Hallo an Euch,
dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum und ich hoffe, dass er euch nicht all zu sehr langweilt. Ich würde mich sehr freuen, Feedback von Menschen zu bekommen, die zum Thema Swingen bzw. das Hinzuziehen eines zweiten oder dritten Mannes für den gemeinsamen Sex etwas berichten können. Vielen Dank schon mal im Voraus.
Hier meine Geschichte:
Vor 6 Monaten lernte ich eine Frau kennen (ich nenn sie mal Bea) in die ich mich sofort verknallt habe und, die ich heute sehr liebe. Auch sie lässt mich immer wieder spüren, dass sie mit mir total glücklich ist, mich liebt und davon träumt mit mir eines Tages eine glückliche Ehe zu führen. Sowohl sie, als auch ich hatten bereits langjährige Ehen (sie 11, ich 13 Jahre), die beide gescheitert sind. Sie hat eine 18-jährige Tochter aus ihrer ersten Ehe davor (mit der ich mich einwandfrei verstehe) ich selbst habe keine Kinder aus meiner einzigen Ehe bisher.
Gleich in der ersten Woche, als wir uns kennen lernten, gab Bea eine Menge von sich preis, was ihr Sexualleben mit ihrem letzen Ex-Ehemann anging, ohne dass ich sie direkt danach fragte. Sie sagte mir, dass ihr damaliger Mann sexuell „visuell“ eingestellt war und es erregend fand, wenn seine Frau (also Bea) mit anderen Männern Sex hatte.
Aus diesem Grunde gaben sie auch mal Annoncen auf, oder gingen öfter mal in Pärchenclubs, immer auf der Suche nach dem zweiten, manchmal auch dritten männlichen Partner für den gemeinsamen Akt.
Als ihr Mann sie das erste Mal mit diesem skurrilen Wunsch konfrontierte, stieß er bei Bea zunächst auf Ablehnung. Am Ende gab sie aber dann doch nach. Vielleicht weil ihr Mann immer wieder beteuerte, dass er sie ja immer noch lieben würde, und dies damit auch ausdrücke, indem er ihr diese Abwechslung gönne. „Andere Frauen würden es sich insgeheim wünschen, einen solch toleranten Mann zu haben, um frischen Wind in das gemeinsame Liebesspiel zu bringen“, so seine Meinung.
Bea gab mir gegenüber ja auch zu, dass der Gedanke daran, anfangs, in gewisser Weise prickelnd war, aber letztendlich wagte sie diesen Schritt mehr aus Liebe und aus Befürchtung, ihr Mann könnte ihr mal fremdgehen, wenn sie ihm seine sexuellen Wünsche verweigern würde.
Sie berichtete mir von diversen Erfahrungen mit anderen Männern in Pärchenclubs (ihr Mann mal passiv und auch mal aktiv beteiligt). Es gab auch Männer, mit denen Bea den Sex genoss und auch Fälle wo mehr als nur ein oder zwei Männer sie überlall berührten. Oftmals ließ sie ihre Augen dabei geschlossen und stellte sich erotische Dinge vor, da sie ja nicht immer unbedingt wissen wollte, wer das alles nun genau war, der sie da zärtlich berührte. Sie genoss es einfach nur.
"Wenn du einfach die Augen schließt und nicht an die Sache an sich denkst, dann kann es wahnsinnig erotisch sein, so viele Hände auf dem eigenen Körper zu spüren" so Beas Beschreibung.
Wie gesagt, sie gab mir gegenüber zu, dass sie diese neue Erfahrung anfangs ziemlich aufregend fand, aber mit der Zeit relativierte sich dieses Empfinden und sie fragte sich, wie es sein könnte, dass IHR eigener Mann sie freiwillig mit anderen Männern teilt...??
Wenn sie sich vorstellte, dass ER Sex mit anderen Frauen hätte, während sie dabei zuschaute, würde sie vor Eifersucht umkommen. Aber dazu neigte ihr Mann ja nicht, denn seine ganze Erregung bestand darin, SEINE Frau (und es musste auch SIE sein) mit anderen Männern beim Sex zu beobachten und auch mal daran aktiv teilzunehmen, jedoch nicht in bisexueller Hinsicht.
Obwohl sie sich mit ihrem Mann auf dieses Abenteuer einließ, gaben diese diversen Erfahrungen der Ehe einen gewissen Bruch, besonders weil ihr Ehemann, SIE den fremden Männer „auslieferte“ (mal grob beschrieben), bei denen Dinge wie Gefühl und Zärtlichkeit viel zu oft ausblieben. Es ging meist nur um den puren Sex und für ihren Mann um das Ausleben seiner eigenen Fantasien, denn er liebte es "härter".
Aber wenn sie einmal einen Mann begegneten, der Bea diese Zärtlichkeit entgegenbringen konnte und er ihr auch noch attraktiv war, konnte sie es auch mal genießen, und das waren dann auch die Männer, von denen sie sich auch küssen ließ, ansonsten war das FÜR SIE ein Tabu. Für ihren Ehemann waren beide Varianten in Ordnung, sofern es dabei auch mal zum "dirtytalk" kam.
Was ich in diesem Fall nicht irrelevant finde und ihren Ex-Mann angeht, ist die Tatsache, dass sein Penis wohl die ziemlich einzige erogene Zone war, die er hatte, laut Beas Beschreibungen. „Der Rest seines Körpers war eine einzige „Narkose“, so Bea weiter. Wenn sie ihn mal an anderen Körperstellen streichelte, fand er es schlicht „ganz nett“ und schwupps war er im nu auch schon in sie eingedrungen. Ein angemessenes zärtliches Vorspiel gab es so gut wie nie, weil es ihn nicht antörnte. Erregung seinerseits war eben nur im Genitalbereich möglich und wenn beide mal nur unter sich waren, musste wenigstens parallel dazu ein Pornofilm laufen, damit er richtig geil werden konnte. Wie gesagt, visuell bzw. voyeuristisch veranlagt.
Am Körper seiner Frau sah er nur „Möpse und Möse“, womit sich Bea oftmals benutzt und herabgesetzt vorkam.
Sie hat mir schon einige Male gesagt, ich wäre der zärtlichste und liebevollste Mann, den sie je begegnet ist, dass sie sich endlich mal leidenschaftlich begehrt und geliebt fühlt, und vor Allem ist sie glücklich, dass ICH sie niemals teilen würde und, dass sie mich überhaupt so als Menschen faszinierend fände.
