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    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von lindenblatt
    Daran sehe ich viel Wahres. Da du ein Mann bist: Was meinsr du, wie und konkret worüber Locke mit ihrem Freund im Zusammenhang mit ihrem Problem sprechen sollte? Ich denke nämlich, dass es sehr sinnvoll wäre, wenn du ihr dazu aus männlicher Sicht einen Vorschlag nachen würdest.
    Um ganz ehrlich zu sein, würde ich sagen, dass sie gar nicht mit ihm darüber sprechen sollte... Aber das ist ein männliches Verdrängungsverhalten. Allerdings, danach wurde ja gefragt.


    Wenn ich aber das lese:

    Zitat Zitat von locke83
    Habe ihn gefragt ob wir uns demnächst
    (um ihn net zu überrumpeln und mir selbst/uns noch ein bisschen Zeit zum nachdenken zugeben)
    mal zusammensetzen und über die Beziehung vor der Trennung zu reden, was war, wies ist, was man dieses mal ändern sollte und -so leid es mir tut auch nochmal, falls er dazu bereit ist, über sie zu reden
    (mich interessiert einfach was er damals zu ihr gesagt hat, als er mit ihr Schluss gemacht hat, ob sie sich deswegen vielleicht noch Hoffnungen macht - auch wenn ich keine antwort bekomme, weils zu privat ist, ich weiss nicht), auch wenn sie vielleicht zum Teil nur eine Nebensächlichkeit unserer eigentlichen Probleme ist.
    Verzeihung, da bekomme ich bereits als Mann, der nicht betroffen ist, Bauchgrimmen und Mitleidsattacken mit dem armen Kerl.
    Kennt Ihr das? Manchmal telefoniere ich mit jemandem, und meine Frau kommt nach Hause, wir sprechen über das, was so passiert ist, ich erwähne beiläufig, dass ich mit Thomas telefoniert habe und schöne Grüße, und sie fragt "Worüber habt ihr gesprochen?" und ich antworte "über nichts". Sie verdreht dann immer die Augen...
    Anderer, gegenteiliger Fall... Ich komme nach Hause, wir sprechen über das, was so passiert ist, und sie erzählt, dass sie mit Nadja telefoniert hat, und Nadja hat gesagt, dass... worauf meine Frau gesagt hat, dass... und dann hat Nadja wieder gesagt... und meine Frau hat gesagt, dass... worauf Nadja geantwortet hat, dass ihre Freundin Daniela ("Du weisst schon, die mit Jaques zusammen ist, der sie mit Susanne betrogen hat" - nein, ich weiss leider nicht mehr) dazu aber gesagt hätte, dass... und dann... höre ich nicht mehr zu.

    Edit sagt: Was ich damit eigentlich ausdrücken wollte: Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, mit welchem genauen Wortlaut ich mich von meiner letzten Freundin getrennt habe. Wenn ein Mann dies aber einer Frau sagt, wird sie sofort glauben, dass er das sehr wohl noch weiß (sie kann sich ja auch noch wörtlich an ihr letztes Trennungsgespräch von vor 17 Jahren erinnern!), es ihr aber nicht sagen will... Und schon fragt sie sich und andere, warum er etwas zu verheimlich hat...


