Kraaf,Ich denke, das ist alles noch nicht wirklich wild. Sondern einfach menschlich. Und die Tragfähigkeit entscheidet sich erst daran, wie die Partner jetzt damit umgehen.
Offen? Verständnisvoll? Kann man die Bedenken gemeinsam zerstreuen? Der Partnerin ihr sicheres Vertrauensgefühl zurückvermitteln? Oder wie geht die Beziehung einmal mit einem klaren Nein um? Ist das dann schon der Beziehungs-Overkill? Oder, oder...
ich würde da gern noch etwas ergänzen:
Es ist völlig in Ordnung festzustellen, dass der vereinbarte Status nicht mehr passt und das zu thematisieren.
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber:
Die Somatisierungen sprechen für verdrängte Angst. Die Angst wird nicht wirklich anerkannt und thematisiert, sondern über den Körper "verarbeitet". Für mich wäre das ein Signal, ganz genau hinzuschauen: Was an diesem Leben, das ich lebe, passt gerade nicht (mehr?) zu mir? Was müsste ich ändern, um meine innere Ruhe wieder zu finden? Welche Ängste treiben mich um? Wie kann ich diese Ängste ernst nehmen? Was muss ich tun, um mein Leben so zu gestalten, dass diese Ängste keinen Raum mehr einnehmen können. Das sind die 3 A´s - acceptance, awareness, analysis.
Sich selbst dazu zu zwingen, eine einmal vereinbarte Sache auf Biegen und Brechen durchzuziehen, wenn sie nicht mehr zu einem passt, halte ich für den falschen Weg.
Grüssle
Seawasp
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Thema: psychsomatischer Supergau
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30.04.2007, 11:36Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
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30.04.2007, 11:44Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Ich bin zu 100% bei Dir.Die Somatisierungen sprechen für verdrängte Angst. Die Angst wird nicht wirklich anerkannt und thematisiert, sondern über den Körper "verarbeitet". Für mich wäre das ein Signal, ganz genau hinzuschauen: Was an diesem Leben, das ich lebe, passt gerade nicht (mehr?) zu mir? Was müsste ich ändern, um meine innere Ruhe wieder zu finden? Welche Ängste treiben mich um? Wie kann ich diese Ängste ernst nehmen? Was muss ich tun, um mein Leben so zu gestalten, dass diese Ängste keinen Raum mehr einnehmen können. Das sind die 3 A´s - acceptance, awareness, analysis.
Sich selbst dazu zu zwingen, eine einmal vereinbarte Sache auf Biegen und Brechen durchzuziehen, wenn sie nicht mehr zu einem passt, halte ich für den falschen Weg.
Somatisierung rächt Verdrängung - aber die grösseren Probleme und Herausforderungen in meinem Leben finden auf der beruflichen Ebene statt. Was ich dort seit 18 Monaten schlucke und mit der Faust in der Tasche verdränge, ist definitiv nicht gesund für mich.
Die Exitationen der letzten Woche am schwächsten Punkt meines Gefühlslebens sind für mich ein Zeichen dafür, dass es beruflich so nicht weitergehen kann. Der Druck muss raus, sonst pfeift´s als erstes in der Beziehungskanne.
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30.04.2007, 11:48Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Normalerweise ist das Spiel mit der Provokation unbeschwert .......ein Wettkampf auf Augenhöhe. Wir kabbeln uns recht gerne auch mal semi-öffentlich, reiben uns aneinander, dass es Aussentstehende irritiert.
Zitat von Inaktiver User
...........dazu braucht man innere Gelassenheit, die fehlt mir derzeit etwas.
Ich hoffe, dass die Konserve "Paargefühl" vom WE mit über den heutigen nachmittag/abend (wo er sich mit ihr trifft) sowie den rest der Woche anhält.
Akut bin ich da guter Dinge.
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30.04.2007, 11:50Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Sehr schöne Beschreibung, das trifft es exakt - YES! Ich steh drauf, wenn genau das passiert.....es macht mich stolz (und ihn sowieso)."Who the fuck sind diese Beiden?" mag und muss sich ein Aussenstehender da fragen. Und als Paar, als Paar macht das mächtig Spass. Gerade auch die Resonanz, die der Partner bzw. die Partnerin erfährt. Andere finden sie toll und klasse? Prima und ich, ich bin ihr Partner. Ich empfinde das als ein sehr, sehr mächtiges Paargefühl.
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30.04.2007, 12:54
AW: psychsomatischer Supergau
Hallo Tristania,
schön, dich optimischisch klingen zu lesen.
Wie geht es dir denn körperlich?