Weiterhin gestand sie mir, dass sie früher Vieles immer auf den Sex reduziert hat, weil sie es von ihren Ex-Männern auch nicht anders erfahren hat, aber seit sie mich und meine Einstellung kennt, entdeckt sie, dass es bei Weitem noch andere wichtige Dinge an einem Menschen gibt, wozu es sich zu lieben lohnt.
Natürlich machen mich solche Komplimente nicht nur verlegen, sondern auch enorm glücklich, zumal ich sie sehr liebe und ich ja nun weiß, dass sie viel mehr Männer hatte, als ich Frauen, und somit den Vergleich ziehen kann, obwohl sie ja immer sagt, dass sie nicht vergleicht. Außerdem zählt sie ihre „Männererfahrungen“ in Swingerclubs nicht dazu und sieht sie lediglich als eher nichtige Abenteuer an.
Nun könnte man sagen, dass ja alles wunderbar ist. Ich habe eine Frau, die mein Wesen liebt und schätzt, mich als den Mann ihres Lebens ansieht und, der ich auch selbst sehr verfallen bin.
Nur, dass es mir echte seelische Probleme bereitet, dass sie mal solche „ausgefallenen“ sexuellen Erfahrungen gemacht hat. Ich fühle mich in dieser Hinsicht ihr gegenüber total unterlegen und komme mir mit meinen bisherigen „normaleren“ Erfahrungen naiv vor. Auch wenn sie mir dieses Gefühl ja nicht gibt, aber diese Sorge ist halt in meinem Hinterkopf, was mir beim Sex mit ihr auch mal die eine oder andere "Blockade" verursachen kann. Mein Kopf ist einfach nicht komplett frei.
Dass sie diese "ausgefallenen" Sex-Erlebnisse schon mal hatte, bereitet mir auch insofern ein Problem, dass ich mir einbilde, sie möchte diese Dinge eines Tages doch mal mit mir ausleben, obwohl sie das ja immer wieder verneint und sagt, dass sie das nicht bräuchte. Aber der Gedanke war ja anfangs prickelnd (mit ihren Mann), wie sie mir ja gestanden hat, und das geht mir eben nicht aus dem Sinn.
Was, wenn sie an diesen sexuellem Abenteuer mit ihrem Ex-Mann doch mehr Gefallen gefunden hat, als sie mir gegenüber zugibt und sie sich eines Tages doch nach fremder Haut hingezogen fühlt, unabhängig von ihrer Liebe, die sie für mich empfindet?? Allein der Gedanke daran zerreißt mich.
Ich spüre ihre Liebe, aber Liebe schließt ausgefallene geheime sexuelle Fantasien doch nicht aus, oder vielleicht doch? Wenn ich mir ihre sexuelle Vergangenheit so ausmale, empfinde ich eine Mordseifersucht. Ist das normal, zumal das alles der Vergangenheit angehört und sie ja nun mit mir zusammen ist und auch weiß, dass ich nicht der Typ für solche Dinge wäre?
Dennoch überlege ich sogar ernsthaft, selbst so ein Pärchenclub zu besuchen, um einfach mal zu erfahren, was Bea einst so alles erlebt hat..., einfach NUR um mal zu schauen, nichts weiter. Vielleicht fühle ich mich ihr dann „näher“ und könnte so dieses „Trauma“ überwinden bzw. verarbeiten? Sollte ich sie vielleicht darauf ansprechen und sogar mit ihr gemeinsam dort hingehen? Würde ich sie damit vielleicht schockieren, oder würde ich nach einer solchen Erfahrung hinterher sogar traumatisch noch schlimmer dastehen mit meiner Eifersucht und meinen Zweifel? Ich weiß, das sind möglicherweise infantile Gedanken, die ich da habe, aber sie sind nun mal da, was soll ich tun?
Ich ertappe mich auch oft dabei, wie ich das Internet nach Swingerclubs in ihrer Nähe (wo sie auch mit ihrem Ex-Mann gewohnt hat) durchstöbere… ich kann mir diesen Drang nicht genau erklären. Vielleicht möchte ich anhand der Texte und Bilder einfach nur begreifen, was das für Menschen sind, die in Pärchenclubs gehen, oder wie gesagt, mich ihr näher fühlen, um zu „verstehen“…, nur weiß ich nicht genau, WAS ich eigentlich verstehen möchte… und ich komme nicht weiter. Könnt ihr mir noch folgen?
Ich möchte sie jedenfalls nicht verlieren und genauso möchte ich ihr das Gefühl geben, dass sie sich bei mir fallen lassen kann und die Geborgenheit findet, nach der sie sich schon immer gesehnt hat.
Vielleicht hat sie sich ja deswegen "unbewusst" zum „Swingen“ überreden lassen, in der Hoffnung die Defizite in ihrem Sexualleben mit ihrem Ex-Mann dort ausgleichen zu können, denn ER war ja zum "normalen" Sex nicht fähig bzw. dieser erregte ihn nicht so.
Während sie aber von anderen Männern sexuell geliebt wurde, fühlte sie sich immer wieder von ihrem eigenem Mann beobachtet, und sie konnte und wollte sich deshalb auch selten komplett fallen lassen. Er könnte ja etwas "Falsches" denken, falls sie bei anderen Männern zu sehr "abgehen" würde.
Wohl aus diesem Grund ist sie einmal mit einem dieser Männer fremdgegangen. Mir gegenüber begründete sie es so, dass sie es aus Wut tat, weil sie sich von ihrem Mann reduziert gefühlt hat.
Allerdings sagte sie mir auch, dass nach jedem gemeinsamen Erlebnis mit anderen Männern, ihr Mann sie die Zeit darauf auf Händen getragen hat und ihr damit seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollte, weil sie seinen sexuellen Fantasien nachgekommen ist. Sie hätte dann den Himmel auf Erden gehabt. Sie genoss diese Phasen sehr und das war sicherlich auch mit ein Grund, warum sie sich immer wieder dazu überreden ließ. Eben das Bedürfnis vom Ehemann auch MAL umsorgt zu werden.
Am Ende scheiterte die Ehe dann doch, aber hauptsächlich weil sich Bea im Allgemeinen vernachlässigt sah. Die paar Tage Harmonie nach jedem Sexabenteuer reichten ihr nicht aus, um als Ehefrau vollkommen glücklich zu sein, außerdem fühlte sie sich inzwischen vom Ehemann in gewisser Weise angewidert, aufgrund seiner Neigungen, was allerdings meiner Meinung nach ziemlich lange gedauert hat. Allerdings fügte Bea noch hinzu, „wäre er allgemein gesehen ein liebvollerer Ehemann, dann würde ich über seine sexuellen Neigungen womöglich hinwegsehen und sie mit ihm auch weiterhin ausleben, aus Liebe eben“.
