Hat er selbst noch Herkunftsfamilie?
Wie alt waren die beiden als sie sich kennengelernt haben?
Ich vermute mal, dass er seine Schwiegerfamilie einfach als Teil seiner Familie betrachtet - was sie sowohl rechtlich als auch tatsächlich nach so langer Zeit auch sind. Ich finde es grundsätzlich einen positiven Charakterzug an solchen Freundschaften und Verbindungen festzuhalten. Und sie insbesondere nciht wegen einer erst weniger Monate dauernden neuen Beziehung sofort in den Wind zu schießen.
Ich spüre aber auch dein Unbehagen und kann es auch verstehen. In einer Situation wie dem Todesfall wo du ihn wirklich brauchst, hätter er die Betreuung der Kinder anders regeln können und müssen und bei dir sein. Dass er das nicht getan hat, hat aus meiner Sicht nur bedingt mit seiner Familie zu tun, sondern dass er sich, seine Planung und "Seins" für wichtiger hält und nur für dich nicht bereit ist bereits gefasste Pläne zu ändern. Und damit hätte ich ein Problem.
Ich finde es gut, dass du dein Thema der Eifersucht auch therapeutisch angegangen bist und vielleicht kann dir das für die Zukunft sehr helfen. Vielleicht ist er der Mann, der langfristigen Einfluss auf dein Leben hat, weil die Beziehung zu ihm dich gezwungen hat, dich damit auseinander zu setzen. Vielleicht hast du ihn dir gerade deswegen ausgesucht (obwohl er als Vater von zwei Kindern nicht in dein Beuteschema passte) weil du aus dieser Beziehung etwas lernen kannst. Vielleicht war das aber auch der Zweck dieser Beziehung und der ist jetzt erreicht und du bist reif für die Trennung und dann für eine Beziehung die dir wirklich gut tut.
Ich sehe bei euch vier Möglichkeiten.
Er ändert sich grundlegend - war er kaum tun wird, nachdem sein Lebensmodell 20 Jahre für ihn gepasst hat und er müsste sich dafür arg verbiegen.
Du änderst dich grundlegend - was du vermutlich nur kannst, wenn du dich so sehr verbiegst, dass es dich nicht glücklich macht.
Ihr sucht weiterhin Kompromisse und entweder gewöhnt ihr euch an die Situation und es läuft irgendwie oder es zerreist euch und bei dir kommt dann erschwerend hinzu, dass du dann voraussichtlich zu alt bist um dir einen neuen Partner zu suchen und mit dem Kinder zu bekommen und deine Kinderlosigkeit wirst du dann immer ihm vorwerfen.
Oder ihr akzeptiert eure grundlegende Unterschiedlichkeit und trennt euch und du suchst dir einen neuen Partner, mit dem es besser passt.
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05.12.2017, 08:17
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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05.12.2017, 08:23Inaktiver User
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
@Promethea
Oder er will tatsächlich erwachsen werden und sich abnabeln. Geistig reifen und sich weiter entwickeln ist für mich kein grundlegend ändern oder verbiegen.
Aber das muss er natürlich wollen.
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06.12.2017, 21:43
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06.12.2017, 21:48
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
Ich habe euch jetzt EINE Situation beschrieben, um für euch greifbar zu machen, um was für Dinge es sich da handelt. Halt nicht den abgebrochenen Fingernagel. Könnte euch noch mehr aufzählen, es ging mir an dieser Stelle darum, die Tragweite zu verdeutlichen.
Alle Naselang.... sagen wir es so: ich bin da sicherlich mittlerweile extrem empfindlich. Aber mindestens ein Mal im Monat überlegt sie sich kurzfristig, dass ihr ein anderer Tag, an dem die Kinder bei Papa sind, nun doch besser passen würde. Letztes Mal war es so, dass er das hingenommen hat und ich den Samstagabend, den wir gemeinsam verbringen wollten, dann allein zu Hause verbracht habe. Ich finde, er muss ihr halt klarmachen, dass er nicht mehr so zur Verfügung steht wie früher und dass sie verstehen muss, dass an ihren Plänen am Ende nun auch ich mit meinen Plänen dranhänge.
Und ja, wir waren bisher 2 Mal ein Wochenende weg, was sehr schön war.
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06.12.2017, 21:51
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
Nein, das war alles nichts Ernstes, eher kurz und flüchtig und hat dann halt nicht gepasst. Details kenne ich da nicht.