    Also, zusammenfassend: Ich halte den Konflikt um die fragliche Frau um ein Stellvertreterproblem. Deswegen hielte ich es für falsch, das Gespräch an diesem Problem aufzuhängen.
    Denn ich gehe davon aus, dass er hinsichtlich dieser Frau kein Problem sieht.
    Gespräche, die zwischen einem problembewussten und einem problemunbewussten Partner stattfinden, reizen bereits in der Frühphase des Gespräches bei letzterem zu der Aussage oder dem Gedanken "Ich weiß gar nicht, was Du willst!".
    Insofern wäre mein Vorschlag, das Gespräch nicht mit dieser Frau zu beginnen, sondern sie lediglich im Gesprächsverlauf als Beispiel, als Symptom zu erwähnen. Dem Mann können die Beziehungsprobleme ja nicht verborgen geblieben sein. Die Andere als Gesprächsaufhänger beginnt die Kommunikation bereits mit einem Vorwurf: "Weil Du dies und jenes tust, passiert dies und das!"
    Der angesprochene wird sofort in eine Verteidigungshaltung gedrängt, fühlt sich (aus seiner Sicht ungerechtfertigt!) angegriffen - und reagiert entsprechend. Das kennt doch jeder...:
    Meine Mutter geht mir manchmal auf die Nerven. Aber wehe, meine Ex-Freundin sagte etwas schlechtes über sie. Schon verteidigt man sein liebes Mütterlein.

    Ich finde es immer hilfreicher, sich gemeinsam in das Boot zu setzen. "Wir haben in letzter Zeit ein Problem in unserer Beziehung. Ich habe das Gefühl, dass ich aus diesen und jenen Gründen auf diese und jene Art und Weise (über)reagiere... Wie siehst Du das, warum meinst Du, dass das so ist?"

    Und jetzt leicht OT:
    Ich finde es durchaus interessant (und beeindruckend), dass momentan in "Eifersucht" unter den "Top 6" (das angepinnte "Wichtig" mal ausgenommen) die Themen "Sie treibt mich in den Wahnsinn", "Wirklich nur 'ne gute Freundin?", "Gute Freundin des Freundes" und "Die beste Freundin meines Freundes" die vordersten Plätze belegen...
    Geändert von Fender (17.01.2007 um 10:55 Uhr)

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    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Hallo Edelherb!

    Zitat Zitat von Edelherb
    Diese Aussage von Dir, liebes Lindenblatt, ist mit Verlaub vermessen
    .
    Das würde ich auch so sehen, wenn ich nicht wüsste, wie sie entstanden ist.

    Wenn Du etwas nicht diskutieren willst, was Du als Nebengleis erachtest, dann maches es einfach nicht
    .
    Ich schrieb: "Nebendialoge". Denn ein Posting, egal von wem, als "Nebensache" abzuqualifizieren, weil es mir nicht gefällt, würde ich nicht tun.

    Mit der Bitte an Leonie, keine weiteren Nebendialoge mit mir herauszufordern, ist vor allem gemeint, dass ich während der Diskussion über ein bestimmtes, an uns herangetragenes Problem nicht mehr in dieser für mich inakzeptablen Weise für den Inhalt meines Beitrags angegriffen werden möchte. Der zudem für Leonie gar nicht bestimmt war. Selbstverständlich kann sie ablehnen, was ich jemandem rate, sie kann mir das auch im Forum mitteilen, aber es bringt in dieser Häufung und sich immer mehr zuspitzenden Kritik am Inhalt, an meinen Auffassungen also, der Strangeröffnerin nicht allzu viel.

    Ich stimme dir aber zu, wenn du schreibst:

    In Deiner Formulierung, dass es herausgefordert wird, steckt jedoch drin, dass Du manchmal leider, leider antworten musst und dann die anderen schuld sind, dass es zu einem Nebengleis kam, obwohl Du das doch gar nicht wolltest.
    Natürlich weiß ich, dass das Entstehen von Nebendialogen eine Sache des Schreibers und Beantworters ist. Die Konsequenz, die sich daraus für mich ergibt, ist auch klar und erscheint mir für die Nebendialoge zwischen Leonie und mir sehr sinnvoll.


    Gruß,
    lindenblatt
    ****
    "Leben allein genügt nicht", sagte der Schmetterling, "Sonnenschein, Freiheit
    und eine kleine Blume muss man haben." (H. Chr.Andersen)

  3. Inaktiver User

    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von Fender
    Um ganz ehrlich zu sein, würde ich sagen, dass sie gar nicht mit ihm darüber sprechen sollte... Aber das ist ein männliches Verdrängungsverhalten. Allerdings, danach wurde ja gefragt.


    hmm, ja, männliches verdrängungsverhalten könnte stimmen.