Auch wenn es manchmal sehr weh tut, schätze ich ihre Ehrlichkeit mir gegenüber sehr, und sie sagte mir neulich, dass sie das Bedürfnis hatte mir das alles zu offenbaren, weil ich mich ja vielleicht vor ihr "eklen" könnte, und um mir die Chance zu geben, sie damals schon zu verlassen und nicht erst später, wenn sie zu sehr in mich verliebt wäre. Auch wenn mich das alles ziemlich schockiert hat, war es für mich kein Grund die Beziehung zu beenden, bemerkte ich doch früh, dass ich diese Frau ganz innig lieb gewonnen hatte.
Meine einzige Angst besteht darin, dass sie mich einmal mit einem solch extravaganten Wunsch überfordern könnte. Außerdem weiß ich auch nun, dass sie zu einem Seitensprung fähig ist. Manchmal erzählt sie halt zuviel über sich und da fängt eben der kleine „Spießer“ in mir an zu „trommeln“, da ich ja von einer katholischen Erziehung etwas geprägt bin. Ich versuche es mir aber nicht all zu sehr anmerken zu lassen.
Im Allgemeinen stelle ich bei mir fest, dass ich mit ihrer Vergangenheit nicht so ganz klar komme, was ich gerne würde, denn sie ist eine so wunderbare liebevolle Frau. Aber oftmals ist man ja Opfer seiner Erziehung und da führe ich z.Z. einen ewigen stillen Kampf mit mir selbst, still weil ich mir meinen derzeitigen Seelenzustand bei Bea nicht anmerken lasse.
Ich spüre ihre Liebe und möchte sie auf gar keinen Fall mit meinen diesbezüglichen Sorgen belasten.
Was kann ich tun, um all diese Gedanken und Zweifel loszuwerden, damit ich mich absolut unbeschwert fühlen kann, was sowohl ihre Vergangenheit angeht, als auch unsere gemeinsame Zukunft?
Es wäre sehr schön, wenn mir Menschen antworten würden, die ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht haben, egal aus welcher Lage und Sicht betrachtet.
Ich bilde mir ein, dass ich die Sache umso besser verarbeiten kann, desto mehr ich über dieses Thema erfahre. Natürlich würde ich auch gerne die Meinung anderer Menschen wissen, bspw. wie sie denken, handeln und empfinden würden, wären sie in meiner Situation.
Ganz doll sorry, dass ich mich so umfangreich ausgedrückt habeaber ich wollte nichts auslassen!
Freue mich über jede Antwort und bedanke mich ganz doll bei Jedem, der sich dafür Zeit nimmt![]()
Lieben Gruß
Ricardo
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18.01.2007, 00:43
Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
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18.01.2007, 02:46
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Hallo Ricardo,
das finde ich den Satz, der es am besten bescheibt.Bea gab mir gegenüber ja auch zu, dass der Gedanke daran, anfangs, in gewisser Weise prickelnd war, aber letztendlich wagte sie diesen Schritt mehr aus Liebe und aus Befürchtung, ihr Mann könnte ihr mal fremdgehen, wenn sie ihm seine sexuellen Wünsche verweigern würde.
Als Frau kann ich Dir nur versichern, es klingt sehr glaubwürdig, dass sich eine Frau in eine Beziehung begibt und dort so lange bleibt, in der sie missbraucht wird. Sie hat ganz deutlich geschildert, was da abgelaufen ist, sie hat es Dir (ohne Not und ganz freiwillig) anvertraut, weil sie glücklich ist, dass eure Beziehung anders ist.
Ich denke, du bist jetzt nun mal noch nicht so lange mit ihr zusammen, eure Beziehung muß sich noch festigen und Du überlegst auch und du schaust Dir das an, was eventuell trennend zwischen euch steht.
Aber das, was Du schilderst, finde ich keine große Bedrohung.
Ich würde darauf vertrauen, dass es so ist, wie sie sagt.
Viele Leute finde das ganz witzig in diesen Pärchenclubs und nicht wenige Frauen gehen da freiwillig hin, aber nicht mal die werden davon großartig geprägt. Noch viel weniger, wenn man "notgedrungen" oder weil der Partner einen bedrängt, das macht.
Sie hatte eine sexuell ungewöhnliche Zeit, aber so wie sie es schildert, war diese Zeit für sie nicht "sexuell" sondern eher bedürftig, trist. Wenn Du sie liebst, dann wirst Du eines Tages die Größe aufbringen, das zu erkennen und darüber zu stehen. Mit dir erlebt sie eine tiefere und schönere Liebesbeziehung, das ist es, was zählt.
Es ist eine sehr männliche (zwar durchaus verständliche, aber sicher in der Praxis nicht zutreffende) Befürchtung, dass Frauen letzten Endes auf der Scuhe nach einem super Rammler sind und dass deswegen und dass deswegen solche wilden Rumgevögel-Erlebnisse sie in irgendeiner Weise prägen - das ist aber nicht so.
Ich finde es sehr schön, wie Du von eurer Beziehung sprichst und ich hoffe, du schaffst es, ihr Vertrauen zu erwidern und zu erkennen, wie es tief in ihr wirklich aussieht - sie hilft dir ja auch dabei.
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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18.01.2007, 10:56
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Hallo Ricardo,Was kann ich tun, um all diese Gedanken und Zweifel loszuwerden, damit ich mich absolut unbeschwert fühlen kann, was sowohl ihre Vergangenheit angeht, als auch unsere gemeinsame Zukunft?
ein sehr, sehr langes Posting mit vielen ehm... Details aus ihrer vorausgegangenen Beziehung, für zwei sehr kurze Fragen, von denen du die erste Frage bereits selbst beantwortest und einer "Zukunftsfrage", die dir niemand beantworten kann, da niemand diese berühmt-berüchtigte Kristallkugel hat.
Dann stelle ich mir bei derartigen ersten Postings - nur ich mir ganz persönlich - im Hinterkopf stets auch Fragen, wie und warum hat jemand eigentlich ausgerechnet hierher gefunden, kann nach Swinger- und Sexkontaktseiten tatsächlich nur noch die Bricom kommen?
Okeee, genug der Vorrede...
