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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Eifersucht gehört zur Angst, nicht zur Liebe.

    Und andererseits ist für mich Verlustangst noch keine Eifersucht, kann sich aber darin steigern. Mit Verlustangst kann ich umgehen, indem ich mit mir selbst und mit meinem Partner kommuniziere.
    Eifersucht ist nur Raserei, das steckt ja schon im Wort: Eifer und Sucht. Beides ist nicht gesund und auch nicht konstruktiv.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Ich finde Eifersucht nur unangenehm, aber normal und von daher auch nicht destruktiv. Das gehört zum Menschen dazu. Zumindest bei den meisten. Und selbst wenn es destruktiv ist, kann man sie ja nur unterdrücken. Wenn sie da ist, ist sie da.

    Was soll man denn machen? Man kann sich seine Liebe nicht einfach von einer Sekunde zur anderen aus dem Herzen reißen.
    Man will seinen Partner behalten. Wenn er nicht mehr fest bei einem ist, ist man eifersüchtig, dass jemand anderer einem den Platz streitig macht. Das fängt ja schon bei Geschwistern an.

    Ich verstehe nicht, dass man ein normales Gefühl was zum Menschsein dazugehört, negieren will.
    Wenn ihr das nicht habt in so einem Fall, dann ist das schön für euch.

    Aber andere haben dieses Gefühl und es ist wenig hilfreich in Fällen, bei denen es um begründete und nicht krankhafte Eifersucht geht, mantramäßig zu wiederholen, das habe mit dem eigenen Selbstbewusstsein zu tun und daran müsse man arbeiten.

    Wenn ich meinen Mann beim Baggern sehe oder ihn beim Händchenhalten erwische, dann muss ich nicht an mir und meiner Eifersucht arbeiten, sondern was ich für Konsequenzen aus dieser Eifersucht ziehe.

    Dafür sind Gefühle da: Sie signalisieren einem, dass man bei negativen Gefühlen etwas am Status in der Beziehung ändern muss.

  3. Inaktiver User

    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Ich habe hier auch eine Frage. Ich bin mit meinem Freund gut 1 Jahr zusammen und es ist sehr schwierig, denn ich bin massiv eifersüchtig. Das alles hat sich im Laufe des Jahres immer mehr verschlimmert, denn ich habe meinen Freund immer mehr eingeengt.

    Er ist sehr gesellig und ich hätte ihn am liebsten nur für mich. Aus Eifersuchtsgründen würde ich ihm am liebsten alles verbieten (Er übernachtet jede Woche 1 Nacht im Hotel und geht dann fast immer mit Kollegen zum trinken/feiern). Ich weiß, dass er sehr offen ist und gerne redet, auch mit Frauen. Ich drehe in dieser Zeit fast immer durch.

    Allerdings sind wir beide sehr stur, es gab immer wieder Streit, (auch einige Vorfälle.. ich entdeckte das er mal fremdgegangen ist, konfrontierte ihn damit, er meinte ja sowas passiert halt mal, kann jedem passieren, gehöre zu seiner Vergangenheit, aber er sieht es nicht als Fehler. Dann gab er auf einer Party einer etwas aus, ich war stinksauer, machte ihm Vorwürfe, er meinte sie sei eine Freundin, da wäre nichts dabei und er ließe sich von mir nicht verbieten jmd etwas auszugeben, dasselbe beim Reden mit fremden Frauen in Discos... er meinte, er hätte keine Lust mir andauernd etwas versprechen zu müssen, ich muss ihm vertrauen). Mein Freund trennte sich schließlich nach dem gemeinsamen Urlaub. Ich bettelte ihn an, es nochmal zu versuchen. Ich war komplett abhängig, wollte seinen Wunsch nach Freiraum und Abstand nicht akzeptieren und zog nach einigen Tagen wieder bei ihm ein. Er versprach mir aber mich nie zu belügen oder betrügen. Desweitern (ich weiß es ist falsch!) kontrollierte ich seine Handys und seinen Facebook-Account. Und dort sah ich das er sich nachdem wir streiten Frauen aus seiner Vergangenheit anschaut. Ich rastete natürlich komplett aus. Er meinte ich sei krank, er hätte zwar was mit ihnen gehabt, sei aber nur neugierig was aus Ihnen geworden ist. Wenn er wollte könne er sie ja anschreiben, tue er aber nicht. Ich habe bis heute aber komische Gefühle, wieso er eine von ihnen mehrmals angesehen und sogar gegoogelt hat. Er meinte es wäre harmlos, ich solle ihm endlich vertrauen, es verletzt ihn wenn ich ihm nach all der Zeit nicht vertraue.