Kaffeesahne
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30.04.2007, 13:48
AW: psychsomatischer Supergau
Jetzt traue ich mich ja fast nimmer, Seawasps Ermahnung aufzugreifen, aber ich mache es natürlich doch und denke, wir werden es aushalten
Völlig einverstanden. Aber auch das gilt, wie ich meine, letztlich für jede Beziehungsform, wird aber komischerweise wenn, dann meist nur im Kontext mit offenen Beziehungen und Co angedacht:Sich selbst dazu zu zwingen, eine einmal vereinbarte Sache auf Biegen und Brechen durchzuziehen, wenn sie nicht mehr zu einem passt, halte ich für den falschen Weg.
Grüssle
Seawasp
Werte, also etwa Freiheiten (und "Einschränkungen" ganz genauso) innerhalb einer Beziehung, denen ich heute aus vollem Bauch und Herzen zustimme, können irgendwann für mich eben auch nicht mehr stimmig sein.
Ich glaube, es kann ganz schön schwierig sein, das überhaupt erkennen und wahrnehmen zu können.
Sie sagt zum dritten Mal, "ich will das nicht". Situativ? Fehlende Tageslaune? Wer will das entscheiden? Beim zehnten Mal "Nein! Will nicht!"? Nach einem Monat, einem Jahr? Wann merkt man, das da vielleicht ganz grundsätzlich der Wurm drinnen steckt?
Und psychosomatische Beschwerden sind sicherlich ein Anlass, da sehr genau hinzusehen. Ja.
Und vielleicht muss man dann tatsächlich die bisherige Basis verändern. Entweder gemeinsam oder aber es passt dann vielleicht doch nicht mehr.
Ich denke, das kann immer passieren. Aber eben auch in jeder Beziehung und in jeder Beziehungsform.
nette Grüsse
Kraafaufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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30.04.2007, 14:19Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Hätte ich am WE gesund gelebt, wäre die Selbstheilung vermutlich abgeschlossen
Zitat von kaffeesahne
...............
So habe ich statt MIttagessen gerade ein riesiges Eis verdrückt und warte mal ab, was der Magen dazu sagt.
Der Gedanke daran, dass mein Partner sich gerade in diesem Moment oder wenigen Stunden mit dieser Kollegin trifft macht mich (zum Glück) im Moment kein Stückchen unruhig.
Mal sehen, wie das Gefühl so gegen 21-22:00 wird, vor dem einschlafen.
Ich habe ihn gebeten, mich auf jeden fall morgen vor seiner Abreise anzurufen.
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30.04.2007, 15:03Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Wer sagt dann, dass die Kollegin ihm die Hose ausgezogen hat.Ich wollte jedenfalls die Unterhosen meines Mannes, die er woanders ausgezogen bekommt, nicht mehr waschen.
Wie wird das denn in offenen Beziehungen gehandhabt?
Das kann er schon selbst - und in dem Punkt schenke ich ihm das Vertrauen, dass er lediglich (mal wieder) unzureichend auf eine Dienstreise vorbereitet war. Er musste nämlich unerwartet 3 Tage länger vor Ort bleiben als geplant.
Ich weiss nicht, wie Wäsche waschen in offenen Beziehungen gehandhabt wird; kann nur sagen wie es bei uns läuft:
In der rgel wäscht seine Putzfrau seine Wäsche während sie seine Wohnung putzt und ich wasche meine eigene Wäsche.
Wer den anderen besucht lässt die WE-Wäsche vor Ort und nimmt die frische Wäsche mit.
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30.04.2007, 19:43Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Zitat von Inaktiver User
Dann ist ja nur noch zu hoffen, dass das, was bei Dir da gerade rausdrückt, tristania, genauso gut rationalisieren und trennen kann, wie Dein außerordentlich sortiertes Hirnkästlein. Und dass der am Wochenende ausgewechselte Dichtungsring, den Dampfkessel in allen Druckkammern, für eine gute Weile wieder dichtmacht.Geändert von Inaktiver User (30.04.2007 um 19:47 Uhr)
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30.04.2007, 20:19Inaktiver User
AW: psychsomatischer Supergau
Zitat von Inaktiver User
Vielen lieben Dank!
Heute nachmittag hat mich meine ehemalige Kollegin (noch immer Freundin) besucht und sehr sehr eindringlich Worte bezüglich meiner beruflichen Situation gesprochen - und sie kann es als "meine" ehemalige Sekretärin am allerbesten beurteilen.
Und man glaubt es kaum........... aber ich bin nun wieder völlig entspannt, was meine Partnerschaft angeht.
Als mein Partner anrief und wir über seine Kollegin sprachen, zuckte nichts mehr in mir.
Surfe gerade im Netz und suche eine neue Stelle.


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