Was du beschreibst, ist eine zumindest gegen Ende hin sogenannte destruktive Beziehung. Dazu lässt sich auch im Netz einiges finden.
Typisch für solche Beziehungen ist meisst, dass der schwächere und leidende Partner reglmässig sehr grosse Schwierigkeiten hat, sich zu lösen und zu trennen. Dazu schreibst du nicht viel:
Meist geht das nur mit externer Hilfe.Am Ende scheiterte die Ehe dann doch, aber hauptsächlich weil sich Bea im Allgemeinen vernachlässigt sah.
So richtig scheinst du das, was sie dir berichtet hat, auch nicht einordnen zu können. Warum sonst deine Angst, ob ihr zukünftig und dann mit dir danach sein könnte, ähnliche Dinge zu machen?
Erzählt hatte sie es dir ja bereits ganz zu Beginn eures Kennenlernens vor sechs Monaten. Sie hat dich damals mit ihrem bericht also nicht gleich in die Flucht geschlagen. Schön, aber wie hat sich denn eure Beziehung sonst so weiterentwickelt in den sechs Monaten?Meine einzige Angst besteht darin, dass sie mich einmal mit einem solch extravaganten Wunsch überfordern könnte. Außerdem weiß ich auch nun, dass sie zu einem Seitensprung fähig ist.
Du willst dich unbeschwert fühlen, aber du attestierst dir selbst bereits jetzt ein “Trauma”? Du? Nicht sie mit ihrer Vergangenheit?
Und die, die hat sie. Unsere Geschichte ist und bleibt immer ein Teil von uns. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Nur den Umgang mit unserer Vergangenheit, den können wir in gewissen Rahmen selbst in die Hände nehmen.
Warum hast du sich eigentlich nicht selbst und viel früher gefragt, warum sie dir das alles erzählt?und sie sagte mir neulich, dass sie das Bedürfnis hatte mir das alles zu offenbaren, weil ich mich ja vielleicht vor ihr "eklen" könnte, und um mir die Chance zu geben, sie damals schon zu verlassen und nicht erst später, wenn sie zu sehr in mich verliebt wäre.
Und warum hast du sie bis heute nicht gefragt, wie sie sich ihre eigene Zukunft und eine evtl. Beziehung mit dir vorstellt?
Und wenn sie schon derart vertrauensvoll dir gegenüber „ausgepackt“ hat, warum erwiderst du dieses Vertrauen ihr gegenüber nicht, sprichst über deine Beziehungsvorstellungen, Wünsche und Ängste??
Stattdessen das hier:
Wenn ich mir mal vorstelle, sie stellt fest, dieser neue Kerl tummelt sich auf all diesen Seiten… Neee oder?Dennoch überlege ich sogar ernsthaft, selbst so ein Pärchenclub zu besuchen, um einfach mal zu erfahren, was Bea einst so alles erlebt hat..., einfach NUR um mal zu schauen, nichts weiter. Vielleicht fühle ich mich ihr dann „näher“ und könnte so dieses „Trauma“ überwinden bzw. verarbeiten? Sollte ich sie vielleicht darauf ansprechen und sogar mit ihr gemeinsam dort hingehen? Würde ich sie damit vielleicht schockieren, oder würde ich nach einer solchen Erfahrung hinterher sogar traumatisch noch schlimmer dastehen mit meiner Eifersucht und meinen Zweifel? Ich weiß, das sind möglicherweise infantile Gedanken, die ich da habe, aber sie sind nun mal da, was soll ich tun?
Ich ertappe mich auch oft dabei, wie ich das Internet nach Swingerclubs in ihrer Nähe (wo sie auch mit ihrem Ex-Mann gewohnt hat) durchstöbere… ich kann mir diesen Drang nicht genau erklären. Vielleicht möchte ich anhand der Texte und Bilder einfach nur begreifen, was das für Menschen sind, die in Pärchenclubs gehen, oder wie gesagt, mich ihr näher fühlen, um zu „verstehen“…, nur weiß ich nicht genau, WAS ich eigentlich verstehen möchte… und ich komme nicht weiter. Könnt ihr mir noch folgen?
Was soll das? Willst du dein Gruseln pflegen? Fasziniert es dich doch? Und, versteh mich nicht falsch, ich bin da offen, geht es doch darum, uns hier ein wenig das Gruseln zu lehren?
Nettes Grüssle
Kraafaufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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18.01.2007, 15:36Inaktiver User
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Hallo Ricardo,
wenn ich das so lese, dann ist das weniger die Tatsache, dass Deine Freundin erlebt/getan hat, was sie getan hat, sondern mehr die Diskrepanz zu dem, was Du vorzuweisen hast. Ist das richtig?
Ich kann Dir nur sagen, wenn ich das Gefühl hätte, meine Vergangenheit wäre ein Grund dafür, dass mein "Freund" sich nun auch beweisen muß, um gleich zu ziehen, quasi, damit er seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe in den Griff kriegt, dann wäre das ein Grund für mich, die Tür hinter meinem Schneckenhaus zuzumachen und den Schlüssel wegzuwerfen. Wettbewerbe halte ich in diesem Bereich für nicht förderlich.
DAS HIER:
wäre meine Traumreaktion von dem Mann, der mit mir zusammen sein möchte, damit ich das Gefühl habe, angenommen zu sein.
Zitat von Kraaf
nathaliethor
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18.01.2007, 20:54Inaktiver User
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Du solltest Bea genauso ehrlich und offen gegenüber sein wie sie es Dir gegenüber war. Sprech mit ihr offen über Deine Befürchtungen und Wünsche. Sage ihr genau das, was Du hier geschrieben hast. Oder drucke ihr den Text aus, wenn Du es nicht über die Lippen bringst. Warum schaust Du heimlich nach der Adresse von dem Swingerclub und überlegst Dir, wie es dort sein mag? Sage ihr, dass Du mit ihr zusammen in den Swinger-Club gehen möchtest, um zu verstehen, wie es dort war. Ihr könnt doch von vornherein ausmachen, was dort ablaufen soll bzw. was dort NICHT passieren soll. Und gegebenenfalls vor Ort entscheiden, was ihr machen wollt und was nicht. Nur schauen und sonst nichts? Euch als Paar lieben aber keinen 3. zulassen? Bea scheint mit Dir und Deiner Art sie zu lieben glücklich zu sein. Und wie sie sagt hat sie auf die zärtlichen Berührungen gestanden, die ihr Ex ihr anscheindend verweigert hat... Und ausserdem hat sie Dir gesagt, dass sie das Swingen nur ihrem Mann zuliebe gemacht hat, nicht weil es ihr selbst ein Bedürfnis war. Du scheinst ihr alles zu geben, was sie möchte.
