsen, wenn ich von Menschen höre, es ginge um die "Sachebene" - in Wahrheit geht es immer um Emotion, um Motivation, um Beziehungen oder schlicht um Homöostase und damit um vieles, das kognitiv kaum steuerbar und rational wenig erklärbar scheint.

    Wir sind Austauschwesen, abhängig von Beziehungen, bio-psycho-sozial. Descartes und die Dichotomien anderer bedeutender Köpfe haben sich als Sackgassen erwiesen.
    Ist das keine Warnung? Vorsicht Gefahr!

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