    Ich bin nach diesem Gespräch zum Supermarkt, er bleib daheim vor dem Laptop zum Arbeiten. Ich schaute später nach und genau die Uhrzeit, in der er nach der Dame gesucht hatte, fehlte im Verlauf. Wenn er doch nichts zu verbergen hat, wieso löscht er dann den Verlauf?

    Ich habe begonnen mir mein eigenes Leben aufzubauen (Yoga-Kurs, Fitnessstudio, Ehrenamtliche Tätigkeit in einem Seniorenheim, usw.). Allerdings lässt diese Eifersucht nicht nach.

    Neulich hatten wir beschlossen einige Tage Abstand zu nehmen voneinander, da es gar nicht mehr ging. Er meinte in den letzten Monaten er wisse nicht mehr ob er mich noch liebt, es sei schwierig, er zweifelt einfach daran ob er mir diese Sicherheit die ich brauche geben kann und er sieht keine Zukunft, weil wir es schon so oft versucht haben und es nicht besser wird. Ich weinte und er auch, waren beide total fertig (er fühlt sich wie im Gefängnis, ich total unsicher). Da ich so unsicher bin verlange ich immer mehr Nähe und Aufmerksamkeit. Ich kam nach zwei Tagen wieder, er nahm mich gleich in den Arm wir redeten lange und er meinte ich müsse ihm einfach endlich vertrauen, aber wie?

    Ich kann mich selbst nicht akzeptieren, hatte sehr lange eine Angsterkrankungen und bin sehr unsicher. Mittlerweile ist die Angst fast weg, aber die Zweifel an mir sind geblieben :(
    Geändert von Inaktiver User (28.09.2016 um 13:34 Uhr)

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Eifersucht gehört auch für mich nicht zur Liebe.
    Ich sehe es da wie Amelie. Für mich ist sie eher Ausdruck von Verlassensängsten, ggf. auch von Besitzdenken.

    Sie kann unglaublich destruktiv sein, wenn man nicht mit ihr umzugehen weiß. Knallt man sie dem Partner regelmäßig vor den Latz, dann wird man bald keinen mehr haben. Auch auch einen selbst macht sie kaputt.

    Und überhaupt frage ich mich, was denn eigentlich "berechtigte Eifersucht" sein soll?

    Sinnvoller ist es doch, in solchen Eifersuchtsmomenten innezuhalten, in sich zu gehen und sich zu fragen, weshalb man so reagiert. Oft sind das manifestierte Ängste aus der Vergangenheit, die es schlicht anzugucken und aufzuarbeiten gilt.

    Mein Vater hat meine Mutter betrogen, mein Onkel meine Tante und mein Ex mich. Das hat bei mir Ängste entfacht, die auch in meine aktuelle Beziehung hinein spielen. Ob ich will oder nicht. Als Zeichen oder Nebenerscheinung von Liebe kann ich sie allerdings beim besten Willen nicht sehen.

    Zum Glück bin ich mir dieser Zusammenhänge inzwischen bewusst, denn mein aktueller Partner hat damit wirklich so gar nichts zu tun.
    “In the middle of difficulty lies opportunity”
    ― Albert Einstein

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Zitat Zitat von Drottning Beitrag anzeigen
    Und überhaupt frage ich mich, was denn eigentlich "berechtigte Eifersucht" sein soll?
    Das frag ich mich auch schon die ganze Zeit. Als ob es um was wahnsinnig Tolles ginge. Dass man drum kämpft, da berechtigt zu sein, das haben zu dürfen. Klar dürft ihr es haben, dieses Scheißgefühl. Ihr seid auch berechtigt, euch eine Bratpfanne auf den Kopf zu hauen, bis ihr grün und blau seid.

    Nur weil es normal ist, heißt das nicht, dass es auch gut für euch ist.
    (Es ist bisher auch normal, dass wir die Luft mit Abgasen verpesten.)

    Die Frage ist doch vielmehr, was hilft euch? Und was nicht?
    Und ein Gefühl, das zu depressivem wie aggressivem und in keiner Form konstruktivem Verhalten führt, gleichzusetzen mit Neid, Hass, Habgier (alles 'normal', gell?), - sollte man minimieren, so weit man kann.