Ich selbst habe auch manchmal die Fantasie, dass mein Partner von mir "verlangt" vor ihm mit einem anderen Mann Sex zu haben. Aber in meiner Fantasie "gehöre" und liebe ich nur meinen Partner. Ich stelle mir z.B. vor, ich blase meinem Partner einen und ein anderer nimmt mich von hinten. Anschliessend nimmt mich mein Partner und ich komme mit ihm zum Orgasmus.
Aber dies ist nur eine Fantasie von mir. Hätte mein Partner die gleiche Fantasie, würde ich sie vielleicht ausleben wollen. Aber dies ist nicht der Fall, weil er mich nicht teilen möchte - genauso wenig, wie ich es ertragen könnte, ihn mit einer anderen Frau zu teilen. Also bleibt es nur ein Kopfkino und ich versichere Dir, beim Sex mit einem Mann allein fehlt mir nichts! Und Bea scheint es genauso zu gehen, denn sie versteht wie sie sagt ja auch nicht, wie ihr Mann es ertragen konnte, sie zu "teilen".
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19.01.2007, 02:24
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Wow. Was für ein Post, noch drei Wörter mehr, und das Post-Limit wäre wahrscheinlich gesprengt ;-) Aber immerhin gut lesbar, was keine Selbstverständlichkeit bei Forenbeiträgen ist, wie man auch hier in der BriCom oft genug lesen kann.
Als Mann will ich dir sagen, dass ich es legitim finde, dass du deine Unsicherheiten lieber erstmal anonym in einem Forum wie diesem diskutierst, anstatt dich deiner Partnerin direkt zu offenbaren.
Erstens glaube ich fest daran, dass die meisten Frauen auch z.T. entgegen ihren eigenen Behauptungen Unsicherheit bei Männern schreiend unsexy finden. Zweitens weiss ich, nicht zuletzt von mir selber, dass man(n) selten gerne Schwächen zugibt, und irgendwo ist Unsicherheit oft Schwäche.
Also ist meine Meinung : Klär diese Konflikte mit dir selber vielleicht auch mit Hilfe dieser Diskussion hier anstatt mit ihr, _wenn_ du "gut aussehen willst". Ich höre bei diesem Satz schon die geschätzten Damen schreien "Was ist mit Offenheit, sich offenbaren, Aufrichtigkeit etc.", aber ich bezweifle die Effektivität einer Offenbarung deiner Unsicherheiten... Aus meiner Sicht kann das nur zu einer "Lose-Lose" Situation führen, denn sie kann wenig tun, um dir über deine Zweifel hinweg zu helfen, schliesslich kann sie ja ihre Vergangenheit nicht mehr ändern und in dem Moment wo du kommunizierst, dass du ein Problem damit hast, hast nicht mehr nur du sondern ihr ein Problem.
Ich finde deine Zweifel und Ängste übrigens gerechtfertigt, obwohl ich die Situation durchaus nicht für auswegslos halte, die Frage ist, kannst du deine Einstellung tatsächlich ändern.
Gerechtfertigt finde ich deine Überlegungen deshalb, weil ich im Gegensatz zu meinen Vorredner(innen) die Missbrauchstheorie nicht vollständig teilen kann. Ich mein', kann ja alles so sein, wir kennen alle die Stories von vornehmlich Frauen, die sich nicht von ihren abusiven Partnern trennen können, aber so wie ich dein Posting lese, würde ich zumindest auch auf den Gedanken kommen, ob sie alles wirklich so schlimm fand oder im Gegenteil dem Ganzen auch ( und welche ) zumindest irgendwo positive Aspekte abgewinnen konnte.
Ich glaube jeder kann nachvollziehen, dass ihr natürlich in der Situation, wo man dem neuen Partner seine Vergangenheit offenbart, die Opferrolle besser gefällt, ob sie dass nun bewusst oder unbewusst macht sei mal dahingestellt. Was mich nachdenklich macht ist, dass sie Ewigkeiten mit diesem Mann verheiratet war, Kinder mit ihm gekriegt hat. Man muss sich doch fragen, wieso war sie überhaupt jemals mit ihm zusammen, so wie sie ihn darstellt war er doch ausgenommen wenig liebenswert oder ?
Mich würde mal interessieren, welche Eigenschaften er hatte, weswegen sie ihn geliebt hat, denn irgenwas muss er doch gehabt haben. Entscheidend hierbei ist sicherlich : ist sie der Typ Mensch, der Züge von Hörigkeit hat ? Wenn ja, vergiss alles was ich schreibe, dann bin ich völlig auf dem falschen Dampfer, weil es dann ein völlig anderes Spielfeld ist, und über Hörigkeit kann ich wenig sagen.
Wenn nicht, kann man festhalten, das sie sich irgendwo bewusst dem Swingen hingegeben hat, was ja wohl der geringste Teil der weiblichen Bevölkerung tut, wenn ich noch up-to-date bin. Obwohl ich Swingen moralisch nicht verurteile, fände ich beides für mich befremdlich : Dass sie es entweder aus Verlangen mitgemacht hat, oder nur/auch um drei Tage auf Händen getragen zu werden.
Nun zum Punkt, dass du ein Problem hast, weil du im Gegensatz zu ihr eine weniger bewegtere sexuelle Vergangenheit hast. Das ist genau dann ein echtes Problem, wenn du das Gefühl hast, was verpasst zu haben. Da können dir noch so viel Leute erzählen, es sei "nicht prägend" und abseits von gewissen positiven Aspekten eigentlich eine vernachlässigbare Erfahrung, man würde sich lieber selbst ein Bild machen um lässig auf der Seite derer zu stehen, die sagen können "hab ich gemacht/gesehen, aber war insgesamt nicht soooo dolle". In der Folge ist es schwer, dem Partner diese Erfahrungen dann nicht zu neiden bzw. sich unterlegen zu fühlen.
Ich glaube nicht, dass du dir Sorgen darüber machen musst, dass sie irgendwann mit dir swingen gehen will, aber du musst damit klarkommen, dass sie im Gegensatz zu dir eine bewegtere sexuelle Vergangenheit hatte, die sie in Teilen auch genossen hat, und dich in dieser Phase ihres Lebens will, weil du anders bist - konservativ, sex. zahmer, hingebungsvoll, verlässlich.