    Kennt Ihr das? Manchmal telefoniere ich mit jemandem, und meine Frau kommt nach Hause, wir sprechen über das, was so passiert ist, ich erwähne beiläufig, dass ich mit Thomas telefoniert habe und schöne Grüße, und sie fragt "Worüber habt ihr gesprochen?" und ich antworte "über nichts". Sie verdreht dann immer die Augen...
    Anderer, gegenteiliger Fall... Ich komme nach Hause, wir sprechen über das, was so passiert ist, und sie erzählt, dass sie mit Nadja telefoniert hat, und Nadja hat gesagt, dass... worauf meine Frau gesagt hat, dass... und dann hat Nadja wieder gesagt... und meine Frau hat gesagt, dass... worauf Nadja geantwortet hat, dass ihre Freundin Daniela dazu aber gesagt hätte, dass... und dann... höre ich nicht mehr zu.



    entschuldige bitte: hattest du mit thomas ein verhältniss???
    der arme kerl schlief immerhin mit der anderen frau.
    ich finde, deine beispiele hinken ganz gewaltig.


    Also, zusammenfassend: Ich halte den Konflikt um die fragliche Frau um ein Stellvertreterproblem.

    ich nicht, denn eins ist klar:
    kein mensch, mit dem man eine liebesbeziehung hat/hatte, ist nebensache. für dich ist offensichtlich, dass sie kein problem ist, weil der arme kerl der threaderstellerin das behauptet. das problem ist, dass die threaderstellerin ihm das nicht glaubt. damit brauchst du nicht nach stellvertreterproblemen zu suchen. wenn das ein stellvertreterproblem sein soll, was sind denn dann alle anderen probleme, die die beiden haben? auch stellverterterprobleme? kann mir kaum vorstellen, dass es ein grösseres problem gibt als seinem partner nicht zu glauben. die frage wäre zu klären, warum sie ihm nicht glaubt bzw. ob er tatsächlich nicht die wahrheit sagt?


    Deswegen hielte ich es für falsch, das Gespräch an diesem Problem aufzuhängen.

    ich auch, denn dem ging ja schon in der bereits zuendegegangenen beziehung einiges voraus. gesprochen werden muss aber darüber.

    Denn ich gehe davon aus, dass er hinsichtlich dieser Frau kein Problem sieht.

    ja, siehe oben....

    Gespräche, die zwischen einem problembewussten und einem problemunbewussten Partner stattfinden, reizen bereits in der Frühphase des Gespräches bei letzterem zu der Aussage oder dem Gedanken "Ich weiß gar nicht, was Du willst!".
    Insofern wäre mein Vorschlag, das Gespräch nicht mit dieser Frau zu beginnen, sondern sie lediglich im Gesprächsverlauf als Beispiel, als Symptom zu erwähnen. Dem Mann können die Beziehungsprobleme ja nicht verborgen geblieben sein. Die Andere als Gesprächsaufhänger beginnt die Kommunikation bereits mit einem Vorwurf: "Weil Du dies und jenes tust, passiert dies und das!"
    Der angesprochene wird sofort in eine Verteidigungshaltung gedrängt, fühlt sich (aus seiner Sicht ungerechtfertigt!)

    ist ja alles richtig.....

    angegriffen - und reagiert entsprechend. Das kennt doch jeder...:
    Meine Mutter geht mir manchmal auf die Nerven. Aber wehe, meine Ex-Freundin sagte etwas schlechtes über sie. Schon verteidigt man sein liebes Mütterlein.

    Ich finde es immer hilfreicher, sich gemeinsam in das Boot zu setzen. "Wir haben in letzter Zeit ein Problem in unserer Beziehung. Ich habe das Gefühl, dass ich aus diesen und jenen Gründen auf diese und jene Art und Weise (über)reagiere... Wie siehst Du das, warum meinst Du, dass das so ist?"

    vollkommen richtig !!!