    Der größte Witz: Eifersucht hilft noch nicht mal dabei, einen anderen Menschen im eigenen Leben zu halten, sondern ganz im Gegenteil, sie treibt den oft noch schneller weg. Denn Druck, Drama, Klammern, Kontrolle und Misstrauen sind nicht attraktiv.

    Mir kommt's so vor, als verteidigt ihr tatsächlich eine Sucht. Wie der Trinker, der auch 'nicht anders kann' oder es 'normal' findet, jeden Abend 16 Bier sich reinzuschütten und gröhlt, dass er ein Recht drauf hat, weil schließlich die Welt böse zu ihm war oder ist.


    @Mit21: Du agierst deine Ängste und Eifersucht aus, das macht die Beziehung kaputt. Was du tun kannst, ist, diesen Gefühlen auf den Grund zu gehen, dich durchkämpfen und das für dich in den Griff zu bekommen. Da wirst du was aushalten müssen, denn deinen Freund solltest du damit in Ruhe lassen; es macht ihm keinen Spaß, das mit dir zu erleben, das sag ich dir - und ist das was ich meine oben: Dass auf solchen Gefühlen basierende Aktionen den andern eher vertreiben als ihn zu binden.
    Geändert von tabbi (28.09.2016 um 21:07 Uhr)
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Franz Kafka

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Ich glaube, ich habe sehr genau erklärt was "berechtigte Eifersucht" ist.
    Aber ich kann ja noch mal:

    Unberechtigte Eifersucht ist die, wenn der Partner sich völlig normal verhält, der andere aber ständig durchdreht, wenn derjenige nur Guten Tag zum Nachbarn/Nachbarin sagt. Wenn er glaubt, der Mensch verliebt sich sofort, wenn er jemandem begegnet, wenn er den Müll rausbringt.
    Das ist pathologisch.

    Berechtigte Eifersucht ist die, wenn der Partner tatsächlich auf Abwegen ist und sich jemand anderem zu sehr zuwendet bzw. so zuwendet, wie es eben nicht mehr auf dem normalen zwischenmenschlichen Niveau in Ordnung ist.

    Eifersucht ist dann das Gefühl, dass sich breit macht in so einem Fall, weil man sich eben nun mal nicht gern aus seiner Position drängen lässt, die einem in der Beziehung zukommt.

    Gefühle sind erst einmal nicht gut oder schlecht,sie sind in uns angelegt, damit sie uns Menschen zeigen, ob wir mit einer Entwicklung glücklich o. zufrieden sind oder eben nicht. Und ob wir etwas verändern müssen.

    Deshalb nehme ich jedes Gefühl an, was mir die Natur geschenkt hat. Ob ich dann mit meiner Eifersucht konstruktiv oder destruktiv umgehe, ist meine Entscheidung.

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Deshalb nehme ich jedes Gefühl an, was mir die Natur geschenkt hat. Ob ich dann mit meiner Eifersucht konstruktiv oder destruktiv umgehe, ist meine Entscheidung.
    Im Grunde sag ich nichts wesentlich anderes.
    Eifersucht ist allerdings ein negatives Gefühl. Wie Schmerz.
    Nicht sinnlos, aber unangenehm (und eben nicht ein 'normal dazugehörendes' (zur Liebe gehörendes) Gefühl).
    Die Heftigkeit des Schmerzes, der Eifersucht, des Hasses, des Neids usw. sagt was drüber aus, wie viel nicht in Ordnung ist mit mir.
    Und wie bei Schmerz gibt es nur einen vernünftigen Weg, damit umzugehen: Der Sache bei mir auf den Grund zu gehen. Die Ursachen des Schmerzs minimieren bis beseitigen.

    Es anders zu machen, ist zerstörerisch.
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Franz Kafka

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    tabbi!
    “In the middle of difficulty lies opportunity”
    ― Albert Einstein

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    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Zitat Zitat von tabbi Beitrag anzeigen
    Im Grunde sag ich nichts wesentlich anderes.
    Eifersucht ist allerdings ein negatives Gefühl. Wie Schmerz.
    Nicht sinnlos, aber unangenehm (und eben nicht ein 'normal dazugehörendes' (zur Liebe gehörendes) Gefühl).
    Die Heftigkeit des Schmerzes, der Eifersucht, des Hasses, des Neids usw. sagt was drüber aus, wie viel nicht in Ordnung ist mit mir.
    Und wie bei Schmerz gibt es nur einen vernünftigen Weg, damit umzugehen: Der Sache bei mir auf den Grund zu gehen. Die Ursachen des Schmerzs minimieren bis beseitigen.