Es gibt noch soviel interessante Aspekte in deinem Post, aber ich lass es erstmal hierbei bewenden, es ist nämlich schon viel zu spät geworden für mich, bin mal gespannt, was die anderen noch zu sagen haben.
Grüsse,
Z*~
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20.01.2007, 04:23
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Hi ihr!
Als allererstes, vielen lieben Dank für eure Antworten! Ich war ganz überrascht, dass das hier so schnell geht
Es ist schön, die Ansichten neutraler Menschen erfahren zu dürfen. Eure Meinungen, Kritiken und Zusprüche helfen mir sehr, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und die Angelegenheit besser zu verarbeiten.
Ja, ich fühle mich irgendwie erleichtert, weil ich es endlich losgeworden bin. Ich habe das wirklich mal gebraucht, da ich mich diesbezüglich niemanden mehr anvertrauen kann und will. Es wäre Bea gegenüber auch nicht fair, ganz besonders weil sie meine besten Freunde inzwischen persönlich kennt. Ich finde, dass man diese Intimen Sachen nicht so einfach ausplaudern sollte, wie sehr Freund uns ein Mensch auch sein mag, aber man sollte da der unwissenden betroffenen Person, in diesem Fall Bea, Respekt gebühren und das Vertrauen, dass sie mir entgegen gebracht hat möchte ich nicht missbrauchen. Ich würde es ja auch nicht gut finden, wenn sie mit ihrer Freundin über meine intimen Angelegenheiten reden würde, zumal ich ihre Freundin mittlerweile persönlich kenne.
@Kraaf
Ich sah diesen Weg (BriCom) als den Diskretesten, vor Allem weil er anonym ist, und wenn der Zufall es doch so will, dass einer von Euch meinem Umfeld angehört, dann bleibt da eben immer der Zweifel. Ich jedenfalls werde mich bei keinem meiner Bekannten darüber äußern
Ich fand diese Seite über Google, las mir ein paar Forenthemen durch und beschloss spontan, mich mit meinem Anliegen an die BriCom zu wenden, und wie ich feststelle, war das ja auch keine schlechte Idee
Zitiere Zecke:
Als Mann will ich dir sagen, dass ich es legitim finde, dass du deine Unsicherheiten lieber erstmal anonym in einem Forum wie diesem diskutierst, anstatt dich deiner Partnerin direkt zu offenbaren.
Erstens glaube ich fest daran, dass die meisten Frauen auch z.T. entgegen ihren eigenen Behauptungen Unsicherheit bei Männern schreiend unsexy finden. Zweitens weiss ich, nicht zuletzt von mir selber, dass man(n) selten gerne Schwächen zugibt, und irgendwo ist Unsicherheit oft Schwäche.
Also ist meine Meinung : Klär diese Konflikte mit dir selber vielleicht auch mit Hilfe dieser Diskussion hier anstatt mit ihr, _wenn_ du "gut aussehen willst".
Es geht mir nicht darum, nicht "schlecht auszusehen", sondern vielmehr um die Tatsache, dass ich unser so vertrautes Miteinander nicht aufs Spiel setzen möchte. Das ist der eigentliche Grund warum ich sie nicht mit meinen eher abstrusen Gedanken belasten möchte. Daher versuche ich das alles mit mir selbst auszumachen. Unsere Beziehung könnte schöner nicht sein, sowohl für mich, als auch für sie. Dieses Empfinden signalisieren wir uns gegenseitig tagtäglich und ich möchte das es dabei bleibt.
Ganz tief in mir spüre ich, dass diese Frau aufrichtig zu mir ist. Sie vertraut mir Intimes aus ihrer Vergangenheit an, weil sie das alles selbst noch verarbeiten muss. Und sie glaubt fest daran, in mir jemanden gefunden zu haben, der ihr diesen seelischen Halt geben kann. Wozu hätte sie sich dann „outen“ sollen??? Um sich zu schützen, falls ich eines Tages doch mal dahinter kommen sollte? Nein, das glaube ich mittlerweile nicht mehr, denn außer ihrer besten Freundin (und natürlich ihrem Ex-Mann, zu dem sie keinen Kontakt mehr hat), weiß aus ihrem Umfeld keiner etwas über ihre bewegte sexuelle Vergangenheit, somit wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ich es mal von jemand anders erfahren würde sehr gering.
Zitiere Kappuziner:
Sie hatte eine sexuell ungewöhnliche Zeit, aber so wie sie es schildert, war diese Zeit für sie nicht "sexuell" sondern eher bedürftig, trist. Wenn Du sie liebst, dann wirst Du eines Tages die Größe aufbringen, das zu erkennen und darüber zu stehen. Mit dir erlebt sie eine tiefere und schönere Liebesbeziehung, das ist es, was zählt.
Genau so versuche ich es zu sehen. Ich weiß, dass ich eines Tages damit klar kommen muss, und nun bin ich auf dem besten Wege es auch zu werden
Auch Dank Euch
Ich liebe diese Frau so sehr, vielleicht sogar mehr als ich jemals eine Frau geliebt habe.
Zitiere Kraaf
Und wenn sie schon derart vertrauensvoll dir gegenüber „ausgepackt“ hat, warum erwiderst du dieses Vertrauen ihr gegenüber nicht, sprichst über deine Beziehungsvorstellungen, Wünsche und Ängste??
Das Vertrauen erwidere ich allemal und was meine Ängste angehen, vermittle ich ihr diese ansatzweise „so durch die Blume“, ganz vorsichtig eben, weil ich sie nicht verunsichern will. Vielleicht spürt sie ja ganz genau, was ich empfinde und sie ist derart feinfühlig, dass sie mir dabei hilft ohne das Kind beim Namen zu nennen... ich merke es vielleicht noch nicht mal
Ich wage mal diese Vermutung, da sie in letzter Zeit soviele Dinge getan, gesagt und gezeigt hat, die meine belastenden Gedanken fast verpuffen lassen. Weibliche Intution???
Trotzdem kamen/kommen mir hin und wieder Zweifel, und Zecke bringt diese fast auf den Punkt:
Zitiere Zecke:
Gerechtfertigt finde ich deine Überlegungen deshalb, weil ich im Gegensatz zu meinen Vorredner(innen) die Missbrauchstheorie nicht vollständig teilen kann. Ich mein', kann ja alles so sein, wir kennen alle die Stories von vornehmlich Frauen, die sich nicht von ihren abusiven Partnern trennen können, aber so wie ich dein Posting lese, würde ich zumindest auch auf den Gedanken kommen, ob sie alles wirklich so schlimm fand oder im Gegenteil dem Ganzen auch ( und welche ) zumindest irgendwo positive Aspekte abgewinnen konnte.