    Und jetzt leicht OT:
    Ich finde es durchaus interessant (und beeindruckend), dass momentan in "Eifersucht" unter den "Top 6" (das angepinnte "Wichtig" mal ausgenommen) die Themen "Sie treibt mich in den Wahnsinn", "Wirklich nur 'ne gute Freundin?", "Gute Freundin des Freundes" und "Die beste Freundin meines Freundes" die vordersten Plätze belegen...
    ich les die anderen threads nicht. der hier ist mir anstrengend genug.

    hallo fender,

    ich habe gleich in dein zitat hineingeschrieben, denn ich konnte es mir nicht verkneifen, noch etwas dazu zu meinen.

    lady_julia

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    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Hallo MollyD, auch guten Morgen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Könntest du das bitte etwas konkretisieren?
    Ja, klar:

    Du schreibst, dass du, wenn du Eifersucht verspürst, das als dein Problem ansiehst und nicht als das deines Partners. Locke hingegen wendet sich an uns, weil sie für den, um es mal so zu nennen, "Gegenstand" ihrer Eifersucht, also diese andere Frau, vor allem ihren Partner verantwortlich macht. Oder besser: Locke findet, dass sein passives Verhalten den Annäherungsversuchen dieser Frau gegenüber und seine offensichtliche Nichtbereitschaft, Locke hier entgegenzukommen, eine Situation herstellen, die Locke stark verunsichert.

    Lockes Freund hat erklärt, diese Frau, die seine Ex-Freundin ist, wäre ihm gleichgültig. Das Folgende ist jetzt zwar eine Kurzfassung des Extrakts meiner bisherigen Beiträge in diesem Strang, aber egal: Wenn das so ist und er sich für sie tatsächlich nicht (und und zwar nicht einmal im Sinne einer Freundschaft) interessiert, was ist dann der Grund dafür, seinen (wenn auch eher passiven) Kontakt zu dieser Frau aufrecht zu erhalten, obwohl er weiß, dass Locke damit nicht klarkommt? Und der Umkehrschluss würde meiner Ansicht nach tatsächlich lauten: Warum beendet er diesen für ihn nach eigener Aussage völlig unwichtigen Kontakt nicht, um a) Locke nicht unnötig zu verunsichern und b) seine Beziehung nicht zu belasten?

    Auch ich sehe diese Geschichte mit der anderen Frau nicht als das alleinige Problem zwischen Locke und ihrem Freund an. Die Beziehung hat sich ja auch nicht ganz unproblematisch entwickelt.
    Und ein Gespräch zwischen den beiden über Lockes Problem mit dieser anderen Frau kann natürlich nicht nur diesen einen Gegenstand haben, das ist doch völlig klar.

    Zu dem, was ich über Lockes Problem denke, gehört eben auch, dass ich es wirklich nicht abwegig fände, wenn ihr Freund etwas aufgibt, woran ihm nach eigenem Bekunden ohnehin nichts liegt - den Kontakt zu dieser Frau nämlich.

    Ich hab hier schon eine Menge dazu geschrieben; das hier ist wirklich nur eine grobe und unvollständige Zusammenfassung meiner Überlegungen zu Lockes Problem.

    Jedenfalls stellt sich Lockes Problem für sie selbst als weitaus schwerwiegender dar als für dich Eifersucht in deiner Beziehung.