    Es anders zu machen, ist zerstörerisch.
    Aber nichts anderes wird doch hier geschrieben. Wohl keiner findet, dass es etwas Gutes ist, seiner Eifersucht freien Lauf zu lassen und dem Partner damit das Leben zur Hölle zu machen.
    Was mich nur skeptisch macht, sind Leute, die das Gefühl Eifersucht weit von sich weisen und alle, die offen zugeben, hin und wieder eifersüchtig sein, als schwache Menschen bezeichnen, denn dadurch wird die Eifersucht zum Tabu, für etwas, wofür man sich schämen sollte, das einfach nicht da zu sein hat, weil man sonst ein schlechter Mensch ist usw.
    Die Einstellung hilft aber niemandem, sondern sorgt höchstens dafür, dass man schlechte Gefühle verdrängt, die werden dadurch aber nur um so stärker und brechen sich auf anderen Wegen bahn.

    Meine Erfahrung ist z.B. auch, dass Leute, die behaupten, nie neidisch zu sein, dies sehr wohl meistens sind, das aber so gut verdrängt haben, dass der Neid so zu sagen verkleidet an anderer Stelle ans Licht dringt und dann noch viel zerstörerischer und vergiftender sein kann, als wenn man einfach zu seinen Gefühlen stehen kann, mögen sie angenehm oder eben nicht so erwünscht sein.
    Und ich finde eben, es kann zur Vertiefung einer Beziehung beitragen, wenn man sich zeigt wie man ist, dem einem dem Vertrauten, wem auf der Welt denn sonst? Immer nur sein Sonntagsgesicht aufzusetzen und den Großzügigen zu mimen, auch wenn man das in Wahrheit eben gerade mal nicht ist, finde ich nicht so gut. Ein bisschen was kann man dem Partner auch zumuten - finde ich - und umgekehrt, wenn es natürlich belastend wird, sollte man sich schon irgendwo Hilfe suchen.

  10. Inaktiver User

    AW: Der kleine Teufel Eifersucht...

    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    Das sehe ich eben nicht so.



    Auch Menschen, die nicht 'von Eifersucht erfasst werden' möchten vielleicht ihren Partner nicht verlieren.
    Alle Gefühle sind im Menschen.
    Man kann auch nichts für das aktuelle Gefühl.
    Man muss sich aber nicht 'erfassen lassen'.
    Sonst würde das ja bedeuten, dass die Gefühle Menschen haben und nicht Menschen haben Gefühle.

    Man kann auch Angst haben, man muss sich einer Angst aber nicht hingeben.
    Da besteht keine Zwangsläufigkeit.



    Was immer 'ungebührliches Verhalten' ist und ob es tatsächlich grundsätzlich und allein destruktiv wirkt und destabilisiert, kommt auf den Einzelfall an.

    Etwas Destruktives wird aber doch in keinem Fall besser, wenn das Gegenüber etwas weiteres Destruktives hinzufügt.
    Das stimmt nicht.
    Ich hatte früher unerhörte Angst negative Gefühle zuzulassen.
    Traurigkeit zum Beispiel. Und weiß du warum? Weil ich dachte, dann finde ich da gar nicht mehr raus.
    Dann bin ich verzweifelt bis an mein Lebensende.

    Das Gegenteil ist der Fall.
    Wenn ich auch meine Ängste zulasse - verschwindet sie.
    Gefühle die man zulässt lösen sich auf.

    Nur weil ich eifersüchtig bin werde ich nicht zum Amokläufer.
    Viele Menschen, mich eingeschlossen, denken man gibt sich eine Blösse wenn man Schwächen zugibt.
    Das tut man auch.
    Für mich als Person ist es wichtig meine Schwächen zu kennen.
    Ich merke auch gegebenenfalls ob ich mich in falscher Gesellschaft befinde.
    Natürlich kann man nicht jedem Menschen seine geheimsten Gefühle mitteilen.

    Und manches verbietet sich auch.
    Was zum Beispiel für meinen Geschmack immer mehr um sich greift ist: unverhohlener Neid oder Häme.
    Da sollte man in der Lage sein sich zu kontrollieren.

    In meinem Leben haben Ängste zeitweise eine große Rolle gespielt.
    Letzten Endes war die Angst vor der Angst das Problem.

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