Was mich sehr erleichtert hat, war, dass sie mir gestern gesagt hat, sie wäre mittlerweile der Meinung, damals dumm, naiv und oberflächlich gehandelt zu haben, als sie sich von ihrem Ex-Mann zu etwas hinreißen ließ, was ihr, von sich aus, niemals in den Sinn gekommen wäre. Sie hätte damals schon
sagen müssen, so ihre Worte.
Dass sie dem Ganzen auch die positiven Aspekte abgewinnen konnte, du, tief in mir drin gönne ich ihr das sogar, denn, sachlich betrachtet, musste sie ja irgendwie zusehen, wie sie sexuell auch mal auf ihre Kosten kam. Auch wenn ich gestehen muss, dass dabei die Eifersucht in mir nicht ausbleibt, aber es ist eben ihre Vergangenheit. Was nun zählt ist Gegenwart und Zukunft.
Und das sie es womöglich genossen hat, bereitet mir ja auch nicht die meiste Sorge, vielmehr die Befürchtung, dass sie so sehr daran Gefallen gefunden haben könnte und sie sich eines Tages wieder zum Zwingen hingezogen fühlt. Aufgrund dessen fühle ich mich (am Anfang mehr als heute) in sexueller Hinsicht etwas unter Druck gesetzt, aus Befürchtung ich könnte ihr eines Tages darauf bezogen nicht mehr genügen und Bea dann „mehr“ als nur mich braucht, in sexueller Hinsicht!
Verstärkt wurde diese Angst dadurch, dass Bea mir einmal (ganz am Anfang) gesagt hat, sie könne Sex gut von Liebe trennen, was ich persönlich nicht unbedingt nachvollziehen kann. Sie holte noch weiter aus, und behauptete, dass Sex ohne Liebe manchmal sogar viel schöner sein kann, als der mit Liebe, weil… Bea sich bei dem „Liebespiel ohne Verbindlichkeit“ nie Gedanken darüber machen musste, ob sie etwas falsch oder richtig macht, während sie bei ihren festen Männern das nicht mehr so konnte und sie sich dann eher verkrampfte, als entspannte. Kann mir hier jemand zu dieser „These“ etwas sagen?
Aber ich denke mal, dass Bea damals wahrscheinlich Männer geheiratet hat, die vor Allem sexuell nicht zu ihr gepasst haben.... laut ihren Beschreibungen waren diese eher unzärtlich und fordernd, somit ist sie vielleicht, allgemein was Liebe angeht, etwas "traumatisiert". Simpelste zärtliche bzw. romantische SMS, MMS oder Emails, dessen Inhalte ich persönlich für normal halte wenn man sich liebt, hauen Bea bereits um. Sie sagt oft, dass sie solche und ähnliche Gesten noch von keinem Mann erhalten habe. Ich denke mal, das sagt so Einiges über ihren Seelenzustand aus.
Zitiere Zecke
Was mich nachdenklich macht ist, dass sie Ewigkeiten mit diesem Mann verheiratet war, Kinder mit ihm gekriegt hat. Man muss sich doch fragen, wieso war sie überhaupt jemals mit ihm zusammen, so wie sie ihn darstellt war er doch ausgenommen wenig liebenswert oder ?
Mich würde mal interessieren, welche Eigenschaften er hatte, weswegen sie ihn geliebt hat, denn irgenwas muss er doch gehabt haben. Entscheidend hierbei ist sicherlich : ist sie der Typ Mensch, der Züge von Hörigkeit hat ? Wenn ja, vergiss alles was ich schreibe, dann bin ich völlig auf dem falschen Dampfer, weil es dann ein völlig anderes Spielfeld ist, und über Hörigkeit kann ich wenig sagen.
Was die Veranlagung des Ex-Mannes anging, schwankte Bea im Allgemeinen zwischen
1. Akzeptanz für sein "Ticken",
2. den besten Nutzen für sich daraus zu ziehen,
3. einem mulmigen Gefühl, weil sie sich darauf einließ.
Sie sah zunächst keine andere Wahl, außer ihn zu verlassen, aber das wollte sie ja nicht, denn laut Bea war er ja darüber hinaus kein schlechter Mensch.
Sie war genau 11 Jahre mit ihrem Ex-Mann verheiratet, wobei sie keine Kinder mit ihm hatte. Ihre einzige Tochter brachte sie aus ihrer ersten Ehe mit in diese Beziehung.
Was Bea an ihren Mann schätzte war seine Zuverlässigkeit und die Fürsorge, die ER, nicht nur seinem Sohn (auch aus erster Ehe), sondern auch ihrer Tochter entgegenbrachte. Wenn man bei ihm in den ersten 8-9 Jahren von schlechten Eigenschaften reden durfte, dann meist nur auf sexueller Ebene. Allerdings geriet die Ehe zum Schluss in eine Art 0815-Trott, wo ER Bea gar nicht mehr wahrnahm, aber auch so etwas wie ein Bruder-Schwester-Verhältnis aufkam. Darüber hinaus konnte ER nie so richtig mit Geld umgehen, was auch immer wieder ein Reibungspunkt war. Diskrepanzen entstanden auch in Sachen Erziehung der Kinder, als diese in die Pubertät kamen. So kam gegen Ende der Beziehung eine Sache zur anderen, womit die sexuellen Eigenschaften des Ex-Mannes für Bea wieder negativ(er) in den Vordergrund rückten, auch wenn es in den beiden letzten Ehejahren kaum mehr dazu kam (Swingen usw.), weil Bea mittlerweile gelernt hatte auch mal
zu sagen. Sie nahm es jetzt in Kauf, dass er seine sexuellen Neigungen sich auch mal fremd erfüllen könnte. Inzwischen war dies Bea so ziemlich egal.
Zu Zeckes Frage, ob sie Züge der Hörigkeit hat.. ja, was den Sex angeht schon, da möchte sie eher dominiert werden. Was aber das allgemeine Leben angeht, da möchte SIE stets das Sagen haben *lach*, aber eben auf liebenswürdige Art und Weise und das ist DAS was mich so sehr an ihr fasziniert. Sie ist die erste Frau, die sich von mir nicht dominieren lässt. Ich kannte es in meinen vorherigen Beziehungen nicht anders, da war eher ich der Dominate, womit wir uns nun BEIDE etwas umstellen müssen. Dazu sei gesagt, dass sie in ihren Ex-Beziehungen stets autark gelebt hat, musste Entscheidungen fast immer selbst treffen, nur beim Sex war es halt immer anders.