    Gruß,
    lindenblatt


    MollyD, bitte nicht wundern, wenn ich auf eine eventuelle Nachfrage nicht gleich antworte: Muss erst mal los, hab erst später wieder Zeit zum Schreiben.
    ****
    "Leben allein genügt nicht", sagte der Schmetterling, "Sonnenschein, Freiheit
    und eine kleine Blume muss man haben." (H. Chr.Andersen)

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    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich habe gleich in dein zitat hineingeschrieben, denn ich konnte es mir nicht verkneifen, noch etwas dazu zu meinen.
    Nun, das macht das Zitieren etwas schwierig, aber sei's drum...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    das problem ist, dass die threaderstellerin ihm das nicht glaubt. damit brauchst du nicht nach stellvertreterproblemen zu suchen. wenn das ein stellvertreterproblem sein soll, was sind denn dann alle anderen probleme, die die beiden haben? auch stellverterterprobleme? kann mir kaum vorstellen, dass es ein grösseres problem gibt als seinem partner nicht zu glauben. die frage wäre zu klären, warum sie ihm nicht glaubt bzw. ob er tatsächlich nicht die wahrheit sagt?
    Danke, dass Du mir Recht gibst.

    Wirkliches Problem: Sie glaubt ihm nicht.
    Stellvertreterproblem dafür: Er muss ja was mit der Ex haben, die Ex ist das Problem!

    Nein, ist sie nicht. Wenn die Ex endlich weg wäre... Könnte man dem Mann vollumfänglich glauben und ihm komplett vertrauen?!
    Na?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    kein mensch, mit dem man eine liebesbeziehung hat/hatte, ist nebensache. für dich ist offensichtlich, dass sie kein problem ist, weil der arme kerl der threaderstellerin das behauptet.
    Verzeihung, bei diesen Worten stehen mir die Haare zu Berge!
    Jeder Mensch, mit dem ich in meinem Leben eine Liebesbeziehung - oder einfach nur Sex - hatte, ist in meinem jetzigen Leben und meiner jetzigen Beziehung Nebensache.

    Ich frage mich, warum man Exen einen so breiten Raum in der eigenen Beziehung zu geben bereit sein sollte. Auf die Vergangenheit eifersüchtig zu sein macht mich doch blind für die Gegenwart.
    Meine Frau hat ein gutes Verhältnis zu ihrem ersten Freund. Sie mailen und telefonieren gelegentlich und laden sich gegenseitig zu Geburtstagen ein (wobei die aktuellen Partner jeweils miteingeladen werden). Ich mache das nicht. Meine Exen sind weg, passé, Vergangenheit.
    Nun, wer von uns beiden macht das "richtig"? Wenn sie das Bedürfnis hat, einen Menschen, der mal wichtig für ihr Leben war, mit dem sie zusammen "erwachsen wurde", weiterhin "zu begleiten"... Welches Recht habe ich, ihr das zu untersagen? Zumal der Typ ein ganz netter ist.
    Wenn ich jetzt anfange, an diesem "Verhältnis" herumzunörgeln, räume ich dem ganzen eine Bedeutung in unserer Beziehung ein, die ja nur Trotzreaktionen hervorrufen kann!

    Der Mann war mal wichtig für sie. Er und die Beziehung zu ihm hat sie (zum Teil) geprägt, sie hat Erfahrungen gemacht, die aus ihr den Menschen gemacht haben, den ich liebe.

    Man kann das nicht verdrängen, wie Locke das gerne möchte. Die Ex wird "immer da sein". Aber bitte als Nebensache.
    Man sollte das nicht zu einer Hauptsache in der jetzigen Beziehung machen, finde ich.

  6. Inaktiver User

    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von Fender
    Danke, dass Du mir Recht gibst.

    Wirkliches Problem: Sie glaubt ihm nicht.
    Stellvertreterproblem dafür: Er muss ja was mit der Ex haben, die Ex ist das Problem!

    hab ich das gesagt oder machst du das daraus und unterstellst mir derartig simple schlussfolgerungen:

    ich meinte: sie glaubt ihm eben nicht. warum, dass weiss doch ich nicht. ich habe nicht unterstellt: ganz bestimmt hat er deswegen auch was mit der anderen.
    nein, er hat bestimmt nichts mit der anderen. die angst der threaderstellerin ist möglicherweise: er könnte irgendwann wieder etwas mit ihr haben??? ausserdem ist es verdächtig, wenn ein mann eine frau als nebensache bezeichnet, die er gerade eben verlassen hat.