Er schwört Stein und Bein, dass er mich liebt und dass er über seine Ex hinweg ist und da nie wieder was sein wird. Einserseits glaube ich ihm das, andererseits fällt mir das halt schwer, eben weil er sich so schlecht aus seinem alten Leben und ihrem Einfluss lösen kann....
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06.12.2017, 21:58
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
Ja, das sehe ich eben auch kritisch.
Weihnachten wird er wohl nur Heiligabend bei seiner Ex und ihrer Familie sein. Er hat mich jetzt gefragt, ob ich an einem der Feiertage dann mit seinen Kindern gemeinsam zu seinen Eltern komme. Habe natürlich zugestimmt :-)
Silvester haben er und seine Ex übrigens seit der Trennung auch zusammengefeiert.... am Ende heißt es immer, es ist wegen der Kinder.
Was ihr Partner dazu sagt weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber der ist z.B. auch nie auf einer ihren Familienfeiern dabei, auf denen mein Freund dann als Ex-Mann auch ist. Oh Wunder, ich kann den Kerl gut verstehen.
Ich wollte nicht zu ihm, weil seine Kinder da waren. Ich brauchte ihn, dass er mich festhält und zuhört, das funktioneirt nicht, wenn die Kinder daneben sitzen. Außerdem müssen sie meine Heulerei nicht mitkriegen, das ist mir unangenehm und ich denke, für sie wäre es auch schwer mit umzugehen. Es ging mir da nicht um Ablenkung oder Aufheiterung, sondern einfach nur bei ihm im Arm meine Trauer rauslassen zu können.
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07.12.2017, 07:04Inaktiver User
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
Aber die Kinder gehen doch dann ins Bett und dann hätte er Zeit für dich? Allerdings scheint es ihm ja nicht so wichtig gewesen zu sein, dich zu unterstützen, wenn er nicht selbst nach Lösungen gesucht hat. Das würde mir am meisten aufstoßen.
Ich bleibe dabei, er ist nicht abgenabelt und will es gar nicht, er hat kein Problembewusstsein und findet alles in Ordnung.
Heiligabend einen auf Familie machen finde ich echt verlogen. Sie sind zwar beide Eltern, aber es gibt keine gemeinsame Familie. Und genau das verdrängt er massiv, seit ihrer Trennung wohl. Es geht gar nicht um die Frau, ich glaube ihm schon, dass er durch ist. Aber er kann nicht akzeptieren, dass die Familie auch nicht mehr existiert, deswegen macht er auf heile Welt und tut so als ob.
Und solange er es nicht akzeptiert hat, wird sich bei ihm leider nichts ändern. Er wird dir in paar Punkten vielleicht nachgeben, aber du wirst keine Prio 1 werden. Und ja, natürlich sind seine Kinder Prio 1, aber ich meine gegenüber der alten Familie, die er nicht loslassen will.
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07.12.2017, 07:12
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07.12.2017, 11:26
AW: Die Ex und Mutter seiner Kinder
Hi Andreita!
Harmonische Trennung schön und gut, aber nach getrennten Leben hört sich das mMn wirklich nicht an.
Sorry, aber man könnte unterstellen, dass seine Ex nen Blöden gefunden hat, der springt wenn was ist und sie ja im Zweifelsfall nur erwähnen muss, dass es auch seinen Kindern zugute kommt.
Ich hätte gedacht, wenn einem an einem harmonischen Miteinander gelegen ist, bemüht man sich auch die neue Lebensgefährten des Ex mit einzubeziehen, zumal du ja extra eingeladen wurdest. Hier beschreibst du es eher, als wärst du seiner Ex ein Dorn im Auge.
Ich kenne sie nicht und möchte auch nichts vorschnell unterstellen, aber habt ihr (du und dein Freund) mal drüber geredet, warum sie dich so ignoriert hat und weiß er, dass du dich da nicht wohl gefühlt hast?
Ich denke irgendwann kommt der Punkt an dem er einsehen muss, dass diese Parallelwelten so wie sie im Moment sind, nicht dauerhaft funktionieren. Welche Konsequenzen ihr dann zieht bleibt offen.
PS:
Ich finde es wirklich übertrieben, dass er sich noch um das Auto und das Haus kümmert. Sie wollte die Trennung, sie hat einen neuen Partner. Ihr Haus ist nicht mehr sein Problem und die Kinder werden nicht verhungern, wenn sie mal einen Handwerker rufen oder was selbst erledigen muss.Das tolle an Beziehungen ist ja, dass man zusammen vier Mittelfinger hat.


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