Wenn ich es sachlich und nüchtern betrachte, finde ich in all euren Kommentaren sehr gute Ansätze die Dinge anders bzw. positiv zu betrachten. Jetzt fühle ich mich eher beschämt, dass ich solche Ängste und Zweifel habe, zumal Bea mir diese ja nicht gibt!
So ähnlich, wie IHR mir, würde ich es einem Freund/ einer Freundin auch schildern, wenn er/sie sich mit einer solchen Angelegenheit an mich wenden würde.
Das Problem ist aber, wenn ich selbst mit meinen eigenen Gefühlen betroffen bin, scheitern alle sachlichen Betrachtungsweisen meinerseits. Daher wagte ich kurz entschlossen diesen Schritt, um vielleicht ein bisschen Feedback zu bekommen, welches mir eine andere Sicht der Dinge darstellt.
Oje, werde mal ins Bett gehen, sonst artet mein Posting doch noch in einem Roman aus
Vielen Dank noch mal an euch
Kappuziner (total lieb geschrieben und so wie du es schilderst, wünsche ich es mir)
Kraaf (eine detaillierte Analyse, mit guten Denkanstößen für mich)
Nathalithor (deine Kritik nehme ich mir zu Herzen, weil du einfach Recht hast)
Espiguette (danke für die Anregungen und für deine Offenheit – hilft mir auch sehr weiter)
Zecke (selbst wenn du mit deiner Annahme Recht hast, gehört das zu Beas Vergangenheit. Ich muss und will damit klar kommen. Aber gut, dass auch mal so eine Meinung kam!)
Alles in einem ist jeder von euch, auf seine Weise, mir eine sehr große Hilfe gewesen! Vielen Danke noch mal für eure ausführlichen und sachlichen Beiträgen. Vielleicht schreibt der eine oder andere noch etwas zu meiner Frage weiter oben? Ich würde mich sehr freuen.
Lieben Gruß an euch alle
Ricardo
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20.01.2007, 10:52Inaktiver User
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Hallo, Ricardo,
spät, aber doch nicht zu spät möchte ich auch etwas schreiben.
Auch ich bin so eine "Frau mit Vergangenheit", und ich habe als solche zwei Erfahrungen mit Männern gemacht, denen ich davon erzählt hatte:
- der eine reagierte ähnlich wie du; er war schockiert, fast gekränkt, voller Zweifel, ob er mir überhaupt "bieten" könnte, was ich vielleicht brauche und erwarte
- der andere war der Meinung, so etwas könne eine Frau unmöglich real erlebt haben, und hat mich als Lügnerin und "Angeberin" angesehen
es gibt Phasen, da will ich keine Liebesbeziehung, sondern eine eher unverbindliche sexuelle Beziehung.
Wenn ich einen Mann nur für Sex will, dann erzähle ich durchaus mehr über meine sexuellen Erfahrungen und Vorstellungen. Dieser zweite Mann, von dem ich geschrieben habe, fällt in diese Kategorie. Nur war er selbst ein Lügner und Angeber, weil er mir nämlich als Erfahrungen verkaufen wollte, was in Wirklichkeit nur Wunschträume von ihm waren. Im Grunde waren wir also "inkompatibel", weil er log, es mir aber unterstellte, und ich das relativ schnell rausfand.
Wenn ich einen Mann kennenlerne, mit dem ich eine feste Beziehung aufbauen will, bin ich eher zurückhaltend mit Äußerungen über meine sexuelle Vergangenheit, denn ein erfahrener Mann merkt schnell, ob ich erfahren oder unerfahren bin, während ich einen unerfahreneren Mann eher verschrecken könnte.
Womit ich bei deiner letzten Frage wäre:
Ich kann auch Sex von Liebe trennen. Und ich glaube, deine Bea meinte das so: eine rein sexuelle Beziehung hat ja nicht den Tiefgang wie eine Liebesbeziehung. Ich hab das einem Mann gegenüber mal so erklärt: wenn ich einen Mann liebe, drehe ich mich nochmal um, wenn ich gehe - bei einem Mann, mit dem mich nur der Sex verbindet, gehe ich nach dem Sex weiter, ohne mich umzudrehen.Verstärkt wurde diese Angst dadurch, dass Bea mir einmal (ganz am Anfang) gesagt hat, sie könne Sex gut von Liebe trennen, was ich persönlich nicht unbedingt nachvollziehen kann. Sie holte noch weiter aus, und behauptete, dass Sex ohne Liebe manchmal sogar viel schöner sein kann, als der mit Liebe, weil… Bea sich bei dem „Liebespiel ohne Verbindlichkeit“ nie Gedanken darüber machen musste, ob sie etwas falsch oder richtig macht, während sie bei ihren festen Männern das nicht mehr so konnte und sie sich dann eher verkrampfte, als entspannte. Kann mir hier jemand zu dieser „These“ etwas sagen?
Was Bea sagte, trifft doch eigentlich auch auf euch selbst zu: sie hat aus Vertrauen zu dir dir etwas erzählt, was dir jetzt zu schaffen macht; wenn ihr das in aller Konsequenz bewusst wäre, würde sich sich dir gegenüber vielleicht auch nicht mehr entspannen können, weil du mehr als ein Sexpartner für sie bist? Wenn da was kaputt geht, ist es eben mehr als nur eine sexuelle Angelegenheit.
Vertraue ihr, belohne ihr Vertrauen, denn ich denke, das ist auch ein Zeichen, dass du für sie ein ganz wichtiger Mensch bist, wenn sie sich dir so vorbehaltslos öffnen kann - ich könnte das vielleicht heute bei keinem Mann mehr.
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11.06.2008, 22:07
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Alles klar....
Geändert von Rabea87 (13.06.2008 um 18:13 Uhr)
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12.06.2008, 09:02
AW: Die sexuelle Vergangenheit meiner Freundin macht mir zu schaffen…
Rabea, bevor du ewig auf Antworten wartest...
Dein Thema passt weder in das Eifersuchtsforum noch in diesen uralten thread. Poste doch einen eigenen thread unter Sex. Da wird dir sicherlich eher geholfen."Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin


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