    Nein, ist sie nicht. Wenn die Ex endlich weg wäre... Könnte man dem Mann vollumfänglich glauben und ihm komplett vertrauen?!
    Na?

    hast du mich absichtlich falsch verstanden? lies doch den rest und meinen anderen beitrag, der an locke gerichtet war.


    auch wenn es das zitieren schwierig macht: ich liebe orange-blue.

  7. Inaktiver User

    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    ich habe meinem letzten posting noch etwas hinzuzufügen:
    Zitat Zitat von Fender

    Ich frage mich, warum man Exen einen so breiten Raum in der eigenen Beziehung zu geben bereit sein sollte. Auf die Vergangenheit eifersüchtig zu sein macht mich doch blind für die Gegenwart.
    Meine Frau hat ein gutes Verhältnis zu ihrem ersten Freund. Sie mailen und telefonieren gelegentlich und laden sich gegenseitig zu Geburtstagen ein (wobei die aktuellen Partner jeweils miteingeladen werden). Ich mache das nicht. Meine Exen sind weg, passé, Vergangenheit.

    danke, dass du mir jetzt recht gibst:
    es ist ganz offensichtlich, dass der mann/freund der threaderstellerin anders gestrickt ist als du.


    Nun, wer von uns beiden macht das "richtig"? Wenn sie das Bedürfnis hat, einen Menschen, der mal wichtig für ihr Leben war, mit dem sie zusammen "erwachsen wurde", weiterhin "zu begleiten"... Welches Recht habe ich, ihr das zu untersagen? Zumal der Typ ein ganz netter ist.
    Wenn ich jetzt anfange, an diesem "Verhältnis" herumzunörgeln, räume ich dem ganzen eine Bedeutung in unserer Beziehung ein, die ja nur Trotzreaktionen hervorrufen kann!

    Der Mann war mal wichtig für sie. Er und die Beziehung zu ihm hat sie (zum Teil) geprägt, sie hat Erfahrungen gemacht, die aus ihr den Menschen gemacht haben, den ich liebe.

    Man kann das nicht verdrängen, wie Locke das gerne möchte. Die Ex wird "immer da sein". Aber bitte als Nebensache.
    Man sollte das nicht zu einer Hauptsache in der jetzigen Beziehung machen, finde ich.
    dass du nicht unter dem kontakt leidest, den deine frau zu ihrem ex hat liegt daran, dass sie dir das gefühl gibt, dich zu lieben und auch dazu die sicherheit. sie ist dazu in der lage. oder ist dir egal, was deine frau so treibt, wenn du nicht dabei bist?

    auch ein weniger eifersüchtiger mensch ist interessiert an dem, was sein partner ausserhalb von ihm fühlt und denkt. es ist eine frage des interesse am anderen menschen und zur kontrollsucht ein grosser unterschied. (du wirst mir sicher zustimmen.)

    in dem fall um den es hier geht, ist offensichtlich der besagte freund nicht in der lage, seiner partnerin die sicherheit zu geben, die sie braucht, um in diese beziehung vertrauen zu entwickeln. im grunde behindert er diese entwicklung indirekt oder direkt, gewollt oder ungewollt.

    von verdrängung kann von lockes seite keine rede sein, bestenfalls wäre sie das von seiner seite. man muss abwarten, wie ihr gemeinsames gespräch verläuft.

    wie würdest du dich fühlen, wenn deine frau ständig fremd gehen würde, vielleicht auch noch mit freunden von dir. was du dabei fühlst, interessiert sie nicht sehr. du würdest wahrscheinlich "ade" sagen. jetzt kommt sie zurück und behauptet, sie will doch nur dich. viel kriegst du allerdings nicht aus ihr heraus, wieso und warum eigentlich. dann stellst du fest, der mann, mit dem sie dich zuletzt betrogen hat, rennt ihr pausenlos hinterher. sie scheint weiterhin daran gefallen zu finden, wenn auch nicht ganz offensichtlich, erklärt dir aber, es wäre nur eine nebensache. du weisst aber, dass sie ihn kurz bevor sie zu dir zurückkam ,verlassen hat und ihm offensichtlich dochnoch viel an ihr liegt. die sache zwischen den beiden kann also noch nicht geklärt sein.

    natürlich sagst du dir, dass du garkeinen grund hast, dir irgendetwas einzubilden oder sie etwa zu bitten, den kontakt doch ganz abzubrechen, oder dir zumindest zu erklären, was ihr daran so wichtig ist. sie sagt wiederum, dass du dir völlig umsonst sorgen machst. da gäbe es nichts zu klären. du glaubst es natürlich und bist vollkommen beruhigt. wirklich?

    dann versteh ich diesen mann einfach nicht !!! es ist eine hasenfalle. wann rennt sie das nächstemal zu ihm? schliesslich f.... sie zu gerne. und ihr hattet öfters schon längere aussetzerphasen. ('tschuldijunng, iss nur 'n dummes beispiel, gibt natürlich noch andere)
    gruss

    lady_julia

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    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat:
    Sie hat verstanden, dass die andere nur ein Nebengleis ist, über das sie auch sprechen möchte.
    Meinem Eindruck nach hast u. a. (aber besonders) du es erfolgreich geschafft, ihr das einzureden. Im Übrigen habe auch ich nie bestritten, dass das das eine mit dem anderen möglicherweise verbunden sein könnte. Zuletzt in meinem Beitrag, auf den du dich beziehst (Beitrag Nr. 108, vorletzter Absatz). Spürst du nicht, dass und wie sehr deine Schuldzuweisungen Locke noch mehr verunsichern??? Und woher weißt du das alles so genau???
    Hallo Lindenblatt,

    es ist ja in Ordnung, dass Du nicht an das Stellvertreterproblem glaubst. Nur: in sehr, sehr vielen Fällen (vielleicht sogar in den meisten) sind gerade solche Probleme eben Stellvertreterprobleme. Und wenn man Lockes Schilderungen anschaut, drängt sich der Eindruck auch bei ihr auf. Diese Art der Probleme mit Exen oder besten Freundinnen oderoderoder manifestieren sich häufigst dann, wenn in der Beziehung in der Partnerschaft etwas (gravierenderes) nicht stimmt. Sei es fehlendes Vertrauen, ein fehlendes sich-geliebt-fühlen, mangelnde Kommunikation o.ä. Ohne diese inneren Probleme stellte eine beste Freundin oder ein Kontakt zu einer Ex (hier sogar noch ein passiver Kontakt) kein sonderliches Problem dar. Und da brauchen wir nicht über Henne und Ei zu diskutieren. Diese inneren Probleme entstehen aus einer Summe verschiedener Verhaltensweisen/ Umgangsweisen/ Kommunikation u.ä. und nicht aus einer einzigen Sache heraus.

    Mir scheint, Du betrachtest Lockes Problem mit wenig Distanz - und das verstellt gerne mal den Blick. So wie auch bei Locke selbst.

    Es ist doch gut, wenn sie mal über ihre Beziehung im Ganzen reden, wenn sie aufarbeiten, warum es überhaupt zu der Trennung gekommen ist, wenn sie es über diese Gespräche - vielleicht - schaffen, einander nah zu kommen und somit auch mehr Verständnis zu entwickeln, wie der jeweils andere tickt. Dann kann auch über diesen Kontakt geredet werden, klar.

    Ich wiederhole gern, was Leonie an anderer Stelle bereits geschrieben hat: Wenn Lockes Freund den Kontakt zu der Frau vollständig unterbinden würde, wäre dann alles i.O.? Über ein paar Tage hinaus?

    Nach meiner Erfahrung und Beobachtung eben nicht. Und nur darum ist es nicht zielführend, diese Frau bei einem Gespräch in den Mittelpunkt zu stellen. Das erscheint zwar zunächst einfacher, weil greifbarer. Und weil "ganz leicht" eine Lösung gefunden werden kann. Aber die Erleichterung nach einer Lösung würde nur kurz währen - darauf wette ich.

    @Locke:

    Führ das Gespräch und bleib im Dialog mit Deinem Freund. Auch wenn es schmerzhaft ist, eure vorherige Beziehung muss aufgearbeitet werden, damit euer Neustart überhaupt funktionieren kann.

    Und: auf Abwegen, Seitenstrassen, Umwegen kann man doch schon mal landen. Um so besser, wenn man dann feststellt, dass der bisherige Weg doch der bessere, schönere und richtigere war und auf diesen zurückkehrt. Es wird Gründe haben, warum Dein Freund zu Dir zurückgekehrt ist (und auch hier besteht noch Klärungsbedarf, ein ich-hab-Dich-so-vermisst nach einem mit-Dir-ist-mir-langweilig-geworden würde mir nicht reichen). Diese haben mit Dir, mit euch zu tun. Und nicht mit dieser anderen Frau.

    Dir alles Gute
    hopscotch

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    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    natürlich sagst du dir, dass du garkeinen grund hast, dir irgendetwas einzubilden oder sie etwa zu bitten, den kontakt doch ganz abzubrechen, oder dir zumindest zu erklären, was ihr daran so wichtig ist. sie sagt wiederum, dass du dir völlig umsonst sorgen machst. da gäbe es nichts zu klären. du glaubst es natürlich und bist vollkommen beruhigt. wirklich?
    Natürlich bin ich nicht völlig beruhigt. Aber aus einem anderen Grund.
    Wer mich bescheißt, tut das genau ein Mal. Ich gebe keine zweite Chance.

    Nehmen wir aber mal an, ich gäbe eine. Dann wäre das aber eine ehrliche Chance. Vergeben, vergessen, alles auf Null.
    Wenn ich den Beziehungs-O-Meter nicht auf Null drehen kann, weil da in mir noch irgendwas brodelt, dann ist doch das Ganze nichts wert.
    Warum führe ich eine Beziehung? Weil ich mich mit der anderen Person zusammen wohler fühle als alleine.

    Ich weiß nicht, warum Locke den Mann wieder aufgenommen hat. Das kann nur sie wissen - und sie muss es hier nicht breittreten.
    Aber entweder hat er die gegebene Chance verdient, oder eben nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Sie treibt mich in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von Fender
    Natürlich bin ich nicht völlig beruhigt. Aber aus einem anderen Grund.
    Wer mich bescheißt, tut das genau ein Mal. Ich gebe keine zweite Chance.

    vielleicht ist das insgeheim der wahre grund für ihr misstrauen. glaubst du wirklich, ihr würdet dabei so verschieden liegen?

    Nehmen wir aber mal an, ich gäbe eine. Dann wäre das aber eine ehrliche Chance. Vergeben, vergessen, alles auf Null.

    genau das ist der punkt. eben das geht nicht. denn dann müsste auch er auf null zurückdrehen. tut er das? da gebe ich lindenblatt recht. ehrlich kann sie es trotzdem meinen.

    Warum führe ich eine Beziehung? Weil ich mich mit der anderen Person zusammen wohler fühle als alleine.

    entschuldige, aber wenn das der einzige grund ist, dann ist das schlicht und einfach zuwenig.

    Ich weiß nicht, warum Locke den Mann wieder aufgenommen hat.

    ich auch nicht. du oder ich würden vielleicht sagen: kläre erstmal die beziehung zu/mit der/dem anderen. dann kannst du wiederkommen.

    Das kann nur sie wissen - und sie muss es hier nicht breittreten.
    Aber entweder hat er die gegebene Chance verdient, oder eben nicht.

    GENAU !!!
    vielleicht werden wir uns ja nie einig.

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